Grimma und Dresden im Derby Fieber

Vorwärts Sachsen Volleys Grimma vs. VCO Dresden, 01.04.21, 2. BLSF
ein stabiler Annahmeriegel wird auch im Sachsen Derby mehr als gefragt werden
Foto: Memofotografie

Mittlerweile haben die Mädels von Trainer Ronny Lederer bereits ihr zweites Ligaspiel in der Seume Halle absolviert und sind noch ohne Punktverlust. Es scheint also ein gutes Omen über dem Ausweichquartier zu liegen. Dennoch war das Spiel gegen den TV Planegg-Krailling alles andere als ein vorweg genommener  Osterspaziergang. Das Team von der Mulde schaffte es zum Ende des zweiten Spielabschnitts gerade noch, den berühmten Schalter umzulegen und bei 12:18 einen drohenden 0:2 Satzrückstand zu verhindern.  Mit einigen taktischen Wechseln zeigte Cheftrainer Ronny Lederer auch an der Seitenlinie seine ganze Klasse.  Danach lief das Match in den Bahnen, wie es sich die meisten, der 650 Zuschauer am live stream gewünscht haben. Mit dem letztendlich verdienten 3:1 Heimsieg etablierten sich die Sachsen Volleys Grimma auf Platz 5 der Tabelle. Am Donnerstag Abend erwartet das Team um Kapitän Elena Kömmling jedoch ein ganz anderes Kaliber. Der VCO Dresden hat in den letzten Monaten eine imponierende Entwicklung genommen. Der spielerische Reifegrad hat ein beachtliches Niveau erreicht und spiegelt sich auch in der Tabelle wieder.  Am 25.10. vergangenen Jahres las sich das Zeugnis wie folgt: 4 Spiele, 4 Niederlagen, 2:12 Sätze, 13. und letzter Tabellenplatz.  Seither eilte die Mannschaft von Trainer Andreas Renneberg von Sieg zu Sieg und hat noch alle Chancen auf den Vizemeistertitel der laufenden Saison. Innerhalb dieser tollen Serie war auch der Heimsieg der Dresdnerinnen gegen die Vorwärts Sachsen Volleys Grimma und der fiel mit 3:0 mehr als deutlich aus. Es ist aus Sicht unseres Teams Wiedergutmachung angesagt. Eine Aufgabe, um deren Schwere Chefcoach Ronny Lederer nur zu gut weiß. „Für unsere Spielerinnen ist ein Spiel im Anschluss an einen Arbeitstag immer eine besondere Herausforderung, wohingegen der VCO aufgrund seines Trainingsrhythmus darauf besser eingestellt ist“, so Lederer. Dem Chefcoach zufolge dürfe sein Team dem nächsten Gegner auf keinen Fall so viel Luft wie dem letzten im ersten und phasenweise auch im zweiten Satz,  der sich zufrieden mit dem ersten Einsatz der Ex-Potsdamerin Deborah Scholz zeigt. „Sie hat sich sehr gut ins Team eingefügt. Dass sie anfangs etwas zögerlich agiert hat, ist nach einer solch langen Verletzungspause völlig normal.“

Um gegen den VCO zu bestehen, bedarf es einer konzentrierten, mutigen und kämpferischen Leistung. Die Mannschaft hat sich viel vorgenommen und wenn die Attribute fruchten, dann erwartet uns ein interessanter und hochkarätiger Sachsen – Derby- Kracher. Die sportliche Rivalität beider Teams ist insbesondere geprägt von Respekt füreinander. Viele Spielerinnen pflegen regelmäßigen Kontakt untereinander bis hin zu Freundschaften. Diese muss jedoch für den heutigen Abend ruhen, denn es gilt das Sachsen Derby für sich zu entscheiden.

Apropos Verletzung: Weil Erstligist Dresdner SC (DSC) diesbezüglich derzeit gebeutelt ist, muss die elbestädtische Reserve personell verstärkt in die Bresche springen. Als Konsequenz zog der VCO am vergangenen Wochenende mit 1:3 in Lohhof den Kürzeren, nachdem das neben Grimma zweite sächsische Team in der Südstaffel in dieser zuvor 13 von 14 Partien für sich hatte entscheiden können. „Uns standen gegen Lohhof zwei unserer Leistungsträgerinnen nicht zur Verfügung, und das war nicht kompensierbar“, berichtet der VCO-Mannschaftsverantwortliche Maik Vogt. „Da die Verletzungsmisere bei unserem Erstliga-Team anhält, gehe ich davon aus, dass wir auch in Grimma nicht in Top-Besetzung werden antreten können.“

Er glaube dennoch, dass sein Team am Donnerstag ein ebenbürtiger Gegner sein werde. „Unsere Spielerinnen sind heiß auf diese Partie, und ich gehe davon aus, dass auch Grimma nach der deutlichen Niederlage im Hinspiel darauf aus ist, etwas gut zu machen, was für einen engen Ausgang der Partie spricht“, so Vogt. Bei aller Rivalität verfolge man aufmerksam das Geschehen an der Mulde und habe positiv registriert, dass das Grimmaer Team zuletzt aufsteigende Form gezeigt hat und seine personellen Probleme überwunden zu haben scheint. „Wir freuen uns riesig auf das Spiel sowie darauf, die bei uns ausgebildeten Deborah Scholz, Elena Kömmling und Kristin Schröder in Grimma wiederzusehen“, so Maik Vogt.

 

veröffentlicht am Mittwoch, 31. März 2021 um 09:19; erstellt von Volleyballverein Grimma e.V.
letzte Änderung: 31.03.21 09:19
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