VOLLEYBALL BUNDESLIGA

Spitzenspiel in der Ballsporthalle

Rote Raben Vilsbiburg II vs. VV Grimma, 08.02.20, 2. BLSF
Auf den Rabenblock mit Isabel Kovacic und Kirsten Overton wird jede Menge Arbeit zukommen.
Foto: Gerhard Lichtmannecker

Dezimierte Rote Raben II empfangen den Tabellenführer VV Grimma

Vilsbiburg. Am Samstag um 15 Uhr kommt es in der Ballsporthalle zu einem absoluten Spitzenspiel, wenn der Tabellendritte, die Roten Raben II, den Tabellenführer der zweiten Volleyball-Bundesliga, den VV Grimma, empfangen.

Vier Mannschaften machen in dieser Saison die Meisterschaft unter sich aus. Neben Grimma, Dresden und Neuwied gehören etwas überraschend auch die Roten Raben II dazu. Die wollen zuhause die gute Ausgangsposition nutzen und mit einem Sieg zu den nur drei Punkte vor ihnen liegenden Mädchen von Trainer Ronny Lederer aufschließen. Das Vorhaben könnte gelingen, denn Julia Brandhuber und ihre Mitstreiterinnen sind derzeit sehr gut drauf und haben alle ihre im Jahr 2020 ausgetragenen Partien gewonnen. Vier Siege mit elf Punkten haben sie bereits in der Tasche. Hoffnung schöpfen die Vilsbiburgerinnen zudem aus dem Hinspiel, in dem sie sich in der Muldentalhalle nach hartem Kampf ganz knapp mit 16:14 im Tiebreak durchsetzen konnten. Allerdings wird es für die Gastgeberinnen eine Herkulesaufgabe, denn es stehen erneut nur sieben Spielerinnen zur Verfügung. Die Niederbayerinnen haben aber am Sonntag beim TV Holz mit dem dezimierten Kader eine mannschaftlich geschlossene und beinahe fehlerfreie Partie abgeliefert und den ambitionierten Saarländerinnen keine Chance gelassen. Jetzt geht es darum, am Samstag mit einer ähnlich konzentrierten Vorstellung aufzuwarten und die Gäste von Anfang an unter Druck zu setzen.

Denn Grimma hat sich bisher schwer getan, rasch den Spielrhythmus aufzunehmen und häufig den ersten Satz verloren. Der VV weist wie die Raben elf Siege auf und hat lediglich vier Niederlagen hinnehmen müssen. Dabei haben sie, bis auf die Begegnung in Holz, aber stets gepunktet. Seit der Niederlage im Saarland haben sie in allen sechs Partien jeweils drei Zähler geholt. Erst am Sonntag haben sie mit dem 3:1-Erfolg gegen Neuwied vor 455 Zuschauern die Tabellenführung übernommen und wollen nun den Platz an der Sonne noch lange behalten. Das sächsische Team besteht ausschließlich aus deutschen Spielerinnen, die über reichlich Erfahrung verfügen. Steffi Kuhn oder Elena Kömmling waren für Dresden, Suhl und Erfurt auch schon in der ersten Liga aktiv. Herzstück der Mannschaft sind aber zweifelsohne die Zwillinge Julia und Maria Eckelmann, die zusammen mit Elena Kömmling am häufigsten als MVP ausgezeichnet wurden.

Die Zuschauer dürfen eine packende, auf hohem Niveau stehende Partie erwarten. Beide Mannschaften werden sich nichts schenken und um jeden Punkt hart kämpfen. Angesichts der starken Abwehrleistungen sind wohl auch einige längere Ballwechsel zu erwarten. Auf jeden Fall dürfte sich ein Besuch der Ballsporthalle lohnen. Die Roten Raben wollen ihre Stärken wie gefährliches Aufschlagspiel, funktionierende Blockarbeit und konzentrierte Annahme nutzen, um dem Tabellenführer Paroli zu bieten. Dass das unter den gegebenen Umständen kein leichtes Unterfangen wird, weiß man im Vilsbiburger Lager.

Rabencoach Teemu Sarna ist in seiner Einschätzung dann auch sehr vorsichtig: "Für uns wird diese Topbegegnung sehr, sehr schwierig. Es werden nämlich Martina Konecna, Paula Hötschl, Elisabeth Kerscher und weiterhin Viviane Hones nicht spielen können. Aber wir werden versuchen, das Beste aus der Situation zu machen und eine gute Leistung abzurufen. Da müssen wir dann sehen, was für uns möglich ist."

veröffentlicht am Donnerstag, 6. Februar 2020 um 14:52; erstellt von Roland Regahl, Rote Raben Vilsbiburg
letzte Änderung: 06.02.20 14:52