VOLLEYBALL BUNDESLIGA

Der Wolf ist zurück!

United Volleys Frankfurt
Wie schon 2015 bis 2017 jubelt Peter Wolf in der kommenden Saison wieder für die United Volleys.
Foto: Corinna Seibert

Was viele Menschen in Brandenburg oder Sachsen bereits erleben, darüber dürfen sich jetzt die Fans der United Volleys Frankfurt freuen: Der Wolf ist zurück! Mit Peter Wolf steht auf der Diagonalposition ab sofort einer der „Ur-niteds“ der allerersten Stunde wieder im Kader des erfolgreichen Volleyball-Erstligisten. Der Anlass dafür ist leider weniger erfreulich: Die Verletzung, die US-Boy Tanner Syftestad während des Trainings mit der amerikanischen Nationalmannschaft bereits im Sommer erlitt, erwies sich als so schwerwiegend und langwierig, dass seine Rückkehr für die Uniteds ein zu hohes Risiko bedeutet hätte. „Ich bedaure das sehr, denn Tanner war mit seiner professionellen Einstellung und seinem enormen Potenzial ein wichtiger Bestandteil unseres Teams“, erklärt Cheftrainer Stelio DeRocco. „Wir können ihm nur wünschen, dass seine Behandlung weiterhin gut läuft, und hoffen, dass wir ihn vielleicht irgendwann in der Zukunft einmal in Frankfurt wiedersehen.“

Fünf Nationalspieler fehlen noch

An seine Stelle rückt nun einer, der ebenfalls schon bewiesen hat, wie wertvoll er für die United Volleys sein kann. 2015 bis 2017 gehörte der aus dem nicht allzu weit entfernten Bad Soden-Salmünster stammende Peter Wolf zu den absoluten Publikumslieblingen in der Fraport Arena, obwohl er mit Mannschaftskapitän Christian Dünnes auf seiner Position ein echtes Volleyball-Schwergewicht vor sich hatte. Nach zwei Jahren, in denen vor allem die sportliche Karriere im Beachvolleyball zusammen mit Bruder Georg im Vordergrund stand, freut sich der mittlerweile 27-jährige, nun auch wieder in der Halle in den United-Farben aufschlagen zu können. „Peter hat mit seiner Vielseitigkeit und seiner offenen Art vom ersten Training an einen hervorragenden Eindruck hinterlassen und war sofort wieder in die Struktur des Clubs und des Teams integriert“, lobt Stelio DeRocco.

Auch bei zwei Vorbereitungsspielen war der Rückkehrer bereits im Einsatz. Am vorletzten Samstag siegten die Uniteds 3:0 (25:16, 25:21, 25:17) gegen die Mannschaft von Shabab Al-Ahli aus Dubai, die für gut zehn Tage zum gemeinsamen Trainingslager in der Mainmetropole weilte. Mit dabei hatte der Spitzenclub aus den Vereinigten Arabischen Emiraten unter anderem den italienischen Doppel-Europameister und Olympia-Bronzegewinner Cristian Savani. Mittwochs darauf ging es dann zum Test zu den Volleyball Bisons Bühl. Der Vergleich endete 2:2 (15:25, 25:22, 26:24, 18:25). Dabei musste der Cheftrainer gleich auf fünf seiner stärksten Kräfte verzichten: Der deutsche Nationalspieler Tobias Krick und der neue belgische Steller Matthias Valkiers sind derzeit bei der Europameisterschaft im Einsatz. Libero Urban Toman sollte dort ebenfalls sein Heimatland Slowenien vertreten, musste jedoch aufgrund einer Verletzung passen und fehlt deshalb zurzeit auch noch seinem neuen Arbeitgeber.

Weitere Testspiele und eun ungewisser Liga-Start

Dazu weilen die Top-Angreifer Luke Smith aus Australien und der Japaner Masahiro Yanagida aktuell bei den Asienmeisterschaften und müssen anschließend noch bis Mitte Oktober zum FIVB World Cup nach Nagano, Fukuoka und Hiroshima. „Eine solche Terminplanung ist natürlich eigentlich ein Unding. Aber der Weltverband nimmt da nun einmal keine Rücksicht, das geht anderen Mannschaften mit ihren Spitzenspielern genauso“, bedauert der Chefcoach. Unter anderem mit Mittelblocker Paul Henning (als frischgebackenem Hessischen Beachvolleyball­meister) in der ungewohnten Liberorolle und Aushilfsspieler Simon Torwie vom Volleyballinternat schlug man sich gegen Bühl dennoch ordentlich. „Es ist wichtig, dass wir jetzt im Wochenrhythmus solche Spiele haben, um auf dem Court nach und nach zusammenfinden zu können“, betont DeRocco. Schon am Donnerstagnachmittag stand deshalb die nächste Begegnung mit dem Ligakonkurrenten Bühl auf dem Programm und endete, diesmal in der heimischen Wintersporthalle, mit 3:1 (25:16, 20:25, 30:28, 25:23).

Am Sonntag treffen die Uniteds in Rottenburg auf einen weiteren erstklassigen Gegner, der personell ebenfalls bereits aus dem Vollen schöpfen dürfte. Eine Woche später ist die Mannschaft von Volley Luzern für zwei Testspiele zu Gast in Frankfurt. Kurt vor dem Saisonstart reisen die Hessen noch einmal nach Belgien. Am 8. und 9. Oktober treffen sie dort auf das Topteam Knack Roeselare, mit dem sie sich in der zurückliegenden Champions League-Gruppenphase bereits zwei spannende Duelle geliefert hatten. Wann genau die United Volleys danach in ihre fünfte Saison in der Volleyball Bundesliga starten, ist noch ungewiss. Aufgrund des Fehlens der beiden World Cup-Teilnehmer haben die Frankfurter einen Antrag auf Spielverlegung für das ersten Auswärtsspiel gegen Eltmann am 16. Oktober in der Bamberger Brose Arena gestellt, der von der Liga auch bereits als begründet anerkannt wurde. Ein neuer Termin muss allerdings noch gefunden werden – angesichts des eng getakteten Kalenders keine geringe Herausforderung. Fix ist hingegen das erste Heimspiel am 23. Oktober in der Fraport Arena – Tickets gibt es online.

 

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veröffentlicht am Samstag, 21. September 2019 um 15:01; erstellt von TG 1862 e.V. Rüsselsheim
letzte Änderung: 21.09.19 15:01