Saisonvorschau: 2. Bundesliga Süd Frauen

VBL-News

Vorwärts Sachsen Volleys Grimma - TV Altdorf

Wenn Senta Fößel (Spielerin TV Altdorf) zurückschaut, hat sie 2020/21 als eine „mehr als gelungene erste Saison in der 2. Bundesliga“ in Erinnerung − „auch, wenn wir anfangs etwas Zeit benötigten, um in der neuen Liga anzukommen“.

Auf diese Anlaufphase wollen die Altdorferinnen gegen die Fünftplatzierten aus dem Vorjahr, die Vorwärts Sachsen Volleys Grimma, verzichten. Doch die Heimspielpremiere, vermutlich mit Fans in der Muldentalhalle, wird dem TV Altdorf alles abverlangen. Nicht nur aufgrund der Heimspielpremiere, sondern auch aufgrund der zwischenzeitlichen Nutzung der Halle als Impfzentrum wird der Saisonauftakt für die Vorwärts Sachsen Volleys Grimma etwas ganz Besonderes.

„Macht euch auf etwas gefasst – die Löwen sind bereit wieder anzugreifen!“ lautet das Motto vom TV Altdorf und Senta Fößel, die einen Mittelfeldplatz zum Saisonende anvisiert. Darüber hinaus will die Mannschaft um Fößel „natürlich auch für die eine oder andere Überraschung sorgen und die Favoritenteams ärgern“.

Die Strategie dafür basiert auf der „sehr guten Teamchemie“. Diese verstärkte sich in der Coronazeit stark, da sich in diesem Zeitraum das gesamte Team „öfter gesehen hat als Familie und Freunde“. Deshalb bleibt das Erfolgsrezept für 2021/22 eine „eingeschweißte Truppe“ und „Spaß abseits des Feldes“, so Fößel.

TV 05 Waldgirmes - TV Planegg-Krailling

„Es war ein unglaublicher Kampf, gerade im letzten Spiel“ erinnert sich die Diagonalspielerin vom TV Planegg-Krailling Chantal Martin, an die Spiele gegen den TV 05 Waldgirmes. Willensstärke war dabei und soll zukünftig der Schlüssel zum Erfolg für die Frauen aus Planegg und Krailling werden. Lea Beerboom vom TV 05 Waldgirmes verbindet mit ihren Auftaktgegnerinnen „seit der ersten Saison direkte Konkurrenz“, da sie zusammen in die 2. Bundesliga Süd Frauen aufgestiegen sind.

Rückblickend, sagt Martin vom TV Planegg-Krailling: „In der Hinrunde lief es nicht so, da hat man gemerkt, dass wir noch in der Findungsphase waren“. Die Leistungen aus der Rückrunde machen jedoch Mut. Flo Saller, Trainer TV Planegg-Krailling bilanziert: „In der Rückrundentabelle waren wir mit sechs Siegen auf Platz 7 in der Hinrunde nur Vorletzter, weil wir nur ein Spiel gewonnen haben“. In der neuen Spielzeit ist für Saller klar: „Wir wollen mehr Punkte holen als letztes Jahr!“

Dem wird sich der bisherige Kader vom TV 05 Waldgirmes mit seinen Neuzugängen: Leonie Amann (ehemals VC Offenburg), Eileen Biedenkapp, Madita Evertz, Annika Schnalke (alle ehemals USC Gießen), Kaja Schweitzer, Anna Schreiber (TV 05 Waldgirmes II) und Hanna Wecker entgegenstellen. Für Außenangreiferin Ann-Kathrin Stichlmair vom TV Planegg-Krailling ist die Begeisterung über die eigenen getätigten Transfers groß: „Wir freuen uns sehr, dass wir unseren Kader mit Spielerinnen verstärken konnten, die zum Teil sogar aus den eigenen Reihen kommen. Jetzt haben wir richtig Bock zu spielen!“

VCO Dresden - TV Altdorf

Das erste Auswärtsspiel gegen Altdorf ging in der vergangenen Saison sehr knapp verloren und geistert noch immer in unseren Köpfen herum.“ Aufgrund dieser Erfahrung ist für Laura Berger vom VCO Dresden der Saisonstart gegen den TV Altdorf kein Spiel wie jedes andere. Das erste Saisonziel bedeutet gleich sich zu revanchieren und „Altdorf zu zeigen, wie gut wir als Team zusammenarbeiten“, formuliert Berger weiter.

Der Teamgeist bildet sich, nachdem die Abiturientinnen verabschiedet werden mussten, gerade wieder neu. Diesen Plan unterstützen werden ab dieser Saison acht neue Spielerinnen im Team des VCO Dresden. „Wir freuen uns am meisten darauf wieder spielen zu können! Vor allem die jüngeren Spielerinnen, deren letzte Saison in der Regionalliga durch die Corona-Beschränkungen frühzeitig abgebrochen werden musste, sind besonders gespannt darauf wieder in den normalen Liga-Betrieb einsteigen zu können.“, fasst Mira Ledermüller, VCO Dresden, die Stimmung im Team zusammen.

Juli Klause formuliert die Saisonziele für den Ausbildungsklub so: „Jede soll ihren Platz finden und wir wollen als Team zusammenwachsen“. Lotte Goertz ergänzt: „Ein Sieg hat nicht immer die erste Priorität, sondern eher ein konstantes Niveau zu halten und interne Teamziele für das Spiel zu erfüllen. Natürlich ist ein Sieg immer die Kirsche auf der Torte und immer ein gelungener Abschluss!“

Umgesetzt werden sollen diese Anforderungen unter anderem mithilfe der durchschnittlichen Größe in der Blockreihe von 188 cm. „Unsere Stärke ist vor allem auch unsere Athletik, durch welche wir in der Crunchtime den Gegner noch einmal gut unter Druck setzen können“ fügt Mette Pfeffer hinzu. Und abschließend zeichnet sich laut Hanna Kögler jede Spielerin dadurch aus, dass sie „das Ziel verfolgt, in ein paar Jahren einen Platz in der 1. Bundesliga Frauen zu ergattern, deswegen zeichnen wir uns auch durch einen unerschütterlichen Siegeswillen und Teamspirit aus“.

TG Bad Soden - proWIN Volleys TV Holz 

„Es war wie ein Märchen.“, sagt Steffen Pfeiffer Teammanager TG Bad Soden rückblickend über die Saison 2020/21. „Nach dem Aufstieg direkt auf den sechsten Tabellenplatz durchzustarten, hatte niemand erwartet.“, so Pfeiffer.

Mit den proWIN Volleys TV Holz verbinden die Frauen aus Bad Soden den Namen Julie Teso. Die ehemalige Sodener Spielerin geht in ihr viertes Jahr mit den Grün-Schwarzen und übernimmt neben dem Zuspiel noch mehr Verantwortung im Klub. Im Bereich Management und Jugendarbeit wird Teso eine duales Masterstudium in Kooperation mit den proWIN Volleys TV Holz beginnen.

Die Saarländerinnen „peilen einen gesicherten Platz im Mittelfeld an und wollen am besten nichts mit den unteren Plätzen zu tun haben, aber in Schlagdistanz zum oberen Drittel sein“, beschreibt Steven Weber Teammanager proWIN Volleys TV Holz die Ambitionen seiner Spielerinnen. Ebenso wichtig ist es für ihn, „jungen Spielerinnen Einsatzzeit zu geben und weiter mit unserem jungen Kern zu arbeiten“. Im Taunus ist das Ziel einfach wie klar: „Klassenerhalt“, sagt Steffen Pfeiffer.

VC Wiesbaden II - SSC Freisen

Für die Aufsteigerinnen vom SSC Freisen steht eine der größten Belastungsproben direkt am ersten Spieltag an. Gegen die Vizemeisterinnen des VC Wiesbaden II müssen sich die ehemaligen Drittligistinnen behaupten. Als „Gradmesser für die eigene Leistungsfähigkeit“ hat Trainerin Brigitte Schumacher diese Partie der Saarländerinnen auserkoren.

Als Saisonziel streben die Freisenerinnen den Klassenerhalt an. Aber auch das „Wie“ ist entscheidend und wird von Schumacher präzise beschrieben: „Die Saison wäre für uns erfolgreich, wenn wir unsere Leistung vor heimischer Zuschauerkulisse abrufen können, die Zuschauer mit spektakulären Spielaktionen begeistern, verletzungsfrei bleiben und als Team weiter zusammenwachsen“.

Der Weg in die 2. Bundesliga Süd Frauen führte für die Frauen des SSC Freisen über viele Stationen. Die Mannschaft von Brigitte Schumacher trainiert sie von Kindes Beinen an und meint über ihr Team: „Die Spielerinnen kennen sich von klein auf, haben zusammen den Kindergarten besucht, gemeinsam die Schulbank gedrückt, zusammen Volleyballspielen beim SSC Freisen gelernt.“ Da überrascht es nicht, wenn „die größte Stärke der Mannschaft der Zusammenhalt und die Verbundenheit“ ist, so Schumacher.

TV Dingolfing

Die Fans der Dingos müssen sich noch eine Woche gedulden, bevor sie ihr Team auswärts gegen TV Planegg-Krailling anfeuern können.

Das erste Saisonziel bleibt wie gehabt beim „frühzeitigen Klassenerhalt“, so Kiebler. Im zweiten Schritt geht es für Kiebler um eine „Platzierung in der vorderen Tabellenhälfte“, die „natürlich überragend wäre“.

Für diese Absichten kämpft auch wieder Andreas Urmann als Trainer beim TV Dingolfing. Ihm werden durch die Kooperation mit dem Turnerbund München zwei Bayern-Auswahlspielerinnen zur Seite gestellt. Ergänzt werden diese Neuzugänge von Julia Brandhuber und Amelie Busch aus Vilsbiburg.

SV Lohhof

Die Frauen vom SV Lohhof starten zwar zwei Wochen später in die Meisterschaft der 2. Bundesliga Süd Frauen, aber dafür direkt mit einem Derby. Gegen die Roten Raben Vilsbiburg II wird es die viel zitierte „Wundertüte“ geben, wie Martina Banse, Teammanagerin SV Lohhof, prognostiziert. Die Hoffnungen liegen dabei neben einem erfolgreichen Saisonstart natürlich darauf, wieder vor Zuschauern spielen zu können.

Beim Kader bleibt in Lohhof vieles wie gehabt. Clara Fischer (ehemals TV Altdorf) und Sabrina Himmel (Rückkehr nach Auslandsstudium) verstärken die Reihen von Cheftrainerin Elena Kiesling. Der „eingeschworene Haufen“ bleibt somit zusammen, so Banse.

Wichtig für Kiesling ist vor allem, dass „sich das Team auf die entscheidenden Dinge fokussiert und in jeder Situation lösungsorientiert bleibt“. Dann steht einer erfolgreichen Saison nichts mehr im Wege.

Allianz MTV Stuttgart II

Auch die Stuttgarterinnen greifen erst zwei Wochen später in den Spielbetrieb ein. Erster Gegner wird am 25. September auswärts der SSC Freisen sein. Damit bleibt den Schwäbinnen mehr Zeit für ihre Saisonvorbereitung, da durch „die eng getakteten Zeitpläne eine Vorbereitung im klassischen Sinne nicht möglich ist“, so Bojan Slegel Teammanager Allianz MTV Stuttgart II.

Die Marschroute für die neue Spielzeit, formuliert Slegel klar: „Wir freuen uns für die jungen Mädchen, ihren Traum wahr werden zu lassen und eine Stufe vor dem großen Ziel zu stehen: Spielerin der 1. Bundesliga zu werden“. Diesen großen Wunsch können sich in dieser Spielzeit Hannah Kohn, Lena Grundt und Helena Dornheim in der 1. Bundesliga bei Allianz MTV Stuttgart erfüllen. Auch für Slegel war die Berufung der drei in den Kader der 1. Mannschaft ein ganz besonderes Erfolgserlebnis: „Zu sehen, dass sich die hohen Investitionen in die Jugendausbildung lohnen und wir wieder drei Spielerinnen in die erste Bundesliga entwickeln konnten, freut mich ungemein!“

Neben der individuellen Entwicklung liegt für Slegel sportlich das Hauptaugenmerk auf dem Klassenerhalt, denn „nur so können wir auch in der darauffolgenden Saison unsere Jugendausbildung auf diesem Niveau für die Bundesligisten in Deutschland fortsetzen“.

Rote Raben Vilsbiburg II

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veröffentlicht am null um null; erstellt von Kuhnt, Franziskus
letzte Änderung: 09.09.21 10:15