Saisonvorschau: 2. Bundesliga Nord Frauen

VBL-News

VfL Oythe - BBSC Berlin

„Nach der langen Pause wieder in die Halle zu dürfen“, ist für BBSC-Spielerin Antonia Heinze vor dem ersten Spiel der Saison 2021/22 das Wichtigste. Auch für die Kapitänin des VfL Oythe Franka Poniewaz, steht im Vordergrund, dass „wir endlich wieder vor Zuschauern spielen dürfen“.

Der Weg dahin ging für die Berlinerinnen über die reguläre Saisonvorbereitung, Trainingsspiele und den BBSC-Cup. Für den neuen VfL-Trainer Zoran Nikolic stand eine konzentrierte Saisonvorbereitung mit einigen Testspielen auf dem Plan.

Das Saisonziel für den Oyther Trainer Nikolic lautet: „ein einstelliger Tabellenplatz“. Der BBSC Berlin hingegen möchte „besser als in der vorherigen Saison“ abschneiden, so der neue Cheftrainer Ole Schröter.

Die Umsetzung dieses Vorhabens wird auf Berliner Seite durch einen „alten Kern mit neuen Toppings“ angestrebt. So ergänzen Ewa Borowiecka, Katharina Haferkamp und Anna Leweling das Team der Hauptstädterinnen. Beim VfL Oythe gibt es keine Transfers zu vermelden.

Stralsunder Wildcats - SCU Emlichheim

Der Auftaktgegner des SCU ist „immer eine Reise wert, sportlich wie menschlich", so Wilko Vennegeerts, Teammanager SCU Emlichheim. Für die Hansestädterinnen ist die Partie direkt „eine kleine Standortbestimmung gegen die jungen Talente und die bundesligaerfahrenen Spielerinnen aus Emlichheim“, meint das Team der Stralsunder Wildcats.

Eine Vertreterin der „jungen Wilden“ ist Lona Volkers, die schon mit 21 Jahren als Kapitänin für den SCU aufläuft. Insgesamt geht Volkers schon in ihre achte Saison mit dem SCU Emlichheim. Personell steht Emlichheim demnach für Kontinuität. So kommen bis auf die Mittelblockerin Alyssa Andreo (USA) „alle Spielerinnen aus dem eigenen Nachwuchs oder aus der Region“, analysiert Vennegeerts den aktuellen Emlichheimer Kader.

Bei den Stralsunderinnen wird nicht mehr André Thiel, sondern Robert Hinz (ehemals BBSC Berlin) an der Seitenlinie coachen. Darüber hinaus werden nach den Abgängen von Bentje Bornath, Lisa Schulmeister und Birte Kaschützke die neuen Spielerinnen: Marlene Knoblauch (ehemals VCO Berlin / Mittelblock) und Julia Kneba (aus POL / Diagonal) integriert.

Als großes Mantra steht für das komplette Team der Stralsunder Wildcats über allem, „dass wir und alle anderen Teams gesund bleiben und wir endlich wieder unseren Sport mit voller Leidenschaft und vor allem gemeinsam ausleben dürfen.“

VC Allbau Essen - TSV Bayer 04 Leverkusen

„Der Gewinn der Meisterschaft!“, antwortet Tigin Yaglioglu, Trainer TSV Bayer 04 Leverkusen, vergnügt auf die Frage nach dem schönsten Moment der vergangenen Saison. Auch 2021/22 soll am Ende wieder eine Platzierung zwischen eins und drei zu Buche stehen.

Platz drei und den Sprung auf das Siegertreppchen zu seinem Leverkusener Kollegen verteidigte Essens Cheftrainer Marcel Werzinger in der abgelaufenen Spielzeit gegen Emlichheim, Dingden und Stralsund. Beim Thema Saisonziel stapelt Werzinger tief und nimmt vorerst den Klassenerhalt in den Blick. Im besten Fall sagt er, haben sie „mit dem Abstieg bereits unter dem Weihnachtsbaum nichts mehr zu tun.“

Umgesetzt werden sollen die Essener Absichten mit folgendem zusätzlichen Personal: Sina Allzeit, Jana Breimann und Alisha Ossowksi.

Das junge Leverkusener Team, mit einem Durchschnittsalter von 22 Jahren, ergänzen: Laura Broekstra (vorher SCU Emlichheim), Alicia Heimbach (vorher VC Wiesbaden) und Wiebke Ritter (TSV Bayer 04 Leverkusen, 2. Mannschaft).

RC Sorpesee - VCO Berlin

Für Michelle Henkies, Spielerin vom RC Sorpesee, gibt es eine große Hoffnung für die Saison 2021/22: „Endlich wieder in unserem Wohnzimmer in Sundern vor Fans spielen zu können.“ Und mit dieser Hoffnung sind sie nicht allein, denn „endlich wieder vor Zuschauern spielen“ ist auch für VCO-Spielerin Celin Jebens eine Herzensangelegenheit.

Die Vorbereitung wurde für die Berlinerinnen mit Freundschaftsspielen und Turnieren in den jeweiligen Juniorennationalmannschaften durchgeführt. Ilka Niklaus, Bundesstützpunktleiterin, meint damit die Jahrgänge 2004/2005, die bisher nicht in der 2. Bundesliga Nord Frauen aktiv waren. „Die Vorfreude ist dementsprechend groß bei allen“, so Niklaus über das jüngste Team der Liga.

Im Sauerland nimmt Martin Barthel auf dem Co-Trainerstuhl Platz und Nicole Freiburg kehrt aus ihrer Elternzeit zurück an den Sorpesee. Weitere Veränderungen im Kader hat es nicht gegeben.

SSF Fortuna Bonn - Skurios Volleys Borken

Für die Bonner Spielerinnen verlief die Saisonvorbereitung nicht wie gewöhnlich. Testspiele und Teambuilding-Aktionen gehören dabei zum Standardrepertoire der SSF-Frauen. Doch der „emotionale Höhepunkt war ein Benefizspiel für die Flutopfer“, so Sven Anton, Cheftrainer der SSF Fortuna Bonn, dessen Co-Trainer von der „Katastrophe an der Ahr“ betroffen ist.

In Borken verlief die Pre-Season unter Beachtung der Corona-Schutzmaßnahmen routiniert. Der Kader der westlichen Münsterländerinnen wird durch Anika Brinkmann, Johanna Gröger, Ermira Kozl`onkov, Zaneta Baran und Zsofia Mészáros verstärkt. SSF-Trainer Anton bezeichnet das Duell mit den Borkenerinnen als „klassisches Duell zwischen David und Goliath“ und schreibt den Skurios Volleys zu, „ein Top-Team der Liga“ zu sein, welches „sich personell noch einmal verstärkt hat.“

Trotz des Lobes möchten die Bonnerinnen dieses Kräftemessen möglichst spannend gestalten, wie Mannschaftskapitänin Lena Maasewerd formuliert: „Wir können uns auf einen ausgeglichenen Kader und unseren Teamspirit als Bizeps Volleys verlassen.“

RC Sorpesee - ETV Hamburg

Für die Hamburgerinnen ist die Partie gegen den RC Sorpesee eine optimale Standortbestimmung. In der vergangenen Saison konnte der ETV Hamburg die Sauerländerinnen tabellarisch hinter sich lassen.

Überhaupt war die Spielzeit 2020/21 eine besondere, sodass Ines Laube bilanziert: „Wir waren froh, dass wir in dieser Zeit überhaupt spielen konnten und unserer Leidenschaft weiterhin nachgehen durften. Daher haben wir jeden Moment genossen.“

Nun dürfen die ETV-Spielerinnen auf „volle Hallen unserer Gegner“, wie z. B. zum Saisonsauftakt beim RC Sorpesee hoffen. Aber „natürlich freuen wir uns auf unsere eigenen Fans in der Halle“, so ETV-Spielerin Laube. Bis zum 26. September müssen die ETV-Fans noch warten bis sie hoffentlich ihren Verein in heimischer Halle anfeuern können.

SV Blau-Weiß Dingden

Am Auftaktwochenende der 2. Bundesliga Nord Frauen werden die Dingdenerinnen noch nicht in den Wettkampf eingreifen. Dafür treten die Blau-Weißen dann am folgenden Wochenende direkt doppelt in Berlin gegen den BBSC und den VCO an. Nach zwei Siegen gegen den BBSC in der vergangenen Spielzeit „möchten wir das unbedingt so beibehalten“, schickt die Dingdener Spielerin Maike Schmitz einen Wunsch für den Saisonauftakt voraus.

Das Saisonziel für Dingden lautet: „Ein einstelliger Tabellenplatz!“, formuliert Schmitz. Für die Umsetzung steht dabei sportlich die Abwehr im Fokus, wohingegen neben dem Feld die Teamchemie als großes Plus von Schmitz eingeschätzt wird. Förderlich dafür ist die Eröffnung des neuen Vereinsheims, dass „eine gute Möglichkeit bietet, nach dem Training oder nach dem Spiel noch zusammen zu sitzen, so Schmitz.

DSHS SnowTrex Köln

Auch die Kölnerinnen müssen sich gedulden und steigen erst am 18. September gegen den RC Sorpesee in die 2. Bundesliga ein. Bis dahin hat sich die Mannschaft um die Kölner Mittelblockerin Viola Torliene mit einem „Mix aus Beach und Halle“ auf die neue Spielzeit vorbereitet. Angestrebt wird laut Franziska Kalde eine „Top-3-Platzierung“, die mit der Rückkehrerin Julia Van den Berghen und dem neuen Co-Trainer Kevin Bradtke gelingen soll.

VCO Münster

Es liegen keine Informationen vor.

veröffentlicht am null um null; erstellt von Kuhnt, Franziskus
letzte Änderung: 09.09.21 10:15