Tränen zum Abschied
Foto: Achim Keller
Das war ein wilder Ritt, den die FT 1844 Freiburg im letzten Spiel der Saison 2025/26 am Sonnabend in Dachau geliefert hat. Am Ende wurde es noch mal emotional und ein paar Tränen flossen. Der Grund dafür war aber nicht das 0:3 (18:25, 31:33, 23:25), sondern es war ein Abschied von FT-Dauerbrennern wie Freddy Frisch und Lorenz Rudolf. Beide beenden ihre Leistungssportkarriere in Freiburg. Zudem verlassen Timothy McIntosh und Brendan Mills das Team.
Freiburgs Trainer Jakob Schönhagen wirbelte seine Startformation noch mal kräftig durch und gab jenen Jungs Spielzeit, die dieses Jahr nicht so häufig in der Startaufstellung standen. Libero Jonathan Schönhagen machte seine Sache anfangs sehr gut. Marco Frohberg, Luc Hartmann und Jannik Brentel fanden gute Lösungen im Angriff. Eine 8:6-Führung war der Lohn. Doch schon zu diesem Zeitpunkt wurde klar, dass die Freiburger im Aufschlag klar den schlechteren Tag erwischt hatten. Drei der ersten sechs Punkte auf dem Konto der Dachauer waren Freiburger Aufschlagfehler.
Als dann noch die Annahme anfing zu wackeln, schwante den Freiburger Fans, dass dieses Spiel wesentlich schwieriger werden würde als das Hinspiel, das die FT noch deutlich mit 3:0 gewonnen hatte. Der spätere Dachauer MVP, Alexander King, entschied den ersten Satz mit einer beeindruckenden Aufschlagserie. Zwar rappelten sich die Freiburger noch mal auf, doch der Satz war frühzeitig weg.
Das war aber kein Grund für Trainer Jakob Schönhagen, nicht weiter an seiner Formation festzuhalten, die sich wieder ins Spiel zurückkämpfte. Die Verlängerung des zweiten Satzes entschied beinahe exemplarisch ein Dachauer Aufschlagpunkt. Davon schafften die Freiburger im gesamten Spiel nur vier, die Dachauer zwölf. Diese Differenz war nicht zu kompensieren.
In Satz drei versuchte Schönhagen, noch mal neue Impulse aufs Feld zu bringen und wechselte kräftig durch. Der Spielfluss stabilisierte sich damit nicht. Die Einsatzbereitschaft stimmte aber. Vier Matchbälle wehrten die Freiburger ab und hatten sogar die Chance, noch den fünften abzuwehren. Das gelang jedoch nicht.
„Mit unserer Aufschlagquote war es schwer, in Dachau etwas zu holen, auch wenn der Wille bis zuletzt da war“, sagt Mittelblocker Freddy Frisch. Für ihn und Lorenz Rudolf sei es noch mal eine sehr schöne letzte Reise mit dem Team gewesen. „Das ist dann echt noch mal emotional geworden und einige Tränen zum Abschied sind geflossen“, sagt Frisch. Das Ergebnis sei schnell wieder vergessen gewesen, weil alle wissen: In dieser Formation wird die FT Freiburg in der Bundesliga nie wieder auflaufen.

