• Männer-Playoffs: Derby-Klassiker im Viertelfinale
    VBL | Pressemitteilungen
    Anders als in den vergangenen Jahren starten die Playoffs in dieser Saison mit einem Auswärtsspiel für die besser platzierten Teams.

    Die Berlin Recycling Volleys gehen mit einem guten Gefühl in die Bundesliga-Playoffs 2020/21. Zum einen muss der Drittplatzierte der Hauptrunde im Viertelfinale gegen die Netzhoppers KW-Bestensee nicht weit reisen, zum anderen verbinden die Berliner gute Erinnerungen an einen Playoffstart von Position drei. Denn auch beim Titelgewinn 2019 gingen die Hauptstädter von diesem Rang aus ins Meisterschaftsrennen.


    Dauerbrenner in Berlin-Brandenburg: Das Duell zwischen den Netzhoppers und den BR Volleys (Foto: Tobias Ullerich)

    Auch der Hauptrundensieger VfB Friedrichshafen erwischte zum Auftakt in den Saisonendspurt eine relative kurze Auswärtsfahrt. Die Häfler müssen im ersten von maximal drei Spielen am Mittwoch bei den Volleyball Bisons Bühl antreten.

    Nur eine Fahrt an den Ammersee wäre von Friedrichshafen aus noch kürzer gewesen. Doch die WWK Volleys Herrsching qualifizierten sich als Tabellenvierter für die Playoffs und gingen damit einem frühen Duell mit dem VfB aus dem Weg. Dafür ist der Weg zum ersten Viertelfinale am Mittwoch etwas länger. Das Team von Trainer Max Hauser reist in den hohen Norden – zur SVG Lüneburg.

    Die vierte Viertefinalserie bestreiten die SWD powervolleys Düren, die sich den Heimvorteil mit Platz zwei in der Hauptrunde verdient haben, und der DVV-Pokalsieger 2021 – die United Volleys Frankfurt.

    Durch die in dieser Saison getauschte Spielreihung beginnen die Serie beim jeweils schlechter platzierten Team der Hauptrunde, ehe es dann für die Entscheidung und maximal zwei weitere Spiele zum besser platzierten Hauptrundenteam geht.

    Termine:

    Mittwoch, 10. März:

    • 19:00 Volleyball Bisons Bühl - VfB Friedrichshafen
    • 19:00 Netzhoppers KW-Bestensee - Berlin Recycling Volleys
    • 19:00 SVG Lüneburg - WWK Volleys Herrsching
    • 19:30 United Volleys Frankfurt - SWD powervolleys Düren

    Samstag, 13. März:

    • 18:00 VfB Friedrichshafen - Volleyball Bisons Bühl
    • 19:00 WWK Volleys Herrsching - SVG Lüneburg

    Sonntag, 14. März:

    • 15:00* WWK Volleys Herrsching - SVG Lüneburg
    • 18:00 SWD powervolleys Düren - United Volleys Frankfurt
    • XX:XX* VfB Friedrichshafen - Volleyball Bisons Bühl

    Montag, 15. März:

    • 19:00* SWD powervolleys Düren - United Volleys Frankfurt

    Dienstag, 16. März:

    • 19:30 Berlin Recycling Volleys - Netzhoppers KW-Bestensee

    Mittwoch, 17. März:

    • 19:30* Berlin Recycling Volleys - Netzhoppers KW-Bestensee

    *Entscheidungsspiel: Das Spiel entfällt, wenn der Gesamtsieger vorzeitig feststeht.

    Alle Spiele sind im kommentierten Livestream auf sporttotal.tv zu sehen.

    07.03.2021 16:35
  • Playoff-Start: Mit angepasstem Modus ins heiße Saisonfinale
    VBL | Pressemitteilungen
    Die Volleyball Bundesliga (VBL) geht mit einem angepassten Spielplan und einem klar definierten Wertungssystem in die Playoffs der Saison 2020/21.

    Die Volleyball Bundesliga (VBL) geht mit einem angepassten Spielplan und einem klar definierten Wertungssystem in die Playoffs der Saison 2020/21. Die Klubs verständigten sich mit Blick auf mögliche corona-bedingte Eingriffe in den normalen Wettbewerbsablauf auf diverse Änderungen in der Austragung der Playoffs bei Frauen und Männern.


    Die Volleyball Bundesliga geht mit einem flexiblen Spielmodus in die Playoffs. (Foto: Conny Kurth)

    Die Playoffs starten bei den Männern am 10. März und bei den Frauen voraussichtlich am 17. März und sollen bei reibungslosem Ablauf Ende April beendet sein.

    „Die Planung der Playoffs ist in dieser Saison eine besondere Herausforderung“, sagt Viola Knospe, Managerin Spielbetrieb bei der Volleyball Bundesliga. „Die Pandemie zwingt uns, mehrgleisig zu planen, Pufferzeiträume für mögliche Quarantänen einzuplanen und auch die einzelnen Serien flexibel zu halten, ohne dabei Teams zu benachteiligen. Die exakte Terminierung der Spiele wird daher in dieser Saison relativ kurzfristig erfolgen. Die Vereine kennen die Zeitschienen, in denen wir uns bewegen und zeigen sich wie schon bei den vorhergehenden Spielverlegungen extrem flexibel und kooperativ.“

    Die Viertel- und Halbfinals werden in dieser Saison jeweils im Modus „Best-of-Three“ gespielt, die Finalserien sind als „Best-of-Five“ angesetzt. Sollte durch vorhergehende Verschiebungen keine Finalserie mit fünf Spielen möglich sein, kann die Serie vor dem Start verkürzt werden.

    Auch bei der Spielreihenfolge wurden Änderungen vorgenommen: So wurde die Spielreihenfolge im Viertelfinale (Frauen und Männer) sowie im Halbfinale (Frauen) gedreht. Das erste Spiel findet bei der schlechter platzierten Mannschaft der Hauptrunde statt, das zweite Spiel und ein mögliches drittes Entscheidungsspiel werden an zwei direkt aufeinanderfolgenden Tagen bei der besser platzierten Mannschaft ausgetragen. Die Halbfinals der Männer und beide Finalserien werden im traditionellen Format mit wechselseitigen Heim- und Auswärtsspielen absolviert, wobei das besserplatzierte Team die Serie mit einem Heimspiel beginnt. Hier besteht die Möglichkeit, die Spielreihung bei terminlichen Problemen kurzfristig anzupassen.

    Anders als in den Vorjahren wird es in dieser Saison einen Playoff-Baum geben. Heißt: Der Sieger der Viertelfinalserie „Platz 1 gegen Platz 8 aus der Hauptrunde“ trifft im Halbfinale sicher auf den Sieger „P4-P5“ und der Gewinner „P2-P7“ trifft auf den Sieger „P3-P6“. In der Ansetzung erhält jeweils das zum Ende der Hauptrunde besserplatzierte Team den „Heimvorteil“ (Beispiel: 8 schlägt 1, 4 schlägt 5 – Heimvorteil im Halbfinale für 4).

    Die Vereine einigten sich auf ein abgestuftes Verlegungs- und Wertungssystem, das die Modalitäten bei möglichen Spielverlegungen und Spielausfällen während der Playoffs regelt. „Sofern sich eine Mannschaft über einen längeren Zeitraum in Quarantäne befindet und eine Playoff-Serie innerhalb der definierten Pufferzeiträume nicht abgeschlossen werden kann, ermöglicht uns das Wertungssystem, die einzelnen Runden zu verkürzen und ausstehende Spiele kampflos zu werten“, sagt Knospe.

    03.03.2021 13:09
  • Die Mitte überragt: Fans wählen Barfield und Imhoff zu MVPs
    VBL | Pressemitteilungen
    Die Stars des DVV-Pokalfinals sind Mittelblockerin Lauren Barfield und Mittelblocker Facundo Imhoff.

    Die Stars des DVV-Pokalfinals sind Mittelblockerin Lauren Barfield und Mittelblocker Facundo Imhoff: Beide wurden von den Fans in der DVV-Pokal App zu den wertvollsten Spieler*innen gewählt und krönten ihren Tag noch mit einem individuellen Titel.


    Facundo Imhoff (United Volleys Frankfurt) und Lauren Barfield (SSC Palmberg Schwerin) mit ihren MVP-Pokalen (Foto: Conny Kurth)

    Sowohl Barfield als auch Facundo steuerten die meisten Blockpunkte für ihr Team (jeweils vier) bei und verwandelten nahezu alle Angriffe, die sie serviert bekamen. Während Barfield 77% (10/13) ihre Versuche in Punkte umwandelte, war die Quote bei ihrem Frankfurter Pendant mit 80% (8/10) noch etwas besser.

    Zu gewinnen gibt es aber auch noch etwas für die Fans: Im DVV-Pokalquiz gibt es bis Montag (1. März 2021, 18:00 Uhr) noch zwei signierte Bälle vom DVV-Pokalfinale zu gewinnen.

    28.02.2021 22:13
  • Frankfurt feiert historischen Titel
    VBL | Pressemitteilungen
    Es ist vollbracht: Die United Volleys Frankfurt haben ihren ersten Titel der noch jungen Vereinsgeschichte gewonnen.

    Es ist vollbracht: Die United Volleys Frankfurt haben ihren ersten Titel der noch jungen Vereinsgeschichte gewonnen: Im DVV-Pokalfinale in der SAP Arena in Mannheim erfüllten sie sich ihren Traum mit einem 3:0 (25-23, 25-21, 25-22)-Sieg gegen die Netzhoppers KW-Bestensee. Bester Scorer auf dem Weg zum Titel wurde Frankfurts Daniel Malescha mit 15 Punkten.


    Der erste Titel ist perfekt: die United Volleys Frankfurt gewinnen den DVV-Pokal 2021 (Foto: Conny Kurth)

    Sechs Jahre lagen zwischen Vereinsgründung und dem ersten Titel. 2015 starteten die United Volleys Frankfurt, damals noch unter dem Namen United Volleys Rhein-Main, in der Volleyball Bundesliga. 2021 konnten sie auf dem Siegerpodest der SAP Arena erstmals einen Titel in die Höhe stemmen.

    "Mir bedeutet es sehr viel"

    Vorbehalten blieb dieser Moment Jochen Schöps, für den das Erlebnis gleich doppelt schön war: „Es ist mega geil. Wir wissen, dass die Netzhoppers besser spielen können, wir haben es heute aber geschafft, sie gut unter Druck zu halten. Jetzt ist es Freude pur, für United ist es ein unglaublicher Erfolg“, sagte er nach dem Spiel, um dann zu merken, dass es auch für ihn eine historische Rückkehr war.

    Denn für Schöps lag der letzte Pokal-Erfolg 14 Jahre zurück: „Wow, das ist eine lange Zeit. Mir persönlich bedeutet es sehr viel. Diesmal ist es sogar ein anderer Pokal, den ich ehrlich gesagt auch schöner finde“, berichtete der ehemalige Nationalspieler, der zwölf Zähler zum Sieg beisteuerte, mit einem Lächeln.

    Auf dem Weg dorthin agierte Frankfurt mit ungewohnt starken Aufschlägen, was die Netzhoppers in der Annahme vor Probleme stellte und sie immer wieder in schwierige Angriffssituationen brachte. So kam lediglich Außenangreifer Karli Allik auf eine zweistellige Punkteausbeute (10 Zähler), insgesamt fanden nur 39 Prozent der Angriffe ihren Weg ins gegnerische Feld.

    „Die vermeintlich instabilen Faktoren der Frankfurter waren heute sehr gut. Sie haben sehr gut aufgeschlagen. Aber ich bin stolz auf meine Mannschaft, sie haben alles gegeben. Wir wissen, dass wir ein Risiko eingegangen sind mit der Zuspielposition, Mitte des zweiten Satzes hatte er wieder Schmerzen. Vielleicht haben wir dann nicht mit 100% gespielt. Aber ich kann meinem Team nichts vorwerfen“, sagte Netzhoppers Coach Christophe Achten nach der Partie.

    United-Coach lobt Entwicklung

    Seinem Gegenüber, Frankfurts Juan Manuel Serramalera, stand die Freude dagegen ins Gesicht geschrieben: „Ich bin extrem glücklich, natürlich mit dem Ergebnis, aber vor allem auch mit der Antwort der Mannschaft auf diesen Gegner. Obwohl einige Spieler nicht aktiv dabei sein konnten, hat die Mannschaft eine sehr gute Leistung gezeigt, darauf bin ich sehr stolz. Die Entwicklung des Teams über die Saison ist bemerkenswert.“

    Bemerkenswert war auch die mentale Verfassung der Frankfurter, die Königswusterhausen nach der 2:0-Satzführung auch in engen Momenten nicht mehr ins Spiel zurückkommen ließen. Am Ende war es Schöps, der in seiner unnachahmlichen Art und mit viel Auge, als er den Block anschlug, für vier Matchbälle zum 24:20 im dritten Satz sorgte. Nach zwei abgewehrten Punkten setzte Tim Grozer den Schlussakkord mit einem harten Angriff, der von den Fingerspitzen des Netzhoppers-Block ins Aus flog und den großen Emotionen freien Lauf ließ.

    In Papas Fußstapfen

    Auch für Grozer ein besonderer Erfolg: Nach 1991 und 1993 (Georg Grozer Senior) war es der dritte Pokaltitel für seine Familie: "Pokalfinale ist das größte Event in Deutschland. Und es spricht für sich, dass sich zwei Teams qualifiziert haben, die hier noch nie gespielt haben. Besonders für mich ist es ein tolles Erlebnis, weil mein Papa das Ding 1993 nach Hause geholt hat. Jetzt darf ich in seine Fußstapfen treten, das fühlt sich toll an."

    28.02.2021 21:30

Spiele

Samstag, 6. März 2021

18:00
Aachen Ladies in Black Aachen
3:0
Münster USC Münster
3:0
18:00
Erfurt Schwarz-Weiß Erfurt
2:3
Suhl VfB Suhl LOTTO Thüringen
2:3
19:00
Vilsbiburg Rote Raben Vilsbiburg
2:3
Potsdam SC Potsdam
2:3
19:30
Stuttgart Allianz MTV Stuttgart
3:0
Wiesbaden VC Wiesbaden
3:0

Mittwoch, 10. März 2021

19:00
Potsdam SC Potsdam
-:-
Erfurt Schwarz-Weiß Erfurt
-:-

Donnerstag, 11. März 2021

18:00
Schwerin SSC Palmberg Schwerin
-:-
Dresden Dresdner SC
-:-

Highlights aus der 1. Bundesliga

Aktuelles aus der Volleyball Bundesliga

Ziemlich beste Freunde: Pujol und Maréchal im Interview

VBL-News

Pierre Pujol und Nicolas Maréchal kennen sich schon ewig – und nicht nur das: Der Berliner Zuspieler und der Außenangreifer aus Friedrichshafen sind beste Freunde. Die Volleyball Bundesliga hat mit den beiden Franzosen vor dem Topspiel zwischen den BERLIN RECYCLING Volleys und dem VfB Friedrichshafen (Mittwoch, 20:00 Uhr live auf SPORT1) über gemeinsame Erinnerungen und Rivalität gesprochen und klärt dazu die Fragen, warum Pujols Kumpel nicht in dessen Dream-Team auftaucht und warum Maréchal wohl nie mehr Bürgermeister von Tourcoing wird.


Nur das Netz kann sie trennen: Nicolas Maréchal (links) und Pierre Pujol. (Foto: Günter Kram)

Pierre, Nicolas - man sagt euch nach, ihr wärt quasi untrennbar. Wann hattet ihr vor unserem Gespräch das letzte Mal Kontakt?

Beide: [LACHEN]

Pierre Pujol: Das muss so zehn Minuten her sein.

Nicolas Maréchal: Ja, da hat er mir ein Foto geschickt – einen Witz.

Worüber sprecht ihr am meisten?

Nicolas: Pierre, fang du mal an.

Pierre: Eigentlich über alles.

Nicolas: Ja, zum Beispiel über unseren letzten Sommerurlaub. Wir sind echt oft in Kontakt.

Ihr verbringt sogar euren Urlaub zusammen?

Nicolas: Ja, die letzten zwei oder drei Jahren war ich mit meiner Familie immer bei Pierre in Cannes. Es ist ja auch so, dass nicht nur wir beide gut befreundet sind, sondern auch unsere Frauen.

Pierre: In diesem Jahr wollen wir das mal umdrehen und in den Norden fahren, um Nico zu besuchen.

Ihr seid richtig gute Freunde – könnt ihr euch noch erinnern, wo ihr euch zum ersten Mal über den Weg gelaufen seid?

Pierre: Puh, da müssen wir gegeneinander gespielt haben.

Nicolas: Ja, stimmt und ich mochte dich am Anfang überhaupt nicht.

Pierre: Bei mir war das anders. Als ich ihn das erste Mal gesehen habe, war ich gleich hin und weg.

Beide: [LACHEN]

Was ist die beste Erinnerung, die ihr beiden im Volleyball teilt?

Pierre: La Réunion… [LACHT]

Nicolas [LACHT]: Nein, das war auf jeden Fall der EM-Titel 2015 mit Frankreich.

Und was hat es mit La Réunion auf sich?

Pierre: Ach, das war ein Jugendturnier. Da hat man Drei-gegen-Drei gespielt. Das hat eine Woche oder zehn Tage gedauert und war wie Urlaub.

Wie sieht es mit gemeinsamen Erinnerungen abseits des Sports aus?

Nicolas: Wir haben oft zusammen gefeiert.

Welches war die letzte oder die beste Party, an die ihr euch erinnert?

Pierre: Wir erinnern uns selten an Partys.

Beide: [LACHEN]

Wohl wahr, an die guten Partys erinnert man sich nicht ... Aber ihr erinnert euch sicher an die Stärken des anderen auf und neben dem Court?

Nicolas: Pierre kann einfach nicht verlieren, er will immer gewinnen und dafür tut er alles. Neben dem Spielfeld ist es nie langweilig mit ihm, er hat immer was zu erzählen. Wenn du eine Stunde mit Pierre unterwegs bist, spricht er 59 Minuten und du eine. [LACHT]

Pierre, dann würde sich jetzt ja anbieten, dass du sagst, Nicolas ist ein guter Zuhörer…

Pierre: Absolut. Nico ist ein Typ mit einem guten Charakter. Auf dem Feld mag ich seine Art zu spielen. Er kommt nicht über die Kraft, sondern über die Technik. Selbst wenn er einen Fehler macht, kann er den Ball noch kontrollieren, das macht ihn so stark.

Trotzdem hast du für ein Spieltagsmagazin der BR Volleys zuletzt dein Dream-Team zusammengestellt, in dem Nicolas fehlt. Warum ist er da eigentlich nicht drin?

Nicolas: Ja, warum eigentlich nicht?

Pierre [LACHT]: Das muss ein Fehler sein. Ich habe ihn gleich als erstes genommen. Er ist sogar der Kapitän.

Ich kann ihn aber darin nicht finden…

Pierre: Dann muss ich noch mal mit unserer Presseabteilung sprechen, wo Nico geblieben ist.

Lasst uns zu einem anderen Thema kommen, das uns alle beschäftigt: die Pandemie. Was vermisst ihr gerade am meisten?

Pierre: Meine Frau. Sie lebt in Cannes und kann mich zurzeit hier in Berlin nicht besuchen.

Nicolas: Ach, bist du süß! Das ist so cool.

Pierre: Klar, ich vermisse meine Familie, meine Freunde, aber auch einfach mal mit Leuten ins Café zu gehen.

Nicolas: Bei mir sieht das ähnlich aus. Ich habe das Glück, dass meine Familie mich zumindest alle paar Wochen besuchen kommen kann. Aber ansonsten ist der Rhythmus Training-Wohnung-Training-Wohnung gerade schon ziemlich ermüdend.

Ist es eigentlich ein Unterschied für euch auf dem Feld, dass keine Zuschauer in der Halle sind?

Pierre: Absolut! Ohne Fans ist es unglaublich schwer, mit der gleichen Energie und Mentalität zu spielen, als wenn Zuschauer da wären.

Nicolas: Motivation ist auch so eine Sache. Die Unterstützung der Fans treibt dich an, wenn du einen guten Punkt machst oder baut dich auf, wenn es nicht so läuft. Das fehlt total.

Ihr seid beide schon eine ganze Weile im Volleyball unterwegs, habt eine Reihe unterschiedlicher Vereinsstationen hinter euch. Wenn ihr mal auf den jeweils anderen schaut, welchen Wechsel fandet ihr am besten und welchen konntet ihr gar nicht verstehen?

Nicolas: Der Wechsel nach Italien zu Treviso war mit Sicherheit der beste Schritt, den er machen konnte. Er war jung und Treviso war damals eines der besten Teams überhaupt. Nicht so recht verstanden habe ich, warum er aus Berlin zurück nach Frankreich gegangen ist. Klar, er wollte wieder näher bei seiner Familie sein, aber er hatte davor eine so gute Saison gespielt, dass er auch weiter bei einem Topklub hätte spielen können.

Pierre: Nico hatte doch in 20 Jahren auch 20 Klubs, da muss ich erstmal überlegen… Vermutlich sein Wechsel nach Russland in die vielleicht stärkste Liga. Und überhaupt nicht verstanden habe ich, warum er überhaupt angefangen hat zu wechseln. Er hätte in Tourcoing bei seinem ersten Klub in Frankreich bleiben sollen. Da war er der König, der Paolo Maldini von Tourcoing. Eigentlich hätte er da für 20 Jahre bleiben müssen, mit Tourcoing die Champions League gewinnen und Bürgermeister werden.

Nicolas, hast du vor deinem Wechsel nach Friedrichshafen mit Pierre darüber gesprochen?

Nicolas: Ich weiß es gar nicht mehr. Nicht konkret über den VfB, mehr über die Liga, das Leben und den Bierpreis in Deutschland.

Das Bier ist billiger als in Frankreich, oder?

Nicolas: Darum habe ich unterschrieben. [LACHT]

Als du gewechselt bist, hast du gesagt, du kommst auch, um Berlin ein bisschen zu ärgern. Wie gut funktioniert das bis hierher?

Nicolas: Naja, wir sind Erster – läuft also ganz gut für uns.

Ihr seid seit zwölf Spielen in der Liga ungeschlagen. Was macht die Mannschaft so stark?

Nicolas: Wir haben ein gutes Team mit einer tollen Mischung aus starken jungen, aber auch ein paar erfahrenen Spielern. Das passt einfach gut zusammen.

Du gehörst du den erfahrenen Spielern. Lassen sich denn die jungen Tipps von dir geben?

Nicolas: Klar können wir den jüngeren Spielern Ratschläge geben, aber am Ende entscheiden sie, ob sie die auch annehmen. Bei kleinen Sachen können wir sie da sicher unterstützen. Ich würde aber zum Beispiel Linus Weber niemals Tipps zum Angriff geben – das macht er besser als ich.

Pierre, du hast mit den BR Volleys jetzt achtmal in Folge gewonnen. Erinnerst du dich noch an die letzte Niederlage in der Liga?

Pierre: Das war Friedrichshafen, oder?

Genau. Was hat sich bei euch seit dem Spiel im November verändert?

Pierre: Eine Menge. Damals hatten wir viele Verletzungen, waren ein neues Team, mussten mit der Covid-Situation klarkommen. Mittlerweile sind wir stabiler, einfach ein besseres Team.

Was müsst ihr anders machen als im Hinspiel, um am Mittwoch zu gewinnen?

Pierre: Erstmal müssen wir das erste Spiel aus den Köpfen streichen. Wir müssen unser Spiel machen und das abrufen, was wir draufhaben. Dann haben wir auch eine Chance zu gewinnen. Für uns ist das Spiel natürlich wichtig, aber noch wichtiger werden dann die Playoffs.

Jetzt steht ihr euch am Mittwoch als gute Freunde am Netz gegenüber. Ist das immer noch eine merkwürdige Situation oder habt ihr euch daran gewöhnt?

Nicolas: Für mich ist das nicht merkwürdig, sondern eigentlich lustig. Ich spiele gerne gegen Freunde, weil man sich da am Netz in die Augen schauen und auch mal einen Witz machen kann.

Zum Abschluss die unvermeidliche Frage: Wer gewinnt am Mittwoch?

Pierre: Nico, du fängst an!

Nicolas [LACHT]: Na gut, dann beginne ich. Das wird auf jeden Fall ein ganz enges Spiel. Ich hoffe, mit dem besseren Ende für uns, weil wir dann eine richtig gute Chance haben, die Hauptrunde auf Platz eins zu beenden.

Pierre: Unsere Motivation ist groß, das Spiel zu gewinnen, weil wir sonst Platz eins vor den Playoffs ziemlich sicher abschreiben können. Daher gehe ich davon aus, dass wir gewinnen.

veröffentlicht am Montag, 25. Januar 2021 um 10:50; erstellt von Kunze, Fabian
letzte Änderung: 25.01.21 10:50

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