VOLLEYBALL BUNDESLIGA
  • Gunter Hardt wird Geschäftsleiter Vermarktung und Marketing
    VBL | Pressemitteilungen
    Gunter Hardt wird zum 1. April 2020 neuer Geschäftsleiter Vermarktung und Marketing bei der Volleyball Bundesliga (VBL)

    Gunter Hardt wird zum 1. April 2020 neuer Geschäftsleiter Vermarktung und Marketing bei der Volleyball Bundesliga (VBL). Der 47-Jährige folgt auf Frido Gutknecht, der die Volleyball Bundesliga zum 31. März verlässt.


    Gunter Hardt wird neuer Geschäftsleiter Vermarktung und Marketing bei der VBL. (Foto: Werner)

    Hardt arbeitete zuletzt als Leiter Marketing & Vertrieb beim Berliner Landesverband des Deutschen Roten Kreuzes und war davor im Bereich Marketing, Corporate Partnerships und Fundraising für den Special Olympics Deutschland e.V. tätig. Ohnehin verbrachte Hardt den größten Teil seiner beruflichen Karriere im Sportbereich, zunächst im B2B Marketing im Sektor Running bei cip/adidas, dann über sechs Jahre in der Sportvermarktung bei der Lagardère Sports-Tochter Sportfive, für die er den Berliner Fußball-Bundesligisten Hertha BSC und dessen Sponsoren betreute.

    Zu seinen Arbeitsschwerpunkten bei der Volleyball Bundesliga werden die Ligavermarktung sowie die Vermarktung der Leuchtturmevents comdirect Supercup und DVV-Pokalfinale gehören, aber auch die Konzeption und Implementierung weiterer Marketingaktivitäten, die Optimierung bestehender Kampagnen und die Weiterentwicklung der Marke Volleyball Bundesliga.

    "Die Volleyball Bundesliga liegt trotz Ihrer Attraktivität für viele Unternehmen in der Vermarktung noch hinter anderen Teamsportarten zurück", sagt Hardt. "Mein Ziel ist es, das mit dem gesamten VBL-Team zu ändern." Dabei hält es Hardt mit dem ehemaligen US-Präsidenten John F. Kennedy und fragt bezogen auf die gesteckten Ziele: "Wann, wenn nicht jetzt? Wo, wenn nicht hier? Wer, wenn nicht wir?"

    VBL-Präsident Michael Evers freut sich über den nahtlosen Übergang auf der Position. "Mit Gunter Hardt konnten wir einen routinierten Vermarkter gewinnen, der der Volleyball Bundesliga mit seiner Erfahrung neue Impulse in den Bereichen Vermarktung und Marketing geben wird. Trotz der schwierigen gesellschaftlichen Situation werden wir alles dafür tun, dass er sich schnell in das neue Umfeld einfinden kann, selbst wenn der persönliche Kontakt mit vielen Kollegen wohl erst einmal warten muss", sagt Evers.

    Hardt berichtet direkt an VBL-Geschäftsführer Klaus-Peter Jung.

    31.03.2020 12:59
  • „Fasziniert vom Teamaspekt“: Georg Klein über über Laufbahn, Lektionen und Herausforderungen
    VBL-News
    Der 28-jährige Mittelblocker Georg Klein verabschiedet sich vom Profisport und legt den Volleyball zugunsten seiner beruflichen Ausbildung in die Ecke. Stolz kann er auf 14 Einsätze in der Nationalmannschaft, zwei Deutsche Meistertitel, zwei DVV-Pokalsiege, sowie dem zweimaligen Gewinn des Supercups zurückblicken. Wir lassen mit ihm zusammen seine zehnjährige Profikarriere Revue passieren.

    Der 28-jährige Mittelblocker Georg Klein verabschiedet sich vom Profisport und legt den Volleyball zugunsten seiner beruflichen Ausbildung in die Ecke. Stolz kann er auf 14 Einsätze in der Nationalmannschaft, zwei Deutsche Meistertitel, zwei DVV-Pokalsiege, sowie dem zweimaligen Gewinn des Supercups zurückblicken. Wir lassen mit ihm zusammen seine zehnjährige Profikarriere Revue passieren.


    Der Zusammenhalt im Team hat Georg von Anfang an beim Volleyball fasziniert. (Foto: Eckhard Herfet)

    Georg, seit der Bekanntgabe deines Rücktrittes sind jetzt schon ein paar Tage vergangen. Wie fühlst du dich?

    Georg Klein: „Zurzeit fühlt sich alles noch recht normal an. Ich glaube, es wird sich komisch anfühlen, wenn sich alle wieder auf die Saison vorbereiten, die Spiele beginnen und ich dann nicht mehr dabei bin.“

    Blicken wir etwas zurück in die Vergangenheit. Du hast sportlich als Schwimmer in Leipzig begonnen, bevor du deine Liebe zum Volleyball entdeckt hast. Was hat den Ausschlag für den Wechsel gegeben?

    Georg: „Mein erster Trainer Mario Balden meinte, ich soll mir das mit dem Volleyball mal anschauen. Ich war unterbewusst gleich fasziniert von dem Teamaspekt. Der Zusammenhalt untereinander und das gemeinsame Kämpfen für ein Ziel hat es mir angetan und schlussendlich dafür gesorgt, dass ich beim Volleyball geblieben bin. Schwimmen als Indivudualsportart ist da ja das komplette Gegenteil.“

    Welche Ratschläge würdest du einem Athleten geben, der gerade mit dem Volleyball spielen angefangen hat?

    Georg: „Meine Erfahrung hat mir gezeigt, dass es nicht nur auf Talent und körperliche Voraussetzungen ankommt. Volleyball ist eine sehr technische Sportart, mit vielen Wiederholungen. Spieler, die sehr fleißig waren und mehr gearbeitet haben als andere, sind am Ende besser geworden. Man sollte sich nicht entmutigen lassen, falls ein Trainer das Potential nicht gleich erkennt. Beim Volleyball hat man es sprichwörtlich selbst in der Hand: Übung macht hier den Meister.“

    Leistungssport bringt viele Entbehrungen mit sich. Ist es dir schwer gefallen in der Jugend auf einiges zu verzichten, was für Gleichaltrige normal war?

    Georg: „Mir ist das damals nicht schwergefallen, weil alle meine Freunde auch im selben Internat waren. Wir haben alle gemeinsam beim VCO Berlin trainiert und sind zusammen zur Schule gegangen, somit war es für uns normal.“

    Wenn du deine Karriere noch einmal durchleben könntest, was würdest du anders machen?

    Georg: „Rein sportlich gesehen gar nichts. Ich bin sehr zufrieden, wie meine Karriere verlaufen ist. Beruflich hätte ich wahrscheinlich damals in Düren schon mit der Polizeiausbildung beginnen sollen, weil es in NRW eine Sportfördergruppe gab. Da wäre die Vereinbarkeit von Leistungssport und beruflicher Ausbildung gegeben, was letztendlich ein Grund für mein Rücktritt war. Das ist aber das einzige Manko, was ich mir persönlich vorwerfen kann.“

    Nach welchen Kriterien hast du dir deine Arbeitgeber ausgesucht? Nimm uns mit durch deine Karriere. Welche haben zu welcher Station geführt?

    Georg: „Düren war für mich damals, der mit Abstand beste Club, von dem ich ein Angebot hatte. Generell kann ich jedem jungen Spieler Düren als erste Adresse nur ans Herz legen. Dort bekommt man seine Spielzeit - auch als junger Spieler. Danach wollte ich unbedingt ins Ausland. Zuerst bekam ich keine passenden Angebote, aber mit Antwerpen hat es dann doch noch geklappt. Zurück nach Deutschland ging es dann zum VfB Friedrichshafen. Zwei Telefonate mit dem damaligen Trainer Vital Heynen und die Sache war klar. Bei Berlin hatte ich gelesen, dass Felix Fischer aufgehört hat. Daraufhin habe ich sofort meinen Manager angerufen und ihm gesagt, dass ich dort unbedingt hin möchte.“


    Düren war für Georg die erste wichtige Station seiner Profilaufbahn.

    Für wie wichtig hältst du eine Auslandsstation für einen Profisportler?

    Georg: „Rein sportlich hat mir mein Jahr in Antwerpen gar nichts gebracht. So wie die Volleyball Bundesliga momentan besetzt ist, muss man nicht wirklich ins Ausland gehen. Wenn man die Chance hat, zu einem der fünf Top-Clubs in Deutschland zu gehen, würde ich einem Spieler lieber das empfehlen. Klar ist eine Auslandsstation persönlich immer eine sehr prägende Zeit. Meine Zeit in Belgien war diesbezüglich klasse - das lag aber vor allem am Team. Wir haben uns alle sehr gut verstanden, dann macht das auch Spaß. Die unterschiedlichen Facetten - von Kleinstadtidylle bis Weltmetropole -, die wiederum große Unterschiede im Lebensstil und Mentalität der Menschen hervorrufen, gibt es auch hier in Deutschland.“

    Während deiner sportlichen Laufbahn hast du viele Menschen getroffen. Welche Beziehung war für dich die Wichtigste?

    Georg: „In meinem ersten Jahr in Düren habe ich mit Nicolai Kracht zusammengespielt. Leider haben sich unsere Wege dann getrennt, doch nach einigen Jahren haben wir uns wiedergefunden. Jetzt sind wir hier in Berlin fast Nachbarn und verbringen viel Zeit miteinander.“

    Welche Trainerphilosophie hat dich am meisten geprägt und warum?

    Georg: „Auf jeden Fall der Perfektionismus von Vital Heynen. Die extreme und rigorose Umsetzung seiner Philosophie war schon einzigartig. Die Vermeidung von Fehlern, auf die Fehler des Gegners warten und dabei clever spielen, hat mich sehr geprägt. Persönlich habe ich mich durch Cédric Énard weiterentwickelt. Er hat mir Aufgaben übergeben, durch die ich meine Führungsqualitäten ausbauen und verbessern konnte. Beide Trainer haben das Beste aus mir gemacht.“

     
    Vital Heynen´s Philosophie prägte Georg nachhaltig. (Foto: Sebastian Wells)

    Aber man sollte auch seinen eigenen Stil als Spieler entwickeln, oder?

    Georg: „Absolut, danach stellen die Trainer ihr Team zusammen. Natürlich muss man sich aber etwas an den jeweiligen Club anpassen. Jeder Club hat seine eigene Teamtaktik, die vom Trainer festgelegt wird und unglaublich wichtig ist. Trotzdem sollte diese Teamtaktik den eigenen Stil nicht zu sehr verändern, da der Trainer den Spieler danach ausgesucht hat.“

    Welche drei großen Lektionen hast du in deiner sportlichen Laufbahn gelernt, die du in deinem neuen Lebensabschnitt auch anwenden kannst?

    Georg: „Teamfähigkeit, der Glaube an sich selbst und dass man sich niemals zu sicher sein darf.“

    Gibt es eine Herausforderung, der du dich gern einmal gestellt hättest, die aber nie eingetreten ist?

    Georg: „Ich hätte als Spieler gern international mehr erreicht. Die Teilnahme an einer EM, WM oder gar bei Olympia ist der Traum eines jeden Sportlers. Leider hat es sportlich bei mir nicht gereicht. Das habe ich schnell für mich akzeptiert und das Positive für mich gesehen. Ich hatte im Gegensatz zu anderen Spielern die Möglichkeit und Zeit, mich in den Sommermonaten auszuruhen und die Saisonvorbereitung fit anzutreten.“

    Es gab Zeiten, in denen du aufgrund von Verletzungen nicht einsatzfähig warst. Wie hast du dich immer wieder selbst motiviert?

    Georg: „Meine Verletzungen waren für mich immer sehr bitter, da ich lange überhaupt nicht trainieren und somit dem Team nicht helfen konnte. Es hilft in dieser Phase nur, sehr konzentriert und hart in der Reha zu arbeiten. Je intensiver und härter man dort arbeitet, umso schneller ist man wieder auf dem Volleyballfeld zurück.“

    Du absolvierst ein Duales Studium bei der Polizei, dass sich nicht optimal mit dem Profidasein im Volleyball vereinen ließ und ein Grund für deinen Rücktritt ist. Kannst du uns das erläutern?

    Georg: „Die Ausbildung für den gehobenen Dienst ist ein Bachelorstudium. Der theoretische Teil, der an der Universität gelehrt wird, liegt nicht im Einflussbereich der Polizei. Pro Semester geht man vier Monate in die Universität und absolviert zwei Monate seiner Ausbildung direkt bei der Polizei. Die Universität hat ihre festen Stundenpläne, es herrscht Anwesenheitspflicht - und hier liegt das Problem. Im Wintersemester konnte ich nur montags in der Uni sein, weil das der einzige Tag der Woche war, wo ich wirklich immer in Berlin war. An den anderen Tagen in der Woche war es durch Training, Spiele und die dazugehörigen Reisen nicht möglich, Module zu belegen. So kommt man mit dem Studium einfach nicht voran, wenn man nur ein bis zwei Module pro Wintersemester schafft. Die Polizei hat das Studium auf fünf Jahre begrenzt. Es besteht zwar die Option, das Studium um ein Jahr zu verlängern, aber nur wenn ich dann durch keine einzige Prüfung falle. Leider gibt es hier in Berlin aus finanziellen Gründen kein Sportförderprogramm, in dem die Ausbildung flexibler ist.“

    Wie lange hat der Entscheidungsprozess für dein Rücktritt gedauert?

    Georg: „Die ersten Überlegungen hatte ich bereits in der letzten Saison. Da merkte ich, dass es mit dem Studium nicht so lief, wie ich mir das vorgestellt hatte. Zusätzlich ist mein Vertrag bei den Volleys ausgelaufen. Mit Kaweh Niroomand entschied ich mich dann aber relativ schnell, noch eine Saison dranzuhängen. Im November merkte ich, dass es sehr gut bei uns lief und war mir sicher, dass wir eine tolle Saison spielen würden - mit der Chance alle drei Titel zu gewinnen. Da ist für mich endgültig die Entscheidung gefallen:Ich wollte mein Karriereende mit dem Triple krönen. Das nun am Ende die Meisterschaft nicht mehr dabei ist, ist für mich immer noch unverständlich. Wir befürworten hier alle den Abbruch, da es keine andere Möglichkeit gab. Aber keinen Meister zu ehren, ist für mich, den Verein und alle Fans bitter.“


    Der Gewinn des DVV-Pokals 2020 mit seinen BR Volleys, der letzte Titel in seiner Karriere. (Foto: Sebastian Wells)

    War es keine Option noch eine Saison dranzuhängen?

    Georg: „Nein. Ich hatte das für mich entscheiden. Die Planung bei der Polizei stand ebenfalls seit Monaten: Das ist meine letzte Saison. Diese Entscheidung konnte ich nicht mehr verändern.“

    Das sportliche Triple ist dir verwehrt geblieben. Auf welchen Titel bist du besonders stolz?

    Georg: „Ich kann mich an jeden Titel sehr gut erinnern und bin mächtig stolz. Der dritte Platz mit Düren als Underdog war ein Riesenerfolg. Der erste Supercupgewinn mit Friedrichshafen in Berlin war der erste richtige Goldtitel für mich. Die Erfolge mit Berlin diese Saison werden lange Zeit bei mir im Gedächtnis bleiben.“


    Der Gewinn des Supercups mit dem VfB Friedrichshafen bleibt in besonderer Erinnerung. (Foto: Sebastian Wells)

    Was glaubst du ist notwendig, um den Volleyballsport in Deutschland noch bekannter zu machen?

    Georg: „Ich glaube wir sind da auf einem recht guten Weg. Der Vertrag mit Sport1 ermöglicht es, dass Volleyball im Free-TV gezeigt wird. Wir müssen aber dahin kommen, dass wir eine hundertprozentige Ausstrahlungszeit bekommen und bei Spielen nicht einfach von anderen Sportarten abgewürgt werden. Das ist meiner Meinung nach der Weg, um Volleyball bekannter zu machen. Es muss mehr im Free-TV laufen, weil dann mehr Menschen erkennen können, was das für eine geile Sportart ist.“

    Du hast zehn Jahre Volleyball-Bundesliga erlebt: Wie hat sie sich aus deiner Sicht entwickelt?

    Georg: „Absolut positiv und darauf bin ich stolz. Es ist deutlich professioneller geworden. Mit den Alpenvolleys und Frankfurt sind Teams in der Bundesliga, die für mächtig Konkurrenz sorgen. Auf der anderen Seite haben sich Düren und Lüneburg in den letzten Jahren ordentlich verstärkt. Wir sind von einer Topspitze mit nur Friedrichhafen und Berlin weggekommen und haben eine deutlich größere Konkurrenz aufgebaut.“

    Was würdest du ändern, wenn du uneingeschränkte Ressourcen zur Verfügung hättest?

    Georg: „Gerade auch im Hinblick auf die Nationalmannschaft würde ich eine Ausländerregel einführen. Die würde die Liga im Gegenzug zwar für ein paar Jahre schwächer machen,aber es ist ein wichtiger Punkt, um die Jugendarbeit weiter zu fördern. Wir müssen dahin kommen, dass die Bundesligisten alle eigene Jugendspieler ausbilden, um für ausreichend Nachwuchs zu sorgen. Gleichzeitig stellt man so auch sicher, dass man diese Talente nicht an andere Sportarten wie Basketball, Handball oder Fußball verliert. Es gibt schon viele Konzepte, durch die Kinder an den Volleyballsport herangeführt werden, aber das reicht noch nicht.“

    Wie forderst du dich in deiner Freizeit nun körperlich heraus?

    Georg: „Ich habe richtig Bock mich im Boxen oder Kickboxen auszuprobieren. Das wird mir sicherlich auch beruflich weiterhelfen.“

    Wird man dich in irgendeiner Form trotzdem noch bei den BR Volleys sehen?

    Georg: „Zu den Spielen in unseren Volleyballtempel komme ich auf jeden Fall, ist ja quasi bei mir direkt um die Ecke. Wir sind aber auch in der Planung, dass ich andere Aufgaben im Verein übernehme. Erste Gespräche haben bereits stattgefunden, aber etwas Konkretes kann ich noch nicht sagen, da dies aufgrund von Corona natürlich erst einmal in den Hintergrund gerückt ist.“


    Sein offizielles Abschiedsspiel wird Georg trotz Coronakrise am 01. April bekommen, jedoch nur virtuell. (Foto: Conny Kurth)

    Abschiedsspiel trotz Corona

    Das Kommunikationsteam der BR Volleys war wieder einmal sehr kreativ, schließlich soll Georg einen gebührenden Abschied bekommen. Ein schwieriges Unterfangen, wenn Sporthallen geschlossen sind, die Menschen nur für das Nötigste raus dürfen und enger Körperkontakt vermieden werden soll. Daher eine besondere Austragungsform:

    In einem virtuellen Abschiedsspiel laufen am 01. April zwei von Georg zusammengestellte Teams auf. Anpfiff für das fiktive Spiel ist um 18:30 Uhr. Tassilo Bade und Peter Große werden die Ereignisse auf dem Spielfeld kommentieren. Sporttotal.tv wird wie gewohnt das Match im Audioformat live streamen. Alle Fans sind herzlich eingeladen sich Tickets für dieses "Allstar-Game" zu sichern und so den Club in der angespannten Lage zu unterstützen. Alle weiteren Infos sind auf der BR Volleys Website und deren Social Media Kanäle nachzulesen.

    31.03.2020 12:58
  • Von 100 auf 0: Wie sich Volleyball-Profis jetzt fithalten
    VBL-News
    Das Corona-Virus hat nicht nur die Volleyball-Bundesliga vorzeitig in die Saisonpause gebracht, sondern auch die Trainingsmöglichkeiten aller Spielerinnen und Spieler grundlegend verändert. Was das für die Profis nun bedeutet erklärt Sportwissenschaftler Michael Döring, Athletiktrainer beim SSC PALMBERG Schwerin.

    Das Corona-Virus hat nicht nur die Volleyball-Bundesliga vorzeitig in die Saisonpause gebracht, sondern auch die Trainingsmöglichkeiten aller Spielerinnen und Spieler grundlegend verändert. Was das für die Profis nun bedeutet erklärt Sportwissenschaftler Michael Döring, Athletiktrainer beim SSC PALMBERG Schwerin.


    Auch ohne Volleyball hält Michael Döring seine Spielerinnen fit. (Foto: Eckard Mai)

    Herr Döring, Sie sind Athletiktrainer beim SCC PALMBERG Schwerin, was zählt zu ihren Hauptaufgaben?

    Michael Döring: „Meine Hauptaufgabe ist die Planung und Durchführung des Kraft- und Athletiktrainings, vorrangig für das Team der 1. Bundesliga, aber auch für unsere Nachwuchsteams bei uns am Bundesstützpunkt. Dabei geht es neben dem individuellen Leistungsaufbau der einzelnen konditionellen Fähigkeiten auch um die Verletzungsprophylaxe und Sporttherapie nach Verletzungen.“

    In welcher Phase haben sich die Spielerinnen vor dem Saisonabbruch gerade befunden?

    Döring: „Bis zum plötzlichen Saisonabbruch waren wir mitten in der Wettkampfperiode mit den Hauptinhalten Schnell- und Explosivkraft sowie Stabilisierung. Aufgrund der hohen Spieldichte von mindestens zwei Spielen pro Woche plus Reise, ging es hier allerdings eher um den Erhalt der Leistung und der Verletzungsprophylaxe. Wobei das letzte Spiel der Rückrunde gegen ALLIANZ MTV Stuttgart die höchste Priorität in der Periodisierung hatte. Danach wäre ein kurzer Aufbaublock der Maximalkraft gefolgt, für die Vorbereitung der Playoffs. Allerdings sah das das Virus leider anders.“

    Wie haben Sie die Nachricht aufgenommen und inwiefern hat sich ihr Berufsalltag verändert?

    Döring: „Die Nachricht ereilte uns am Donnerstag beim Abendtraining. Die Mädels waren voll motiviert gegen Stuttgart und haben sehr gut trainiert. Deswegen platzte die Nachricht über den Abbruch der Liga herein wie eine Bombe. Alle waren geschockt und sehr traurig. Keiner wusste erstmal wie es weitergehen sollte.

    Für uns als Trainer war es natürlich auch ein Schock. Die ganze Arbeit der letzten Monate war umsonst. Aber angesichts der jetzigen Lage gibt es viel Schlimmeres und wir können froh sein, dass alle gesund sind. Unser Trainingsbetrieb wurde sofort eingestellt und ich habe Resturlaub bzw. Überstunden abzubauen. Die Hallen sind alle geschlossen. Es ging quasi von 100 auf 0.“

    Im CEV Cup könnte es für Ihre Mannschaft ja noch weitergehen. Wie halten Sie die Spielerinnen in dieser Situation jetzt fit?

    Döring: „Da wir noch nicht absehen können, wann die nächsten Spiele stattfinden und wie es genau weitergeht, haben alle Athleten Heimpläne bekommen, um sich körperlich fit zu halten. Wir befinden uns also in einer klassischen Übergangsperiode mit den Hauptinhalten Kraftausdauer und Stabilisationstraining. Die Pläne wurden so erstellt, dass jeder zuhause etwas machen kann, aber auch draußen auf der Wiese oder im Wald. Jetzt haben wir vielleicht endlich einmal Zeit, an den Grundlagen zu arbeiten, die in der langen Wettkampfperiode mit Bundesliga und Nationalmannschaft in den letzten Jahren viel zu kurz gekommen sind.

    Ab Mitte Ende April, wenn sich die Lage hoffentlich wieder etwas verbessert hat, können wir dann mit einer klassischen Vorbereitungsperiode starten, mit mehr Fokus auf Muskelaufbau und spezifische Übungen. Abhängig natürlich, inwieweit wir die Krafträume wieder nutzen können.“

    Welche Grundlagen kommen meist zu kurz?

    Döring: „Die von vielen Volleyballern ungeliebten Ausdauereinheiten. Aber auch ein ordentlicher Kraftblock, der mehr als zwei Wochen andauert.“

    Wie sehen die Trainingseinheiten bei den SSC-Profis daheim aus?

    Döring: „Ganz wichtig ist frische Luft! 30-45min locker laufend oder auf dem Fahrrad reichen bereits aus. Wer aktive Familienmitglieder hat, kann dies auch zu zweit in Form eines Run & Bike machen, wo man sich mit dem Laufen und Radfahren gegenseitig abwechselt. Zusätzlich absolvieren die Spielerinnen Intervalle und Elemente aus dem Lauf- und Sprung-ABC. Cross-Fit oder auch Tabata-Sessions, wo der Puls in kurzer Zeit ordentlich nach oben getrieben wird, sind ebenfalls beliebt.“

    Und wie oft schwitzen ihre Spielerinnen aktuell pro Woche?

    Döhring: „Es sollte schon alle zwei Tage trainiert werden, so dass man insgesamt auf drei bis vier Trainingstage pro Woche kommt.“

    Wie kontrollieren Sie das Training aus der Ferne?

    Döhring: „Alle Athleten sind Zuhause, das macht natürlich ein Monitoring schwierig. In dieser Phase kontrollieren wir das Training eigentlich nicht. Die Athleten sind professionell genug und können auch einmal ein paar Wochen allein trainieren, schließlich ist ihr Körper ihr Kapital und das wollen sie ja pflegen. Viele haben aber schon nach zwei freien Tagen nach Plänen gefragt. Die sportlichen Inhalte sind im Moment recht allgemein. Wenn wir dann wieder spezifischer trainieren müssen, steht ein kontrolliertes Training mehr im Fokus. Das hängt jetzt aber erstmal ab, wann die nächsten Spiele sind. Daraufhin können wir eine genauere Periodisierung planen. Aber dafür ist es bis jetzt noch zu früh.“

    Haben Sie abschließend noch einen guten Ratschlag für alle Amateurvolleyballer in der aktuellen Situation?

    Döring: „Gerade wenn man viele Spiele in den letzten Monaten hatte, sollte man kein schlechtes Gewissen haben, seinen Körper zu regenerieren. Nach einer Pause gilt es wieder langsam einzusteigen. Hier kann man sich an etwas Neuem probieren, zum Beispiel Yoga. Ansonsten ist Bewegung draußen an der frischen Luft gerade das Beste für Körper und Geist.“

     

    31.03.2020 12:58
  • "Faire und umsetzbare Lösungen finden": Bundesspielwart Kessing über größere Staffelstärken und Wertung 2019/20
    VBL | Pressemitteilungen
    In der vergangenen Woche wurden die Regelungen zur Wertung der Saison 2019/20 in den nationalen Ligen verabschiedet. Im Interview beantwortet Bundesspielwart Gerald Kessing Fragen aus der Volleyballgemeinschaft zu dieser Entscheidung.

    In der vergangenen Woche haben der Vorstand der Volleyball Bundesliga (VBL) sowie der Vorstand und das Präsidium des Deutschen Volleyball-Verbands (DVV) auf Vorschlag des Bundesspielausschusses (BSA) die Regelungen zur Wertung der Saison 2019/20 in den nationalen Ligen verabschiedet. Im Nachgang wurden in der Volleyballgemeinschaft viele Fragen zur Auslegung dieser Regelungen diskutiert. Im Interview beantwortet Bundesspielwart Gerald Kessing einige dieser Fragen.


    Bundesspielwart Gerald Kessing (Foto: VBL)

    Gerade was die Staffelstärke der 2. Bundesliga angeht, ist es zu Missverständnissen gekommen. Wie groß wird die Staffelstärke der 2. Bundesliga in der kommenden Saison 2020/21 sein?

    Gerald Kessing: „Die Regelstaffelstärke laut Lizenzstatut beträgt weiterhin zwölf Mannschaften. Da keine Mannschaften sportlich absteigen, es gleichzeitig aber Aufsteiger aus dem Bereich der Dritten Liga geben kann, wird für die kommende Saison eine Staffelstärke von bis zu 14 Mannschaften möglich sein. Zudem wäre in den 2. Bundesligen auf Antrag des DVV eine Mannschaft mit Sonderspielrecht zuzulassen. Die laut Lizenzstatut mögliche Zulassung einer zweiten Mannschaft mit Sonderspielrecht würde der VBL-Vorstand ablehnen.“

    Was passiert mit freien Plätzen in der 2. Bundesliga – also, wenn nicht 14 Mannschaften in einer Staffel zusammenkommen?
    Kessing: „Zusätzliche freie Plätze werden wir unbesetzt lassen. Es bleibt dann bei zwölf oder 13 Mannschaften. Damit reduzieren wir zum einen den Termindruck und zum anderen die Anzahl möglicher zusätzlicher Absteiger am Ende der kommenden Saison.“

    In der Entscheidung der letzten Woche heißt es, die Bundesligaversammlung würde über die Fortführung der 2. Bundesliga mit einer Regelstaffelstärke von 14 Mannschaften oder einen vermehrten Abstieg nach der Saison 2020/21 entscheiden. Was hat es damit auf sich?

    Kessing: „Laut Lizenzstatut kann es derzeit maximal drei Absteiger in einem Spieljahr geben. Daher wollen wir zusammen mit den Vereinen beraten, ob am Ende der Saison 2020/21 einmalig vier Mannschaften absteigen müssen oder ob der Abbau der zusätzlichen Teams über mehrere Jahre gestreckt werden soll. Es gab in der 2. Bundesliga aber im Rahmen des Masterplans bereits Diskussionen, die Staffelstärke generell auf 14 Teams zu erhöhen. All das werden wir uns zusammen mit den Vereinen anschauen und entscheiden.“

    Sind VBL und DVV auf den Fall vorbereitet, dass Mannschaften in eine tiefere Spielklasse zurückziehen und die Staffelstärke dort zusätzlich steigt?

    Kessing: „Vor dieser Situation stehen wir ungeachtet der Corona-Krise immer. Mit der Verlängerung der Lizenzierungsfristen wollen wir den Vereinen zum einen mehr Zeit für die Entscheidungsfindung geben, zum anderen werden wir uns im Fall der Fälle die Situation genau anschauen müssen. Es ist klar, dass es Grenzen des Machbaren gibt. Die Vereine können darauf vertrauen, dass wir in diesem Fall für alle Beteiligten faire und umsetzbare Lösungen finden werden.“

    Wie werden die zusätzlichen Spiele im kommenden Jahr im Spielplan untergebracht?

    Kessing: „Ganz fremd ist uns die Situation ja nicht. Wir spielen in der Südstaffel der Männer auch heute schon mit 14 Teams. Wir werden im Spielplan durch zusätzliche Spieltage und die Genehmigung von Doppelspieltagen ausreichend Termine bereitstellen können. Vielerorts hat sich zudem der Freitagabend als „Derbyspieltag“ bewährt und kann zusätzlich genutzt werden. Die Spielleitung wird sich aufgrund der außerordentlichen Umstände im höchsten Maße flexibel zeigen.“

    Können Sie nochmal erläutern, warum es überhaupt dieser Sonderregelungen bedurfte?

    Kessing: „Für die entstandene Situation gibt es keine festen Regelungen. Die Wertung nach einem Saisonabbruch ist weder im Lizenzstatut, noch in der Bundesspielordnung festgeschrieben. Es musste daher von den verantwortlichen Gremien eine sportpolitische Entscheidung getroffen werden, um diese Lücke im Ordnungswerk zu schließen.“

    Wie sind Sie dabei vorgegangen?

    Kessing: „Der Weg bis zur Entscheidung war lang. Zunächst wurde geprüft, ob andere Sportarten Regelungen für den Fall eines Saisonabbruchs vorsehen, an denen man sich für eine Entscheidung orientieren könnte. Dabei wurde festgestellt, dass auch die anderen großen Spielsportarten Fußball, Handball, Basketball und Eishockey in ihren Spielordnungen keine solche Regelungen vorsehen. Alle Entscheidungen wurden in enger Abstimmung zwischen der Volleyball Bundesliga und dem Deutschen Volleyball-Verband und dessen Gremien getroffen, um eine möglichst einheitliche Regelung für alle nationalen Ligen zu treffen.“

    Welche Regelungen standen zur Diskussion?

    Kessing: „Im Sinne aller Teams musste eine einheitliche Lösung für alle Staffeln der 1. und 2. Bundesliga gefunden werden. Dabei sollte berücksichtigt werden, dass in allen Ligen noch mehrere Mannschaften aus eigener Kraft den Klassenerhalt schaffen oder Meister werden konnten. Am letzten Hauptrundenspieltag der Frauen-Bundesliga wäre es zum Beispiel in den direkten Duellen zwischen dem SSC PALMBERG Schwerin und ALLIANZ MTV Stuttgart um Platz eins sowie Schwarz-Weiß Erfurt und dem VfB Suhl LOTTO THÜRINGEN um den Klassenerhalt gegangen.

    Das Einfrieren der Tabelle mit aktueller Rangfolge war eine der geprüften Optionen. Aufgrund von Wettbewerbsverzerrungen durch die unterschiedliche Anzahl absolvierter Spiele, die unterschiedlich schweren verbleibenden Partien sowie die ungleiche Anzahl absolvierter Heim- und Auswärtsspiele wurde diese Option verworfen.

    Die Möglichkeit, die Wertung nur auf die Hinrunde zu beschränken, wurde abgelehnt, weil sie zum einen der Leistungsentwicklung einer Mannschaft im Saisonverlauf nicht gerecht wird und zudem die ungleiche Verteilung von Heim- und Auswärtsspielen sowie die unterschiedliche Schwere der Gegner bei diesen Spielen nicht berücksichtigt.“

    Was sprach für die nun getroffene Regelung?

    Kessing: „Die manuelle Berechnung der Tabelle für jede einzelne Staffel mit der Fokussierung auf den Auf- und Abstieg schien in der Betrachtung der verfügbaren Optionen noch die fairste zu sein. Da aus dem Kreis der Zweitligisten jedoch nur zwei Mannschaften (Anm. d. Red.: VC Neuwied 77 bei den Frauen und Moerser SC bei den Männern) am Vorlizenzierungsverfahren für die 1. Bundesliga teilgenommen haben, war die Aufstiegsfrage praktisch irrelevant – beide Teams können unabhängig von ihrer Platzierung aufsteigen.

    Gilt das auch für den Übergang von der Dritten zur 2. Liga?

    Kessing: „Im Grundsatz ja. Alle Mannschaften, die an der Vorlizenzierung teilgenommen haben und zum Zeitpunkt des Abbruchs rechnerisch noch die Chance hatten, einen Aufstiegsplatz zu erreichen, erhalten das Angebot, in die höhere Spielklasse aufzusteigen. Das gilt allerdings nur, wenn dort die maximale Staffelstärke von 14 Mannschaften in der Saison 2020/2021 nicht überschritten wird.“

    Wie sieht es bei den Absteigern für die abgebrochene Zweitligasaison aus?

    Kessing: „Alle Mannschaften, die in der 2. Bundesliga zum Zeitpunkt des Abbruchs auf einem Abstiegsplatz standen, hätten noch den sportlichen Klassenverbleib schaffen können. Daher wurde die Entscheidung getroffen, dass keine Mannschaft absteigen muss.“

    ...und dass es keine Meister gibt...

    Kessing: „Aus Sicht des VBL-Vorstands sind die Fragen um Abstieg, Wertung und Meisterschaft untrennbar miteinander verzahnt. Man kann nicht an einer Stelle eine Wertung aussetzen, aber an anderer Stelle eine Wertung vornehmen. Die aktuelle politische und gesellschaftliche Lage lässt den Sport in den Hintergrund treten. Die Verantwortlichen von DVV und VBL hielten es daher für angemessen, dass im Sport in dieser Situation keine Meister gekürt werden. Dies gilt für alle nationalen Ligen von der 1. Bundesliga bis zur Regionalliga.“

    Inzwischen entscheiden immer mehr Sportarten und Ligen wie der Volleyball.

    Kessing: „Wir sehen uns durch die Entscheidungen der anderen Ligen in unserer Meinung bestärkt, dass der Saisonabbruch – so bitter er auch für die Sportlerinnen und Sportler und die gesamte Volleyballgemeinschaft war – der richtige Schritt war. Darüber hinaus schließen sich auch immer mehr Sportarten in Sachen Wertung dem Volleyball an. Einige Ligen hatten den Spielbetrieb zunächst nur ausgesetzt – nun brechen sie den Spielbetrieb ab. In Deutschland haben nach der 1. und 2. Eishockeyliga auch die Handball-Bundesliga der Frauen, die 1. und 2. Basketball-Bundesliga der Frauen, die 2. Basketball-Bundesliga der Männer (Anm. der. Red.: ProA und ProB) die Saison ohne Meister beendet. Aber auch im Ausland gibt es viele Ligen, die den Spielbetrieb abgebrochen haben. Und die meisten von denen verfahren in Auf- und Abstiegs- sowie der Meisterfrage wie der Volleyball.“

    23.03.2020 18:41

Aktuelles aus der Volleyball Bundesliga

Informationen zum Spielbetrieb der 1. und 2. Volleyball Bundesliga

VBL | Pressemitteilungen

Die Volleyball Bundesliga (VBL) hat beschlossen, die Hauptrunde der 1. Bundesliga der Frauen und Männer zu Ende zu spielen. Angesichts der aktuellen Entwicklungen im Umgang und zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus werden die noch ausstehenden fünf Partien bei den Frauen und elf Partien bei den Männern ohne Zuschauer ausgetragen. Damit folgt die Volleyball Bundesliga zum Schutz der Spielerinnen und Spieler und aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Vereinsumfeld den Empfehlungen der Bundesregierung und der Gesundheitsämter.


Die VBL spielt die Hauptrunde unter Ausschluss der Öffentlichkeit zu Ende. (Foto: Sebastian Wells)

Über die Austragung der Playoffs ist die VBL in intensiver Abstimmung mit den Vereinen der 1. Bundesliga der Frauen und Männer. Die Entscheidung darüber, ob und wie Playoffs gespielt werden, wird zeitnah fallen und gesondert kommuniziert werden.

Der Spielbetrieb der 2. Bundesliga der Frauen und Männer wird mit sofortiger Wirkung eingestellt. Die vielen regional unterschiedlichen Regelungen sowie bereits ausgesprochene Hallensperrungen machen die Weiterführung der Spiele unmöglich. Regelungen zu Auf- und Abstieg werden zu einem späteren Zeitpunkt und in enger Abstimmung mit dem Deutschen Volleyball-Verband (DVV) getroffen und kommuniziert.

Michael Evers, Präsident Volleyball Bundesliga: „Wir bedauern es natürlich sehr, dass das Coronavirus solch gewichtige Auswirkungen auf das öffentliche Leben und damit auch den Sport hat. Als Volleyball Bundesliga haben wir jedoch auch eine Verantwortung gegenüber unseren Spielerinnen und Spielern, den Trainerteams, Vereinsmitarbeitern und allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, deren Sicherheit und Gesundheit bestmöglich geschützt werden soll. Wir sind uns darüber bewusst, dass diese Entscheidung noch nicht absehbare wirtschaftliche Folgen für die Vereine und die Liga nach sich ziehen wird – dennoch war die nun getroffene Entscheidung für den Vorstand der Volleyball Bundesliga unter den derzeitigen Voraussetzungen alternativlos."

Klaus-Peter Jung, Geschäftsführer Volleyball Bundesliga: „Wir befinden uns in einer für Deutschland noch nie dagewesenen Situation, die auch den Sport vor noch nicht dagewesene Entscheidungen stellt. Die föderale Struktur der Bundesrepublik erschwert dabei die Lösungsfindung, da sie in unterschiedlichen Gebieten auch unterschiedliche Voraussetzungen schafft. Die Aufgabe des Vorstandes der Volleyball Bundesliga war es, eine einheitliche und faire Regelung für alle Standorte zu finden. Auf dieser Grundlage hat die Volleyball Bundesliga entschieden, die noch ausstehenden Hauptrundenpartien der 1. Bundesliga der Frauen und Männer unter Ausschluss der Öffentlichkeit in den Hallen zu absolvieren und den Spielbetrieb der 2. Liga mit sofortiger Wirkung einzustellen. In der Abwägung der gesundheitlichen, sportlichen und wirtschaftlichen Interessen der Vereine war das in der aktuellen Situation die einzig richtige Entscheidung."

veröffentlicht am Donnerstag, 12. März 2020 um 14:59; erstellt von Kunze, Fabian
letzte Änderung: 12.03.20 15:07
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