• Playoff-Szenarien: Viertelfinal-Lotterie am letzten Spieltag
    VBL | Pressemitteilungen
    Spannung pur in der Volleyball Bundesliga der Männer. Vor dem letzten Spieltag der Hauptrunde stehen zwar alle acht Playoff-Teilnehmer fest und doch kann noch kein einziges Viertelfinalduell sicher vorhergesagt werden.

    Spannung pur in der Volleyball Bundesliga der Männer. Vor dem 22. und letzten Spieltag der Hauptrunde am Samstag, 23. März 2019, stehen zwar alle acht Playoff-Teilnehmer fest und doch kann noch kein einziges Viertelfinalduell sicher vorhergesagt werden. Zu knapp sind die Abstände, zu unberechenbar die Ausgänge der finalen Partien (alle live ab 19:00 Uhr auf sporttotal.tv).

    Die Ausgangslage um Platz eins bis drei

    Gleich drei Teams haben noch Chancen darauf, die Hauptrunde auf Platz eins zu beenden. Pokalsieger VfB Friedrichshafen geht zwar mit einem Zwei-Punkte-Vorsprung auf die HYPO TIROL AlpenVolleys Haching in den abschließenden Spieltag, hat aber mit dem Auswärtsspiel in der „Gellersenhölle“ bei der SVG Lüneburg sicherlich das schwerere Spiel vor der Brust als die Hachinger, die im Berliner Sportforum bei Schlusslicht VCO Berlin antreten müssen.


    Derzeit nur auf Platz drei: Vorjahresmeister BR Volleys (Foto: Guenter Kram)

    Gewinnen die „Häfler“ in Lüneburg, gehen sie als Spitzenreiter in die Playoffs. Verlieren sie aber und gewinnen die AlpenVolleys gleichzeitig in Berlin, ziehen die Hachinger vorbei und sichern sich den Platz an der Sonne.

    Drittes Team im Bunde sind die BERLIN RECYCLING Volleys. Der amtierende Meister hat aber wohl nur noch theoretische Chancen auf den Hauptrundensieg. Dazu muss nicht nur das eigene Spiel bei den Volleyball Bisons Bühl gewonnen, sondern auch auf Niederlagen von Friedrichshafen und Haching gehofft werden. Realistischer ist Platz zwei für die Berliner, sollten die AlpenVolleys nicht gewinnen oder der VfB Friedrichshafen in Lüneburg klar verlieren.

    Die Lüneburger sind so etwas wie die Schicksalsfee der Friedrichshafener. Für die SVG selbst geht es nur noch darum, sich möglichst gut auf das Viertelfinale vorzubereiten – der vierte Tabellenplatz ist unabhängig vom Ausgang der letzten Spiele sicher. Doch ein 3:0- oder 3:1-Sieg über den VfB könnte die „Häfler“ bei gleichzeitigen Siegen von Haching und Berlin sogar noch auf Rang drei zurückkatapultieren.

    Platzierungskämpfe

    In der unteren Hälfte der Top-8 können sich ebenfalls noch Verschiebungen ergeben. Die United Volleys Frankfurt können mit einem Sieg bei den Netzhoppers SolWo Königspark Königs Wusterhausen Platz fünf sicher einbuchen. Verlieren die Hessen und gewinnen die SWD powervolleys DÜREN ihr Heimspiel gegen die HELIOS GRIZZLYS Giesen, tauschen Düren und Frankfurt die Plätze.

    Ähnliche Vorzeichen beim Kampf um Platz sieben und acht: Die WWK Volleys Herrsching benötigen ein 3:0 oder 3:1 beim TV Rottenburg, um sicher vor den Volleyball Bisons Bühl zu bleiben. Die Schwarzwälder müssten ihre Partie gegen die BR Volleys gewinnen, um ihrerseits Chancen zu haben, die Herrschinger bei einer Niederlage in Rottenburg noch zu überholen.

    Info zur Tabelle:

    Seit Einführung der Drei-Punkte-Wertung entscheidet über die Rangfolge der Mannschaften zunächst die Anzahl der Punkte, dann die Anzahl gewonnener Spiele, anschließend der Satzquotient, dann der Ballpunktequotient und letztlich der direkte Vergleich zwischen beiden Mannschaften.

    Die Volleyball Bundesliga live:

    Alle Spiele der Volleyball Bundesliga werden im Livestream auf der Plattform sporttotal.tv übertragen. Am letzten Spieltag der Hauptrunde beginnen alle Partien am Samstag, den 23. März 2019, zeitgleich um 19:00 Uhr.

    21.03.2019 09:48
  • #superFinalsBerlin: Schwäbische Berlin-Träume
    VBL | Pressemitteilungen
    Die Stuttgarterinnen sind weiter auf der Champions-League-Party dabei und die ist mittlerweile deutlich exklusiver geworden. Als einziges deutsches Team haben sich die Schwaben für das Viertelfinale qualifiziert.

    Es ist ein bisschen wie auf einer guten Party: Im Vorfeld war man sich unsicher, ob man überhaupt hingehen soll, später aber wurde es zu einem der besten Feste, auf dem man je war. So ähnlich dürfte die Stimmung rund um Allianz MTV Stuttgart momentan sein. 


    Die Europatournee geht weiter: Allianz MTV Stuttgart steht im Viertelfinale der CEV Champions League (Foto: Tom Bloch)

    Denn die Stuttgarterinnen sind weiter auf der Party und die ist mittlerweile deutlich exklusiver geworden. Als einziges deutsches Team haben sie sich für das Viertelfinale der CEV Champions League qualifiziert. Sie gehören schon jetzt zu den acht Topteams des Kontinents. „Darauf sind wir als Verein sehr stolz“, sagt MTV-Sportchefin Kim Renkema. Für den Verein ist es eine Premiere, noch nie hat sich das Team für das Viertelfinale der europäischen Königsklasse qualifiziert. 

    Dabei war Anfang der Saison nicht klar, ob die Stuttgarterinnen überhaupt antreten würden. Sportlich hatten sie sich zwar für den Wettbewerb qualifiziert, aber – anders als in anderen Sportarten – kostet die Champions League-Teilnahme eine Menge Geld, statt welches in die Kassen zu spülen. In Stuttgart entschied man sich trotzdem für die große europäische Bühne. Und dürfte es nicht bereut haben – auch weil der Verein nicht alleine in das Abenteuer Europa aufgebrochen ist. 

    Von Anfang an mit dabei: der Südwestrundfunk (SWR). Die Spiele der Stuttgarterinnen werden auf der Plattform des öffentlich-rechtlichen Senders gestreamt. „Der SWR hat verstanden, dass Volleyball immer mehr Aufmerksamkeit bekommt“, sagt Renkema, „und deshalb haben sie sich für den gemeinsamen Weg mit uns entschieden.“ 

    Ein Weg, der am Dienstag (12.03.) im Viertelfinal-Hinspiel in der heimischen SCHARRena gegen das italienische Topteam Igor Gorgonzola Novara fortgesetzt werden soll. „Wir haben gezeigt, dass wir auch gegen große Mannschaften gut auftreten können“, sagt Renkema. Sollten die Stuttgarterinnen ihre herausragende Form auch im Viertelfinale bestätigen, dürfen sie von Größerem träumen. 

    Und wie so häufig ist das Ziel schwäbischer Träume die Hauptstadt. Dort werden am 18. Mai die CEV Champions League Volley 2019 Super Finals in der Max-Schmeling-Halle stattfinden. „Frauen und Männer an einem Tag und am gleichen Ort – das verspricht ein großartiges Event zu werden, vor allem für die Fans“, sagt Renkema. Wer sich ein Ticket für die Super Finals sichern möchte, sollte nicht zu lange warten. Der Vorverkauf läuft erst seit gut zwei Wochen und es wurden bereits über 3400 Tickets verkauft. Und das, obwohl noch kein Viertelfinale gespielt wurde. 

    Es wird in diesem Jahr keine größere Volleyball-Party als diese CEV Super Finals geben. Davor aber stehen noch die Viertel- und Halbfinals an. Am Dienstag (12.03.) geht es für Stuttgart im Heimspiel gegen Igor Gorgonzola Novara (live ab 19 Uhr im SWR-Livestream). Wenn sich die Stuttgarterinnen gegen die Italienerinnen durchsetzen, dürfen sie sich allmählich auf die Party des Jahres vorbereiten – bei den CEV Champions League Volley 2019 Super Finals in Berlin. 


    Tickets
    Eintrittskarten für das CEV Champions League Volley 2019 Super Finals am 18. Mai 2019 in der Max-Schmeling-Halle sind über www.ticketmaster.de (Ticket-Hotline 01806-999 0000*) erhältlich. 

    * 0,20 EUR/Verbindung aus dt. Festnetz / max. 0,60 EUR/Verbindung aus dt. Mobilfunknetz

    11.03.2019 13:13
  • #MissionMannheim: SSC Palmberg Schwerin zurück auf dem Pokal-Thron
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    Nach sechs Jahren hat das Warten ein Ende: Der SSC Palmberg Schwerin ist nach einem 3:0-Sieg (25-21, 25-21, 25-20) gegen Allianz MTV Stuttgart erstmals seit 2013 zurück auf dem Pokal-Thron. In einem umkämpften Spiel in der SAP Arena Mannheim gelang den Schwerinerinnen die Revanche für das Finaldrama von 2017.

    Nach sechs Jahren hat das Warten ein Ende: Der SSC Palmberg Schwerin ist nach einem 3:0-Sieg (25-21, 25-21, 25-20) gegen Allianz MTV Stuttgart erstmals seit 2013 zurück auf dem Pokal-Thron. In einem umkämpften Spiel in der SAP Arena Mannheim gelang den Schwerinerinnen die Revanche für das Finaldrama von 2017. Für Schwerin ist es der insgesamt sechste DVV-Pokal-Titel.


    Glückliche Siegerinnen: Nach sechs Jahren holt Schwerin wieder den DVV-Pokal (Foto: Sebastian Wells) ​​​​​
     

    Schwerin profitiert von besserem Angriff

    Das Spiel der beiden aktuell besten Teams Deutschlands hielt von Beginn an, was sich Fans und Experten versprochen hatten: Hochklassige Ballwechsel und Spannung. So erwischte der SSC Palmberg Schwerin den besseren Start und zog im ersten Satz auf 16:11 davon. Im Gegenzug erzielte Stuttgart gleich sechs Punkte in Folge zur Führung. Als große Achillesferse der Stuttgarterinnen sollte sich der Angriff erweisen. Gerade einmal gut ein Drittel ihrer Angriffe konnten sie verwandeln. Zu wenig gegen konzentrierte Schwerinnerinnen. Ein Doppelblock von Kimberly Drewniok und Lauren Barfield brachte Schwerin mit 1:0 (25-21) in Führung.

    Die 10.287 Zuschauer sahen auch im zweiten Satz ein ähnliches Bild. Zwar agierte der Pokalsieger von 2013 im Angriff deutlich besser, doch Schwerins großer Pluspunkt war die Annahme. Bekamen die Schwerinerinnen diese sauber zu Zuspielerin Denise Hanke, gelang ihnen in zwei Dritteln der Fälle ein Punkt. Bis zum Ende war es ein enger Schlagabtausch (23-21), den Schwerin mit zwei Punkten in Folge für sich entschied.

    Klare Angelegenheit zum Schluss

    Nach dem 2:0 kamen Erinnerungen an 2017 hoch, als Schwerin einen 2:0-Satzvorsprung noch aus der Hand gab und dramatisch verlor. Die Stuttgarter Fans wurden noch einmal laut, als der MTV nach einem 3:10-Rückstand im dritten Satz bis auf zwei Punkte verkürzen konnte (13-15). Der Schweriner Rettungsanker war die Blockarbeit. Mittelblockerin Barfield verwandelte ein schnelles Zuspiel von Britt Bongaerts über die Mitte zum 24:19. Fünf Matchbälle für Schwerin. Am Ende war es Nationalspielerin Kimberly Drewniok, die Schwerins Traum zum 25:20 vollendete und für großen Jubel bei der „Gelben Wand“ sorgte.

    Felix Koslowski, Coach SSC Palmberg Schwerin: „Aller guten Dinge sind drei. Es war mein dritter Anlauf als Chefcoach im DVV-Pokalfinale, einmal mit Suhl und jetzt zum zweiten Mal mit Schwerin. Für mich war es das schwierigste Finale. Stuttgart hat bisher eine unglaubliche Saison gespielt und hat einen sensationellen Kader. Meine Mannschaft hat sehr stark gespielt. Wir haben uns auf das Wesentliche fokussiert und die meiste Zeit sehr stark gespielt. Das war heute eine Top-Leistung.“

    Kimberly Drewniok, Diagonalangreiferin SSC Palmberg Schwerin: „Ich hätte nicht damit gerechnet, dass wir 3:0 gewinnen. Es hat wirklich Spaß gemacht mit der Mannschaft, es war eine super Teamleistung. Wir waren sehr fokussiert, haben unsere Stärken ausgespielt und sind auch bei Rückständen geduldig geblieben. Das hat heute den Unterschied ausgemacht.“

    Jana-Franziska Poll, Außenangreiferin Allianz MTV Stuttgart: „Natürlich ist es ärgerlich, wenn man verliert. Wir hatten zwar einige gute Spielzüge, aber einfach zu viele Fehler in der Annahme und beim Aufschlag. Das schlimmste ist, zu wissen, dass wir viel besser spielen können! Schade, dass wir unseren traumhaften Fans, die uns wieder so toll unterstützt haben, nichts zurückgeben konnte. Aber Kopf hoch - wir haben noch andere Ziele zu erreichen!"

    24.02.2019 19:06
  • #MissionMannheim: Friedrichshafen fliegt zum 16. Pokalsieg
    VBL | Pressemitteilungen
    Triple in der Ära Heynen: Der VfB Friedrichshafen hat mit einer eindrucksvollen Leistung seinen Status als Pokal-Primus in Deutschland untermauert. Mit einem 3:0-Sieg (25-23, 25-18, 25-16) gegen die SVG Lüneburg haben die „Häfler“ zum insgesamt 16. Mal den DVV-Pokal gewonnen.

    Triple in der Ära Heynen: Der VfB Friedrichshafen hat mit einer eindrucksvollen Leistung seinen Status als Pokal-Primus in Deutschland untermauert. Mit einem 3:0-Sieg (25-23, 25-18, 25-16) gegen die SVG Lüneburg haben die „Häfler“ zum insgesamt 16. Mal den DVV-Pokal gewonnen. Bei der vierten Auflage in der SAP Arena Mannheim sahen 10.287 Zuschauer eine überlegene Mannschaft aus Friedrichshafen. 


    Jubeltraube mit Bärti: Für den VfB Friedrichshafen war es der dritte Pokalsieg in Folge (Foto: Sebastian Wells) 

    Spannender Beginn 

    Die SVG Lüneburg erwischte den deutlich besseren Start in das DVV-Pokalfinale und lag im ersten Satz zwischenzeitlich mit 15-12 in Führung. Dabei war das Rezept einfach: Lüneburgs Aufschläge bereiteten der Annahme des VfB einige Probleme. Die „LüneHünen“ nutzten ihre Chancen eiskalt aus und ließen sich die Führung bis zum Stand von 21-19 nicht nehmen. Dann aber schlug die Stunde des Rekordpokalsiegers vom Bodensee.

    Über eine gute Block-Feldabwehr entschied Friedrichshafen die langen Ballwechsel für sich. Mit einem Block gelang ihnen der Ausgleich zum 21-21. Ein gefühlvoller Angriff von David Sossenheimer, den er auf der gegnerischen Seitenlinie platzierte – Führung für den VfB. Auch das Aufschlagspiel der Lüneburger ließ nach (sieben Fehler) und ermöglichte den „Häflern“ einfache Punkte. Beim ersten Satzball (24-23) profitierte Friedrichshafen von einem Netzfehler der angreifenden Lüneburger. 1:0-Führung.

    Friedrichshafen lässt Lüneburg keine Chance

    Zum Start des zweiten Durchgangs war den Lüneburgern anzumerken, dass der erste Satz viel Kraft gekostet hat. Ganz anders auf der anderen Seite: Über eine starke Annahme konnte VfB-Zuspieler Jakob Janouch die Bälle nach Belieben verteilen. Mit Philipp Collin, Athanasio Protopsaltis und David Sossenheimer erzielten gleich drei Spieler fünf Punkte. Der VfB zog bis auf 21-13 davon, ein schneller Angriff über Mittelblocker Jakob Günthör beendete den zweiten Satz beim Stand von 25-18. Bei den Lüneburgern, die im Halbfinale noch den deutschen Meister aus Berlin nach einem 0:2-Rückstand ausgeschaltet hatten, kam noch einmal kurz Hoffnung auf. Dabei sollte selbst eine 8-5 Führung im dritten Satz nicht für den erhofften Satzgewinn reichen. Der VfB Friedrichshafen spielte konzentriert weiter und nutzte den ersten Matchball beim Stand von 24-16 zum Sieg.

    Vital Heynen, Coach VfB Friedrichshafen: „Ich wusste, wenn wir unser Spiel machen, dann wird es für Lüneburg sehr schwer. Der erste Satz war der Knackpunkt, danach haben wir unser Spiel gemacht und clever gespielt. Pokalspiele muss man lernen, da hatten wir definitiv einen Vorteil. Wir haben zum richtigen Zeitpunkt unsere Form gefunden und die Partie nach dem engen Start in den Griff bekommen. Dann haben ich den Volleyball gesehen, den ich mir von meiner Mannschaft wünsche.“

    Stefan Hübner, Coach SVG Lüneburg: „Gegen den VfB Friedrichhafen ist es immer sehr schwer. Sie haben die Qualität, spielerisch und taktisch etwas zu ändern und schnell Anpassungen vorzunehmen. Wir haben nach dem guten Start lange Zeit nicht die richtigen Antworten gefunden. Es ist ein bisschen traurig, weil zwei, drei meiner Spieler im zweiten und dritten Satz nicht mehr das gezeigt haben, was sie können.“

    David Sossenheimer, Außenangreifer VfB Friedrichshafen: „Den Pokal zu gewinnen, bedeutet jedes Jahr harte Arbeit. Lüneburg hat uns im ersten Satz das Leben sehr schwer gemacht, da kann es auch anders ausgehen. Wir sind aber ruhig geblieben, weil wir die Situation kannten. Am Ende spielen wir es souverän zu Ende. Wir freuen uns riesig über den Sieg.“

    24.02.2019 16:25

Aktuelles aus der Volleyball Bundesliga

Endlich Wochenende: Saisonstart 2. Bundesliga Süd

VBL | Pressemitteilungen

Vorfreude Teil II: Auch die 2. Bundesliga Süd startet an diesem Wochenende in die Saison 2018/19. Mit welchen Erwartungen gehen die Teams in die Saison? Wie haben sich die Kader verändert? Und wer ist neu in der Liga? Die Volleyball Bundesliga (VBL) stellt die Teams und Begegnungen des ersten Spieltags vor.

2. Bundesliga Frauen Süd

Auch in diesem Jahr gehen die Offenburgerinnen wieder als Titelfavorit in die Saison (Foto: VC Printus Offenburg)

TSV 1860 Ansbach – VCO Dresden

Premiere in der 2. Bundesliga: Der TSV 1860 Ansbach geht in seine erste Zweitliga-Saison. Dieses Abenteuer soll möglichst nicht schon nach einem Jahr beendet sein. Um den Klassenerhalt zu schaffen, ist Lea Bomsdorf nach einem Jahr Pause zurückgekehrt. Die Libera soll für mehr Annahmestabilität sorgen. Die zweite Neuverpflichtung Christin Heim ist mit ihren 1,84 Meter die Größte im Team. Zudem wurden die Strukturen rund ums Team aufgebaut. Voll auf den Nachwuchs setzt das Bundesstützpunktteam vom VCO Dresden, das mit einem Sonderspielrecht in die neue Saison geht. Zwar wollen sie in dieser Saison besser abschneiden als in der letzten, im Fokus aber steht die Entwicklung ihrer Talente. Dafür ist mit Andreas Renneberg ein neuer Trainer verpflichtet worden.

VC Neuwied 77 - Rote Raben Vilsbiburg II

Der Klassenerhalt hat oberste Priorität. Dafür hat sich der VC Neuwied 77 gleich mit vier Spielerinnen verstärkt: Sarah Funk, Hannah Dücking, Zoe Liedtke und Lisa Bartsch sind neu im Team. Doch auch wenn im Kader für die kommende Saison neue Gesichter zu sehen sein werden, sollen die alten Tugenden gepflegt werden: Teamspirit und Kampfgeist. Damit das Ziel Klassenerhalt erreicht wird, wünschen sich die Neuwieder möglichst wenig Verletzungspech. Mit dem gleichen Wunsch geht der erste Gegner aus Vilsbiburg in die Saison. Zudem wollen sie den Nachwuchs an das Niveau in der 2. Bundesliga heranführen. Mit Michaela Bertalanitsch ist eine Nachwuchsspielerin neu zum Team gestoßen, zudem zwei Spielerinnen aus den USA. Ziel ist es, die Saison unter den Top sechs zu beenden. Konkurrenz wähnen die Roten Raben II im eigenen Bundesland: „In diesem Jahr gibt es neue bayrische Vertreter in der Liga, die heiß darauf sind, die zweite Mannschaft aus Vilsbiburg zu ärgern,“ sagt Trainer Luca Tarantini.

 

TV Planegg-Krailling - TV 05 Waldgirmes

Auch als Neuling in der 2. Bundesliga will der TV Planegg-Krailling für Furore sorgen. Dabei hoffen sie auf ihre Fans, die schon in der vergangenen Drittliga-Saison „so manches Auswärtsspiel zu einem Heimspiel gemacht haben“, wie die PR-Verantwortliche Chantal Martin sagt. Das Team konnte weitestgehend zusammengehalten werden und wird durch fünf Neuverpflichtungen noch verstärkt. Sportlich will sich Planegg-Krailling in der 2. Liga etablieren und vor allem die Lokalderbys gegen Lohhof gewinnen. Am ersten Spieltag aber gilt es, gegen Mitaufsteiger TV 05 Waldgirmes zu bestehen. Die haben sich mit Anna Borowek und Pamela Blazek verstärkt und wollen ebenfalls die Klasse halten. Dafür hat das Team an der mentalen Einstellung gearbeitet, um zukünftig auch knappe Fünf-Satz-Matches zu gewinnen. Am liebsten gegen Wiesbaden. „Das ist schon seit Jahren ein Lokal-Hessen-Derby,“ sagt Teammanager Friedhelm Rücker. „Hier entscheidet sich wer zu den stärksten Aufsteigern gehört.“

 

VC Printus Offenburg - SV Lohhof

Die meisten Vereine aus der Liga sehen den aktuellen Meister auch als den Zukünftigen. Und der VC Printus Offenburg nimmt die Favoritenrolle an. Saisonziel: Titelverteidigung. Dazu haben sich die Offenburger gleich mit vier Spielerinnen verstärkt, zudem wurden die Strukturen rund ums Team ausgebaut. Teammanager Florian Scheuer sieht die Stärken der Mannschaft in Zusammenhalt und Kampfgeist. Auch das Team des SV Lohhof will mit Teamspirit punkten, um sich sportlich zu verbessern. Ein Platz unter den ersten drei ist das Ziel. Dafür wurden nicht nur zwei neue Spielerinnen verpflichtet, sondern auch ein neuer Trainer und ein Leiter Marketing und Sponsoring.

TSV 1860 Ansbach - VV Grimma

Einen großen personellen Umbruch muss in dieser Spielzeit der VV Grimma verkraften. Die namenhaften Abgänge wurden durch vier Spielerinnen aus unteren Spielklassen kompensiert. Daher fällt das Saisonziel eher defensiv aus. Die ersten Punkte für den Klassenerhalt sollen direkt im ersten Spiel eingefahren werden. „Wir werden unseren Fokus auf die Begegnungen gegen die fünf Aufsteiger legen“, sagt Trainer Jorge Munari. In diesen Partien sollen die nötigen Punkte geholt werden. Für Ansbach ist es bereits das zweite Spiel an diesem Wochenende.

VC Wiesbaden II - ProWIN Volleys TV Holz

Aufsteigerduell zum Auftakt: Der Liganeuling aus Wiesbaden will sich in der 2. Bundesliga etablieren, das Ziel ist Platz acht. Dafür wurden mit Pauline Schultz, Lia-Tabea Mertes, Vanessa Stricker, Merle Bouwer und Helena Heinrich gleich fünf neue Spielerinnen verpflichtet. Und auch sonst hat sich einiges getan: Neues Trikot, neuer Ausrüster, neuer Teamarzt, neue Heimspiel-Crew. Die Strukturen sind geschaffen, in der kommenden Saison hofft Trainer Niels Hoffmann auf „eine steile Lernkurve“ bei seinem Team. Mit sechs Neuzugängen geht Aufsteiger ProWIN Volleys TV Holz in die Saison. Freuen würde sich das Team über einen Platz im gesicherten Mittelfeld. Verlassen können sich die Volleys dabei auf den Support aus dem Umfeld. „Diese Unterstützung hilft uns enorm, das Abenteuer 2. Volleyball Bundesliga anzugehen“, sagt Teammanager Steven Weber. Zwei Aufsteiger mit ähnlichen Ambitionen. Das erste Duell könnte bereits richtungsweisend sein.

AllgäuStrom Volleys Sonthofen - TSV 1860 Ansbach

In Sonthofen kommt es auf den richtigen Mix an. Mit Caro Tiegel wurde eine erfahrene Spielerin verpflichtet. Dazu kommen mit Lena Mendler, Nikola Ziegmann, Lilian Engemann und der Juniorennationalspielerin Elisabeth Kettenbach vier junge Spielerinnen dazu. „Diese Mischung aus erfahrenen und sehr jungen Spielerinnen ist unsere große Stärke“, sagt Teammanager Achim Flick. Mit den vielen Neulingen in der Liga fällt eine sportliche Prognose schwer. Mit Ansbach geht es beim Saisonauftakt für die Sonthofenerinnen direkt gegen einen Klub, der zum ersten Mal in der 2. Bundesliga aufschlägt. Während das Spiel am 22. September für Sonthofen die erste Begegnung dieser Zweitliga-Saison ist, hat Ansbach bereits zwei Spiele mehr auf dem Konto.

Allianz MTV Stuttgart II - ProWIN Volleys TV Holz

Ebenfalls eine Woche später steigt Allianz MTV Stuttgart II in die Zweitliga-Saison ein. Die Stuttgarterinnen peilen einen Platz im oberen Tabellendrittel an. Mit Zuspielerin Jana Grathwohl und Libera Magdalena Fischer sind zwei Jugendspielerinnen fest verpflichtet worden, die auch schon in der vergangenen Saison ausgeholfen hatten. Mit einem guten Mix aus erfahrenen und jungen Spielerinnen soll der Spielstil weiter optimiert werden. Dafür wurde das Trainerteam mit Athletik-Trainer Guiseppe „Pepsi“ d’Apote verstärkt. Für den Aufsteiger ProWIN Volleys TV Holz ist es bereits das zweite Spiel dieser Saison.

2. Bundesliga Männer Süd

Vom Jäger zum Gejagten - Grafing geht als Titelverteidiger in die Saison (Foto: Marc Geisler)

TSV Grafing - AlpenVolleys Haching II

„Fighting Bayrisch“ lautet das Motto des TSV Grafing. Und das wird das Team brauchen, geht der letztjährige Meister doch in die kommende Saison erstmals als Gejagter. Eine neue Situation, für die sich die Grafinger mit drei neuen Spielern verstärkt haben: die beiden Mittelblocker Michael Wehl und Jan Wenke sowie Außenangreifer Benedikt Doranth. Ziel ist es, perspektivisch weitere Jugendspieler an die Mannschaft heranzuführen. Besondere Spiele erwartet Manager Johannes Oswald gegen den Rivalen aus Eltmann. Zu Beginn aber geht es gegen die AlpenVolleys Haching II. Die haben mit Jürgen Pfletschinger nicht nur einen neuen Trainer, sondern gleich sieben neue Spieler in ihren Reihen. „Wir wollen die Klasse halten“, sagt Teamamnager Christoph Mayser, „und möglichst viele junge Spieler an den Kader der ersten Mannschaft heranführen.“

 

TGM Mainz-Gonsenheim - SSC Karlsruhe

Mainz ist im Umbruch. Nach zahlreichen Abgängen und Änderungen auf der Trainerposition ist das Saisonziel der Klassenerhalt. Es wird ein Jahr, in dem der deutlich verjüngte Kader möglichst viele Erfahrungen sammeln soll. Ihrem Spielstil wollen die Mainzer dabei treu bleiben: Es soll wieder bedingungslos um jeden Ball gekämpft werden. Die erste Möglichkeit dazu bietet sich im Spiel gegen den SSC Karlsruhe. Dort hat seit Juli der neue Cheftrainer Stefan Bräuer das Sagen. Mit Alexander Spintzyk und Yannik Erpelding sind zwei neue Mittelblocker im Team. Jugendnationalspieler und Außenangreifer Simon Gallas ist ebenfalls neu dabei. „Wir wollen in einer vollen Halle unseren besten Volleyball zeigen“, sagt Teammanager Alexander Burchartz, „und einen besseren Start als letzte Saison erwischen.“

 

Blue Volleys Gotha - Volley Youngstars Friedrichshafen

Neue Liga, neuer Name: Gotha will sich als Aufsteiger in der 2. Bundesliga festsetzen. Wenn am Ende sogar ein Platz im Mittelfeld herausspringen würde, wäre es für Gotha eine fantastische Saison. Um das zu schaffen, wurden fünf neue Spieler verpflichtet. Als Stärken nennt Trainer Jörg Schulz den Trainingsfleiß und die starken Aufschläge. Ganz so viel hat sich beim Bundesligastützpunktteam der Volley Youngstars Friedrichshafen, die auch in diesem Jahr mit einem Sonderspielrecht in die Saison gehen, nicht geändert. Allerdings hat der Co-Trainer Florian Mack den Verein nach 18 Jahren verlassen. Für ihn übernimmt Jürgen Jammer. Der darf sich auf fünf neue Spieler und einen motivierten Nachwuchs freuen. Cheftrainer Adrian Pfleghar wäre zufrieden, „wenn sich die Jungs maximal weiterentwickeln und dies in den jeweiligen Auswahlteams auch zeigen können.“ Als Ziel für die Liga haben sie den Klassenerhalt ausgegeben.

SV Schwaig - FT 1844 Freiburg

Im letzten Jahr hat Schwaig den siebten Platz belegt. Und auch in diesem Jahr wäre das Team mit einem soliden Mittelfeldplatz zufrieden. Neben Mittelblocker Jan Kolakowski ist die spannendste Personalie der Trainer: Milan Maric kehrt nach seinem Abschied 2010 wieder zurück auf den Trainerstuhl in Schwaig. Abteilungsleiter Hans-Peter Ehrbar sieht die Mannschaften der Liga sehr ausgeglichen. Diese Meinung teilt Freiburg-Trainer Jakob Schönhagen. „Wir wollen möglichst früh in die Lage kommen, jedes Team theoretisch schlagen zu können“, sagt er. Es wird die letzte Saison in der alten Halle sein. „Wir wollen unsere Heimspiele zu noch größeren Events machen und einen Stamm an Zuschauern erspielen, der auch die neue Halle, die deutlich mehr Zuschauer fast, füllen kann“, sagt Schönhagen.

TV/DJK Hammelburg - TSV Mimmenhausen

In Hammelburg hat sich einiges getan: Neuer Trainer, vier neue Spieler. Nicht verwunderlich also, dass Trainer Karl Kadens Saisonprognose eher defensiv ausfällt: „Nach dem Weggang zahlreicher Routiniers läuten wir einen Umbruch ein. Unser Ziel heißt Klassenerhalt“, sagt er. Besonders freuen sie sich in Hammelburg auf die Derbys gegen Eltmann. „Das sind immer faire und stimmungsvolle Duelle, bei denen es in der Halle wahnsinnig laut wird“, sagt Hallensprecher Olly Wendt. Zuerst aber geht es gegen den TSV Mimmenhausen. Dort ist die Aufstiegsmannschaft zusammengeblieben. Die einzige Neuverpflichtung hat für Furore gesorgt: Ex-Nationalspieler Christian Pampel wagt als Spielertrainer den Sprung in die 2. Liga. Die Hoffnung ist, dass man über den Zusammenhalt in der Liga bestehen wird.  Es wäre ein Erfolg für die „harmonische Volleyball-Familie“.

TG 1862 Rüsselsheim II - #RotesRudel Fellbach

Rüsselsheim setzt auf Kontinuität. Die Mannschaft konnte weitestgehend zusammengehalten werden, Nachwuchsspieler sollen nach und nach integriert werden. „Wir wollen die Klasse halten“, sagt Cheftrainer Luis Ferradas, „und gleichzeitig jeden einzelnen Spieler in seiner Entwicklung weiter voranbringen – technisch wie taktisch.“ Eine Strategie, mit der die Rüsselsheimer in der Vergangenheit Erfolg hatten. Warum also etwas ändern? Diese Frage stellte sich beim Gegner aus Fellbach nicht. Dort ist die halbe Mannschaft neu. Mit Alexander Benz, Marian Epple, Max von Berg, Yannick Blötscher, Mario Maser und Ivaylo Spasov sind gleich sechs neue Spieler verpflichtet worden. Viele Fragezeichen also, die am Ende kein optimistischeres Saisonziel als den Klassenerhalt zulassen.

Blue Volleys Gotha - HEITEC Volleys Eltmann

Gotha hat am ersten Spieltagswochenende gleich zwei Heimspiele. Am Sonntag sind die HEITEC Volleys Eltmann zu Gast, die für viele in der Liga als Topfavorit auf die Meisterschaft gelten. Diese geben die Favoritenrolle gekonnt an Grafing ab, wollen aber doch unter die ersten drei kommen. Dabei helfen sollen die beiden Mittelblocker Clay Couchman und Mariusz Wacek sowie Außenangreifer Georgi Stoyanov. Zudem ist Marco Donat neuer Trainer in Eltmann. Und der hat eine klare Vorstellung: „Wir müssen immer das Optimum aus uns herausholen.“ Die erste Chance dazu haben sie beim Auswärtsspiel in Gotha.

veröffentlicht am Freitag, 14. September 2018 um 10:37; erstellt von Drutschmann, Dominik
letzte Änderung: 14.09.18 10:33
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