• #MissionMannheim: Friedrichshafen und Lüneburg machen Finale perfekt
    VBL | Pressemitteilungen
    VfB Friedrichshafen gegen die SVG Lüneburg lautet das DVV-Pokalfinale der Männer am 24. Februar 2019. Damit kommt es in der SAP Arena in Mannheim zum Duell des Rekordpokalsiegers vom Bodensee und den „Lünehünen“, die in ihrer Vereinsgeschichte zum zweiten Mal nach 2015 im Pokalfinale stehen.

    VfB Friedrichshafen gegen die SVG Lüneburg lautet das DVV-Pokalfinale der Männer am 24. Februar 2019. Damit kommt es in der SAP Arena in Mannheim zum Duell des Rekordpokalsiegers vom Bodensee und den „Lünehünen“, die in ihrer Vereinsgeschichte zum zweiten Mal nach 2015 im Pokalfinale stehen.


    Finalfreuden: Friedrichshafen trifft im DVV-Pkalfinale auf die SVG Lüneburg (Foto: Conny Kurth)

    Friedrichshafen setzte sich in eigener Arena letztendlich souverän mit 3:1 (25-20, 22-25, 25-19, 25-22) gegen die SWD powervolleys aus Düren durch und zog zum dritten Mal in Folge ins DVV-Pokalfinale ein. Lüneburg, das sich in der Liga zuletzt mit zwei Siegen in Folge bis auf Platz drei vorschieben konnte, feierte mit dem knappen 3:2 (18-25, 22-25, 26-24, 25-19, 15-13)-Heimerfolg gegen Berlin einen der größten Erfolge der noch jungen Vereinsgeschichte. Dabei drehte das Team von Stefan Hübner einen 0:2 Satz- sowie 9-12 Tiebreak-Rückstand zum Sieg.

    VfB-Coach Vital Heynen sagte im Anschluss: „Wir wussten vorher, dass es ein unglaublich schwieriges Spiel werden würde. Beide Mannschaften haben besser gespielt als vergangene Woche. Diese Siege sind super für das Team. Ob Supercup oder DVV-Pokal – wir standen in den vergangenen beiden Jahren immer im Finale. Und wenn wir im Finale sind, wollen wir auch gewinnen. Wir sind eine Pokalmannschaft.“


    Bernd Schlesinger, sportlicher Leiter in Lüneburg, analysierte: „Ich hatte schon vor dem Spiel das Gefühl, dass wir ins Finale kommen könnten. In den ersten zwei Sätzen hat man aber gesehen, dass es schwierig für uns war. Trotzdem hat jeder daran geglaubt und das hat man gespürt. Es ist ein sensationelles Gefühl und vielleicht noch höher einzustufen als der Finaleinzug vor vier Jahren.“


    Rekordpokalsieger Friedrichshafen (15 Titel) hat damit die Möglichkeit, zum fünften Mal seit 2014 den DVV-Pokal zu gewinnen. Die Lüneburger stehen dagegen zum zweiten Mal nach 2015 im DVV-Pokalfinale (Gegner damals VfB Friedrichshafen) und träumen nach ihrem Aufstieg in die Volleyball Bundesliga 2014 vom ersten Titel der Vereinsgeschichte überhaupt.


    Das DVV-Pokalfinale am 24.02.2019 im Überblick
    13:30 Uhr: SVG Lüneburg vs. VfB Friedrichshafen
    16:15 Uhr: SSC Palmberg Schwerin vs. Allianz MTV Stuttgart | Live auf SPORT1

    Tickets
    Eintrittskarten (ab 15 Euro) für das DVV-Pokalfinale am 24. Februar 2019 in der SAP Arena, das gemeinsam von der Volleyball Bundesliga und vom Deutschen Volleyball-Verband veranstaltet wird, sind über www.ticketmaster.de (Ticket-Hotline 01806-999 0000*), ADticket (Ticket-Hotline 0180 6050400*) und über www.saparena.de (Ticket-Hotline 0621-18190333) erhältlich.
    * (0,20 EUR/Verbindung aus dt. Festnetz / max. 0,60 EUR/Verbindung aus dt. Mobilfunknetz

    13.12.2018 21:25
  • #MissionMannheim: Schwerin und Stuttgart buchen Finalticket
    VBL | Pressemitteilungen
    Das DVV-Pokalfinale 2019 der Frauen ist perfekt: Am 24. Februar treffen der SSC Palmberg Schwerin und Allianz MTV Stuttgart in der SAP Arena in Mannheim aufeinander. Damit kommt es zur Neuauflage des Finals aus dem Jahr 2017, in dem ein wahrer Krimi die Fans begeisterte.

    Das DVV-Pokalfinale 2019 der Frauen ist perfekt: Am 24. Februar treffen der SSC Palmberg Schwerin und Allianz MTV Stuttgart in der SAP Arena in Mannheim aufeinander. Damit kommt es zur Neuauflage des Finals aus dem Jahr 2017, in dem ein wahrer Krimi die Fans begeisterte.

     
    Überglücklich nach dem knappen Sieg: Schwerin und Stuttgart ziehen ins DVV-Pokalfinale ein (Foto: Sebastian Wells)

    Im Vorfeld der Halbfinals schienen die Favoritenrollen an Schwerin und Stuttgart klar verteilt. Doch beide Teams mussten ein hartes Stück Arbeit hinter sich bringen, um den Finaleinzug perfekt zu machen. So gewann Schwerin trotz 1:2-Rückstand noch knapp mit 3:2 (25-18, 19-25, 14-25, 25-19, 15-12) in Potsdam. Stuttgart bezwang Aachen im Ausweichspielort Maaseik nach 0:1-Rückstand mit 3:1 (20-25, 25-15, 25-18, 25-23).

    Schwerins Zuspielerin Denise Hanke zeigte sich begeistert: „Es ist immer sehr schwierig, in Potsdam zu spielen. Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft, dass wir das Spiel noch gedreht haben und nach Mannheim fahren. Wir wussten, dass der Trainerwechsel in Potsdam noch einmal frischen Wind bringen wird, das hat man am Ende auch gesehen. Gegen Stuttgart haben wir im Finale noch eine Rechnung offen, wollen diesmal aber den Pokal holen."

    Ihr Pendant in Stuttgart, Pia Kästner, war überglücklich: "Es ist einfach der Hammer. Wir haben es als Team so sehr gewollt, daher bin ich wirklich glücklich, dass wir es geschafft haben. Wir haben zu Beginn sehr geschwankt, uns durch unseren Kampfgeist aber gut zurück gekämpft. Mit zunehmender Spieldauer haben wir uns gesteigert und konnten Aachen am Ende in der Annahme unter Druck setzen. Das war der Schlüssel."

    Fünf-Satz-Krimi begeistert 2017 die Fans

    Das letzte Aufeinandertreffen zwischen Schwerin und Stuttgart im DVV-Pokalfinale 2017 dürfte vielen Fans in Erinnerung geblieben sein: Damals sahen über 10.000 Zuschauer in der SAP Arena einen wahren Krimi, in dem Schwerin schnell mit 2:0 in Führung lag. Doch Stuttgart kam zurück und gewann mit drei Satzgewinnen in Folge den DVV-Pokal. Für Schwerin ist der erneute Finaleinzug die Möglichkeit zur Revanche. Aber auch eine Chance, um die seit 2013 andauernde Durststrecke, als man zuletzt den DVV-Pokal gewann, zu beenden. Stuttgart greift dagegen nach 2011, 2015 sowie 2017 zum vierten Mal in der Vereinsgeschichte nach dem DVV-Pokal.

    Tickets
    Eintrittskarten (ab 15 Euro) für das DVV-Pokalfinale am 24. Februar 2019 in der SAP Arena, das gemeinsam von der Volleyball Bundesliga und vom Deutschen Volleyball-Verband veranstaltet wird, sind über www.ticketmaster.de (Ticket-Hotline 01806-999 0000*), ADticket (Ticket-Hotline 0180 6050400*) und über www.saparena.de (Ticket-Hotline 0621-18190333) erhältlich.
    *0,20 EUR/Verbindung aus dt. Festnetz / max. 0,60 EUR/Verbindung aus dt. Mobilfunknetz

    13.12.2018 21:13
  • SAXOPRINT wird Co-Sponsor des DVV-Pokalfinals 2019
    VBL | Pressemitteilungen
    Am 24. Februar 2019 findet zum vierten Mal in Folge das DVV-Pokalfinale in der SAP Arena in Mannheim statt. Schon heute konnten der Deutsche Volleyball-Verband (DVV) und die Volleyball Bundesliga (VBL) einen Erfolg auf dem Weg zur #MissionMannheim einfahren: Mit der Online-Druckerei SAXOPRINT wurde ein weiterer Co-Sponsor für Deutschlands größtes Volleyball-Highlight gewonnen.

    Am 24. Februar 2019 findet zum vierten Mal in Folge das DVV-Pokalfinale in der SAP Arena in Mannheim statt. Schon heute konnten der Deutsche Volleyball-Verband (DVV) und die Volleyball Bundesliga (VBL) einen Erfolg auf dem Weg zur #MissionMannheim einfahren: Mit der Online-Druckerei SAXOPRINT wurde ein weiterer Co-Sponsor für Deutschlands größtes Volleyball-Highlight gewonnen.


    Erfolg für die #MissionMannheim: SAXOPRINT wird Co-Sponsor beim DVV-Pokalfinale (Foto: Sebastian Wells)

    René Beck, Leiter Sponsoring bei SAXOPRINT, sagt: „Das DVV-Pokalfinale ist ein besonderer Event und mit über 10.000 Fans und Zuschauern vor Ort das größte Volleyball-Highlight in Deutschland. Als Druckpartner haben wir uns bereits in den vergangenen beiden Jahren von der Begeisterung anstecken lassen. Umso mehr freuen wir uns, dass wir 2019 ein fester Bestandteil des Events sind und können den ersten Aufschlag kaum erwarten.“

    Erik Ackermann, Leiter Marketing der Deutschen Volleyball Sport GmbH, der DVV-Vermarktungsagentur, freut sich über den neuen Partner: „Das Engagement von SAXOPRINT ist für uns ein wichtiger Baustein, um das DVV-Pokalfinale 2019 erfolgreich weiterentwickeln zu können. Der Gewinn von SAXOPRINT als Co-Sponsor, noch vor den Halbfinals, zeigt, welch hohen Stellenwert das Sporthighlight im Frühjahr für nationale Sponsoren auf Grund der sportlichen Attraktivität sowie der positiven Außenwirkung hat.

    Frido Gutknecht, Manager Vermarktung und Marketing bei der Volleyball Bundesliga, ergänzt: „Für den Deutschen Volleyball-Verband und die Volleyball Bundesliga ist das eine gute Nachricht auf dem Weg zum DVV-Pokalfinale 2019. SAXOPRINT war bereits in den letzten Jahren als Druckpartner präsent. Daher freut es uns sehr, dass wir die Partnerschaft aufgrund der vertrauensvollen und erfolgreichen Zusammenarbeit der letzten Jahre weiter ausbauen konnten.“

    Als Co-Sponsor erhält SAXOPRINT Nutzungsrechte im Bereich Branding und wird u.a. auf sämtlichen LED-Banden sowie dem TV-Interview Flash-Board präsent sein. 

    Über SAXOPRINT
    SAXOPRINT zählt zu den führenden Online-Druckereien in Europa und betreibt mehrere erfolgreiche Druckportale mit einem umfangreichen Leistungsportfolio in zehn europäischen Märkten. Das Unternehmen beschäftigt derzeit mehr als 700 engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Auf einer Gesamtfläche von mehr als 21.000 m² beherbergt SAXOPRINT einen der modernsten Technologie-Parks der Druckindustrie weltweit.

    SAXOPRINT bietet brillante Druckqualität. Effiziente Arbeitsabläufe in Druckvorstufe, Fertigung, Weiterverarbeitung und Versand ermöglichen die termingerechte Bewältigung von rund 5.000 Druckaufträgen pro Tag. Hierfür investierte das Unternehmen in den vergangenen Jahren in neue Technologien und Prozesse.

    Zudem achtet SAXOPRINT auf Nachhaltigkeit und Klimaschutz: Modernste Technologien gestatten Kunden europaweit den klimaneutralen Druck und Versand von Druckaufträgen.

    Seit 2018 zählt das Druckzentrum LASERLINE mit Standort in Berlin zur SAXOPRINT GmbH. Als eine der größten Online-Druckereien in Deutschland ist LASERLINE spezialisiert auf Geschäfts- und Werbedrucksachen in kleinen, mittleren und großen Auflagen, produziert im Offset- und Digitaldruck sowie im digitalen Großformatdruck.

    Tickets
    Eintrittskarten (ab 15 Euro) für das DVV-Pokalfinale am 24. Februar 2019 in der SAP Arena, das gemeinsam von der Volleyball Bundesliga und vom Deutschen Volleyball-Verband veranstaltet wird, sind über www.ticketmaster.de (Ticket-Hotline 01806-999 0000*), ADticket (Ticket-Hotline 0180 6050400*) und über www.saparena.de (Ticket-Hotline 0621-18190333) erhältlich.
    * (0,20 EUR/Verbindung aus dt. Festnetz / max. 0,60 EUR/Verbindung aus dt. Mobilfunknetz

     

     

    11.12.2018 13:55
  • #MissionMannheim: DVV-Pokal live auf SPORT1
    VBL | Pressemitteilungen
    -       Novum: DVV-Pokalhalbfinals live auf SPORT1 in der Konferenz -       Tradition: SPORT1 zeigt das DVV-Pokalfinale der Frauen live

    In einer Woche ist es soweit: Am Mittwoch und Donnerstag (12./13. Dezember) werden die Halbfinals des DVV-Pokals ausgespielt. Den Auftakt machen die Frauen mit den Partien SC Potsdam gegen SSC Palmberg Schwerin und Ladies in Black Aachen vs. Allianz MTV Stuttgart. Einen Tag später treffen die SVG Lüneburg auf die Berlin Recycling Volleys und der VfB Friedrichshafen auf die SWD powervolleys Düren.


    Sport1 zeigt die DVV-Pokal-Halbfinals erstmals in einer Konferenz-Übertragung (Foto: Nils Wüchner)

    Dabei können sich alle Fans kurz vor Weihnachten auf ein besonderes Geschenk freuen: Zum ersten Mal in der Geschichte des DVV-Pokals werden alle Partien in einer Konferenz-Übertragung live im Free-TV auf SPORT1 zu sehen sein. Bei den Frauen geht es am Mittwoch, 12. Dezember, ab 18:30 live los. Am Donnerstag, 13. Dezember, startet die Übertragung der Halbfinals der Männer live um 17:50 Uhr. Als zusätzliches Highlight werden alle Einzelspiele der Männer live auf sport1.de gestreamt.. 

    Auf dieses Novum dürfen sich nicht nur Volleyballfans freuen, auch VBL-Geschäftsführer Klaus-Peter Jung ist gespannt: „Wir freuen uns sehr, dass SPORT1 diesen innovativen Weg geht und die Halbfinals in der Konferenz zeigt. Man kennt das von anderen Sportarten, aber bisher nicht vom Volleyball. Ich persönlich freue mich auf zwei spannende Übertragungen. Es ist ein weiterer Schritt auf dem Weg, den Volleyballsport in Deutschland noch populärer zu machen.“ 

    Für die Halbfinalisten geht es um den Einzug ins DVV-Pokalfinale, das am 24. Februar 2019 in der SAP Arena in Mannheim ausgetragen wird. Bei den Männern könnte es im Finale zum Duell der Giganten zwischen den Berlin Recycling Volleys und dem VfB Friedrichshafen kommen – auch wenn die SVG Lüneburg und die SWD powervolleys Düren alles daran setzen werden, das zu verhindern. Bei den Frauen sind mit dem VC Wiesbaden und dem Dresdner SC beide Finalisten aus dem vergangenen Jahr bereits ausgeschieden. Das DVV-Pokalfinale der Frauen wird am 24. Februar 2019 ab 16:15 Uhr live auf SPORT1 übertragen.  

    Welche Teams sich auch letztlich durchsetzen werden, ein Highlight wird das DVV-Pokalfinale in jedem Fall. Das findet auch DVV-Geschäftsführerin Nicole Fetting: „Das DVV-Pokalfinale ist für die Volleyball Bundesliga und uns als Deutscher Volleyball-Verband ein einmaliges und großartiges Erlebnis, mit dem wir in der SAP Arena in Mannheim jedes Jahr mehr als 10.000 Zuschauer begeistern. Für uns ist es deshalb auch entscheidend, dass wir diese Leidenschaft und Emotionen unseres Sports im TV einem großen Publikum zeigen und präsentieren können. Bereits in den letzten Jahren war SPORT 1 ein wichtiger TV-Partner für uns und unseren Sport. Vergangene Übertragungen waren große Erfolge, es gab großartiges Feedback von den Fans und daher freuen wir uns auf die Fortsetzung in 2019.“
     

    05.12.2018 11:09

Spiele

Samstag, 15. Dezember 2018

Mittwoch, 19. Dezember 2018

19:30
Straubing NawaRo Straubing
Münster USC Münster
-:-

Aktuelles aus der Volleyball Bundesliga

„Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist"

VBL-News

Ines Bathen im Interview über Vereinstreue, Zukunftspläne und Teamspirit in Krisenzeiten


Ines Bathen über ihre Zeit beim USC Münster und ihren zukünftigen Weg in der (Volleyball-)Welt.

Du hast elf Jahre ohne Unterbrechung bei USC Münster gespielt. Wenn Du heute auf Deine Karriere zurückblickst: Was waren die Highlights?

Ein Highlight war allein die Tatsache, dass ich professionell Volleyball gespielt habe. Für den Sport bin ich mit 1,72 Meter eher klein. Deswegen hatte ich es mir anfangs nicht zugetraut. Aber in Münster habe ich es geschafft. 2009 gab es noch ein absolutes Highlight: der Juniorenweltmeistertitel. Das werde ich nie vergessen. Aber auch die Erfolge in der Bundesliga mit dem USC Münster waren schöne Erlebnisse. Wir sind in meiner Zeit zwei Mal Dritter geworden.

 

Du sprichst es selbst an: Kritiker sagten, Du seist zu klein für die Halle. Wie hast Du Dich durchgesetzt?

Als ich damals nach Münster gekommen bin, wollte ich mich auf Beachvolleyball konzentrieren. Das war im Sommer 2007, die Beachsaison war fast gelaufen. Ich bin dann in die Halle gegangen, wie das eigentlich alle Beachvolleyballerinnen tun. Der Plan war: Zuerst ein bisschen Hallenluft schnuppern und mich ab Winter auf die neue Beachsaison vorzubereiten. Die erste Mannschaft vom USC Münster hatte genau in dieser Phase großes Verletzungspech. Ich hatte damals als einige der wenigen Spielerinnen aus der zweiten Liga ein Doppelspielrecht. Zuerst bin ich bei der ersten Mannschaft zu Trainingsspielen mitgefahren, aber das Verletzungspech hielt an. Und so war ich plötzlich auch bei den Ligaspielen dabei. Den Trainer habe ich vielleicht mit meiner Unbekümmertheit überzeugt – ich habe nicht so viel darüber nachgedacht, wie ich spiele.  

Du bist trotz deiner Größe Außenangreiferin. Wie ist es dazu gekommen, dass dich dein Trainer auf dieser Position eingesetzt und nicht zur Libera ausgebildet hat?

Diese Debatte gab es und es waren sich viele Leute einig, dass das eine gute Position für mich wäre. Ich habe mich aber schwer getan. Die Libera-Position ist sehr wichtig, aber die Position der Angreiferin mit Block und Angriff ist vielfältiger. Und ich war immer jemand, der Punkte machen wollte – das ist als Libera eher die Ausnahme. Letztlich habe ich regelmäßig gespielt. Hätte ich als Außenangreiferin nur auf der Bank gesessen, hätte ich mir mit Sicherheit überlegt, auf Libera umzuschulen.  

Du bist erst 27 Jahre alt, viele Spielerinnen haben da ihre Hochphase. Was war der Grund, die Karriere jetzt zu beenden?

Es heißt ja, man solle aufhören, wenn es am Schönsten ist. Das ist bei mir der Fall: Ich hatte eine unfassbar geile letzte Saison und ein großartiges Team um mich herum. Leicht gefallen ist es mir trotzdem nicht. Aus körperlichen Gesichtspunkten hätte ich weiter spielen können, ich bin noch fit. Im Volleyball verdient man zwar so, dass man davon gut leben kann. Aber nicht so viel, dass man für die Zukunft ausgesorgt hätte. Ich habe gerade mein Studium beendet und es tut sich eine berufliche Chance auf, die ich nutzen will.

Mit der Jugendnationalmannschaft bist du U-20 Weltmeisterin geworden. Warum hat es nie für die A-Nationalmannschaft gereicht?

Ganz genau weiß ich es nicht. Es mag an meiner Leistung gelegen haben, das kann ich nicht einschätzen. Aber ich gehe stark davon aus, dass es in diesem Fall wirklich mit der Größe zusammenhängt, weil ich im Block deutlich niedriger bin als andere. Im Angriff kann ich das vielleicht noch wettmachen, indem ich schlau spiele, aber das ist im Block mit fehlender Größe schwierig. Es war klar, dass der Schritt schwierig werden würde. Ich habe das realistisch eingeschätzt und es war für mich in Ordnung. Ich war einfach glücklich, dass ich in der Bundesliga so viel zum Einsatz gekommen bin.

Du hast etliche Gesichter beim USC kommen und gehen sehen, bist aber trotzdem immer geblieben. Oft wechseln ja gerade junge Spielerinnen den Verein oder wollen ins Ausland. Bei dir war das anders. Wieso?

Ein Faktor war mein Studium. Das hätte ich zwar auch woanders machen können, aber hier in Münster hat alles für mich gepasst. Im Verein war es sportlich und zwischenmenschlich immer top. Das Ausland hat mich nie gereizt. Ich bin eher ein bodenständiger Typ und sehr heimatverbunden. Das Sauerland ist meine Heimat und nur etwa eine Stunde von Münster entfernt. Es gibt also nicht den einen Grund, eher mehrere:  Ich habe mich weiterentwickelt und das Umfeld war so, dass ich mich immer sehr, sehr wohl gefühlt habe.

Wie ist das, wenn sich das Team Jahr für Jahr neu formatiert?

Aus sportlicher Sicht ist es eine Herausforderung. Die Mannschaft muss sich jedes Mal wieder finden.  Es hat mich in meiner Entwicklung geprägt, dass ich sehr unterschiedliche Menschen und Spielertypen kennengelernt habe. Im letzten Jahr war der Umbruch bei uns extrem und eine sehr große Herausforderung. Aber es war auch hilfreich, dass ich nie die einzige war, die im Team geblieben ist. Das macht es einfacher.

Im April hat sich in Münster die schreckliche Amokfahrt ereignet, bei der auch deine Mitspielerin Chiara Hoenhorst schwer verletzt wurde. Wie seid ihr als Mannschaft mit diesem Vorfall umgegangen?

Es war ein einschneidendes Erlebnis. Für uns als Team war das eine schwere Phase, hat uns aber letztlich als Team zusammengeschweißt. Wir haben bewusst versucht, noch mehr Zeit miteinander zu verbringen.  Am Ende waren wir natürlich unfassbar froh, dass die Sache für Chiara verhältnismäßig glimpflich ausgegangen ist.

Hast du Pläne dem USC in anderer Form erhalten zu bleiben?

Es ist mein Wunsch, aber ob es klappt, weiß ich noch nicht. Aber: Wenn ich in Münster bleibe, dann werde ich dem Volleyball und dem USC definitiv in irgendeiner Weise treu blieben. Und selbst wenn ich wegen meines Berufs Münster irgendwann verlassen sollte, werde ich sicherlich die Kontakte pflegen. Also: Ich kann ich mir nicht vorstellen, dass ich dem Volleyball untreu werde. Da müsste schon was Großes passieren.

Du bist angehende Lehrerin, wirst also zukünftig mit jungen Menschen zusammenarbeiten. Welche Maßnahmen sind nötig, um die Jugend (wieder mehr) für den Volleyballsport zu begeistern?

Wichtig ist, als Bundesligaspielerin den Kontakt zu den jungen Leuten zu suchen. Einfach mal beim Jugendtraining vorbeischauen oder den Saisonabschluss gemeinsam mit Profis und Jugendmannschaften organisieren. Und ich denke, dass viel mehr Werbung gemacht werden muss, um die Kinder und Jugendlichen anzusprechen. Ich merke das im persönlichen Austausch: An meiner Schule betreue ich eine Volleyall-AG. Die Kinder sind ganz fasziniert, wenn ich ihnen erzähle, dass ich in der ersten Bundesliga spiele. Es kommen viele Fragen und so entsteht ein Austausch, der vielleicht den einen oder die andere dazu bewegt, am Ball zu bleiben. Man muss als Profispieler Präsenz zeigen, klar machen, was hinter dem Volleyballsport steckt, wie toll der mannschaftliche Zusammenhalt ist.

veröffentlicht am Donnerstag, 9. August 2018 um 09:14; erstellt von Hoppe, Madeleine
letzte Änderung: 07.08.18 13:54