• #MissionMannheim: »Wie Sand zwischen den Fingern«
    VBL | Pressemitteilungen
    Es soll Volleyballfans geben, denen noch heute – zwei Jahre danach – der Mund offen steht. Das DVV-Pokalfinale 2017 der Frauen übertraf sämtliche Erwartungen. Hier erzählen drei Spielerinnen, wie sie dieses Finale erlebten. 

    Es soll Volleyballfans geben, denen noch heute – zwei Jahre danach – der Mund offen steht. Das DVV-Pokalfinale 2017 der Frauen übertraf sämtliche Erwartungen. Ein Spiel, das sich in die Pokalhistorie eingebrannt hat, in das kollektive Gedächtnis eines jeden Volleyball-Fans. Dieser 29. Januar 2017 hallt in der Volleyball-Welt bis heute nach.


    Viel Freude in einem Bild: Allianz MTV Stuttgart feiert den DVV-Pokalsieg 2017 (Foto: Conny Kurth) 

    Aber der Reihe nach: Vor dem historischen Finale verfolgten beide Teams konträre Strategien: Während ein Team in den letzten Wochen vor dem Event alle Ligaspiele dem großen Traum unterordnete, versuchte man im anderen Lager, dem Druck mit Normalität entgegen zu wirken. Schon vor dem Spiel war eine besondere Stimmung in der Halle zu spüren.

    Hier erzählen drei Spielerinnen, wie sie dieses Finale erlebten:

    Kim Renkema
    Damals Kapitänin Allianz MTV Stuttgart, verletzt und kurz vor ihrem Karriereende, heute Sportdirektorin Allianz MTV Stuttgart

    Jennifer Pettke
    Damals Allianz MTV Stuttgart, erstes DVV-Pokalfinale, heute Rote Raben Vilsbiburg

    Lenka Dürr    
    Damals SSC Palmberg Schwerin, Libera, drittes DVV-Pokalfinale, heute Rote Raben Vilsbiburg

    Kurz vor Spielbeginn: 14 Uhr

    Renkema      
    Wenn man in die Arena läuft und die blaue und gelbe Wand sieht, ist das beeindruckend. Vor 10.000 Zuschauern zu spielen – das erlebt man als Volleyballerin nicht oft.

    Pettke
    Da bekommt man Gänsehaut und geht mit einem Lachen aus der Kabine.

    Dürr
    Man merkt, dass etwas Besonderes passiert.

    Satz 1, Spielstand 6-4: Lichtausfall in der SAP Arena, das Spielfeld liegt im Dunkeln

    Dürr
    Ernsthaft? Kann ich mich gar nicht daran erinnern.

    Renkema
    Das weiß ich noch. Wenn man auf dem Feld steht, erinnert man sich viel weniger an das, was passiert ist.

    Satz 1, Spielstand 18-19: Jennifer Pettke wird eingewechselt

    Pettke
    Ich war total überrascht, als der Trainer mich kurzfristig aufs Spielfeld beordert hat. Es ging für mich nie darum, ob ich spiele oder nicht. Ich wollte einfach diesen Pokal gewinnen.

    Satz 2, Spielstand 24-14 (1:0) für den SSC

    Dürr
    Man kämpft sich in das Spiel und die ersten beiden Sätze liefen wirklich gut für uns.

    Pettke
    Schwerin hatte den Flow und das Lachen im Gesicht.

    Renkema
    Wir hatten nur wenig Hoffnung, das Spiel noch zu drehen.

    Trotz kämpferischer Aufholjagd heißt es am Ende des zweiten Satzes 25-21 für den SSC (2:0)

    Satz 3, Spielstand 6-3 (2:0) für den SSC: Der MTV scheint geschlagen und wechselt die Zuspielerin

    Renkema
    Als unsere zweite Zuspielerin aufs Feld kam, lief es auf einmal.

    Pettke
    Es wurde immer knapper und dann ist das Momentum gekippt.

    Dürr
    Man hat genau gemerkt, dass sie uns das Spiel, das wir eigentlich in der Hand hatten, wieder entrissen. Es war wie ein Tauziehen.

    Renkema
    Wir wurden stärker und Schwerin hat immer mehr Probleme bekommen.

    Pettke
    Und dann kamen Spaß und Leidenschaft dazu.

    Dürr
    Man merkt, wie es bröckelt. Man versucht es festzuhalten, aber es rinnt wie Sand zwischen den Fingern.

    Satz 4, Spielstand 4-8 (2:1): erste technische Auszeit

    Renkema
    Da hab ich gesagt: „Wir gewinnen das noch!“

    Dürr
    Wir hatten Stuttgarts Außenangreifer nicht mehr gut im Griff. Es gab taktische Anweisungen. Die will man umsetzen, aber obwohl man es versucht, schafft man es einfach nicht. Das führt dazu, dass man noch mehr Risiko geht und dann gelingt es trotzdem um Millimeter nicht.

    Satz 5, Spielstand 0 - 0 (2:2)

    Renkema
    Wenn man in den Gesichtern der Gegnerinnen sieht, dass sie nicht mehr die Zuversicht ausstrahlen, geht man voller Vertrauen in den letzten Satz. Das Vertrauen ist das Wichtigste in so einem Pokalfinale.

    Pettke
    Das ist dieser Flow, in dem man ist. Man riskiert mehr, aber man weiß auch, dass man es kann. Der letzte Ballwechsel war dann extrem lang, es ging immer wieder hin und her.

    Renkema
    Zum Schluss greift Renata Sandor nur noch mit halber Kraft an, aber schafft es den Ball durch den Schweriner Block zu bringen. Unberechenbar taumelt der Ball vor die Füße der Abwehr.

    Pettke
    Als der Ball endlich auf dem Boden war …

    Renkema
    … war das ein so euphorischer Moment, dass man sich später gar nicht so genau daran erinnern kann.

    Die Siegerehrung

    Pettke
    Gänsehaut pur. Die Wangen tun weh vor Lachen, aber man kann nicht aufhören, weil es einfach so schön ist.

    Renkema
    Das sind die schönsten Momente der Karriere, wenn man Titel gewinnt.

    Dürr
    Es gibt Spieler, die nach so einer Niederlage frustriert sind, aber für mich gibt es andere Dinge im Leben, die mich mehr aus der Bahn werfen würden. Da nehme ich eher das Positive mit und erfreue mich an dem, was ich habe.

    Das DVV-Pokalfinale der Männer live auf SPORT1+ und SPORT1.de

    24.02.2019, 13:30 Uhr: SVG Lüneburg vs. VfB Friedrichshafen

    Das DVV-Pokalfinale der Frauen live auf SPORT1

    24.02.2019, 16:15 Uhr: SSC Palmberg Schwerin vs. Allianz MTV Stuttgart

    Tickets

    Eintrittskarten (ab 15 Euro) für das DVV-Pokalfinale am 24. Februar 2019 in der SAP Arena, das gemeinsam von der Volleyball Bundesliga und vom Deutschen Volleyball-Verband veranstaltet wird, sind über www.ticketmaster.de (Ticket-Hotline 01806-999 0000*), ADticket (Ticket-Hotline 0180 6050400*) und über www.saparena.de (Ticket-Hotline 0621-18190333) erhältlich.

    * (0,20 EUR/Verbindung aus dt. Festnetz / max. 0,60 EUR/Verbindung aus dt. Mobilfunknetz

    18.02.2019 16:18
  • #MissionMannheim: Wenn die Freundschaft ruhen muss
    VBL | Pressemitteilungen
    Im Erfolg vereint: Denise Hanke und Pia Kästner bilden in der Nationalmannschaft ein Zuspiel-Duo. Gemeinsam sorgten sie bei der Weltmeisterschaft 2018 für den ersten WM-Sieg der Geschichte gegen Brasilien.

    Im Erfolg vereint: Denise Hanke und Pia Kästner bilden in der Nationalmannschaft ein Zuspiel-Duo. Gemeinsam sorgten sie bei der Weltmeisterschaft 2018 für den ersten WM-Sieg der Geschichte gegen Brasilien. Doch nicht nur auf dem Court verstehen sich die beiden – auch privat sind sie befreundet. Am 24. Februar aber ruht diese Freundschaft: Beim DVV-Pokalfinale in der SAP Arena stehen sie sich mit ihren Mannschaften SSC Palmberg Schwerin und Allianz MTV Stuttgart als Gegnerinnen gegenüber. 


    Nach Vertragsverlängerung mit Allianz MTV Stuttgart freut sich Pia Kästner auf das DVV-Pokalfinale. (Foto: Sebastian Wells)


    Zwei Generationen

    Fast ein Jahrzehnt trennt das Zuspielduo: Denise Hanke, 29 Jahre, seit über zehn Jahren Teil der Nationalmannschaft, zweifache DVV-Pokalsiegerin, fünffache deutsche Meisterin und das Gesicht des SSC Palmberg Schwerin. Pia Kästner, 20 Jahre, erst frisch zur Nationalmannschaft gestoßen, steht am 24. Februar in ihrem ersten großen Finale.

    Erstes Treffen in der Nationalmannschaft

    Ein Altersunterschied, der sich nicht bemerkbar macht – weder auf dem Court, noch abseits davon. Kennengelernt haben sich beide im vergangenen Sommer in der Nationalmannschaft: „So etwas wie Konkurrenzdenken gab es nicht. Ich wusste, dass ich da bin, um zu lernen“, sagt Kästner über ihr Debüt. Eine Einstellung, die auch Denise Hanke gefallen hat: „Wir haben uns von Beginn an super verstanden. Auf den Flügen haben wir oft nebeneinander gesessen und uns zwischendurch sogar ein Zimmer geteilt.“

    Ritterschlag gegen Brasilien

    SSC-Coach und Nationalmannschaftstrainer Felix Koslowski fand schon vor der Weltmeisterschaft im vergangenen Sommer lobende Worte für seine Strippenzieherinnen: „Pia ist eines der größten Talente in Deutschland. Denise spielt seit Jahren auf hohem Niveau und ist mit ihrer Qualität sehr wichtig für uns.“ Es sollte eine WM werden, die durch den Sieg über Brasilien in die Volleyballhistorie einging: Deutschland lag mit 0:2 und 17-21 in Rückstand, drehte das Spiel aber noch. 
    „Es war ein unglaublich schöner Moment für uns alle“, sagt Hanke, „Pia hat nach ihrer Einwechslung ein starkes Spiel gemacht.“ Und das, obwohl Kästner bei ihrer Einwechslung mit Lampenfieber zu kämpfen hatte. „Nach meiner Einwechslung gegen Brasilien wurde die Aufregung noch einmal stärker“, sagt Kästner. „Ich habe den Blickkontakt mit Denise gesucht.“ 

    Erinnerungen an 2017

    Wenn sich die beiden am 24. Februar in die Augen schauen, wird ein Netz zwischen ihnen sein. Die Ansetzung des DVV-Pokalfinals der Frauen weckt Erinnerungen an 2017. Vor zwei Jahren standen sich Schwerin und Stuttgart schon einmal in der SAP Arena gegenüber und lieferten sich ein legendäres Fünfsatz-Match, das die Stuttgarterinnen für sich entschieden. Damals schon dabei: Denise Hanke: „Ohne Frage war es eine bittere Niederlage. Im Team ist dies aber kein Thema mehr, auch weil wir heute ein anderes Team sind“, sagt sie. 
    Ganz anders die Situation in Stuttgart: „Wir reden im Team oft über das Spiel. Ich habe es 2017 noch live vor dem TV verfolgt. Ich dachte mir damals schon, dass ich dieses Gefühl auch unbedingt einmal erleben möchte, daher ist für mich ist jetzt schon ein Traum in Erfüllung gegangen,“ sagt Kästner, die unlängst ihren Vertrag mit dem Allianz MTV Stuttgart bis 2021 verlängerte.

    Die Freundschaft muss ruhen

    In Schwerin träumen sie dagegen vom ersten Pokalgewinn seit sechs Jahren. Aber auch für Hanke ist das Spiel an sich ein Highlight. „Dieses Finale ist das größte Spiel, das wir Volleyballer in Deutschland erreichen können – ein unvergessliches Erlebnis“, sagt Hanke. 
    Es ist ein Tag, den die beiden Freundinnen getrennt erleben werden, jeweils in ihrem eigenen Film. Die Freundschaft wird für die Dauer des Finals ausgesetzt. „Während des Spiels ist es mir egal, gegen wen ich spiele. Ich will gewinnen“, sagt Kästner. 

    Das DVV-Pokalfinale der Männer live auf SPORT1+ und SPORT1.de
    24.02.2019, 13:30 Uhr: SVG Lüneburg vs. VfB Friedrichshafen

    Das DVV-Pokalfinale der Frauen live auf SPORT1
    24.02.2019, 16:15 Uhr: SSC Palmberg Schwerin vs. Allianz MTV Stuttgart

    Tickets

    Eintrittskarten (ab 15 Euro) für das DVV-Pokalfinale am 24. Februar 2019 in der SAP Arena, das gemeinsam von der Volleyball Bundesliga und vom Deutschen Volleyball-Verband veranstaltet wird, sind über www.ticketmaster.de (Ticket-Hotline 01806-999 0000*), ADticket (Ticket-Hotline 0180 6050400*) und über www.saparena.de (Ticket-Hotline 0621-18190333) erhältlich.

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    15.02.2019 20:41
  • #MissionMannheim: Presse-Brunch läutet Endspurt ein
    VBL | Pressemitteilungen
    Mit einem Presse-Brunch in der SAP Arena in Mannheim haben der Deutsche Volleyball-Verband (DVV) und die Volleyball Bundesliga (VBL) den Endspurt in Richtung des DVV-Pokalfinals am 24. Februar eingeleitet.

    Mit einem Presse-Brunch in der SAP Arena in Mannheim haben der Deutsche Volleyball-Verband (DVV) und die Volleyball Bundesliga (VBL) den Endspurt in Richtung des DVV-Pokalfinals am 24. Februar eingeleitet. Dabei sprachen Jens Reithmann (operative Geschäftsleitung SAP Arena), Christian Dünnes (DVV-Sportdirektor) und Lothar Quast (Sportbürgermeister von Mannheim) vor knapp 20 Journalisten über Deutschlands größtes Volleyball-Highlight.


    Jens Reithmann, Christian Dünnes und Lothar Quast (v.l.n.r.) beim Pressebrunch in der SAP Arena (Foto: Alfred Gerold)

    Lothar Quast, Sportbürgermeister Mannheim
    "Wir sind begeistert, dass wir das DVV-Pokalfinale bereits zum vierten Mal in Mannheim austragen. Es ist jedes Jahr ein tolles Event, mit über 10.000 Volleyballfans in der Stadt. Das passt, denn Mannheim ist eine Sportstadt. Ich weiß nicht genau, wer 2016 den Einfall hatte, das Pokalfinale nach Mannheim zu holen. Aber es war eine fantastische Idee. Es ist ein wichtiges Event – für uns als Stadt und für den deutschen Volleyball."

    Jens Reithmann, operative Geschäftsleitung SAP Arena
    "In der SAP Arena haben wir jährlich etwa 500.000 Sportfans zu Gast. Bei den Volleyballern fällt auf, wie sehr auch auf den Rängen das Motto „Home of Respect“ gelebt wird. Es ist jedes Jahr ein Highlight und mittlerweile fest in unseren Veranstaltungskalender integriert. Und, so viel sei verraten: Auch im kommenden Jahr wird das Pokalfinale wieder in der SAP Arena stattfinden, am 16. Februar 2020."  

    Christian Dünnes, DVV-Sportdirektor
    "Der Umzug nach Mannheim 2016 war der nächste Schritt in der Entwicklung des Events. Hier herrschen perfekte Bedingungen. Aus Spielerperspektive ist der Wettbewerb etwas ganz Besonderes, das sind Highlight-Momente einer Karriere. Jeder Volleyballer will einmal ins DVV-Pokalfinale nach Mannheim. Am 24. Februar erwarten uns spannende Spiele: Bei den Frauen ist es in diesem Jahr ausgeglichen. Bei den Männern scheint es von den Namen her ein Duell Klein gegen Groß zu sein. Aber sportlich sind Lüneburg und Friedrichshafen in dieser Saison auf Augenhöhe."

    Das DVV-Pokalfinale der Männer live auf SPORT1+ und SPORT1.de

    24.02.2019, 13:30 Uhr: SVG Lüneburg vs. VfB Friedrichshafen

    Das DVV-Pokalfinale der Frauen live auf SPORT1

    24.02.2019, 16:15 Uhr: SSC Palmberg Schwerin vs. Allianz MTV Stuttgart

    Tickets

    Eintrittskarten (ab 15 Euro) für das DVV-Pokalfinale am 24. Februar 2019 in der SAP Arena, das gemeinsam von der Volleyball Bundesliga und vom Deutschen Volleyball-Verband veranstaltet wird, sind über www.ticketmaster.de (Ticket-Hotline 01806-999 0000*), ADticket (Ticket-Hotline 0180 6050400*) und über www.saparena.de (Ticket-Hotline 0621-18190333) erhältlich.

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    15.02.2019 20:41
  • Champions League Super Finals in Berlin
    VBL | Pressemitteilungen
    Die historischen CEV Champions League Volley 2019 Super Finals kommen nach Berlin! Am 18. Mai 2019 wird die Max-Schmeling-Halle erstmals Austragungsort für die Königsklassen-Endspiele der Frauen und Männer.

    Die historischen CEV Champions League Volley 2019 Super Finals kommen nach Berlin! Am 18. Mai 2019 wird die Max-Schmeling-Halle erstmals Austragungsort für die Königsklassen-Endspiele der Frauen und Männer. Im Rahmen einer Pressekonferenz im Säulensaal des Roten Rathaus verkündete CEV Präsident Aleksandar Boričić am Donnerstag die frohe Kunde, dass der Kampf um Europas Krone zum zweiten Mal nach 2015 in der Sportmetropole stattfindet.


    CEV Präsident verkündet: Berlin ist Ausrichter der CEV Champions League Volley 2019 Super Finals (Foto: Conny Kurth)

    Die CEV Champions League Volley 2019 Super Finals bilden einen weiteren Meilenstein in der Volleyball-Historie. Die zwei Finalisten der Frauen und Männer spielen in der Max-Schmeling-Halle an einem Tag, nämlich dem 18. Mai 2019, jeweils um den Titel. Schon im vergangenen Jahr verkündete die CEV ihr neues Format für die Finals. Bislang spielten Frauen und Männer zwei getrennte Final-Four-Turniere

    Dafür wurde mit der Sportmetropole Berlin und dem Volleyballtempel ein neutraler Austragungsort gesucht und gefunden. Die deutsche Hauptstadt ist als wachsende Metropole im Herzen des Kontinents ideal, um Gastgeber für das Premiumprodukt des europäischen Volleyballs zu sein. Die Super Finals in Berlin sind dahingehend besonders, weil der Europäische Volleyball-Verband (CEV), der Deutsche Volleyball-Verband (DVV), die Volleyball Bundesliga (VBL) und der beheimatete Club BR Volleys ihre Kräfte bündeln, um Sportlern und Fans ein unvergessliches Volleyball-Erlebnis zu liefern.

    „Wir hätten keinen geeigneteren Austragungsort für die ersten CEV Champions League Volley Super Finals finden können. Berlin ist eine pulsierende Stadt, der Mittelpunkt der europäischen Wirtschaft, ein beliebtes Touristenziel und war bereits Gastgeber für zahlreiche internationale Sportwettbewerbe in den vergangenen Jahren. Wir werden das Fan-Erlebnis auf das nächste Level heben und gemeinsam mit den besten Volleyballspielern der Welt ein hoffentlich unvergessliches Sportereignis in Deutschlands Volleyballtempel schaffen“, zeigt sich CEV Präsident Aleksandar Boričić begeistert und ergänzt: „Das Event wird im Einklang mit unserem neuen CEV-Brand innovative, frische und fanorientierte Standards setzen. Mit den Super Finals läuten wir eine neue Ära im europäischen Volleyball ein.“

    Für BR Volleys Geschäftsführer Kaweh Niroomand, der als Präsident des Organisationskomiteesfungieren wird, ist Berlin die ideale Wahl: „Die Heimspiele der BR Volleys oder auch das Olympia-Qualifikationsturnier 2016 zeigen, dass der Volleyballsport hier in Berlin auf ganz besondere Weise präsentiert und zelebriert wird. Im Mai soll die Max-Schmeling-Halle ihrem Ruf als Europas Volleyballtempel einmal mehr gerecht werden.“

    Aleksander Dzembritzki, Staatssekretär für Sport im Berliner Senat, erklärte: „Die Champions League Finals austragen zu dürfen ist eine große Ehre und eine tolle Sache für die Sportmetropole Berlin. Mit den BR Volleys als Aushängeschild im Profibereich ist diese Sportart bei uns tief verwurzelt. Deshalb sind wir sehr stolz, nach einigen Jahren wieder Gastgeber eines herausragenden internationalen Volleyball-Turniers sein zu dürfen. Damit gehen wir weiter den Weg, große und prestigeträchtige Sportevents in unsere Stadt zu holen. Das Champions League Finale der Damen und der Herren 2019 ist zugleich ein wichtiger Impuls für die nachhaltige Entwicklung des Volleyballsports in Berlin.“

    Für Michael Evers, Präsident der VBL, hebt die Zusammenarbeit aller Partner bei diesem Event hervor: „Internationale Großveranstaltungen sind ein wesentlicher Baustein in unserem Plan, Volleyball in Deutschland weiter voranzubringen. Dazu bündeln wir erstmals die Ressourcen von vier Partnern. Ich bin fest überzeugt, dass wir für unseren Sport viel erreichen können, wenn Verbände, Liga und Vereine an einem Strang ziehen.“ 

    DVV-Präsident René Hechtlädt alle aktiven Volleyballerinnen und Volleyballer dazu ein, den 18. Mai zu einem großartigen Sporterlebnis zu machen: „Die Super Finals bieten Volleyball auf internationalem Spitzenniveau. Ich wünsche mir, dass wir den internationalen Mannschaften eine begeisternde Kulisse präsentieren.“

    Der Ticketverkauf für das nächste Sportgroßevent in Berlin startet in Kürze.

    14.02.2019 13:37

Spiele

Mittwoch, 20. Februar 2019

18:40
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Aktuelles aus der Volleyball Bundesliga

„Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist"

VBL-News

Ines Bathen im Interview über Vereinstreue, Zukunftspläne und Teamspirit in Krisenzeiten


Ines Bathen über ihre Zeit beim USC Münster und ihren zukünftigen Weg in der (Volleyball-)Welt.

Du hast elf Jahre ohne Unterbrechung bei USC Münster gespielt. Wenn Du heute auf Deine Karriere zurückblickst: Was waren die Highlights?

Ein Highlight war allein die Tatsache, dass ich professionell Volleyball gespielt habe. Für den Sport bin ich mit 1,72 Meter eher klein. Deswegen hatte ich es mir anfangs nicht zugetraut. Aber in Münster habe ich es geschafft. 2009 gab es noch ein absolutes Highlight: der Juniorenweltmeistertitel. Das werde ich nie vergessen. Aber auch die Erfolge in der Bundesliga mit dem USC Münster waren schöne Erlebnisse. Wir sind in meiner Zeit zwei Mal Dritter geworden.

 

Du sprichst es selbst an: Kritiker sagten, Du seist zu klein für die Halle. Wie hast Du Dich durchgesetzt?

Als ich damals nach Münster gekommen bin, wollte ich mich auf Beachvolleyball konzentrieren. Das war im Sommer 2007, die Beachsaison war fast gelaufen. Ich bin dann in die Halle gegangen, wie das eigentlich alle Beachvolleyballerinnen tun. Der Plan war: Zuerst ein bisschen Hallenluft schnuppern und mich ab Winter auf die neue Beachsaison vorzubereiten. Die erste Mannschaft vom USC Münster hatte genau in dieser Phase großes Verletzungspech. Ich hatte damals als einige der wenigen Spielerinnen aus der zweiten Liga ein Doppelspielrecht. Zuerst bin ich bei der ersten Mannschaft zu Trainingsspielen mitgefahren, aber das Verletzungspech hielt an. Und so war ich plötzlich auch bei den Ligaspielen dabei. Den Trainer habe ich vielleicht mit meiner Unbekümmertheit überzeugt – ich habe nicht so viel darüber nachgedacht, wie ich spiele.  

Du bist trotz deiner Größe Außenangreiferin. Wie ist es dazu gekommen, dass dich dein Trainer auf dieser Position eingesetzt und nicht zur Libera ausgebildet hat?

Diese Debatte gab es und es waren sich viele Leute einig, dass das eine gute Position für mich wäre. Ich habe mich aber schwer getan. Die Libera-Position ist sehr wichtig, aber die Position der Angreiferin mit Block und Angriff ist vielfältiger. Und ich war immer jemand, der Punkte machen wollte – das ist als Libera eher die Ausnahme. Letztlich habe ich regelmäßig gespielt. Hätte ich als Außenangreiferin nur auf der Bank gesessen, hätte ich mir mit Sicherheit überlegt, auf Libera umzuschulen.  

Du bist erst 27 Jahre alt, viele Spielerinnen haben da ihre Hochphase. Was war der Grund, die Karriere jetzt zu beenden?

Es heißt ja, man solle aufhören, wenn es am Schönsten ist. Das ist bei mir der Fall: Ich hatte eine unfassbar geile letzte Saison und ein großartiges Team um mich herum. Leicht gefallen ist es mir trotzdem nicht. Aus körperlichen Gesichtspunkten hätte ich weiter spielen können, ich bin noch fit. Im Volleyball verdient man zwar so, dass man davon gut leben kann. Aber nicht so viel, dass man für die Zukunft ausgesorgt hätte. Ich habe gerade mein Studium beendet und es tut sich eine berufliche Chance auf, die ich nutzen will.

Mit der Jugendnationalmannschaft bist du U-20 Weltmeisterin geworden. Warum hat es nie für die A-Nationalmannschaft gereicht?

Ganz genau weiß ich es nicht. Es mag an meiner Leistung gelegen haben, das kann ich nicht einschätzen. Aber ich gehe stark davon aus, dass es in diesem Fall wirklich mit der Größe zusammenhängt, weil ich im Block deutlich niedriger bin als andere. Im Angriff kann ich das vielleicht noch wettmachen, indem ich schlau spiele, aber das ist im Block mit fehlender Größe schwierig. Es war klar, dass der Schritt schwierig werden würde. Ich habe das realistisch eingeschätzt und es war für mich in Ordnung. Ich war einfach glücklich, dass ich in der Bundesliga so viel zum Einsatz gekommen bin.

Du hast etliche Gesichter beim USC kommen und gehen sehen, bist aber trotzdem immer geblieben. Oft wechseln ja gerade junge Spielerinnen den Verein oder wollen ins Ausland. Bei dir war das anders. Wieso?

Ein Faktor war mein Studium. Das hätte ich zwar auch woanders machen können, aber hier in Münster hat alles für mich gepasst. Im Verein war es sportlich und zwischenmenschlich immer top. Das Ausland hat mich nie gereizt. Ich bin eher ein bodenständiger Typ und sehr heimatverbunden. Das Sauerland ist meine Heimat und nur etwa eine Stunde von Münster entfernt. Es gibt also nicht den einen Grund, eher mehrere:  Ich habe mich weiterentwickelt und das Umfeld war so, dass ich mich immer sehr, sehr wohl gefühlt habe.

Wie ist das, wenn sich das Team Jahr für Jahr neu formatiert?

Aus sportlicher Sicht ist es eine Herausforderung. Die Mannschaft muss sich jedes Mal wieder finden.  Es hat mich in meiner Entwicklung geprägt, dass ich sehr unterschiedliche Menschen und Spielertypen kennengelernt habe. Im letzten Jahr war der Umbruch bei uns extrem und eine sehr große Herausforderung. Aber es war auch hilfreich, dass ich nie die einzige war, die im Team geblieben ist. Das macht es einfacher.

Im April hat sich in Münster die schreckliche Amokfahrt ereignet, bei der auch deine Mitspielerin Chiara Hoenhorst schwer verletzt wurde. Wie seid ihr als Mannschaft mit diesem Vorfall umgegangen?

Es war ein einschneidendes Erlebnis. Für uns als Team war das eine schwere Phase, hat uns aber letztlich als Team zusammengeschweißt. Wir haben bewusst versucht, noch mehr Zeit miteinander zu verbringen.  Am Ende waren wir natürlich unfassbar froh, dass die Sache für Chiara verhältnismäßig glimpflich ausgegangen ist.

Hast du Pläne dem USC in anderer Form erhalten zu bleiben?

Es ist mein Wunsch, aber ob es klappt, weiß ich noch nicht. Aber: Wenn ich in Münster bleibe, dann werde ich dem Volleyball und dem USC definitiv in irgendeiner Weise treu blieben. Und selbst wenn ich wegen meines Berufs Münster irgendwann verlassen sollte, werde ich sicherlich die Kontakte pflegen. Also: Ich kann ich mir nicht vorstellen, dass ich dem Volleyball untreu werde. Da müsste schon was Großes passieren.

Du bist angehende Lehrerin, wirst also zukünftig mit jungen Menschen zusammenarbeiten. Welche Maßnahmen sind nötig, um die Jugend (wieder mehr) für den Volleyballsport zu begeistern?

Wichtig ist, als Bundesligaspielerin den Kontakt zu den jungen Leuten zu suchen. Einfach mal beim Jugendtraining vorbeischauen oder den Saisonabschluss gemeinsam mit Profis und Jugendmannschaften organisieren. Und ich denke, dass viel mehr Werbung gemacht werden muss, um die Kinder und Jugendlichen anzusprechen. Ich merke das im persönlichen Austausch: An meiner Schule betreue ich eine Volleyall-AG. Die Kinder sind ganz fasziniert, wenn ich ihnen erzähle, dass ich in der ersten Bundesliga spiele. Es kommen viele Fragen und so entsteht ein Austausch, der vielleicht den einen oder die andere dazu bewegt, am Ball zu bleiben. Man muss als Profispieler Präsenz zeigen, klar machen, was hinter dem Volleyballsport steckt, wie toll der mannschaftliche Zusammenhalt ist.

veröffentlicht am Donnerstag, 9. August 2018 um 09:14; erstellt von Hoppe, Madeleine
letzte Änderung: 07.08.18 13:54