• Meisterrennen eröffnet: Die 1. Bundesliga der Männer startet
    VBL | Pressemitteilungen
    Die langen Monate und Wochen des Wartens sind vorbei. Am Samstag geht es endlich wieder los: Die 1. Bundesliga der Männer startet in die neue Saison. Zum Auftakt stehen gleich mehrere Highlights bevor. Neue Teams, Trainer und Spieler – es hat sich einiges getan. Die Volleyball Bundesliga (VBL) stellt die Mannschaften der neuen Spielzeit vor.

    Die langen Monate und Wochen des Wartens sind vorbei. Am Samstag geht es endlich wieder los: Die 1. Bundesliga der Männer startet in die neue Saison. Zum Auftakt stehen gleich mehrere Highlights bevor: Während sich im südlichen Schwaben-Derby der TV Rottenburg und Pokalsieger VfB Friedrichshafen gengenüberstehen, heißt es im Norden „David gegen Goliath“, wenn Aufsteiger HELIOS GRIZZLYS Giesen den amtierenden Meister BERLIN RECYCLING Volleys empfängt.
    Neue Teams, Trainer und Spieler – es hat sich einiges getan. Die Volleyball Bundesliga (VBL) stellt die Mannschaften der neuen Spielzeit vor:


    Der amtierende Meister BR Volleys ist am ersten Spieltag zu Gast bei den HELIOS GRIZZLYS Giesen (Foto: Ingo Kuzia)

    SVG Lüneburg – United Volleys Rhein-Main:

    Nur einen Neuzugang hat das Team um Cheftrainer Stefan Hübner zu vermelden: Mit dem Kanadier Adam Schriemer will die sonst unveränderte Mannschaft in dieser Saison angreifen und setzt dabei auf einen guten Zusammenhalt und das Vertrauen der Spieler untereinander. Wenn sie dann noch über die Saison hinweg konstant Leistung bringen, können laut Hübner alle Fans am Ende zufrieden sein. Bei den United Volleys wurde anders als in Lüneburg „Bäumchen wechsle dich“ gespielt: Mit einem neuen Gesicht an der Seitenlinie, dem italienischen Meister, Cup-Gewinner und Europapokalsieger Stelio DeRocco – genannt „The Rock“ – ist den Frankfurtern ein echter Coup gelungen. Doch nicht nur auf der Trainerbank hat sich einiges getan, auch spielertechnisch sorgt die Mannschaft vom Main für internationales Flair mit viel Potenzial. Das Saisonziel ist klar: Weiterhin vorne in der Liga mitspielen und gleichzeitig die erste und zweite Runde der CEV Champions League überstehen.

    HELIOS GRIZZLYS Giesen – BERLIN RECYCLING Volleys:

    Führ ihre erste Saison in der 1. Bundesliga haben die HELIOS GRIZZLYS Giesen aufgerüstet und gehen mit sieben Neuverpflichtungen an den Start. Doch nicht nur das: Auch im Bereich Eventisierung und Professionalisierung hat sich in Giesen einiges getan. Neben einer neuen Einlaufshow soll es auch eine LED-Leinwand und einen DJ geben, der die Stimmung in der Halle anheizt. Mit diesem neuen Glanzauftritt wollen sich die GRIZZLYS den sportlichen Klassenerhalt sichern. Eine der vermeintlich größten Herausforderungen wartet bereits im ersten Spiel, bei dem die Niedersachen den amtierenden Meister BERLIN RECYCLING Volleys empfangen. Die Hauptstädter haben während der Sommerpause viel rotiert und schlagen in der kommenden Spielzeit ebenfalls mit sieben neuen Spielern sowie einem neuen Trainer auf. Das Saisonziel der Berliner bleibt unverändert: Sie wollen um alle nationalen Titel mitspielen.

    TV Rottenburg – VfB Friedrichshafen:

    Schwaben-Derby heißt es am ersten Spieltag der 1. Bundesliga der Männer. TV Rottenburg tritt gegen dem amtierenden Pokalsieger und Vizemeister VfB Friedrichshafen an. Nach einer schwierigen letzten Saison, die die Rottenburger auf dem zehnten Platz abschlossen, hat sich das Team in dieser Saison vorgenommen, sich noch intensiver innerhalb der Mannschaft auszutauschen und Probleme gemeinsam anzugehen. Der Auftritt als Einheit ist ihnen dabei besonders wichtig, nicht nur für das Klima innerhalb des Teams, sondern auch um den Fans auf den Rängen eine tolle Saison zu bieten. Das Ziel, als Einheit aufzutreten, haben die Häfler vom Bodensee hingegen schon erreicht, konnte der VfB Friedrichshafen doch fast die komplette Mannschaft zusammenhalten. Die Devise lautet auch in dieser Saison: zusammenzuhalten, so lange spielen, bis der Gegner Fehler macht und die Meisterschaft an den Bodensee zu holen.

    Volleyball Bisons Bühl – WWK Volleys Herrsching:

    Mit sechs Neuzugängen wollen die Volleyball Bisons Bühl in der kommenden Spielzeit die Playoff Halbfinals erreichen und am Ende mit einer besseren Platzierung als im letzten Jahr abschließen. Ihre Stärken sehen die Bisons dabei vor allem im jungen Durchschnittsalter ihres Teams. Sie setzen damit auf Nachwuchsförderung und wollen gleichzeitig ein Vorbild für andere Erstligaklubs sein. Mit diesen guten Voraussetzungen wäre die perfekte Saison für die Bühler das Erreichen des Pokalfinals und ein Medaillengewinn in den Playoffs. Auch bei den WWK Volleys Herrsching gab es einen Umbruch. Ein neuer Name und neue Spieler. Mit sieben Neuzugängen geht der selbsternannte "Geilste Club der Welt" vom Ammersee an den Start und will in der kommenden Saison mindestens den sechsten Platz aus dem letzten Jahr sichern, bestenfalls aber noch weiter oben stehen. Das wird eine spannende Saison.

    Netzhoppers SolWo Königspark KW – HYPO TIROL AlpenVolleys Haching

    Auch die Netzhoppers aus Königs Wusterhausen haben für die kommende Saison aufgerüstet und ihren Kader verstärkt. Mit sechs neuen Spielern wollen sie den sechsten Platz in der Liga erreichen und bringen dafür Teamgeist, Zusammenhalt und Verrücktheit mit. Gute Voraussetzungen für das erste Match gegen die HYPO TIROL AlpenVolleys, die ihr Bundesliga Debut der letzten Saison erfolgreich auf dem dritten Platz beenden konnten. Nach dem Gewinn der Bronzemedaille ist das erklärte Saisonziel für die zweite Spielzeit das Halbfinale. Ein junges, dynamisches und starkes Kollektiv zeichnet die Volleyballer aus Haching aus. Abgerundet durch die fanatischen Fans auf der Tribüne steht einer erfolgreichen Saison demnach nichts mehr im Wege.

    12.10.2018 12:09
  • comdirect Supercup: Mit starken Partnern nach Hannover
    VBL | Pressemitteilungen
        Palmberg wird Premium-Partner des Supercup     Deutsche Energie begleitet das Event als Partner     Es sind noch Tickets für die TUI Arena verfügbar
    • Palmberg wird Premium-Partner des Supercup
    • Deutsche Energie begleitet das Event als Partner
    • Es sind noch Tickets für die TUI Arena verfügbar

     

    Palmberg baut die Prtnerschaft aus, die Deutsche Energie wird Event-Partner (Foto: Sebastian Wells) 

    Noch gut drei Wochen bis zum Aufschlag: Am 28. Oktober steigt der comdirect Supercup in der TUI Arena. Schon heute gibt es gute Nachrichten: Schwerin-Sponsor Palmberg wird Premium-, die Deutsche Energie Event-Partner des comdirect Supercup.

    Spätestens seit Ende 2016 ist der Name Palmberg jedem in der Volleyballszene ein Begriff. Seitdem trägt der Klub aus Schwerin den Namen des Büromöbel-Herstellers. Auch beim vergangenen Supercup war Palmberg schon als Partner vertreten, in diesem Jahr wird die Kooperation aber nochmal ausgebaut. So tritt das Schönberger Unternehmen in diesem Jahr auch als Partner der MVP-Wahl auf. Jeder Zuschauer in der TUI Arena kann über die Event-App eine Stimme für die beste Spielerin und den besten Spieler abgeben. Zudem ist Palmberg seit diesem Sommer auch Partner des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV).

    Ebenfalls auf eine lange Tradition im deutschen Volleyballsport kann die Deutsche Energie zurückblicken. Als Premium-Partner des DVV und Hauptsponsor der Frauen Nationalmannschaft fördert das Unternehmen den Volleyballsport in Deutschland seit Jahren. In diesem Jahr begleitet die Deutsche Energie den comdirect Supercup erstmalig als Event-Partner.  

    Tillmann Raith, Geschäftsführer der DEG Deutschen Energie GmbH: Seit Jahren engagieren wir uns aus Überzeugung und mit Leidenschaft für Volleyball und die positive Entwicklung dieser Sportart – sowohl im Breitensport als auch in der Spitze. Für uns ist die Unterstützung des comdirect Supercup ein weiterer Schritt in dieser Entwicklung. Wir freuen uns sehr auf die Partnerschaft, spannende Spiele und ein großartiges Erlebnis in Hannover.“

    Uwe Blaumann, Geschäftsführer PALMBERG GmbH: „Mit unserem Engagement als Partner des DVV und in unserer Funktion als Hauptsponsor des SSC Palmberg Schwerin möchten wir helfen, die Popularität und das Interesse am Volleyball bei den Sportfans in Deutschland weiter zu erhöhen. Der letztjährige Supercup war ein Fest für alle Zuseher und eine hervorragende Werbung für diesen großartigen Sport. In diesem Sinne wünschen wir allen Fans ein spannendes Spiel mit einem verdienten Sieger. Sollte dies am Ende der SSC Palmberg Schwerin sein, freuen wir uns natürlich um so mehr.“

    Klaus-Peter Jung, Geschäftsführer Volleyball Bundesliga GmbH: Uns als Volleyball Bundesliga freut, dass wir zwei langjährige und bedeutende Partner des Volleyballsports für den comdirect Supercup gewinnen, bzw. die Kooperation noch ausbauen konnten. Es ist ein Ausdruck der vertrauensvollen Zusammenarbeit der letzten Jahre. Und es zeigt den Stellenwert des comdirect Supercup. Wir freuen uns auf ein tolles Event, dass durch die Partnerschaften noch einmal deutlich aufgewertet wird.“ 

    Freuen dürfen sich vor allem auch die Fans: Am 28. Oktober spielen mit dem SSC Palmberg Schwerin gegen den Dresdner SC (Frauen) und den Berlin Recycling Volleys gegen den VfB Friedrichshafen (Männer) die vier Top-Teams des deutschen Volleyballsports gegeneinander. Für das Event sind noch Tickets verfügbar. Und für Kinder zwischen fünf und zwölf Jahren gibt es noch eine gute Nachricht: Sie haben die Möglichkeit, Freikarten für den comdirect Supercup zu bekommen.*

    *Die Freikarten können regulär online über www.eventim.de oder www.ticketmaster.de und an allen bekannten VVK-Stellen sowie telefonisch über die Tickethotlines (Ticketmaster: 01806-9990000**; Eventim: 01806-570070**) gebucht werden. Pro Buchung dürfen maximal vier Freitickets und mindestens ein Zahlticket gebucht werden. Diese sind für alle Kategorien gültig (außer VIP), die ÖPNV- und Systemgebühr wird vom Veranstalter getragen. Alle Kinder werden gebeten, sich am Veranstaltungstag beim Einlass auszuweisen. Kinder unter fünf Jahren dürfen die Veranstaltung auch kostenfrei besuchen, benötigen aber kein eigenes Ticket. Außerdem erhalten Kinder zwischen 13 und 17 Jahren, Auszubildende, Schüler, Studenten, und Rentner eine Ermäßigung auf den regulären Preis (Kategorien 2 und 3). Entsprechende Nachweise sind beim Einlass vorzuzeigen. Reguläre Tickets sind ab 15,- Euro erhältlich. Auch Familientickets (80,- Euro) und Premiumtickets (42,- Euro) sind im Angebot. 

    **(0,20 €/Anruf inkl. MwST. aus den Festnetzen, max. 0,60 €/Anruf inkl. MwSt. aus den deutsche Mobilfunknetzen)

     

    04.10.2018 10:48
  • Das perfekte Match: comdirect wird neuer Naming-Right-Partner des Supercup
    VBL | Pressemitteilungen
      comdirect wird Naming-Right-Partner des Supercup bis 2020   Als Innovationspartner führt comdirect zusätzlich neue Technologien ein   Gemeinsam mit der Volleyball Bundesliga wird der Supercup so deutlich aufgewertet
    • comdirect wird Naming-Right-Partner des Supercup bis 2020
    • Als Innovationspartner führt comdirect zusätzlich neue Technologien ein

    • Gemeinsam mit der Volleyball Bundesliga wird der Supercup so deutlich aufgewertet

    Aus dem Volleyball Supercup wird der comdirect Supercup:  Am 28. Oktober dürfen sich die Zuschauer in der TUI Arena in Hannover und vor den TV-Geräten auf einige Neuerungen freuen. Denn die comdirect bank ist bis 2020 nicht nur Naming-Right-Partner des Supercup. Als Innovationspartner bringt sie als eine der führenden Direktbanken in Deutschland auch innovative Technologien in die Arena.

    Mehr Klarheit, mehr Action, mehr Insights

    So sollen beim comdirect Supercup in der TUI Arena in Hannover gleich drei neue Technologien zum Einsatz kommen: der animierte Videobeweis „comdirect Challenge“, die „comdirect Geschwindigkeitsmessung“ beim Aufschlag und die „comdirect Bewegungsdatenanalyse“.  

    Beim animierten Videobeweis haben die Teams pro Satz zweimal die Möglichkeit, eine „comdirect Challenge“ zu beantragen und die Entscheidung der Schiedsrichter überprüfen zu lassen. Bleiben Sie im Recht, wird ihnen keine Challenge abgezogen. Bei der „comdirect Geschwindigkeitsmessung“ erfassen hochauflösende Kameras über dem Spielfeld die Flugbahn des Balls beim Aufschlag. Die Geschwindigkeit wird live auf den Screens in der Arena angezeigt. Bei der „comdirect Bewegungsdatenanalyse“ ermitteln Empfänger rund um das Spielfeld und Sensoren in den Trikots innerhalb von Sekunden die Bewegungen jedes Spielers – zum Beispiel Block- oder Sprunghöhen und Abwehraktionen. Nahezu in Echtzeit werden ausgewählte Daten so visualisiert, dass die Leistungen der Spieler für die Zuschauer noch greifbarer werden. Und das sowohl in der Halle, als auch auf der Couch und unterwegs auf dem Smartphone oder Tablet. Die Innovationen werden ebenfalls in der vierstündigen Übertragung bei SPORT1 für den TV-Zuschauer aufbereitet.

    Matthias Hach, Marketing- und Vertriebsvorstand der comdirect bank AG: Volleyball verkörpert für uns ein positives Lebensgefühl, Lifestyle und Teamspirit. Genau diesen Geist leben wir auch bei comdirect als smarter Finanzbegleiter für unsere Kunden. Diese Sportart passt deshalb perfekt zu uns. Wir freuen uns, neben unserer Innovationspartnerschaft mit dem Deutschen Volleyball-Verband nun mit dem Supercup auch ein tolles Produkt der Volleyball Bundesliga als Naming-Right- und Innovationspartner zu unterstützen. Wir möchten unsere digitale Expertise nutzen, um gemeinsam mit allen Beteiligten den deutschen Volleyballsport weiterzuentwickeln.

    Michael Evers, Präsident Volleyball Bundesliga: Durch die Kooperation mit der comdirect bank haben wir es geschafft, den Supercup als Event für die kommenden drei Jahre zu sichern. Für uns ist es ein Stück weit auch eine Bestätigung unserer Arbeit: 2016 sind wir in Berlin mit dem Event gestartet, seit vergangenem Jahr haben wir mit der Sportstadt Hannover einen passenden Standort gefunden. Mein besonderer Dank gilt dem Vorstand der comdirect bank, ohne den der Volleyballsport in Deutschland nicht das große Renommee hätte, das er heute genießt.

    Klaus-Peter Jung, Geschäftsführer Volleyball Bundesliga GmbH: Uns freut besonders die innovative Kreativität, die comdirect als Naming-Right- und Innovationspartner einbringt. Die neuen Technologien bedeuten einen echten Mehrwert für Fans, Medien und SportlerInnen. Das wird den gesamten Volleyballsport in Deutschland auf eine neue Stufe heben. Der Dank von uns als Volleyball Bundesliga und Ausrichter des Supercup gilt der comdirect.

    26.09.2018 09:36
  • Endlich Wochenende: Saisonstart 2. Bundesliga Süd
    VBL | Pressemitteilungen
    Vorfreude Teil II: Auch die 2. Bundesliga Süd startet an diesem Wochenende in die Saison 2018/19. Mit welchen Erwartungen gehen die Teams in die Saison? Wie haben sich die Kader verändert? Und wer ist neu in der Liga? Die Volleyball Bundesliga (VBL) stellt die Teams und Begegnungen des ersten Spieltags vor.

    Vorfreude Teil II: Auch die 2. Bundesliga Süd startet an diesem Wochenende in die Saison 2018/19. Mit welchen Erwartungen gehen die Teams in die Saison? Wie haben sich die Kader verändert? Und wer ist neu in der Liga? Die Volleyball Bundesliga (VBL) stellt die Teams und Begegnungen des ersten Spieltags vor.

    2. Bundesliga Frauen Süd

    Auch in diesem Jahr gehen die Offenburgerinnen wieder als Titelfavorit in die Saison (Foto: VC Printus Offenburg)

    TSV 1860 Ansbach – VCO Dresden

    Premiere in der 2. Bundesliga: Der TSV 1860 Ansbach geht in seine erste Zweitliga-Saison. Dieses Abenteuer soll möglichst nicht schon nach einem Jahr beendet sein. Um den Klassenerhalt zu schaffen, ist Lea Bomsdorf nach einem Jahr Pause zurückgekehrt. Die Libera soll für mehr Annahmestabilität sorgen. Die zweite Neuverpflichtung Christin Heim ist mit ihren 1,84 Meter die Größte im Team. Zudem wurden die Strukturen rund ums Team aufgebaut. Voll auf den Nachwuchs setzt das Bundesstützpunktteam vom VCO Dresden, das mit einem Sonderspielrecht in die neue Saison geht. Zwar wollen sie in dieser Saison besser abschneiden als in der letzten, im Fokus aber steht die Entwicklung ihrer Talente. Dafür ist mit Andreas Renneberg ein neuer Trainer verpflichtet worden.

    VC Neuwied 77 - Rote Raben Vilsbiburg II

    Der Klassenerhalt hat oberste Priorität. Dafür hat sich der VC Neuwied 77 gleich mit vier Spielerinnen verstärkt: Sarah Funk, Hannah Dücking, Zoe Liedtke und Lisa Bartsch sind neu im Team. Doch auch wenn im Kader für die kommende Saison neue Gesichter zu sehen sein werden, sollen die alten Tugenden gepflegt werden: Teamspirit und Kampfgeist. Damit das Ziel Klassenerhalt erreicht wird, wünschen sich die Neuwieder möglichst wenig Verletzungspech. Mit dem gleichen Wunsch geht der erste Gegner aus Vilsbiburg in die Saison. Zudem wollen sie den Nachwuchs an das Niveau in der 2. Bundesliga heranführen. Mit Michaela Bertalanitsch ist eine Nachwuchsspielerin neu zum Team gestoßen, zudem zwei Spielerinnen aus den USA. Ziel ist es, die Saison unter den Top sechs zu beenden. Konkurrenz wähnen die Roten Raben II im eigenen Bundesland: „In diesem Jahr gibt es neue bayrische Vertreter in der Liga, die heiß darauf sind, die zweite Mannschaft aus Vilsbiburg zu ärgern,“ sagt Trainer Luca Tarantini.

     

    TV Planegg-Krailling - TV 05 Waldgirmes

    Auch als Neuling in der 2. Bundesliga will der TV Planegg-Krailling für Furore sorgen. Dabei hoffen sie auf ihre Fans, die schon in der vergangenen Drittliga-Saison „so manches Auswärtsspiel zu einem Heimspiel gemacht haben“, wie die PR-Verantwortliche Chantal Martin sagt. Das Team konnte weitestgehend zusammengehalten werden und wird durch fünf Neuverpflichtungen noch verstärkt. Sportlich will sich Planegg-Krailling in der 2. Liga etablieren und vor allem die Lokalderbys gegen Lohhof gewinnen. Am ersten Spieltag aber gilt es, gegen Mitaufsteiger TV 05 Waldgirmes zu bestehen. Die haben sich mit Anna Borowek und Pamela Blazek verstärkt und wollen ebenfalls die Klasse halten. Dafür hat das Team an der mentalen Einstellung gearbeitet, um zukünftig auch knappe Fünf-Satz-Matches zu gewinnen. Am liebsten gegen Wiesbaden. „Das ist schon seit Jahren ein Lokal-Hessen-Derby,“ sagt Teammanager Friedhelm Rücker. „Hier entscheidet sich wer zu den stärksten Aufsteigern gehört.“

     

    VC Printus Offenburg - SV Lohhof

    Die meisten Vereine aus der Liga sehen den aktuellen Meister auch als den Zukünftigen. Und der VC Printus Offenburg nimmt die Favoritenrolle an. Saisonziel: Titelverteidigung. Dazu haben sich die Offenburger gleich mit vier Spielerinnen verstärkt, zudem wurden die Strukturen rund ums Team ausgebaut. Teammanager Florian Scheuer sieht die Stärken der Mannschaft in Zusammenhalt und Kampfgeist. Auch das Team des SV Lohhof will mit Teamspirit punkten, um sich sportlich zu verbessern. Ein Platz unter den ersten drei ist das Ziel. Dafür wurden nicht nur zwei neue Spielerinnen verpflichtet, sondern auch ein neuer Trainer und ein Leiter Marketing und Sponsoring.

    TSV 1860 Ansbach - VV Grimma

    Einen großen personellen Umbruch muss in dieser Spielzeit der VV Grimma verkraften. Die namenhaften Abgänge wurden durch vier Spielerinnen aus unteren Spielklassen kompensiert. Daher fällt das Saisonziel eher defensiv aus. Die ersten Punkte für den Klassenerhalt sollen direkt im ersten Spiel eingefahren werden. „Wir werden unseren Fokus auf die Begegnungen gegen die fünf Aufsteiger legen“, sagt Trainer Jorge Munari. In diesen Partien sollen die nötigen Punkte geholt werden. Für Ansbach ist es bereits das zweite Spiel an diesem Wochenende.

    VC Wiesbaden II - ProWIN Volleys TV Holz

    Aufsteigerduell zum Auftakt: Der Liganeuling aus Wiesbaden will sich in der 2. Bundesliga etablieren, das Ziel ist Platz acht. Dafür wurden mit Pauline Schultz, Lia-Tabea Mertes, Vanessa Stricker, Merle Bouwer und Helena Heinrich gleich fünf neue Spielerinnen verpflichtet. Und auch sonst hat sich einiges getan: Neues Trikot, neuer Ausrüster, neuer Teamarzt, neue Heimspiel-Crew. Die Strukturen sind geschaffen, in der kommenden Saison hofft Trainer Niels Hoffmann auf „eine steile Lernkurve“ bei seinem Team. Mit sechs Neuzugängen geht Aufsteiger ProWIN Volleys TV Holz in die Saison. Freuen würde sich das Team über einen Platz im gesicherten Mittelfeld. Verlassen können sich die Volleys dabei auf den Support aus dem Umfeld. „Diese Unterstützung hilft uns enorm, das Abenteuer 2. Volleyball Bundesliga anzugehen“, sagt Teammanager Steven Weber. Zwei Aufsteiger mit ähnlichen Ambitionen. Das erste Duell könnte bereits richtungsweisend sein.

    AllgäuStrom Volleys Sonthofen - TSV 1860 Ansbach

    In Sonthofen kommt es auf den richtigen Mix an. Mit Caro Tiegel wurde eine erfahrene Spielerin verpflichtet. Dazu kommen mit Lena Mendler, Nikola Ziegmann, Lilian Engemann und der Juniorennationalspielerin Elisabeth Kettenbach vier junge Spielerinnen dazu. „Diese Mischung aus erfahrenen und sehr jungen Spielerinnen ist unsere große Stärke“, sagt Teammanager Achim Flick. Mit den vielen Neulingen in der Liga fällt eine sportliche Prognose schwer. Mit Ansbach geht es beim Saisonauftakt für die Sonthofenerinnen direkt gegen einen Klub, der zum ersten Mal in der 2. Bundesliga aufschlägt. Während das Spiel am 22. September für Sonthofen die erste Begegnung dieser Zweitliga-Saison ist, hat Ansbach bereits zwei Spiele mehr auf dem Konto.

    Allianz MTV Stuttgart II - ProWIN Volleys TV Holz

    Ebenfalls eine Woche später steigt Allianz MTV Stuttgart II in die Zweitliga-Saison ein. Die Stuttgarterinnen peilen einen Platz im oberen Tabellendrittel an. Mit Zuspielerin Jana Grathwohl und Libera Magdalena Fischer sind zwei Jugendspielerinnen fest verpflichtet worden, die auch schon in der vergangenen Saison ausgeholfen hatten. Mit einem guten Mix aus erfahrenen und jungen Spielerinnen soll der Spielstil weiter optimiert werden. Dafür wurde das Trainerteam mit Athletik-Trainer Guiseppe „Pepsi“ d’Apote verstärkt. Für den Aufsteiger ProWIN Volleys TV Holz ist es bereits das zweite Spiel dieser Saison.

    2. Bundesliga Männer Süd

    Vom Jäger zum Gejagten - Grafing geht als Titelverteidiger in die Saison (Foto: Marc Geisler)

    TSV Grafing - AlpenVolleys Haching II

    „Fighting Bayrisch“ lautet das Motto des TSV Grafing. Und das wird das Team brauchen, geht der letztjährige Meister doch in die kommende Saison erstmals als Gejagter. Eine neue Situation, für die sich die Grafinger mit drei neuen Spielern verstärkt haben: die beiden Mittelblocker Michael Wehl und Jan Wenke sowie Außenangreifer Benedikt Doranth. Ziel ist es, perspektivisch weitere Jugendspieler an die Mannschaft heranzuführen. Besondere Spiele erwartet Manager Johannes Oswald gegen den Rivalen aus Eltmann. Zu Beginn aber geht es gegen die AlpenVolleys Haching II. Die haben mit Jürgen Pfletschinger nicht nur einen neuen Trainer, sondern gleich sieben neue Spieler in ihren Reihen. „Wir wollen die Klasse halten“, sagt Teamamnager Christoph Mayser, „und möglichst viele junge Spieler an den Kader der ersten Mannschaft heranführen.“

     

    TGM Mainz-Gonsenheim - SSC Karlsruhe

    Mainz ist im Umbruch. Nach zahlreichen Abgängen und Änderungen auf der Trainerposition ist das Saisonziel der Klassenerhalt. Es wird ein Jahr, in dem der deutlich verjüngte Kader möglichst viele Erfahrungen sammeln soll. Ihrem Spielstil wollen die Mainzer dabei treu bleiben: Es soll wieder bedingungslos um jeden Ball gekämpft werden. Die erste Möglichkeit dazu bietet sich im Spiel gegen den SSC Karlsruhe. Dort hat seit Juli der neue Cheftrainer Stefan Bräuer das Sagen. Mit Alexander Spintzyk und Yannik Erpelding sind zwei neue Mittelblocker im Team. Jugendnationalspieler und Außenangreifer Simon Gallas ist ebenfalls neu dabei. „Wir wollen in einer vollen Halle unseren besten Volleyball zeigen“, sagt Teammanager Alexander Burchartz, „und einen besseren Start als letzte Saison erwischen.“

     

    Blue Volleys Gotha - Volley Youngstars Friedrichshafen

    Neue Liga, neuer Name: Gotha will sich als Aufsteiger in der 2. Bundesliga festsetzen. Wenn am Ende sogar ein Platz im Mittelfeld herausspringen würde, wäre es für Gotha eine fantastische Saison. Um das zu schaffen, wurden fünf neue Spieler verpflichtet. Als Stärken nennt Trainer Jörg Schulz den Trainingsfleiß und die starken Aufschläge. Ganz so viel hat sich beim Bundesligastützpunktteam der Volley Youngstars Friedrichshafen, die auch in diesem Jahr mit einem Sonderspielrecht in die Saison gehen, nicht geändert. Allerdings hat der Co-Trainer Florian Mack den Verein nach 18 Jahren verlassen. Für ihn übernimmt Jürgen Jammer. Der darf sich auf fünf neue Spieler und einen motivierten Nachwuchs freuen. Cheftrainer Adrian Pfleghar wäre zufrieden, „wenn sich die Jungs maximal weiterentwickeln und dies in den jeweiligen Auswahlteams auch zeigen können.“ Als Ziel für die Liga haben sie den Klassenerhalt ausgegeben.

    SV Schwaig - FT 1844 Freiburg

    Im letzten Jahr hat Schwaig den siebten Platz belegt. Und auch in diesem Jahr wäre das Team mit einem soliden Mittelfeldplatz zufrieden. Neben Mittelblocker Jan Kolakowski ist die spannendste Personalie der Trainer: Milan Maric kehrt nach seinem Abschied 2010 wieder zurück auf den Trainerstuhl in Schwaig. Abteilungsleiter Hans-Peter Ehrbar sieht die Mannschaften der Liga sehr ausgeglichen. Diese Meinung teilt Freiburg-Trainer Jakob Schönhagen. „Wir wollen möglichst früh in die Lage kommen, jedes Team theoretisch schlagen zu können“, sagt er. Es wird die letzte Saison in der alten Halle sein. „Wir wollen unsere Heimspiele zu noch größeren Events machen und einen Stamm an Zuschauern erspielen, der auch die neue Halle, die deutlich mehr Zuschauer fast, füllen kann“, sagt Schönhagen.

    TV/DJK Hammelburg - TSV Mimmenhausen

    In Hammelburg hat sich einiges getan: Neuer Trainer, vier neue Spieler. Nicht verwunderlich also, dass Trainer Karl Kadens Saisonprognose eher defensiv ausfällt: „Nach dem Weggang zahlreicher Routiniers läuten wir einen Umbruch ein. Unser Ziel heißt Klassenerhalt“, sagt er. Besonders freuen sie sich in Hammelburg auf die Derbys gegen Eltmann. „Das sind immer faire und stimmungsvolle Duelle, bei denen es in der Halle wahnsinnig laut wird“, sagt Hallensprecher Olly Wendt. Zuerst aber geht es gegen den TSV Mimmenhausen. Dort ist die Aufstiegsmannschaft zusammengeblieben. Die einzige Neuverpflichtung hat für Furore gesorgt: Ex-Nationalspieler Christian Pampel wagt als Spielertrainer den Sprung in die 2. Liga. Die Hoffnung ist, dass man über den Zusammenhalt in der Liga bestehen wird.  Es wäre ein Erfolg für die „harmonische Volleyball-Familie“.

    TG 1862 Rüsselsheim II - #RotesRudel Fellbach

    Rüsselsheim setzt auf Kontinuität. Die Mannschaft konnte weitestgehend zusammengehalten werden, Nachwuchsspieler sollen nach und nach integriert werden. „Wir wollen die Klasse halten“, sagt Cheftrainer Luis Ferradas, „und gleichzeitig jeden einzelnen Spieler in seiner Entwicklung weiter voranbringen – technisch wie taktisch.“ Eine Strategie, mit der die Rüsselsheimer in der Vergangenheit Erfolg hatten. Warum also etwas ändern? Diese Frage stellte sich beim Gegner aus Fellbach nicht. Dort ist die halbe Mannschaft neu. Mit Alexander Benz, Marian Epple, Max von Berg, Yannick Blötscher, Mario Maser und Ivaylo Spasov sind gleich sechs neue Spieler verpflichtet worden. Viele Fragezeichen also, die am Ende kein optimistischeres Saisonziel als den Klassenerhalt zulassen.

    Blue Volleys Gotha - HEITEC Volleys Eltmann

    Gotha hat am ersten Spieltagswochenende gleich zwei Heimspiele. Am Sonntag sind die HEITEC Volleys Eltmann zu Gast, die für viele in der Liga als Topfavorit auf die Meisterschaft gelten. Diese geben die Favoritenrolle gekonnt an Grafing ab, wollen aber doch unter die ersten drei kommen. Dabei helfen sollen die beiden Mittelblocker Clay Couchman und Mariusz Wacek sowie Außenangreifer Georgi Stoyanov. Zudem ist Marco Donat neuer Trainer in Eltmann. Und der hat eine klare Vorstellung: „Wir müssen immer das Optimum aus uns herausholen.“ Die erste Chance dazu haben sie beim Auswärtsspiel in Gotha.

    14.09.2018 10:37

Spiele

Mittwoch, 31. Oktober 2018

18:00
Suhl VfB Suhl LOTTO Thüringen
VCO Berlin VCO Berlin
-:-
19:00
Erfurt Schwarz-Weiß Erfurt
Aachen Ladies in Black Aachen
-:-
19:30
Münster USC Münster
Dresden Dresdner SC
-:-
19:30
Straubing NawaRo Straubing
Schwerin SSC Palmberg Schwerin
-:-

Aktuelles aus der Volleyball Bundesliga

„Es ist wichtig, sich sein eigenes Bild zu machen“

VBL-News

Dirk Westphal im Interview über polnische Fankultur, iranische Begrüßungsrituale und seine Rückkehr in die Volleyball-Bundesliga.  

Auf einen Kaffee im VBL-Center: Dirk Westphal erzählt von seiner Reise durch die Volleyball-Welt

VBL: Vor neun Jahren bist Du aus Berlin weggegangen, jetzt kehrst Du in Deine Heimat zurück. Was waren damals Deine Beweggründe, ins Ausland zu gehen? 

Dirk Westphal: In der Saison 2008/2009 ist beim SCC Berlin, bei dem ich damals gespielt habe, viel passiert. Mit dem Umzug in die Max-Schmeling-Halle hat sich eine total neue Volleyballwelt aufgetan. Es war eine Umbruchzeit und ich war 23 Jahre alt. Ich wollte raus in die Welt, sehen, wie andere Nationen Volleyball spielen, wo die Unterschiede liegen. In Russland wird härter gespielt als in Deutschland. Andere Ligen – wie etwa Frankreich – haben einen technischeren Ansatz. Das wollte ich erleben. Und es hat mich gereizt, andere Menschen und Kulturen kennenzulernen.  

Du hast in Italien, Belgien, Polen, Frankreich und im Iran gespielt. Bleiben wir mal bei den europäischen Stationen. Was sind die größten Unterschiede in den Ligen?

In Polen genießt Volleyball eine andere Wertschätzung als hier in Deutschland. Nach den Problemen mit Fußball-Hooligans in den 1990er Jahren, hat der polnische Staat Volleyball gefördert, um ein Gegengewicht zum Fußball zu etablieren. Im Supermarkt findet man die Konterfeis der Spieler auf verschiedenen Produkten, selbst auf der Zapfsäule an der Tankstelle hängt Volleyball-Werbung. Und diesen Stellenwert merkt man auch in der Halle. Die Fankultur ist deutlich ausgeprägter, die Fans gehen richtig ab. Viele Menschen geben eine Menge Geld aus, um ihre Mannschaft auch bei Auswärtsfahrten zu begleiten. Diese Wertschätzung hat mir persönlich sehr viel gegeben.    

Hältst Du eine staatliche Förderung wie in Polen auch in Deutschland für denkbar? 

Ich weiß es nicht. Letztlich betrifft das Problem der wenigen medialen Aufmerksamkeit nicht nur den Volleyballsport. Wir haben hierzulande viele Leichtathleten, die nicht die Wertschätzung erfahren, die sie verdient hätten. Es gibt mehr als nur Fußball. Aber diese Vielfältigkeit wird nicht genügend abgebildet. Das ist ein großes Problem, das wir in Deutschland angehen müssen. Wir haben mit Eurosport und Sport1 zwei private Sender, die probieren, diese Vielfalt zu zeigen. In anderen Ländern gibt es einen öffentlich-rechtlichen Sender, der sich rund um die Uhr nur mit Sport beschäftigt. Das war in Belgien so, in Polen und Italien. Wir haben die Sportschau, aber das ist zu wenig, um die Schönheit der Sportlandschaft darzustellen. 

Vor zwei Jahren sah es so aus, als würdest Du nach Berlin zurückkommen. Was hat Dich damals dazu bewogen, wieder in die Heimat zu ziehen? 

Ich bin 2012 Vater geworden. Wir erziehen unseren Sohn bilingual, aber eine dritte Sprache wollten wir ihm nicht zumuten. Da gab es auch die ersten Irritationen, etwa im polnischen Kindergarten. Da haben die Kinder immer „Papa“ gerufen. Und mein Sohn dachte, ich würde ihn abholen und hat nach mir gesucht. Das Wort bedeutet im Polnischen so etwas wie ‚Auf Wiedersehen‘. Es war also klar eine Entscheidung für die Familie, wieder zurück nach Berlin zu gehen. Die Netzhoppers haben mir damals die Chance gegeben, die Saisonvorbereitung mitzumachen. Aber es war auch klar: Wenn ein interessantes Angebot kommt, könnte ich aus dem Vertrag mit den Netzhoppers wieder rauskommen. Das interessante Angebot kam aus dem Iran. 

Wie bahnt sich ein solcher Transfer an? 

Tatsächlich über Facebook. Ich bekam eine Freundschaftsanfrage von einem iranischen Agenten. Eigentlich interessieren sich die Iraner nicht sonderlich für den Volleyballsport in Europa. Aber die Bronzemedaille mit der Nationalmannschaft bei der WM 2014 ist einigen wohl doch in Erinnerung geblieben. Nach dem ersten Kontakt kamen direkt weitere Agenten aus dem Iran auf mich zu. Mir wurde das suspekt, weil ich das unprofessionell fand. Es wurde ein Vierecks-Spiel zwischen mir, meinem Agenten, dem Verein und deren Agenten. Als es dann konkret um das Gehalt ging, wurde es richtig wild. Ich dachte schon, dass der Deal platzt, aber schließlich kam ein weiterer Agent ins Spiel – der dann auch nachweisen konnte, dass er tatsächlich für den Verein arbeitet. Am Ende ging es ganz fix und wir hatten uns innerhalb von zwei Tagen geeinigt. 

Wie war Dein Bild vom Iran, bevor Du gewechselt bist?

Ich hatte Bedenken, ob ich das Angebot annehmen sollte. Für mich war der Iran aus der Ferne ein verbrecherischer Schurkenstaat, in dem fanatische Leute den Gottesstaat preisen und man immer ganz vorsichtig sein muss, was man macht und wie man sich bewegt. Zum Glück hatte ich einen Freund, der von Berlin bis nach Neu Dehli gefahren ist und den Iran einmal komplett durchquert hat. Er hat mein Bild vom Land revidiert, mir von der enormen Gastfreundschaft erzählt. Er war mit einem alten VW-Bulli unterwegs. Und jedes Mal, wenn er eine Panne hatte, wurde ihm sofort geholfen. Wenn eine Reparatur mal länger gedauert hat, wurde er direkt eingeladen, mit der Familie zu essen und dort zu übernachten. Alles ohne Gegenleistung. Diese Gastfreundschaft und Herzlichkeit habe ich dann später selbst erlebt. Aber klar, es gibt natürlich auch die Fanatiker und kulturellen Prägungen, die für uns unverständlich sind. Als ich das erste Mal nach Täbris geflogen bin, hat mich der Teammanager um Mitternacht vom Flughafen abgeholt. Das war dann ganz klassisch: Wir Männer vorne, die Frau vom Teammanager ‚im respektvollen Abstand‘, wie man dort sagt. Aber sobald wir im Auto saßen, drehte sich das Bild ins Gegenteil: Die Frau hat sofort das Steuer übernommen, dem Mann das Navigationsgerät aus der Hand genommen und ihm ausführlich erklärt, warum er das nicht bedienen könne. Es war echt interessant zu sehen, wie sich das Frau-Mann-Verhältnis verändert, sobald man im privaten Raum ist. 
 

In Deutschland dürfte Irans Hauptstadt Teheran vielen ein Begriff sein. Aber wie dürfen wir uns Täbris vorstellen? 

Man muss im Iran stark zwischen dem städtischen und ländlichen Raum unterscheiden. Ich hatte das Glück mit Täbris in einer Stadt zu wohnen, die fast zwei Millionen Einwohner hat, die eher türkisch geprägt ist. Die Leute sind weltoffen und wissbegierig – das ist nicht anders als in Teheran. Was ich überhaupt nicht erwartet hätte: Dass man an öffentlichen Plätzen, etwa in einem großen Einkaufszentrum, offensiv von Frauen angeflirtet und nach der Telefonnummer gefragt wird. Generell tragen die Frauen ihre Hijab häufig im Nacken. Und Vollverschleierte sieht man fast gar nicht. Aber es gibt durchaus Unterschiede. Gerade die Älteren sind noch sehr konservativ. Wobei auch da vieles mit Humor genommen wird. Es gab mal eine Szene, als ich die Eltern eines iranischen Mitspielers kennengelernt habe. Ich habe der Mutter direkt meine Hand ausgestreckt. Damit wusste sie überhaupt nicht umzugehen. Mein Mitspieler und sein Vater haben sich kaputt gelacht, als sie mir letztlich ihren Ellbogen hingehalten hat. 

Welchen Stellenwert hat Volleyball im Iran?

Das ist vergleichbar mit Polen. Die Hallen sind im Durchschnitt mit 6000 Zuschauern jedes Mal voll. Die Fankultur ist härter als in Deutschland – es sind ja auch ausschließlich Männer vor Ort. Wenn man verliert, fliegen Münzen oder Sonnenblumenkerne von der Tribüne. Der Sport ist im Iran ein Ventil. Und wenn der große Deutsche den Ball nicht auf den Boden bringt, wirft man halt was. 

Wie unterscheiden sich das Spiel und die Trainingsphilosophie im Gegensatz zum deutschen Volleyball? 

Im taktisch-strategischen Bereich haben wir sehr wenig gearbeitet. Auch die Feldorganisation war anarchisch. Das Credo war: hoch springen, hart schlagen, möglichst auf die gegnerischen Finger und zu Allah beten, dass der Ball dann von dort ins Aus fliegt. Ableger sind verpönt. Wenn ich im Training mal einen gemacht habe oder auch nur einen leichten Schlag, hat mich der Zuspieler direkt gefragt, ob er etwas falsch gemacht hätte. Ich habe dann versucht, zu erklären, dass es Situationen gibt, in denen es besser ist, nicht hart zu schlagen. Aber das war ein Kampf gegen Windmühlen. Ich habe mich dann angepasst. Auch weil die Trainer schnell böse werden, wenn man trotzdem seinen Spielstil durchzieht. Ich glaube auch, dass die vorher nie ein Spiel von mir gesehen haben. Die haben gedacht: Da kommt ein 2,03-Meter-Mann, der 100 Kilogramm auf die Waage bringt – der muss hart angreifen können. Aber rausgeschmissen haben sie mich nicht, also waren sie am Ende wohl doch ganz zufrieden.

Inwiefern hat Dich die Zeit im Iran geprägt?

Ich habe gelernt, wie wichtig es ist, sich sein eigenes Bild zu machen. Es ist natürlich nicht immer möglich, sich jeden Ort auf der Welt persönlich anzuschauen. Aber dann sollte man in seiner Meinungsbildung zurückhaltender sein. Nach fünf Monaten im Iran kann ich behaupten, ein ganz gutes Bild von Land und Leuten bekommen zu haben. Und die meisten Menschen sind uns in ihrer kulturellen Prägung und in Sachen Weltanschauung deutlich näher, als viele in Deutschland glauben. Diese Erfahrung lässt heute einen anderen Dirk Westphal hier sitzen als noch vor einem Jahr.
 

veröffentlicht am Donnerstag, 19. Juli 2018 um 17:36; erstellt von Drutschmann, Dominik
letzte Änderung: 20.07.18 12:57
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