VOLLEYBALL BUNDESLIGA
  • Alle Infos zum Saisonstart der 1. Bundesliga Männer
    VBL | Pressemitteilungen
    Die Saisonvorschau der 1. Bundesliga Männer mit Stimmen von Trainern, Spielern und Vereinsvertretern zum ersten Spieltag.

    Netzhoppers KW-Bestensee – VfB Friedrichshafen

    Die Pflichtspielsaison 2020/21 hat noch gar nicht begonnen und hält für den VfB Friedrichshafen trotzdem schon einem Paukenschlag bereit. Die ZF-Arena ist baufällig und steht für die Heimspiele des VfB Friedrichshafen nicht mehr zu Verfügung. Durch den Tausch des Heimrechts zum Auftakt können die Häfler trotzdem pünktlich in die Saison starten. VfB-Trainer Michael Warm erklärt: „Es war ein feiner Zug von den Netzhoppers, dass das so kurzfristig und unbürokratisch funktioniert hat.“

    Vor der Auftaktpartie konnte Warm den Auftritt der Netzhoppers in der Vorbereitung analysieren und meint: „Sie haben sich sehr strukturiert gezeigt und einen guten Eindruck bei den Testspielen hinterlassen.“

    Für die Randberliner ist „der VfB Friedrichshafen ein Gegner, der uns nicht gerade liegt“, formuliert Teammanagerin Britta Wersinger. Einen Grund für Optimismus gibt es trotzdem, denn in der vergangenen Saison konnten die Brandenburger „den VfB zum allerersten Mal in seiner Heimspielstätte, der ZF-Arena, mit 3:1 schlagen“.

    Allen Widrigkeiten zum Trotz bringt VfB-Kapitän Markus Steuerwald die Erwartungen für den Bundesligastart auf den Punkt: „Nach sechs Monaten Stille in der Halle vermisse ich das Quietschen der Schuhe auf dem Hallenboden. Und klar, die Zuschauer fehlen am meisten.“

    Die Vorbereitung der Häfler war laut Warm von „vielen Teamevents auf dem Bodensee wie z. B. Rudern im Vierer“ geprägt. Grundsätzlich hat „Corona die Situation natürlich nicht einfacher gemacht. Erst wollten wir ein Turnier auf Gran Canaria spielen, später in Chaumont. Beides mussten wir aufgrund von Reisewarnungen schlussendlich absagen“, so Warm. „Zusätzlich kam dann die Schließung unserer Halle Ende September. Fürchterlich komfortabel war das nicht“, fasst der VfB-Trainer die Trainingssituation zusammen.

    Die Netzhoppers hingegen konnten „einige Testspiele gegen den VCO Berlin, die HELIOS GRIZZLYS Giesen und die BERLIN RECYCLING Volleys bestreiten. Ein Turnier in Genf mussten wir leider absagen“, so Teammanagerin Wersinger.

    Laut Linus Weber konnten die Häfler bereits in der Saisonvorbereitung ihre Stärken entdecken: „Wir sind ein gutes Team - und das nicht nur auf, sondern auch neben dem Feld. Gerade in dieser schwierigen Situation mit der Halle war das jetzt wichtig, um nicht den Fokus zu verlieren.“ Für Netzhoppers-Chefcoach Christophe Achten zeichnet sich seine Mannschaft durch „Biss und eine große Portion Motivation“ aus.

    Mit diesen besonderen Argumenten im Gepäck verfolgen beide Teams ihre offiziellen Saisonziele. „Wir wollen natürlich Titel gewinnen, auch wenn wir wissen, dass die Konkurrenz stark ist und die Pandemie einige Fragezeichen in diese Richtung hinterlässt“, sagt VfB-Geschäftsführer Thilo Späth-Westerholt. Britta Wersinger von den Netzhoppers will „an die gute Leistung der vergangenen Saison anschließen“ und strebt Platz sechs in der Abschlusstabelle an. Grundsätzlich ist die Saison „allerdings schon erfolgreich, wenn sie nicht corona-bedingt angehalten werden muss“.

    Die Netzhoppers jubeln zusammen. (Foto: Tobias Ullerich)

    BERLIN RECYCLING Volleys – SWD powervolleys DÜREN

    Die Wiederholung des diesjährigen Pokalfinals „ist einfach ein Klassiker der Volleyball Bundesliga“, sagt Kaweh Niroomand Geschäftsführer der BR Volleys. Das erste Match seines Vereins nach dem Sieg im comdirect Supercup weckt die Erinnerung an das intensive Bundesligaspiel in Düren aus der vergangenen Saison, das  „mit Sicherheit zu den fesselndsten der letzten Jahre in der Bundesliga“ zählt.

    Ein „ähnlich intensives Duell ist am 1. Spieltag zu erwarten, weil beide Teams ihren Kern erhalten konnten“, analysiert Niroomand. Bei der Auftaktbegegnung freut er sich „vor allem darauf, so viele unserer treuesten Fans wie aktuell möglich wiederzusehen. Gemeinsam werden wir alles dafür tun, zumindest ein Stück der bekannten Volleyballtempel-Atmosphäre zu schaffen.“

    Für die powervolleys verlief das Saison-Warm-Up „unter Einhaltung aller Hygienebestimmungen und ohne weitere Einschränkungen insgesamt gut“, sagt Dürens Gesellschafter Erich Peterhoff. „Der Rücktritt unseres Cheftrainers Stefan Falter war allerdings ein großer Schock für alle Beteiligten“, beschreibt Peterhoff die Situation auf der Bank kurz vor Saisonstart.

    Der frischgebackene comdirect Supercupsieger und amtierende DVV-Pokalsieger aus Berlin konnte intensiv in die Saisonvorbereitung einsteigen, da „die Mannschaft trotz aller Visa- und Einreiseprobleme früher als je zuvor komplett beisammen war“, so BR-Volleys-Trainer Cédric Énard. Nach corona-bedingten Schwierigkeiten musste jedoch das geplante Trainingslager auf Gran Canaria abgesagt werden. An weiteren internationalen Turnieren konnte ebenfalls nicht teilgenommen werden. Eine „kurze Testspiel-Reise nach Polen und Matches gegen die HELIOS GRIZZLYS Giesen, Netzhoppers KW-Bestensee und SVG Lüneburg“ konnten jedoch trotzdem durchgeführt werden. Aus diesen Begegnungen erkannte Enard insgesamt „einen Aufwärtstrend bei unserer Mannschaft“.

    Der Kader wurde auf Berliner Seite mit sechs Neuen verstärkt. Der französische Nationalspieler Timothée Carle besetzt dabei den Außenangriff. „Außerdem freuen wir uns über das größte deutsche Talent im Mittelblock, Anton Brehme“, sagt Niroomand. Von den drei neuen Brasilianern Davy Moraes, Renan Michelucci und Éder Carbonera ist Letzterer sogar mit Olympiagold ausgezeichnet. Neuzugang Robin Baghdady wechselt aus dem College in Kanada an die Spree.„ Er stammt aus einer Volleyball-Familie - seine Mutter war deutsche Nationalspielerin, sein Vater iranischer Nationalspieler“, sagt Niroomand.

    Bei den powervolleys setzten die Klubverantwortlichen auf Konstanz. So bleiben unter anderem die Routiniers Björn Andrae, Michael Andrei, Tomas Kocian, Sebastián Gevert und Blair Bann den Dürenern erhalten. Mit Craig Ireland und Jordan Deshane wurden zwei Kanadier für die neue Spielzeit verpflichtet. Zusätzlich konnte Marcin Ernastowicz aus dem Weltmeisterland Polen verpflichtet werden.

    Für den Verlauf der Saison wünscht sich BRV-Geschäftsführer Niroomand: „Wir hoffen, dass diese Saison vollständig gespielt werden kann. Das ist für unseren Sport das übergeordnete Ziel und daher muss sich jeder nach bestem Gewissen an die aktuellen Regeln halten.“ Für seine Mannschaft visiert er einen Titel aus der Teilnahme beim DVV-Pokalfinale und dem Finale um die Deutsche Meisterschaft an. Drei klare Argumente für das Erreichen dieses Ziels sind laut Chefcoach Énard „die große Erfahrung, Selbstvertrauen und mentale Stärke“. Aus seiner Sicht „konnten Eckpfeiler des Teams wie Sergey Grankin, Benjamin Patch oder Samuele Tuia gehalten werden. Mit Timothée Carle, Éder Carbonera und Anton Brehme haben wir sportliche Qualität dazugewonnen, die unsere Abgänge aus der Stammformation hoffentlich auffangen“, analysiert Énard seinen Kader.

    Der comdirect-Supercup-Sieger 2020 heißt BERLIN RECYCLING Volleys. (Foto: Conny Kurth)

    HELIOS GRIZZLYS Giesen – WWK Volleys Herrsching

    „Ich hoffe, uns gelingt gleich zu Hause ein Coup“, wünscht sich Sascha Kucera, Sportlicher Leiter der HELIOS GRIZZLYS Giesen, einen guten Start in die neue Saison. Bisher konnten die Grizzlys in ihren beiden Bundesliga-Spielzeiten je eine Partie gegen Auftaktgegner WWK Volleys Herrsching für sich entscheiden. Die Mannschaft vom Ammersee schätzt Kucera „diese Saison noch stärker als vergangene Spielzeit“ ein. Das Team von Cheftrainer Max Hauser wird besonders motiviert sein, da „mit David Wieczorek nun auch ein ehemaliger GRIZZLY zu Gast ist“, beschreibt Kucera die Vorzeichen für die Partie. Herrsching-Coach Hauser möchte sich vor allem „für die herbe 0:3-Heimniederlage vergangene Saison revanchieren“.

    Die Vorbereitung verlief auf Giesener Seite im Rahmen der Einschränkung durch Corona insgesamt gut und es konnten „genügend Testspielen absolviert werden“, so Grizzlys-Trainer Itamar Stein. Damit es gleich beim ersten Spiel mit dem Heimsieg klappt, wollen die Niedersachsen mit ihrer „Zusammenarbeit als Team und mit unseren hoch motivierten und ambitionierten Spielern“ punkten.

    Als Vorsatz für die neue Saison strebt Hauser mit seiner Mannschaft das Play-Off-Halbfinale als offizielles Saisonziel an. Die HELIOS GRIZZLYS Giesen haben laut Kucera für 2020/21 in der Bundesliga die Qualifikation für die Play-Offs, das Halbfinale im DVV-Pokal und den ersten Sieg im Challenge Cup fest im Visier. Der Sportliche Leiter der Giesener freut sich dabei „besonders auf das Abenteuer Challenge Cup mit dem ‘Superlos‘ Lissabon".

    Neben dem Debüt im Challenge Cup konnten die Giesener weitere Erfolge abseits des Feldes für sich verbuchen: „Wir konnten trotz Corona neue Sponsoren gewinnen und haben mit Helios als Namenssponsor um drei Jahre verlängert“, sagt Kucera.

    Auch die WWK Volleys entwickeln sich weiter und werden in der neuen Spielzeit einige Matches im Audi Dome in München austragen.

    Ein Spieler der HELIOS GRIZZLYS Giesen in Aktion. (Foto: Stefan Saltzmann)

    United Volleys Frankfurt – SVG Lüneburg

    „Mit acht Siegen in Folge hat mir die Mannschaft eigentlich nur schöne Momente beschert - eine Leistung, auf die alle für immer stolz sein können“, beschreibt Frankfurts Cheftrainer Juan Manuel Serramalera „den“ schönsten Moment der vergangenen Saison. Trotz des zweiten Platzes in der Abbruch-Tabelle „müssen wir unter diesen Voraussetzungen sicherlich bescheiden sein und dürfen nicht erwarten, dass direkt noch einmal eine Steigerung möglich sein wird. Sportlich haben wir einen ungeplanten Umbruch erlebt und wichtige Leistungsträger verloren“, schätzt der Chefcoach der United Volleys die Ambitionen seines Teams ein. „Jetzt nehmen wir neu Anlauf und verlieren dabei die langfristige Perspektive nicht aus den Augen.“ In Lüneburg möchte Cheftrainer Stefan Hübner nach der Saison 2020/21 sagen können, dass „wir unser Bestmögliches geleistet haben“.

    United-Trainer Serramalera ist nach der Niederlage im comdirect Supercup bereit für Auftakt in der Liga gegen die SVG Lüneburg und freut sich auf “ein tolles Gefühl, weil wir endlich wieder auf die anderen Mannschaften in der Liga treffen, mit denen uns so viele gemeinsame sportliche Erlebnisse verbinden“´. Auf SVG-Seite steht im Zentrum der Vorfreude, „dass mit dem 1. Spieltag wieder ein Stück Normalität im Volleyball eintritt“, so Hübner.

    Zu einhundert Prozent eingespielt sind die Frankfurter noch nicht, da „wir mehrere Testmatches gegen starke Gegner im Ausland corona-bedingt jeweils kurzfristig absagen mussten, so dass wir sicherlich noch einige Zeit benötigen werden, um uns wirklich einzuspielen“, sagt Serramalera, für den „Lüneburg in den zurückliegenden Jahren immer ein schwerer und unangenehmer Gegner war. Das erwarten wir auch diesmal.“ Mit dem Ex-Lüneburger Noah Baxpöhler auf dem Feld werden die Hessen sicherlich mit einer Prise mehr Motivation in die Partie gehen.

    Neben "Baxe" haben die Mainstädter mit „Jakob Günthör und Daniel Malescha insgesamt drei starke Spieler mit Nationalmannschaftserfahrung für uns gewonnen. Dazu Tim Grozer und Mario Schmidgall, die ebenfalls schon beim Bundestrainer auf der Liste standen“, freut sich Serramalera. Neben den fünf erfahrenen deutschen Spielern „dürfen sich die Zuschauer auf die beiden energiegeladenen Liberos, Kyle Dagostino aus den USA und den Japaner Satoshi Tsuiki, sowie unsere neuen ‚jungen Wilden‘ und Europacup-Überraschung Ben Bierwisch freuen“.

    Auf die größte Stärke seines Teams will sich Serramalera nicht festlegen, gibt aber zu bedenken, dass „wir einige Spieler haben, die auf dem Sprung vom Talent zum Leistungsträger stehen, und bei uns jetzt wirklich zeigen können, was sie volleyballerisch und als Persönlichkeit draufhaben“. Die Mischung aus Jung und Alt schätzt UVF-Chef-Coach als charakteristisch für seine Mannschaft ein: „Auf jeden Fall haben wir wieder eine Mannschaft, die Spaß macht, immer alles gibt und vom ersten bis zum letzten Ballwechsel mit Leidenschaft auf dem Feld steht, auch wenn es durch die vielen ganz jungen Spieler im Kader sicherlich zu Leistungsschwankungen kommen wird, wenn eine oder mehrere zentrale Stützen ausfallen.“

    Zur Erklärung - ursprünglich wollten die Uniteds auf viele Tranfers verzichten: „Vor Corona war es unser Ziel, den Stamm des erfolgreichen Teams aus der Vorsaison zusammenzuhalten, was dann nicht mehr möglich war.“

    Tim Grozer von den United Volleys Frankfurt greift beim comdirect Supercup an. (Foto: Conny Kurth)

    Volleyball Bisons Bühl

    Die Volleyball Bisons Bühl wären zu Beginn der neuen Spielzeit gleich mit einem Doppelspieltag gestartet. Die Betonung dabei liegt auf „wären“. Aufgrund mehrerer Corona-Infektionen beim VCO Berlin muss der Auftakt der Zwetschgenstädter verschoben werden. Auch die zweite geplante Partie muss aufgrund eines Covid-19-Falles im Umfeld der Erstligamannschaft des TSV Unterhaching auf einen noch unbestimmten Zeitpunkt verschoben werden. Damit verlängert sich die Vorbereitung der Bisons um eine Woche, bevor die Bühler am 24. Oktober 2020 auswärts in Lüneburg gefordert sind. Die Saisonvorbereitung war „trotz der Situation ähnlich wie in einer ‘normalen‘ Saison, aber mit vielen Vorschriften. Am Anfang war es vielleicht etwas schwierig, sich an die Regeln zu gewöhnen, aber nach ein paar Tagen haben wir uns alle daran angepasst“, sagt Mittelblocker Alpár Szabó. Tim Stöhr und ein „paar meiner Mitspieler hatten glücklicherweise die Möglichkeit, bei der Nationalmannschaft dabei zu sein, um ein bisschen am Ball zu bleiben, sodass der Einstieg in Bühl nicht allzu schwerfiel“.

    Der Mittelblocker sieht sein Team nicht ganz oben in der Tabelle. “Deshalb müssen wir schlauer und mental stark sein und so Volleyball spielen, wie es für uns am effektivsten ist, um unsere Ziele zu erreichen. Aber wir sind sowohl physisch als auch mental stark.“ Wobei der DVV-Nationalspieler Stöhr zu Bedenken gibt: “Die größte Stärke der Mannschaft lässt sich so früh noch nicht benennen. Man muss jeden einzelnen in jeder Spielsituation verstehen und als Team fungieren.“

    Für die neue Spielzeit setzt sich Szabo folgendes Ziel: „Wir würden definitiv gerne auf einem der Playoff-Plätze landen. Im Pokal müssen wir lediglich ein Spiel gewinnen, um im Halbfinale zu stehen, daher denke ich, dass für die erste Hälfte der Saison unser größtes Ziel ist, dieses Spiel zu gewinnen.“ Stöhr formuliert seine Ziele für die Volleyball Bisons etwas prozesshafter: „Eine erfolgreiche Saison wäre es, die Saison ohne Komplikationen zu spielen. Alles andere wird man sehen. ‚Von Spiel zu Spiel‘, wie man so schön sagt. Wenn wir am Ende Pokalsieger sind, dann kann ich mich auch mal kurz darüber freuen.“

    Die Spieler der Volleyball Bisons Bühl jubeln ihrem Libero zu. (Foto: Lucas Martin)

    VCO Berlin

    In der Saisonvorbereitung fokussierten sich Erik Röhrs und seine Mitspieler vom VC Olympia Berlin „schon früh auf die U20-Europameisterschaft im September“. Der Außenangreifer und seine Teamkollegen haben sich während des Lockdowns „zuhause gut fit halten können und verhältnismäßig früh wieder mit dem Training anfangen dürfen“, so Röhrs. Im Rahmen der Nationalmannschaft konnten dann auch in Kienbaum einige Testspiele durchgeführt werden.

    Bei der U20-EM in Brno/Tschechien sicherte sich die DVV-Auswahl Platz acht. Leider hatte dieses europäische Turnier unangenehme Folgen für den VCO-Kader. Im Rahmen des Wettbewerbs infizierten sich sechs Spieler mit dem Coronavirus. Durch die Quarantäne verschiebt sich deshalb der Auftakt in der 1. Bundesliga für die Berliner.

    Für Erik Röhrs und seine VCO-ler wird dann aber „ein Traum in Erfüllung gehen. Es ist eine große Ehre für die ganze Mannschaft, gegen große Namen und Vorbilder spielen zu können“. Die jungen Wilden aus Hohenschönhausen brennen auf ihren ersten Satz in der 1. Bundesliga: „Wir freuen uns auf die Erstliga-Atmosphäre und wollen viel Erfahrung sammeln“.

    Der Kader der Hauptstädter wird für die neue Spielzeit mit sechs Ex-Spielern der Volley Youngstars Friedrichshafen verstärkt. Dabei ist unter anderem der U18-Europameister Leon Meier. Vom VCO sind diesen Sommer Benedikt Gerken, Odin Gnilitza und Adrian Kloos abgegangen.

    Die neu formierte Mannschaft setzt sich, laut Röhrs, folgendes Saisonziel: “Wir wollen es jedem Team so schwer wie möglich machen, gegen uns zu spielen und uns dabei spielerisch, technisch und taktisch immer weiterentwickeln. Vielleicht springen diese Saison dabei Satz- und Punktgewinne heraus.“

    Damit dieser Vorsatz Wirklichkeit werden kann, setzten die Berliner auf ihren „sehr breiten Kader mit guten Spielern auf allen Positionen“. Ein weiterer „großer Vorteil für uns ist, dass wir keine Ergebnisrunde haben. Wir können mutig und befreit aufspielen“. Auch die Teamchemie stimmt, da „wir bis auf die Neuzugänge, schon die letzten drei Jahre zusammengespielt haben und uns damit auf und neben dem Platz gut verstehen“.

    Abseits des Feldes gab es personell ebenfalls einige Wechsel. Die Geschäftsstelle des VC Olympia Berlin wird seit Februar 2020 von der ehemalige Beachvolleyball-Nationalspielerin Ilka Niklaus verstärkt. Zusätzlich konnten Arvid Kinder, ehemaliger Geschäftsführer der Netzhoppers KW-Bestensee, als Manager sowie Shyann König als Teammanagerin gewonnen werden.

    TSV Unterhaching

    „Ich glaube, ich habe noch nie eine Vorbereitung erlebt, bei der alles glatt läuft“, meint der neue Co-Trainer der Unterhachinger, Patrick Steuerwald, angesprochen auf die Einschränkungen durch Corona. „Natürlich war es eine besondere Vorbereitung unter dem Eindruck der Corona-Pandemie. Am Ende haben alle Teams ähnliche Voraussetzungen, da wollen wir nicht jammern“, analysiert Steuerwald die Vorbereitung aller Bundesligisten.

    Für 2020/21 peilt Steuerwald an, „mit der jungen Mannschaft mit jedem Spiel näher an das Niveau der 1. Bundesliga“  heranzukommen. „Uns erwartet sportlich ein schwieriges Jahr, aber der Abstieg ist zum Glück in dieser Saison kein Thema“, sagt Steuerwald zur Marschroute für seine Truppe.

    Aus dem Kader der Vorsaison sind sechs Spieler der Bayern verblieben. Geschäftsführer Mihai Paduretu: „Mit Paul Gehringer und Jonas Sagstetter kehren aber auch zwei bekannte Gesichter zurück, die das TSV-Trikot schon in der 2. Bundesliga getragen haben.“ Zusätzlich verstärken „viele hoffnungsvolle Nachwuchsspieler“ den Kader der Rand-Münchner. Auch auf der Trainerbank wurde neues Personal verpflichtet: „Eine absolute Top-Lösung haben wir natürlich an der Trainerlinie gefunden, in dem unser Ex-Spieler Patrick Steuerwald aus Friedrichshafen kommt und gemeinsam mit Stan Pochop die Mannschaft coacht.“

    Spielerisch will der TSV mit seinem unermüdlichen Einsatz und seiner jugendlichen Frische in der 1. Bundesliga bestehen. „Die Jungs sind belastbar, fit und haben richtig Bock, sich in der 1. Liga zu zeigen“, sagt Steuerwald. Wenn dann im Verlauf der Spielzeit auch das spielerische Niveau steigen sollte, „dann wird es am Ende eine tolle Geschichte“.

    14.10.2020 16:22
  • Schwerin statt Stuttgart: Topspiel ersetzt Topspiel in Potsdam
    VBL | Pressemitteilungen
    Das Covid-19-Virus wirbelt den Spielplan der 1. Volleyball Bundesliga der Frauen am kommenden Wochenende durcheinander.

    Das Covid-19-Virus wirbelt den Spielplan der 1. Volleyball Bundesliga der Frauen am kommenden Wochenende durcheinander. Das Spiel zwischen NawaRo Straubing und dem SSC Palmberg Schwerin sowie die Partie SC Potsdam gegen Allianz MTV Stuttgart müssen aufgrund von Coronafällen im Umfeld der Straubinger und Stuttgarter Mannschaft und damit verbundenen Quarantänezeiten verlegt werden.


    Freuen sich auf einen Topgegner in der MBS Arena: Die Spielerinnen des SC Potsdam (Foto: Nicol Marschall)

    Da die Partie in Potsdam als Livespiel im Free-TV bei SPORT1 eingeplant war, musste dafür Ersatz gefunden werden – und der fällt standesgemäß aus. Anstelle der starken Schwäbinnen reist nun der comdirect Supercupsieger aus Schwerin zum Spiel in die brandenburgische Landeshauptstadt. Spielbeginn am Sonntag, 18. Oktober 2020, bleibt 17:30 Uhr.

    „Die kurzfristige Spielverlegung zeigt den Zusammenhalt innerhalb der Liga. Im Sinne unseres Sports haben alle Beteiligten an einem Strang gezogen und dieses Spiel möglich gemacht“, freut sich Julia Retzlaff, Geschäftsleiterin Sport bei der Volleyball Bundesliga.

    „Das ist anscheinend die neue Realität, mit der wir in dieser Saison leben müssen. Natürlich ist es schwierig, sich in nur drei Tagen auf so einen starken Gegner wie Potsdam vorzubereiten. Aber wir müssen bei den aktuellen Entwicklungen dankbar sein, überhaupt spielen zu können und dafür sorgen, dass Volleyball weiter sportlich aber auch medial stattfindet“, zeigt Schwerins Chef-Trainer Felix Koslowski Verständnis für die kurzfristige Änderung im Spielplan. “Wir haben bei den Testspielen in der Vorbereitung gesehen, wie stark die Mannschaft von Potsdam in diesem Jahr wieder ist,” schätzt Koslowski den neuen Gegner für das Wochenende ein.

    Die Partie der Schwerinerinnen gegen Straubing wurde im Übrigen um genau eine Woche, auf den 24. Oktober, verschoben. An diesem Termin wären beide Mannschaften sonst spielfrei gewesen. Für das Spiel zwischen Potsdam und Stuttgart wird noch ein neuer Termin gesucht.

    14.10.2020 15:12
  • "Ein bisschen feiern": Stimmen zum comdirect Supercup der Männer
    Supercup | VBL-News
    Die Stimmen zum comdirect Supercup der Männer zwischen den United Volleys Frankfurt und den Berlin Recycling Volleys.

    Die Berlin Recycling Volleys haben den comdirect Supercup mit 3:0 (29:27, 25:22, 25:22) gegen die United Volleys Frankfurt gewonnen. Nach dem Match zeigten sich die Berliner glücklich über den Titel, sahen aber auch noch viel Potenzial für Verbesserungen. Auf Frankfurter Seite nahm Trainer Juan Manuel Serramalera durchaus einiges Positive aus der Partie mit.


    Berliner "French Connection": Pujol, Carle und Tuia mit dem comdirect Supercup. (Foto: Conny Kurth)

    Sergey Grankin (Berlin Recycling Volleys): "Es war natürlich nicht einfach, kurzfristig auf der Diagonalen reagieren zu müssen, aber wir haben das als Team gut gelöst. Dieser erste Titel ist schön, doch wir brauchen jetzt Spiele, Spiele, Spiele, schließlich wollen wir mehr erreichen und am Zusammenspiel bleibt vieles zu verbessern. Heute dürfen wir ein bisschen feiern, aber dann freuen wir uns auf den Heimauftakt vor möglichst vielen Fans am Samstag!"

    Julian Zenger (Berlin Recycling Volleys): "Am Anfang waren wir ein bisschen nervös. Es war deshalb sehr wichtig, dass wir den engen ersten Satz gewonnen haben. Den zweiten Satz hatten wir das zu großen Teilen Éder zu verdanken, der mit seinem Aufschlag den Unterschied gemacht hat. Im dritten war dann lange zu sehen, was möglich ist, wenn wir im Rhythmus sind. Wir können mit diesem Auftakt zufrieden sein, müssen aber weiter an einigen Dingen arbeiten."

    Juan Manuel Serramalera (Trainer United Volleys Fraknfurt): "Ein Finale verliert niemand gern, vor allem wenn es das erste in einer fünf Jahre jungen Vereins­geschichte ist. Der Auftritt meiner Mannschaft in ihrem ersten richtigen Match war alles andere als enttäuschend. Wir waren sehr konservativ mit den Corona-Vorkehrungen und hatten darum kaum Testspiele, deshalb hat mir sehr gut gefallen, wie meine Spieler heute, erstmals unter Wettkampf­bedingungen, mit dieser Situation umgegangen sind. Unser Ziel ist, jeden in der Mannschaft individuell im technischen und taktischen Bereich voranzubringen. Dabei mussten wir uns vieles in kurzer Zeit von Grund auf neu erarbeiten – von Spielsystemen über die Annahmeordnung bis zum Block-Abwehr-Verhalten. Angesichts dessen bin ich absolut zufrieden. Wenn die Runde in den nächsten Wochen erst einmal Fahrt aufnimmt, werden wir uns noch stärker präsentieren."

    12.10.2020 09:54
  • BR Volleys verteidigen comdirect Supercup
    VBL | Pressemitteilungen
    Die Berlin Recycling Volleys haben ihren Titel beim comdirect Supercup erfolgreich verteidigt.

    Die Berlin Recycling Volleys haben ihren Titel beim comdirect Supercup erfolgreich verteidigt. Bei der Rückkehr der Männer-Bundesliga in den Spielbetrieb gewann der amtierende DVV-Pokalsieger gegen die United Volleys Frankfurt in der Fraport Arena mit 3:0 (29:27, 25:22, 25:22).


    Supercup-Sieger 2020: die Berlin Recycling Volleys (Foto: Conny Kurth)

    Die Frankfurter gingen mutig und konzentriert in die Partie. Mit starken Aufschlägen und einer gut postierten Feldabwehr erarbeitete sich das Team des argentinischen Trainers Juan Manuel Serramalera eine 9:6-Führung. Erst als sich auf Seiten der United Volleys kleinere Fehler einschlichen, kamen die Berliner heran und gingen beim Stand von 13:12 erstmalig in Führung.

    Mit sicheren Sideouts auf beiden Seiten ging es bis in die Crunchtime des ersten Durchgangs. Beim Stand von 24:21 hatten die BR Volleys gleich drei Möglichkeiten, den Satz für sich zu entscheiden, konnten aber keine davon nutzen. Auch weil in Ben Bierwisch – später zum MVP der Partie gewählt – ein 18-Jähriger beim Aufschlag die Nerven behielt. In der Folge blieben drei weitere Berliner Chancen ungenutzt, die 1:0-Satzführung perfekt zu machen. Erst beim Stand von 28:27 war Samuele Tuia nicht mehr zu stoppen und machte den Sack für seine Mannschaft zu.

    In eigener Halle zeigten sich die United Volleys vom Verlust des ersten Satzes wenig beeindruckt. Ohne den etatmäßigen Außenangreifer Floris van Rekom, der verletzt länger ausfällt, und dessen kurzfristig verpflichteten Ersatz, den erst am Vorabend in Frankfurt gelandeten Argentinier Rodrigo Quiroga, sah es lange so aus, als könnte der Satzausgleich gelingen. 19:16 führten die Frankfurter, ehe die Berliner zum entscheidenden Zwischensprint ansetzten und mit fünf Punkten in Folge die Weichen auf 2:0 stellten. Den ersten Satzball setzte Berlins französischer Neuzugang Timothée Carle beim Aufschlag noch ins Netz – die zweite Chance ließ er sich mit einem sehenswerten Rückraumangriff dann aber nicht nehmen.

    Der gleiche Spielzug sollte die Partie nach 85 gespielten Minuten dann auch beenden. Der gewohnt präzise Sergey Grankin setzte Carle beim zweiten Matchball per Pipe in Szene, und die Berliner konnten ihren zweiten Supercup-Erfolg bejubeln. Zuvor hatte sich das Team aus der Hauptstadt erstmalig im Spiel schon früh im Satz abgesetzt. Über 6:4 und 12:8 baute die Mannschaft von Cédric Énard ihre Führung auf 16:11 aus. Doch das junge Frankfurter Team gab sich nicht geschlagen und konnte zum 18:18 ausgleichen. Die Berliner ihrerseits ließen sich davon nicht aus der Ruhe bringen – und setzten schließlich den spektakulären Schlusspunkt durch Grankin und Carle.

    In der Partie, für die 369 Tickets verkauft wurden, gab es gleich zwei Spieler, die für ihre 120 Stundenkilometer schnellen Aufschläge von der comdirect mit dem „Fastest Serve of the Match“ geehrt wurden: Berlins Samuele Tuia und der Frankfurter Daniel Malescha.

    11.10.2020 16:43

Spiele

Samstag, 17. Oktober 2020

18:00
Aachen Ladies in Black Aachen
3:1
Erfurt Schwarz-Weiß Erfurt
3:1
19:00
Suhl VfB Suhl LOTTO Thüringen
1:3
Dresden Dresdner SC
1:3

Sonntag, 18. Oktober 2020

Aktuelles aus der Volleyball Bundesliga

"Black Week"-Rabatte: Tolle Angebote fürs DVV-Pokalfinale

VBL | Pressemitteilungen

Mit großen Schritten bewegen wir uns auf Weihnachten zu und abermals beginnt das lange Grübeln nach einem passenden Geschenk für seine Lieben. Als Volleyballliebhaber kann man in der kommenden Woche das Angenehme mit dem Praktischen perfekt verbinden.


Ein Muss für jeden Volleyballfan - das Pokalfinale am 16. Februar 2020 in der Mannheimer SAP Arena. (Foto: Sebastian Wells)

Ticketmaster und Adticket bieten in der Black Week, in dem Aktionszeitraum vom 25.11.2019 (ab 10:00 Uhr) bis einschließlich 01.12.2019, satte Rabatte bei den Eintrittskarten für das DVV-Pokalfinale an. Auf Tickets der Preiskategorie 2 und 3 (Oberrang) gibt einen Nachlass von 50 Prozent! Hierfür einfach den Aktionscode BLACK benutzen. Diesen Code am Ende der Buchung im Feld "Promotion-Code" eingeben, so dass der Rabatt verrechnet wird.

Zu den Eintrittskarten geht es hier:

Ticketmaster: Ticketmaster Black-Week-Angebot

AdTicket: AdTicket Black-Week-Angebot

Das erste Volleyballhighlight 2020 aus nationaler Sicht findet am 16. Februar in der SAP Arena Mannheim statt. Bei den Männern und Frauen kämpfen die jeweils besten Teams der DVV-Pokalsaison um den Titel.

veröffentlicht am Freitag, 22. November 2019 um 17:04; erstellt von Glöde, Yvonne
letzte Änderung: 25.11.19 09:01
Volleyball Bundesliga live bei Sport1 Supercup Showacts