VOLLEYBALL BUNDESLIGA
  • DVV-Pokalfinale für fünf weitere Jahre in Mannheim
    VBL | Pressemitteilungen
    Die DVV-Pokalfinals der Frauen und Männer haben für weitere fünf Jahre einen festen Austragungsort. Der Deutsche Volleyball-Verband und die Volleyball Bundesliga als Veranstalter verlängerten den Vertrag mit der SAP Arena Mannheim im Zuge des Pokalwochenendes 2020 bis zum Jahr 2025.

    Die DVV-Pokalfinals der Frauen und Männer haben für weitere fünf Jahre einen festen Austragungsort. Der Deutsche Volleyball-Verband und die Volleyball Bundesliga als Veranstalter verlängerten den Vertrag mit der SAP Arena Mannheim im Zuge des Pokalwochenendes 2020 bis zum Jahr 2025.

    Freuen sich auf fünf weitere Jahre DVV-Pokalfinale in Mannheim: Michael Evers (l.), Jens Reithmann (M.) und René Hecht (r.). (Foto: Sebastian Wells)

    Bereits seit 2016 ist Baden-Württembergs größte Multifunktionsarena Gastgeber für die Pokalendspiele der Frauen und Männer, die seitdem mehr als 53.000 Volleyball-Fans nach Mannheim gelockt haben. Der Termin für die sechste Auflage des DVV-Pokalfinals in der SAP Arena steht auch schon fest: Am Sonntag, den 28. Februar 2021, werden in Mannheim erneut die Cupsieger gekrönt. Der Ticketverkauf für das einzigartige Event beginnt Mitte März.

    Ein weiteres Highlight ist die Preisverleihung „Goldenes Händchen“ im VIP-Bereich der SAP Arena, die seit 2017 am Abend vor dem großen Finaltag Profis sowie Amateursportler in den Kategorien „Volleyball Story des Jahres“, „Bester Ballwechsel der Pokal-Saison“ und „Social Media Video des Jahres im Amateurbereich“ gleichermaßen für ihre herausragenden Leistungen auszeichnet.

    René Hecht, Präsident Deutscher Volleyball-Verband: „Was vor fünf Jahren nach einem gewagten Schritt aussah, hat sich als eine der besten Entscheidungen herausgestellt, die wir für den Volleyballsport in Deutschland treffen konnten. Das DVV-Pokalfinale hat sich zum größten Volleyball-Premium-Produkt entwickelt, das wir in Deutschland haben. Dies kommt auch in den Bereichen Medien und Vermarktung sehr stark zum Tragen. Wir sind sehr stolz auf das, was wir gemeinsam mit der SAP Arena aus dem DVV-Pokalfinale gemacht haben und freuen uns auf weitere fünf Jahre in dieser Partnerschaft.“

    Michael Evers, Präsident Volleyball Bundesliga: „Wir sind davon überzeugt, dass uns die SAP Arena die besten Bedingungen für ein Event wie das DVV-Pokalfinale bietet. Wir sind vom ersten Tag an mit offen Armen und offenen Ohren aufgenommen worden. Dieses Zusammenspiel von Organisation, Arenagefühl und Spitzensport hat das Pokalfinale hier in Mannheim zum Volleyball-Highlight des Jahres gemacht. Jedes Jahr kommen mehr als 10.000 Fans nach Mannheim – diese Zahl und die Stimmung in der Halle sprechen für sich.“

    Jens Reithmann, operative Geschäftsleitung SAP Arena Mannheim: „Wir sind stolz, das DVV-Pokalfinale nun bereits seit fünf Jahren in Folge in der SAP Arena auszurichten und freuen uns über die feste Buchung für weitere fünf Jahre. Durch die umfassende Gebäudeinfrastruktur und unsere Full-Service-Strategie bieten wir dem Verband, der Liga, den Spitzensportlern, den Besuchern und den Medien ein perfektes Zuhause für die Pokalfinalspiele bis 2025.“

    17.02.2020 13:29
  • #MissionMannheim: Dresden gewinnt Hollywood-Finale gegen Stuttgart
    VBL | Pressemitteilungen
    Dresdner SC heißt der DVV-Pokalsieger 2020 bei den Frauen. In einem hochklassigen und dramatischen Fünfsatz-Finale gelangen den Dresdnerinnen zwei unglaubliche Comebacks gegen Allianz MTV Stuttgart.

    Dresdner SC heißt der DVV-Pokalsieger 2020 bei den Frauen. In einem hochklassigen und dramatischen Fünfsatz-Finale gelangen den Dresdnerinnen zwei unglaubliche Comebacks, als sie gegen Allianz MTV Stuttgart in zwei Sätzen fünf Matchbälle abwehrten und am Ende noch mit 3:2 (25-19, 20-25, 21-25, 28-26, 17-15) gewannen. Für Dresden ist es der insgesamt sechste Pokaltriumph, während die Stuttgarterinnen ihren vierten Titel verpassten. Comdirect Player of the Match wurde Stuttgarts Krystal Rivers, die mit 35 Punkten glänzte.

    Jubel nach starkem Comeback: Die Spielerinnen des Dresdner SC feiern den sechsten DVV-Pokalsieg (Foto: Sebastian Wells)

    Zuletzt standen sich beide Teams 2016 im DVV-Pokalfinale gegenüber, als Dresden ebenfalls mit 3:2 gewann. Dennoch waren die Rollen 2020 anders verteilt. Stuttgart, das in der aktuellen Saison beide Vergleiche gegen Dresden gewann, galt im Vorfeld als Favorit - und hatte eine Hand am Pokal.

    Stuttgart dreht Rückstand

    Schon im ersten Satz machte Dresden klar, dass mit ihnen zu rechnen ist. Über eine starke Abwehr zermürbten sie den Stuttgarter Angriff und nutzten ihre Breakchancen, um Rückstände zu drehen, sich eine beruhigende Führung auszubauen und die überraschende Führung (25-19) einzutüten. Diese sollte allerdings nicht lange halten. Eine überragende Krystal Rivers von Stuttgart, die über das gesamte Finale 51% ihrer Angriffe verwandelte, drehte das Match fast im Alleingang und brachte ihr Team auf die vermeintliche Siegerstraße.

    Goldener Wechsel Dresdens

    Coach Alexander Waibl reagierte auf den Rückstand. Nach dem 1:2-Rückstand schickte er Angreiferin Emma Cyris ins Spiel. Ein Wechsel, der sich vollends auszahlen sollte. Mit ihrer jugendlichen Leichtigkeit, von gerade einmal 18 Jahren, hatte sie entscheidenden Anteil am dramatischen Comeback, das sich in den nächsten Durchgängen entwickelte.

    „In einem Finale ist es immer 50:50. Dresden ist ein starkes Team. Ich denke, dass wir das Spiel bis zum Stand von 21:16 im vierten Satz kontrolliert, dann aber den Fokus verloren haben. Trotzdem hatten wir die Chancen auf den Sieg, konnten es aber einfach nicht zu Ende bringen. Deswegen haben wir das Finale verloren. Die Spielerinnen haben alles gegeben und um jeden Ball gekämpft. Wir sind enttäuscht, werden aber wieder aufstehen und weiterarbeiten“, erklärte ein enttäuschter Stuttgarter Trainer Ioannis Athanasopoulos den Bruch im Spiel seiner Mannschaft.

    Fünf Matchbälle nicht genug

    Denn im vierten Durchgang lagen die Stuttgarterinnen bereits mit 21-16 in Führung und benötigten lediglich vier weitere Punkte zum goldenen Sieg. Dresden allerdings kämpfte sich mit einer starken Abwehrarbeit zurück und entschied nahezu jede lange Rally für sich. So konnten sie auch die ersten Matchbälle auf Stuttgarter Seite (24-22) abwehren und eine hochklassige Schlussphase für sich entscheiden (28-26).

    Ein ähnliches Bild sahen die Fans im Tiebreak. Stuttgart erkämpfte sich beim Stand von 14-12 zwei Matchbälle und hatte kurze Zeit später eine allerletzte Chance (15-14). Nutzen konnten sie keine einzige, während die Dresdnerinnen das Match drehten und ihre erste Möglichkeit zum Pokalsieg über Lena Stigrot eiskalt verwandelten.

    „Haben uns Leichtigkeit bewahrt“

    Pokalsieger-Coach Alexander Waibl, der unmittelbar nach dem Matchball auf dem Feld überwältigt zusammensackte, sagte zum Sieg: „Wir hatten teilweise vier Spielerinnen auf dem Feld, die jünger als 19 Jahre waren. Diese Leichtigkeit haben wir uns bewahrt und haben die Chancen, die sie uns geboten haben, genutzt. Klar gehört immer auch ein bisschen Glück dazu, aber insgesamt haben wir es uns mit unserer Leidenschaft und Emotion, die wir rein gehauen haben, verdient. Zu seinem vierten Pokalsieg sagte er: „Es war schon ein besonderer Sieg, weil wir erstmals als Underdog in ein Finale gegangen sind und nicht viele an uns geglaubt haben. Monique Strubbe ist in das Team gerutscht und hat heute ihr erstes Pokalspiel absolviert, und dann gleich ein Finale. Man konnte damit nicht rechnen, aber hoffen. Einfach unglaublich.“

    „Unglaubliche Teamleistung“

    „Es war eine unglaubliche Teamleistung. Fast jede Spielerin war einmal auf dem Spielfeld und hat eine super Leistung gezeigt. Das ist das, was uns schon die letzten Wochen stark gemacht hat. Wenn man mit so einem Willen spielt, dann gewinnt man auch solche Spiele. Ich war mit erst gar nicht sicher, ob ich den Punkt gemacht habe und hatte auch nicht den genauen Stand im Kopf. Als ich aber gesehen habe, dass sich alle freuen, wusste ich, dass wir den Pokal haben. Es war ein tolles Gefühl“, beschrieb Deutschlands Nationalspielerin Lena Stigrot ihren entscheidenden Moment, der ein Comeback, das in jedem Hollywood-Streifen seinen Platz finden würde, vollendete.

    16.02.2020 23:06
  • Berlin zurück auf dem Pokalthron
    VBL | Pressemitteilungen
    Nach vier Jahren Wartezeit stehen sie wieder ganz oben: Die Berlin Recycling Volleys haben zum fünften Mal in ihrer Vereinsgeschichte den DVV-Pokal gewonnen. Im Finale setzten sie sich vor 10.689 Zuschauern in drei Sätzen mit 3:0 (25-12, 25-18, 25-22) gegen die SWD Powervolleys Düren durch. Für Berlin ist es bereits der zweite DVV-Pokalsieg in der SAP Arena in Mannheim, während Düren weiterhin auf den ersten Titel der Vereinsgeschichte warten muss.  

    Nach vier Jahren Wartezeit stehen sie wieder ganz oben: Die BERLIN RECYCLING Volleys haben zum fünften Mal in ihrer Vereinsgeschichte den DVV-Pokal gewonnen. Im Finale setzten sie sich vor 10.689 Zuschauern in drei Sätzen mit 3:0 (25-12, 25-18, 25-22) gegen die SWD Powervolleys Düren durch. Für Berlin ist es bereits der zweite DVV-Pokalsieg in der SAP Arena in Mannheim, während Düren weiterhin auf den ersten Titel der Vereinsgeschichte warten muss.  

    Endlich wieder DVV-Pokalsieger - die BR Volleys lassen sich in der Mannheimer SAP Arena feiern. (Foto: Sebastian Wells)

    „Wussten, dass wir bereit sind“

    Mit dem Nimbus der Unbesiegbarkeit, in der Liga und Pokal ist Berlin in dieser Saison noch ungeschlagen, reisten die BR Volleys in die SAP Arena nach Mannheim – und wurden ihrer Favoritenrolle gerecht. „Es war ein sehr gutes Match von uns. Wir wussten, dass wir bereit sind, aber wir waren auch gewarnt, weil Düren in einem Spiel immer gewinnen kann. Wir konnten von Beginn an Druck ausüben, hatten aber auch eine gute Annahme. Das sind alles Voraussetzungen, die uns über Sergey ein sehr gutes Spiel haben aufziehen lassen“, bewertete BR-Volleys Coach Cedric Enard die Leistung seiner Mannschaft.

    Block-Party im ersten Satz

    Diese ließ Düren im ersten Satz keine Chance. Über eine starke Annahme (62%) hatte BR-Zuspieler Sergey Grankin leichtes Spiel und verteilte die Bälle nach Belieben. Gleich sechs Spieler trugen sich in die Scorer-Liste ein und stellten die Weichen früh auf Sieg (8-4, 16-7). Während bei Berlin insgesamt 62% der Angriffe in Punkte umgewandelt werden konnte, gelang den Powervolleys nahezu nichts (19%). Auch im Block langten die Hauptstädter viermal zu und tüteten Satz eins locker mit 25-12 ein.

    Kurz Hoffnungsschimmer im Keim erstickt

    Eine ausgeglichene Anfangsphase im zweiten Durchgang (6-6) ließ die Dürener Fans zunächst hoffen. Doch das gegenwärtige Formtief, das ihnen schon die Pokal-Generalprobe am vergangenen Liga-Spieltag verhagelte (2:3 vs. Rottenburg), schlug schnell wieder zu. Immer wieder wackelten sie in der Annahme und blieben durch schlechte Angriffspositionen an der starken Block-Abwehr-Arbeit der Berliner hängen. Auf der anderen Seite war der aktuelle deutsche Meister im Angriff einfach nicht zu stoppen. Bis zum Ende der Partie schraubten sie ihre Angriffsquote auf überragende 71% nach oben und machten Düren, bei dem Sebastián Gevert die meisten Punkte erzielte (12), das Leben schwer.

    „Die Qualität, die Berlin hat, ist natürlich bekannt. Wir haben nach einer nervösen Anfangsphase immer gehofft, dass wir den Rhythmus noch finden, aber wir haben leider sehr lange gebraucht, um uns einmal zu wehren. Insgesamt war es auch zu wenig Druck im Aufschlag und hat das Selbstbewusstsein der Berliner immer größer werden lassen“, sagte Dürens-Trainer Stefan Falter im Anschluss. Mit dem großen Selbstbewusstsein im Gepäck drehte Berlin im dritten Satz gar einen 14-16 Rückstand. Gepusht von Benjamin Patch, der am Ende mit 13 Zählern Top-Scorer des Finals wurde und eine starke Angriffsquote von 65% hatte. Letztendlich beendete ein Dürener Fehlaufschlag das Match und ließ auf Berliner Seite die Sektkorken knallen.

    „Kennen uns hier aus“

    „Wir haben wirklich ein super Spiel gemacht. Düren hatte, vor allem in den ersten zwei Sätzen, große Probleme im Aufschlag und der Annahme, was es uns deutlich einfacher gemacht hat. Natürlich hat uns auch der Start in die Karten gespielt. Nach der Siegerehrung werden wir noch in Mannheim feiern gehen. Geplant haben wir nichts, aber wir kennen uns hier auch ein bisschen aus“, sagte BR-Volleys Kapitän und Nationalspieler Moritz Reichert mit einem Schmunzeln im Gesicht und verabschiedete sich in die Kabine, in der bereits der erste Teil der großen Pokalfeier im Gange war.

    16.02.2020 17:27
  • Ehre wem Ehre gebührt: Verleihung des "Goldenen Händchens"
    VBL | Pressemitteilungen
    Seit vier Jahren rollt die SAP Arena am Abend vor dem Pokalfinale ihren blauen Teppich für Profi- und Amateursportler gleichermaßen aus. In der Pokalnacht verleiht der Deutsche Volleyball-Verband und die Volleyball Bundesliga in den Kategorien „Bester Ballwechsel der Pokalsaison“, „Social Media Video des Jahres im Amateurbereich“ und „Volleyballstory des Jahres“ die begehrten Preise in einem exklusiven Ambiente.

    Seit vier Jahren rollt die SAP Arena am Abend vor dem Pokalfinale ihren blauen Teppich für Profi- und Amateursportler gleichermaßen aus. In der Pokalnacht verleiht der Deutsche Volleyball-Verband und die Volleyball Bundesliga in den Kategorien „Bester Ballwechsel der Pokalsaison“, „Social Media Video des Jahres im Amateurbereich“ und „Volleyballstory des Jahres“ die begehrten Preise in einem exklusiven Ambiente.


    Die Gewinner des "Goldenen Händchens" (Foto: Conny Kurth)

    Volleyball-Story des Jahres


    Tim Noack (Mantahari Oceancare) Gewinner der "Volleyballstory des Jahres". (Foto: Conny Kurth)

    Beachvolleyballer Tim Noack aus München ist ein Mann der Taten. Er arbeite in Indonesien als Divemaster und bemerkte wie die Unmengen an Plastik, nicht nur seine Sicht störten, sondern speziell die Mantarochen bei ihrer Nahrungsaufnahme mit offenem Maul beeinträchtigten.

    Zurück in München gründete er „Mantahari Oceancare“.  Mit dem Projekt möchte er erreichen, dass weniger Plastik in den Ozeanen landet und die Menschen zum Nachdenken anregen. Er lässt stylische Textilien produzieren und spendet die Marge an ein Internship Programm in Indonesien. Dort können sich die Einheimischen mit dem Thema Mirkoplatik auf wissenschaftlicher Basis auseinandersetzen. Über seine Social Media Kanäle gibt er Tipps, wie man Plastik vermeiden kann.

    Tim Noack: „Ich verstehe mich als Botschafter, da ich es nachvollziehen kann, wenn man räumlich tausende Kilometer von diesem Problem entfernt ist, dieses Thema nicht die erste Priorität hat. Plastik ist aber überall! Es muss in erster Linie ein Umdenken bei einem selbst stattfinden.“

    Bestes Social-Media-Video im Amateurbereich


    Tobias Windscheiff und Magdalena Stolz gewannen den Preis für das "Beste Social Media Video" (Foto: Conny Kurth)

    Was macht man, wenn die übliche Sponsorenmappe in Papierform zu langweilig ist? Genau, man dreht ein Video was den Verein, die Spielhalle und die Philosophie des Vereins am besten beschreibt. Tobias Windscheif, Vorstandsmitglied des VV Schwerte e.V. setzte seinen Plan binnen vier Tagen in die Tat um und ist nun mit seinem Tablet in digitaler Form bei seinen Sponsorenterminen.

    Magdalena Stolz (aktive Spielerin des VV Schwerte): „Ich habe eben Gänsehaut bekommen, als ich das Video bei dieser Kulisse noch einmal gesehen habe. Ich bin richtig stolz auf uns und das Video.“

    Bester Ballwechsel der Pokalsaison


    Peter Niepagen (SSC PALMBERG Schwerin) und Pia Kästner (ALLIANZ MTV Stuttgart) nahmen das "Goldene Händchen" für den "Besten Ballwechsel der Pokalsaison" entgegen. (Foto: Conny Kurth)

    59% der User entschieden sich für den Ballwechsel des Frauenhalbfinals mit Endspielcharakter. Zu sehen ist der entscheidende letzte Punktgewinn zwischen der ALLIANZ MTV Stuttgart und dem SSC PALMBERG Schwerin. Ein Ballwechsel der dieses Spiel perfekt zusammenfasst – lang, dramatisch und emotional.

    Beide Mannschaften wechselten sich in den vier vorherigen Sätzen regelmäßig mit dem Satzgewinn ab, so dass eine Entscheidung im Tie-Break nötig war. Die Zuschauer in der SCHARR Arena in Stuttgart und vor dem Fernseher konnten ein sehr hochklassiges Spiel verfolgen, sprichwörtlich „zum Luft anhalten“. Durch eine spektakuläre „Rettungsaktion“ der Schwerinerinnen bleib der Ball im Spiel und sorgte für eine lange Rally. Eine Schlüsselrolle spielte die Stuttgarterin Krystal Rivers. Sie hat speziell im Tiebreak die meisten Punkte erzielt und war ebenfalls für die Vollendung des Siegpunktes verantwortlich. Der erlösende Aufschrei des Stuttgarter Teams und den tausenden Fans beendete das fast zweistündige Zittern um den Finaleinzug.

     

    Pia Kästner (Spielerin ALLIANZ MTV Stuttgart): „Ich freue mich über den Gewinn des Preises. Es ist schade, dass ich morgen nicht auf dem Feld stehen kann. Aber trotzdem bin ich Teil des Teams und habe richtig Bock auf das Finale. Ich werde alles geben und hoffe auf ein spannendes Spiel.“

     

    Peter Niepagen (Mannschaftsverantwortlicher SSC PALMBERG Schwerin): „Ich war selbst live bei dem Spiel dabei und der Ballwechsel zeigt, wie eng das Spiel zwischen beiden Mannschaften wirklich war. Der Gewinn des Goldenen Händchens ist ein kleiner Trostpreis für uns als Mannschaft.“

     

    15.02.2020 23:18

Spiele

Samstag, 22. Februar 2020

16:10
Schwerin SSC Palmberg Schwerin
Dresden Dresdner SC
-:-
18:00
Aachen Ladies in Black Aachen
Stuttgart Allianz MTV Stuttgart
-:-
18:00
Erfurt Schwarz-Weiß Erfurt
Wiesbaden VC Wiesbaden
-:-
19:00
Suhl VfB Suhl LOTTO Thüringen
Potsdam SC Potsdam
-:-
19:00
Vilsbiburg Rote Raben Vilsbiburg
Straubing NawaRo Straubing
-:-

Aktuelles aus der Volleyball Bundesliga

Berscheidt & Wolff im Doppelinterview: Der Saisonausblick der SPORT1-Kommentatoren

VBL | Pressemitteilungen

Die Volleyball-Fans kennen sie als DIE Stimmen der Sport1-Liveübertragungen: Dirk Berscheidt bei den Frauen und Hajo Wolff bei den Männern.

Am Donnerstag sitzt Berscheidt wieder am Mikrofon - bei der Saisoneröffnung in der Schweriner Palmberg-Arena, wenn die Damen des SSC die Ladies in Black Aachen empfangen (ab 17:00 Uhr live bei SPORT1).

Die Volleyball Bundesliga hat mit den beiden Sport1-Kommentatoren über ihre Erwartungen an die Spielzeit 2019/20 gesprochen, sie nach Favoriten sowie Überraschungen gefragt und auch ergründet, wie sie überhaupt zum Kommentieren und zum Volleyball gekommen sind.


Auch in dieser Saison wieder am SPORT1-Mikro: Dirk Berscheidt (l.) und Hajo Wolff (r.). (Fotos: SPORT1/Rupp)

Was erwartet ihr von der Bundesliga-Saison 2019/20?

Dirk Berscheidt: Ich erwarte vor allem wieder einen spannenden Kampf um die Play-offs. Ich denke, in dieser Saison wird in zwei Gruppen um die jeweils besten Platzierungen gekämpft. Da geht es zum einen natürlich um Platz eins nach der Hauptrunde und zum anderen darum, sich überhaupt für die Play-offs zu qualifizieren.

Hajo Wolff: Ich erwarte eine ähnlich spannende Saison wie 2018/19 - gehe aber davon aus, dass die Berlin Recycling Volleys Berlin diesmal deutlich früher ins "Rollen" kommen werden.

Welche Teams erwartet ihr im Titelkampf?

Berscheidt: Ich sehe wieder die drei üblichen Verdächtigen vorne. Stuttgart, Schwerin und Dresden spielen um die Meisterschaft, aber Potsdam sollte man nicht außer Acht lassen.

Wolff: Das sieht bei den Männern ganz ähnlich aus: Berlin und Friedrichshafen als Favoriten - und die AlpenVolleys, die vielleicht in den Titelkampf eingreifen können.

Und wer ist für DIE Überraschung gut?

Wolff: Düren kann aus meiner Sicht jeden Konkurrenten schlagen. Wenn sie konstant spielen, sind sie auch für DIE Saisonüberraschung gut.

Berscheidt: Der SC Potsdam hat sich personell ausgezeichnet verstärkt, und der Trainerstab konnte die komplette Vorbereitung durchziehen. Alles in allem haben sie gute Voraussetzungen geschaffen, um das Trio ganz oben ärgern zu können.

Welche Teams haben sich im Sommer am besten verstärkt?

Berscheidt: Wieder Potsdam - mit Escamilla, Nichol, Gründing und Imoudo haben sie einfach viel Qualität geholt. Escamilla hat eine starke EM für Spanien gespielt und auch die deutschen Nationalspielerinnen im Team sind echte Stützen.

Wolff: Auf den ersten Blick hat sich Berlin am besten verstärkt. Insgesamt wurden in der Liga viele Neue geholt, die Bundesliga-Top-Niveau erst noch nachweisen müssen - deshalb fällt die Einschätzung schwer.

Welcher Wechsel hat euch überrascht?

Wolff: So richtig überraschend fand ich keinen Wechsel – am ehesten noch Masahiro Yanagidas Transfer von Lubin nach Frankfurt. Am meisten gefreut hat mich, dass Sergey Grankin weiter in Berlin spielt. So ein Weltstar tut der Liga gut!

Berscheidt: Zugegeben - der Wechsel oder Nicht-Wechsel von Jana Franziska Poll zu den Ladies in Black Aachen oder jetzt eben nach Neapel war schon etwas kurios.

Welchem Abgang trauert ihr nach?

Wolff: Da schaue ich vor allem nach Friedrichshafen: David Sossenheimer und Athanasios Protopsaltis - zwei tolle Spieler weniger in der Bundesliga. Mit Vital Heynen ging darüber hinaus auch noch der charismatischste Trainer. Sehr schade! Bei den Frauen wird man sicher Jennifer Geerties vermissen.

Berscheidt: Da stimme ich zu. Nachtrauern ist da vermutlich das falsche Wort, aber Jennifer Geerties wird Schwerin und der Liga auf jeden Fall fehlen. Für sie persönlich ist es aber definitiv der richtige Schritt für die weitere Entwicklung.

Auf welchen Neuzugang freut ihr euch am meisten?

Berscheidt: Die starke EM von Escamilla mit Spanien hat mich neugierig gemacht. Ich bin gespannt, ob sie in Potsdam in einer neuen Umgebung konstant dieses Niveau abrufen kann.

Wolff: Ich bin sehr gespannt auf die neuen US-Boys in Friedrichshafen und auf Tommi Siirilä bei den AlpenVolleys.

Welches Spiel sollten sich die Fans am TV nicht entgehen lassen?

Wolff: Volleyball-Fans sollten sich natürlich kein Spiel entgehen lassen. Die Bundesliga hat zuletzt in der Breite deutlich an Qualität zugelegt, da gibt es neben Berlin gegen Friedrichshafen jede Menge weitere sehenswerte Spiele!

Und in welche Halle sollte ein Volleyballfan unbedingt mal kommen?

Berscheidt: Bei den Frauen nach Aachen und nach Herrsching bei den Männern. Trotz aller Unzulänglichkeiten, die beide Hallen unbestritten haben, ist die Atmosphäre da großartig und jeweils speziell. Solange es noch möglich ist, sollte man das als Volleyballfan erlebt haben.

Wolff: Die Stimmung ist in vielen Hallen super - aber im "Volleyballtempel", der Max-Schmeling-Halle in Berlin - sollte man wirklich mal gewesen sein.

Was erwartet ihr von den deutschen Teams in den internationalen Wettbewerben?

Wolff: Vor allem in der CEV Champions League sollte es für die deutschen Teams schon etwas mehr sein als nur die Gruppenphase.

Mit welchen Erwartungen geht ihr in den comdirect Supercup?

Berscheidt: Ich hoffe auf eine gut gefüllte Arena mit ordentlich Stimmung! Ansonsten bin ich sehr gespannt, wie sich der LED-Boden bei seinem ersten wirklichen Test vor Ort und im TV präsentiert. Und wie den Zuschauern über den Boden ein Mehrwert geliefert werden kann, interessiert mich brennend.

Wolff: Auf den LED-Boden bin ich auch sehr gespannt, vor allem wie die Spieler damit klarkommen und wie hoch der Ablenkungsfaktor ist. Ganz allgemein erwarte ich ein stimmungsvolles Event vor "vollem Haus". Hannover ist nicht volleyball-verwöhnt, deshalb werden die Fans sicher zahlreich kommen.

Wie schätzt ihr die Bedeutung des comdirect Supercup für die vier Mannschaften ein?

Wolff: Das ist eine erste Standortbestimmung und speziell für die Mannschaften

mit vielen neuen Spielern/innen ein echter Härtetest auf Topniveau. Und nicht zu vergessen: Es geht um den ersten Titel der Saison!

Berscheidt: Der Titel ist definitiv ein Siegel für die Qualität der Mannschaften und besitzt daher schon eine Bedeutung. Aus sportlicher Sicht ist diese Frage nicht ganz so einfach zu beantworten. Für die Frauen könnte das Duell zeigen, auf welchem Niveau sich die Mannschaften nach dem Saisonstart schon wieder befinden. Bei den Männern wird diese Frage aufgrund der fehlenden Vorbereitung durch die internationalen Verpflichtungen der Nationalspieler wohl erst im Laufe der Saison beantwortet.

Was macht für euch den Reiz beim Kommentar aus?

Berscheidt: Ich möchte dem Zuschauer die Faszination dieser Sportart erklären und ihn emotional einfangen. Besonders schwierig – aber unglaublich spannend – ist dabei der Spagat, einem neuen Volleyballzuschauer die Grundlagen der Sportart zu vermitteln, ohne dabei den erfahrenen Fan zu langweilen.

Wolff: Tolle Spiele in stimmungsvollen Hallen informativ und fachgerecht und durchaus auch mal emotional live zu kommentieren, dabei aber auch interessierte Volleyball-Laien mitzunehmen – das ist immer wieder eine anspruchsvolle, aber auch sehr reizvolle Aufgabe.

Wie seid ihr zum Kommentar gekommen?

Wolff: Am Anfang war das Radio… in erster Linie mit Leichtathletik- und Fußball-Live-Kommentaren. Bei SPORT1 gab es vor den regelmäßigen Bundesliga-Übertragungen immer mal wieder Volleyball live zu sehen – da war ich aber meistens dabei, zum Beispiel mit diversen Champions-League-Spielen auf SPORT1 oder bei Europameisterschaften.

Berscheidt: Das war ein ganz klassischer Weg: Ich war selbst Spieler und daher immer nah am Geschehen. Los ging es dann mit kurzen Live-Einblendungen von Spielen, die ich fürs Radio gemacht habe. Mitte der 1990er kam dann die erste TV-Anfrage. Dort habe ich das Handwerk dann auch von der Pike auf gelernt.

veröffentlicht am Dienstag, 1. Oktober 2019 um 18:34; erstellt von Kunze, Fabian
letzte Änderung: 02.10.19 09:14
Volleyball Bundesliga live bei Sport1 Supercup Showacts