Nach vier Spielen folgt der Liga-Auftakt

Allianz MTV Stuttgart vs. VC Wiesbaden, 10.11.18, 1. BLF
Bereit für den Liga-Auftakt gegen Wiesbaden: Jana-Franziska Poll und Molly McCage.
Foto: www.tombloch.de

Viele sind am vergangenen Sonntag vor dem PC-Bildschirm gesessen und haben auf Facebook die Auslosung des DVV-Pokal-Viertelfinales live verfolgt. Wer zu spät eingeschaltet hatte, ging leer aus, denn das erste gezogene Los war „Allianz MTV Stuttgart“, also Heimrecht für die Schwaben. Und auf dem zweiten gezogenen Zettel prangte der Name des „1.VC Wiesbaden“ –  der Stuttgarter Gast am Samstag zum Auftakt der Erstliga-Saison.
Natürlich werden da schnell Erinnerungen wach an das unerwartete Halbfinal-Aus im Dezember 2017. Insofern gilt es im Lager von Trainer Giannis Athanasopoulos, diese Scharte auszuwetzen, auch wenn auf beiden Seiten veränderte Mannschaften stehen, auch wenn im Stuttgarter Team in Micheli Tomazela Pissinato und Molly McCage zwei einstige Wiesbadener Spielerinnen stehen. Alles lange her. Die aktuelle Situation ist eine völlig andere. Einen ersten Eindruck über die Spielstärke der Viertelfinal-Kontrahenten im direkten Vergleich kann sicher am Samstag gewonnen werden, doch es gilt ja immer noch die abgedroschene, aber oft doch so wahre Weisheit: Der Pokal hat seine eigenen Gesetze.

Das Team aus der hessischen Landeshauptstadt, welches nicht im europäischen Wettbewerb unterwegs ist, hat bislang zwei Siege aus zwei Partien gesammelt: Der Potsdamer SC wurde mit einer knappen 2:3-Niederlage wieder nach Hause geschickt. Im Achtelfinale des DVV-Pokals setzte sich der VCW gegen Schwarz-Weiß Erfurt klar mit 3:0 durch.


Spiele ohne Satzverlust gehörten auch für Allianz MTV Stuttgart zum Saisonstart: Zweimal gegen Sliedrecht in der CEV Champions League, einmal gegen den Dresdner SC im Pokal.
Diese Bilanz wird leicht getrübt durch das Ergebnis vom vergangenen Mittwoch gegen den letztjährigen Champions League-Finalisten CSM Volei Alba Blaj, bei dem Krystal Rivers (18 Punkte) und ihr Team nur knapp am Einzug in den Tiebreak scheiterten. Die Stuttgarter Allianz unterlag mit 1:3 (18:25, 20:25, 25:17, 26:28) und hat nun vor eigenem Publikum am Dienstag, 13. November, durchaus noch Chancen auf den „Golden Set“.  Hierfür müsste zuerst das Heimspiel mit 3:0 oder 3:1 gewonnen werden, um dann noch an Ort und Stelle den Entscheidungssatz zu spielen. Selbst wenn das rumänische Team erneut gewinnen sollte, geht für die Stuttgarterinnen die Reise durch Europa weiter. Denn dann würde Allianz MTV Stuttgart im Achtelfinale des CEV Cup stehen. Aber dazu müssten die Rumäninnen nicht nur die Stuttgarter Spielerinnen auf dem orangenen Feld erneut überwinden, sondern auch die SCHARRena knacken.

Doch zunächst einmal gilt für das Stuttgarter Trainerteam und für die Spielerinnen, die volle Konzentration auf den Bundesliga-Auftakt gegen den 1.VC Wiesbaden zu lenken.

 

veröffentlicht am Freitag, 9. November 2018 um 10:59; erstellt von Tom Bloch, MTV Stuttgart 1843 e.V.
letzte Änderung: 09.11.18 10:59