„Stauder Derby“ gegen Essen

TuB Bocholt vs. VV Humann Essen, 10.02.24, 2. BLMN
Volles Haus garantiert
Foto: Jürgen Sabarz

Nachdem dem Spitzenreiter TuS Mondorf durch das völlig überraschende 3:0 zum ersten Mal nach zwei Jahren wieder eine Heimniederlage zugefügt worden war, hat der Volleyball-Zweitligist Karnevalssamstag VV Humann Essen zu Gast. Gespielt wird ab 18.30Uhr in der Euregiohalle.

Da beide Teams den gleichen Getränke-Sponsor haben, steht das Duell unter einem besonderen Zeichen: Es wird „Stauder-Derby“ genannt. Für die Zuschauer soll es offenbar das eine oder andere Kaltgetränk geben.

„Das Hinspiel war ja relativ eindeutig. Die Essener sind aber besser geworden. Aus den letzten zehn Spielen haben sie sieben Siege geholt“, sagt Markus Friedrich. Der TuB-Coach ergänzt: „Der Gegner hat sich also ordentlich von der Gefahrenzone distanziert, Essen hat einen großen Schritt nach vorne gemacht.“

Deshalb: „Wir dürfen das Spiel nicht zu locker angehen, 70, 80Prozent reichen da nicht. Das haben wir in Münster gesehen, als wir eigentlich die bessere Mannschaft waren, aber dennoch verloren haben.“

Die TuB-Sechs überzeugt in dieser Saison dennoch auf ganzer Linie. Mit 36Punkten springt der starke Rang zwei heraus. Liga-Primus TuS Mondorf, gegen den noch direkt gespielt wird, ist nur um fünf Punkte besser als die Bocholter, hat aber eine Partie weniger ausgetragen. Zwischen diesen beiden Teams liegt der SV Warnemünde, punktgleich mit den „TuB-Schraubern“ auf Tabellenrang zwei.

„Jetzt stehen wir da oben, dann wollen wir auch da oben bleiben“, sagt Friedrich. „Die Jungs sehen, dass da was geht.“ Im Heimspiel muss er aber weiterhin auf Finn Müller verzichten, dafür hat Florian Wissing das Training wieder aufgenommen. Er wäre bedingt einsatzfähig und soll deshalb eher geschont werden, damit er dann nach dem folgenden spielfreien Wochenende wieder komplett einsatzfähig ist.

Die Essener spielen eine sorgenfreie Saison. Zeugnis davon sind die 25 Zähler aus 17 Partien, die den sicheren siebten Mittelfeldplatz bedeuten. Der Vorsprung zu den beiden Abstiegsplätzen beträgt 12 beziehungsweise sogar 14 Punkte. Da brennt nichts mehr an. Das Team aus dem Ruhrgebiet hatte in der heimischen Wolfskuhle das Hinspiel glatt mit 0:3 Sätzen verloren. Insofern ist das Essener Team um Trainer Christoph Bielecki in Bocholt mit Sicherheit auf Wiedergutmachung aus.

Beide Teams kennen sich in- und auswendig. Bei aller Rivalität besteht aber auch eine freundschaftliche Verbundenheit, zumal sich die Teams seit Jahren immer wieder begegnen. Die Essener kommen Samstag durchaus mit Rückenwind nach Bocholt, wurden doch zuletzt in zwei Heimspielen an einem Doppelspieltag VC Olympia Berlin (3:2) und der Aufsteiger, die Dessau Volleys (3:0), besiegt. Interessant ist auch, dass die Essener an den ersten beiden Spieltagen auf dem letzten Rang lagen und sich nun sukzessive bis auf Platz sieben vorgearbeitet haben.

veröffentlicht am Freitag, 9. Februar 2024 um 14:40; erstellt von TuB Bocholt 1907 e.V.