Suhl am Ende doch siegreich

VfB Suhl LOTTO Thüringen vs. SC Potsdam, 02.12.23, 1. BLF
Antonia Stautz konnte nicht verhindern, dass es für Potsdam in Suhl nur für einen Punkt reichte
Foto: Merle Golm

Stark gekämpft, trotzdem verloren: Der SC Potsdam muss der Dauerbelastung aus Pokal, Champions League und Meisterschaft Tribut zollen. Beim VfB Suhl LOTTO Thüringen gab es am Samstag eine 2:3-Niederlage (22:25, 17:25, 25:16, 25:21, 13:15). Dabei glichen die Potsdamerinnen in der Suhler Wolfsgrube sogar einen 0:2-Satzrückstand aus, mussten sich dann aber im Tie-Break doch geschlagen geben. „Zwei Tage nach dem Champions-League-Auswärtsspiel in Slowenien schon wieder in der Volleyball Bundesliga in Suhl antreten zu müssen, ist einfach ein Unding“, schimpfte Eugen Benzel, Geschäftsführer Sport der SC Potsdam Sport & Marketing GmbH hinterher. „Ich bin mir sicher, mit genügend Regenerationszeit hätte das Ergebnis heute anders ausgesehen.“

Der SC Potsdam wirkte trotzdem zu Beginn in Suhl hellwach: Rodica Buterez sorgte für die ersten beiden Punkte der Gäste. Danielle Harbin baute den Vorsprung aus (5:2). Roosa Laakkonen blieb wenig später im Block von Suvi Kokkonen hängen, sodass es aus Suhler Sicht mit 4:8 in die erste technische Auszeit ging. Trotzdem erzielten die Gastgeberinnen durch Julia Kathryn Brown nur wenig später den Ausgleich (9:9). Kurz danach gelang Marie Hänle die erste VfB-Führung (11:10). Spätestens jetzt war das Spiel wieder offen. Beim Stand von 17:17 kam Antonia Stautz für Kokkonen in die Begegnung. Wenig später kehrte die Finnin wieder für die Nummer sechs der Potsdamerinnen in das Aufeinandertreffen zurück. Ein Power-Tip von Brown brachte schließlich den Satzgewinn für die Gastgeberinnen (25:22).

Potsdam – jetzt wieder mit seiner Starting Six – verschlief den Start in den zweiten Durchgang komplett, lag mit 1:5 zurück. Kurz danach wechselte Boieri Veronika Djokic für Morrissette ein. Doch die Fehlerquote der Gäste war zu hoch. Daher brachte auch der Wechsel auf der Mittelblockposition vorerst nichts. Später kamen wieder Stautz und Greta Kiss ins Spiel. Trotzdem bauten die Suhlerinnen die Führung beim Service von Jelena Delic auf 19:8 aus. Potsdam wehrte zwar drei Satzbälle ab, doch Delic traf schließlich zum 25:17 für den VfB Suhl LOTTO Thüringen. Nun war eine Reaktion der Potsdamerinnen gefordert. Bei den Gästen blieben Stautz und Djokic im dritten Satz auf dem Spielfeld. Und das zahlte sich aus. Der SC Potsdam gewann den dritten Durchgang nach einem Punkt von Danielle Harbin mit 25:16.

Der vierte Satz verlief zunächst ausgeglichen. Mit 8:7 für die Gäste ging es in die erste technische Auszeit des Durchgangs. In dieser Phase wurde auch der Block der Potsdamerinnen wieder stärker. Das Boieri-Team lag inzwischen häufig vorn. Es gelang dem SCP trotz der immer effektiver werdenden Harbin allerdings nicht, sich deutlich abzusetzen. Ein Fehler von Hänle zum 21:25 bedeutete aber den zweiten Satzgewinn für Potsdam. War das Momentum inzwischen auf Seiten der Gäste? Die mit Spannung erwartete Antwort darauf gab es im Tie-Break. Und auch da ging es über weite Strecken eng zu. Beim Stand von 8:7 für Suhl wurden letztmalig die Seiten gewechselt. Da Anastasia Cekulaev beim Stand von 13:14 ihren Aufschlag ins Aus beförderte, war das Aufeinandertreffen mit 15:13 für den VfB Suhl LOTTO Thüringen entschieden.

Ergebnis: 3:2 (25:22, 25:17, 16:25, 21:25, 15:13)

Starting Six SC Potsdam: Suvi Kokkonen (Außenangriff), Danielle Harbin (Diagonal), Breland Morrissette (Mittelblock), Anastasia Cekulaev (Mittelblock), Raquel Lazaro (Zuspiel), Rodica Buterez (Außenangriff) und Justine Wong-Orantes (Libera)

Zuschauer: 826

Most Valuable Player: Lena Kindermann (Gold), Antonia Stautz (Silber)

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veröffentlicht am Samstag, 2. Dezember 2023 um 22:13; erstellt von SC Potsdam, SC Potsdam e.V.