Packendes Spiel über die volle Distanz

Ladies in Black Aachen vs. SSC Palmberg Schwerin, 18.12.21, 1. BLF
Den packenden Schlagabtausch gewinnt der SSC Palmberg Schwerin - Aachen punktet aber auch dieses Mal
Foto: Ladies in Black Aachen\ Lu Müller

Ladies in Black punkten auch im zehnten Spiel und unterliegen erst im Tiebreak

Aachen. Mit 2:3 (18:25, 27:25; 25:16; 18:25, 8:15) unterliegen die Ladies in Black dem erbittert kämpfenden SSC Palmberg Schwerin. Sie können aber auch im zehnten Spiel der Saison punkten und stehen somit zumindest vorerst weiter auf dem zweiten Tabellenplatz.

Nach dem Schlußpfiff war Cheftrainer Guillermo Gallardo stolz auf seine Mannschaft: „Wir kämpfen immer weiter und geben nicht auf. Ich erwarte in den entscheidenden Situationen ein bisschen mehr Qualität. Nichtsdestotrotz bin ich zufrieden, denn die Mädels präsentieren sich sehr gut“.

Dem können sich die 695 Zuschauer in der Halle ganz sicher anschließen, die unter Beachtung der geltenden Hygieneregeln für eine lautstarke, motivierende Kulisse sorgten.  Auch eine Gruppe Schweriner Fans war zur Unterstützung ihres Teams angereist. Gemeinsam sorgten die Fans für einen begeisternden Rahmen zu diesem wichtigen und heiß umkämpften Spiel. Auf den Rängen wie auf dem Spielfeld fehlte es nicht an elektrisierenden Momenten – mit der STAWAG!

Schon der erste Satz deutete an, dass es ein langer Abend werden könnte. Lange Zeit lagen beide Teams gleichauf. Erkennbar setzten Gäste wie Gastgeberinnen auf Druck in den Aufschlägen und entsprechende Wirkung in den Annahmesituationen. Gegen Ende des Satzes schlichen sich bei den Aachenerinnen kleine Unsicherheiten ein und so mussten sie den Gästen aus dem Norden zu Recht beim 18:25 den Vortritt lassen.

Im zweiten Durchgang bot sich ein ähnliches Bild. Aachen konnte aber nicht nur mithalten. Man hatte in der Crunchtime die Nerven, mit 27:25 nach Sätzen auszugleichen und das, obwohl Schwerin zunächst einen Aachener Satzball abwehrte und selbst die Chance auf den Satzgewinne hatte.

Das schien den Aachenerinnen Auftrieb zu verleihen. Im dritten Satz packten sie den Hammer aus und setzten den SSC Palmberg Schwerin gehörig unter Druck, spielten sich in einen Flow. Bei den Gästen lief nicht mehr viel zusammen und das Spiel wurde nervöser. Trainer Felix Koslowski investierte auch am Spielfeldrand sehr viel Energie. Als Aachen 20:16 in Führung lag gipfelte das in einer roten Karte – Aachen erhielt einen weiteren Punkt und zog bis zum Satzende beim 25:16 durch.

Vielleicht hatte das an den Kraftreserven genagt. Auf jeden Fall kamen die Gäste aus Schwerin eindrucksvoll zurück, setzten Aachens Annahme mit wirksamen Aufschlägen unter Druck und glichen am Ende nach Sätzen aus. Aachen hatte nun die Schwierigkeit, das Spielkonzept umzusetzen auf seiner Seite. Die Ladies in Black mussten durch das 18:25 in den Tiebreak und den bestimmte dann der SSC Palmberg Schwerin recht deutlich.

Aachen unterlag im fünften Satz mit 8:15. Das fühlte sich für den Moment als Niederlage an, aber auch Aachens wertvollste Spielerin in diesem Match – Leonie Schwertmann – stellte im Interview nach dem Spiel fest: „Es fühlt sich jetzt natürlich nicht gut an, aber letzten Endes können wir erhobenen Hauptes aus der Halle gehen.“

Als wertvollste Spielerin Schwerins wurde Lina Alsmeier geehrt, die mit 26 Angriffspunkten sehr wesentlichen Anteil am Erfolg des SSC Palmberg Schwerin hatte.

Das nächste Spiel für die Ladies in Black Aachen folgt nun nach einer kurzen Pause erst am 05. Januar 2022 gegen den VfB Suhl Lotto Thüringen und es bleiben sogar ein paar Tage Zeit für einen weihnachtlichen Kurzurlaub, bevor dann die Rückrunde dieser Saison startet.

Ein Hinrundenspiel fehlt den Ladies in Black allerdings noch. Das Spiel gegen den SC Potsdam findet aus Planungsgründen erst am 09. Februar 2022 statt.

Text: Ladies in Black Aachen\\Olaf Lindner
Foto: Ladies in Black Aachen\\Luz Müller

veröffentlicht am Samstag, 18. Dezember 2021 um 23:28; erstellt von Post-Telekom-Sportverein Aachen e.V.
letzte Änderung: 18.12.21 23:32