Die Aufgabe: Sich weiterentwickeln

Allianz MTV Stuttgart II vs. Vorwärts Sachsen Volleys Grimma, 02.10.21, 2. BLSF
Routinier Martha Deckers: Stuttgarter MVP bei der Niederlage gegen Grimma
Foto: Tom Bloch | www.tombloch.de

„Nimm Du ihn, ich hab’ ihn sicher“ – dieser Spruch wird im Volleyball gerne zitiert, wenn zwischen zwei Spielern unklar ist, wer sich um den gerade her fliegenden Ball kümmert. Und mit genau so einer Aktion endete die hochspannende Schlussphase des Zweitliga-Heimspiel-Debüts von Allianz MTV Stuttgart II gegen die Vorwärts Sachsen Volleys Grimma. Der blau-gelbe Ball, eher vorbeifliegend als knallhart geschlagen, tropfte zwischen Zoe Welz und Chiara Nadalin auf den Boden. Damit war der Matchball besiegelt. Die Gäste aus Sachsen schnappten sich im Schwabenland einen 3:0-Sieg (25:22, 25:21, 28:26).

Und wieder einmal geben die einzelnen Satzergebnisse einige Hinweise auf den Verlauf der Partie: Eng ging es zu, und phasenweise auch hochspannend, gerade eben am Schluss der Begegnung. Für die erstmals wieder zugelassenen Zuschauer sowie die Zuseher an den Bilderschirmen beim erstmals aus der MTV-Halle live gestreamten Spiel gab es allerdings ein typisches Match einer noch jungen Saison. Keines der beiden Teams erschien gefestigt. Zu viele Abstimmungsfehler, zu viele Eigenfehler, zu selten kamen längere Ballwechsel zustande.
„Schade, dass es nicht zu mehr gereicht hat“, sagte Stuttgarts Trainer Johannes Koch. „Wenn wir den dritten Satz noch gewonnen hätten, wäre das Spiel noch lange nicht vorbei gewesen.“ In der Tat kam sein Team im Fortgang des Spielverlaufs immer besser ins Rollen. Das Feuer der im zweiten Satz wieder eingewechselten Martha Deckers steckte ihre Mitspielerinnen an. Sie selbst steuerte in Summe acht Punkte bei und wurde am Ende als beste Stuttgarter Spielerin gekürt, Helena Dornheim kam gar auf zehn Angriffspunkte.
Mehr Engagement, mehr Wille waren spürbar. Doch im weiteren Verlauf sprang trotzdem nichts Zählbares heraus. „Das ist der Vorteil von einem breiteren Kader, dass man mit verschiedenen Spielertypen auch mehr Optionen hat“, sagte Koch. „Doch das Gesamtpaket hat nicht gereicht, um das Spiel zu gewinnen.“
Auch wenn er direkt nach der Niederlage einen Sieg durchaus im möglichen Bereich gesehen hat. „Wir können das besser, und wir waren auch besser als zum Saisonauftakt in Freisen.“ Die Niederlage sei eben Teil des Prozesses. Und sie würden sich von Spiel zu Spiel weiter entwickeln.
Das sei auf die Aufgabe für das nächste Spiel.

 

veröffentlicht am Dienstag, 5. Oktober 2021 um 11:20; erstellt von Tom Bloch, MTV Stuttgart 1843 e.V.
letzte Änderung: 06.10.21 09:30