Mondorf unterliegt gegen Neustrelitz

TuS Mondorf vs. PSV Neustrelitz, 12.12.20, 2. BLNM
Denkbar knapp unterliegt Mondorf gegen Neustrelitz
Foto: Rotkäppchen

Volleyballer aus Niederkassel haben viele Chancen und nutzen keine davon

Das Mittelfeld-Duell zwischen dem TuS Mondorf und dem PSV Neustrelitz endete am Samstagabend mit einem deutlichen 0:3 (27:29; 23:25; 23:25) und hängenden Köpfen bei der Heimmannschaft. Damit verpasst Mondorf kurz vor Ende der Hinrunde den Anschluss an die Spitzengruppe in der 2. Volleyball-Bundesliga.

Keine Überraschungen in der Startaufstellung

Tasos Vlasakidis schickte seine bewährte Starting Six mit Voß und Wegner auf den Außenangreifer-Positionen, sowie Funk und Becker auf Zuspiel und diagonal ins Rennen. Neben Jan Danielowski startete Jakob Wächter als Mittelblocker. Der PSV Neustrelitz war mit der Favoritenrolle im Gepäck angereist und startete dementsprechend stark in das Spiel. Fehlerfrei und clever zogen sie ihr Spiel bis zur Führung von 8:5 auf, als hätten sie noch viel vor gehabt an diesem Abend.

Im Angriff geht alles über zwei Spieler

Nach Problemen in der Anfangsphase begann die Maschinerie um das Angreifer-Duo Wegner und Becker ins Rollen zu kommen. Beim Stand vom 18:17 übernahm der TuS nach einem Ballwechsel, der ein Fall für die Volleyball-Galerie war, zum ersten Mal die Führung in dem Match. Die Redewendung „Ein Spiel auf Messers Schneide“ beschreibt das Hin und Her in der Hardtberghalle zum Ende des ersten Satzes nur zu gut. Vier Satzbälle und jede Menge Chancen, den letzten Ball zu verwandeln, reichten nicht, um in die mittlerweile verdiente Satzführung zu gehen. Bei 27 Punkten versagten die Nerven und der PSV Neustrelitz kam mit einem blauen Auge und dem ersten Satzgewinn davon.

Mit voller Wucht - aber leider ohne Erfolg

Unverändert lief Mannschaftsführer Max Funk mit seinem Team zum zweiten Durchgang auf. Wer das Spiel im aufwändig produzierten Livestream verfolgt hatte, tat sich zu dem Zeitpunkt schwer, einen eindeutigen Favoriten auszumachen. Auch der zweite Satz startete mit einer leichten Führung für die Gäste aus dem Norden, jedoch blieb das Aufbäumen kurz vor der Crunchtime aus. Becker und Wegner, die zusammen etwa 60 Prozent aller Mondorfer Angriffe ausführten, schienen im Laufe des Satzes mit ihrem Latein am Ende zu sein. Während sie gegen eine stabile Blockwand anliefen, war die Mondorfer Feldverteidigung mit den unkonventionellen Angriffen der Neustrelitzer Orzelski und Auste schlichtweg überfordert. Meist mit nur zwei Punkten Führung marschierten die Gäste bis zum 25 zu 23 ins Ziel.

Neue Power verfliegt zu schnell

Mit Köppke, Kreuzer und Kopfer kamen zu Beginn des dritten Satz gleich drei frische Spieler auf das Parkett. Trainer Tasos Einwechslungen brachten den erhofften frischen Wind und das Team konnte früh in Führung gehen. Nachlassender Aufschlagdruck bei den Niederkasslern und zunehmende Stabilität im Block der Mecklenburg-Vorpommern sorgte dann aber für die Wende und letztlich zum Satzgewinn mit 25:23.

Weiter geht’s!

So deutlich auch die 0:3 Niederlage auf dem Papier aussieht, so knapp war sie aber doch auch auf dem Spielfeld. An welchen Stellschrauben gedreht werden muss, um kommenden Samstagabend (20:00 Uhr, Sporttotal.tv) gegen Warnemünde als Sieger vom Platz zu gehen, wird Tasos mit seinem Team unter der Woche erarbeiten.

veröffentlicht am Montag, 14. Dezember 2020 um 18:47; erstellt von Tim Kreuzer für machPuls, TuS Mondorf 1910/1920 e.V.
letzte Änderung: 14.12.20 18:47
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