VOLLEYBALL BUNDESLIGA

Erfurts Punktewunsch bleibt unerfüllt

Schwarz-Weiß Erfurt vs. Rote Raben Vilsbiburg, 21.11.20, 1. BLF
Angriff RR Vilsbiburg- Block SW Erfurt
Foto: duehse

Die Volleyballerinnen von Schwarz-Weiß Erfurt hatten sich einiges vorgenommen. Im Stillen erwuchs die Erwartung beim Bundesliga-Letzten, wie beim Heimerfolg über Wiesbaden auch gegen Vilsbiburg etwas für das Punktekonto tun zu können. Es blieb beim Wunsch. So klar das 0:3 (-20, 22, -21) am Samstag auch im Ergebnis ausfiel, so deutlich stellte sich die Überlegenheit der Bayern auf dem Feld nicht dar.

 Für Erfurts Trainer Dirk Sauermann stand fest: „So weit weg sind wir nicht gewesen“, meinte er nach dem anderthalbstündigen Treffen. Trotz aller Freude über die mit drei Punkten veredelte Rückkehr nach Erfurt entsprach der Spielstand auch für Vilsbiburgs Coach Florian Völker ebenfalls nicht unbedingt dem Kräfteverhältnis in den drei Sätzen. So klar habe sich der Sieg nicht angefühlt, sagte der vorige Saison bei Schwarz-Weiß aktive Trainer. Er sprach von „harter Arbeit“, die hinter seinem Team gelegen habe. Das verbesserte sich in der Tabelle auf Rang sechs, während die Erfurter weiter mit zwei Zählern aus dem 3:2 gegen Wiesbaden an letzter Stelle rangieren.

 Zufrieden war Völker mit dem Ergebnis, aber nicht mit dem Spiel an sich. „Wir können noch besser“, resümierte er, „es fehlt noch etwas“.

 Gemeint ist wohl auch die freie Stelle auf der Diagonalposition, für die eine Besetzung gesucht wird. Auch ohne Ersatz für Nikki Taylor, deren Vertrag Vilsbiburg vor kurzem gelöst hatte, besaßen die Gäste in puncto Angriffseffektivität Vorteile. Angeführt von Jodie Guilliams, die im Anschluss zur wertvollsten Spielerin gewählt wurde, holten sich die Roten Raben nach einem Lauf zu Beginn den ersten Durchgang. Die Erfurterinnen warfen sich in jeden Ball. Allen voran Mannschaftskapitänin Michelle Petter, die zum Silber-MVP gewkürt wurde. Und sie starteten zweimal eine Aufholjagd. Wenn sie dem Ausgleich nahe schienen, kamen indes Fehler hinzu, die das Team um die frühere Erfurter Außenangreiferin Danielle Brisebois annahmen.

Ohne die verletzte Angreiferin Madeline Palmer fehlte Schwarz-Weiß Trainer Sauermann eine wichtige Option. Ungeachtet dessen nahm sein Team den Kampf an und gestaltete den zweiten Abschnitt ausgeglichen. Wieder aber blieb es in seinen Angriffsaktionen zu wenig durchschlagskräftig, um die auf breiter Basis punktenden Gäste (Jodie Guilliams, Kayla Haneline, Danielle Brisebois) ins Wanken bringen zu können. Hinzu kamen Aufgabenfehler, die Vilsbiburg in entscheidenden Augenblicken in Vorhand brachten, ehe Haneline den ersten Satzball zum 2:0-Vorsprung verwandelte.

 Viel Last des Schwarz-Weiß-Angriffs über außen lag neben Sara Kovac auf Sindy Lenz, die im dritten Durchgang mit ihrem Doppelpunkt zum 7:6 die Erfurter Hoffnungen nährte, den selbstsicherer auftretenden Gast an einem 3:0-Sieg noch hindern zu können. Die Stabilität dazu aber konnten die Einheimischen nicht aufs Feld der Riethalle bringen, um nach einem Fünf-Punkte-Lauf der Gäste vom 8:8 auf 8:13 dichter als noch auf drei Zähler heranzukommen. Nach knapp anderthalb Stunden ließ  Josepha Bock mit verwandeltem Matchball über die Mitte ihre Vilsbiburger im Kreis hüpfen.

 

 

veröffentlicht am Sonntag, 22. November 2020 um 00:15; erstellt von SW Erfurt, SWE Volley-Team e.V.
letzte Änderung: 22.11.20 00:18