Volleyball Leagues Association: Europa zu Gast in Berlin

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Anfang der Woche tagten die Mitglieder der Volleyball Leagues Association (VLA) in der deutschen Hauptstadt. Nach Paris im März ist die Zusammenkunft in Berlin bereits das vierte Treffen seit Gründung der VLA im vergangenen Jahr.


Die VLA-Vertreter v.l.n.r.: Michael Evers, Pantelis Tarnatoros, Alain Griguer, Philippe Boone, Massimo Righi und Wojciech Kasprzyk (Foto: VBL). 

VBL-Präsident Michael Evers freut sich besonders, dass das Treffen dieses Mal in Berlin stattfand: „Ich freue mich sehr, dass wir als Gastgeber des aktuellen VLA-Meetings fungieren durften. Die VLA trifft sich viermal im Jahr. Jedes Meeting wird im Wechsel von einem anderen Mitglied ausgerichtet.“

Die VLA ist ein Zusammenschluss der nationalen Ligen aus Italien, Frankreich, Polen, Belgien, Griechenland und Deutschland. Michael Evers ist bei der VLA Ausschussvorsitzender „The Game“ und soll die europäischen Ligainteressen gegenüber dem europäischen Verband CEV und dem Weltverband FIVB vertreten. Sein belgischer Kollege Philippe Boone ist als VLA-Präsident im stetigen Kontakt mit der Europäischen Union und anderen Gremien.

In Berlin wurden jetzt die Statuten der VLA fixiert. „Wir freuen uns sehr, dieses Ziel erreicht zu haben. Die Statuten der VLA werden zeitnah von den Mitgliedsligen ratifiziert“, sagt VLA Präsident Boone. Der offizielle Sitz wird dann in Belgien sein, der Verwaltungsstandort in Italien.

Der Austausch unter Europas Top-Ligen hat sich bereits jetzt bewährt. Für die Volleyball Bundesliga (VBL) ist „insbesondere die Entwicklung rund um die anstehende Modifizierung des internationalen Spielkalenders von besonderer Bedeutung“, so Evers.

Ein Ziel des Ausschusses „The Game“ ist es, den Zeitraum für nationale Meisterschaften zu verlängern, um die Attraktivität dieser Wettbewerbe für Fans und Sponsoren zu steigern. Dieses Vorhaben steht jedoch im Konflikt mit den Interessen der CEV und der FIVB, die wiederum ihre Nationalmannschaftswettbewerbe ausbauen wollen. Letztlich gilt es jetzt, einen für alle Seiten akzeptablen Kompromiss zu finden. Die FIVB hat erste Entwürfe eines möglichen internationalen Kalenders vorgelegt. Im Herbst wollen die VLA-Clubs der CEV und FIVB ihren Vorschlag unterbreiten.

Der Ausschuss „The Players“ beschäftigte sich u.a. mit der Beschränkung der Anzahl ausländischer Spieler innerhalb einer Liga. „Insbesondere die Sozialgesetzgebung – etwa in Bezug auf die Ausgestaltung der Spielerverträge in den Mitgliedsländern – ist ein wichtiges Thema für uns. Dennoch: Die Bedingungen innerhalb des europäischen Volleyballs sind zum Teil sehr unterschiedlich. Zunächst ist es daher wichtig, einen Status quo zu ermitteln, um dann geeignete Maßnahmen in Hinblick auf eine mögliche Harmonisierung anzustoßen“, sagt Boone.

Das nächste Treffen der VLA findet vom 9. bis 11. September 2018 in Griechenland statt.

veröffentlicht am Donnerstag, 28. Juni 2018 um 17:15; erstellt von Hoppe, Madeleine