Kapitän Daniels hört auf

DJK Delbrück
Kapitän Tobias Daniels hört auf.
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DJK Delbrück steht vor einem Umbruch. Auch Kevin Kreker und Fabian Dicken stehen nicht mehr zur Verfügung.


Bei den Volleyballern der DJK Delbrück beginnt eine neue Zeitrechnung. Der Zweitligist muss in der neuen Saison ohne Tobias Daniels auskommen. Der Außenangreifer, der seit elf Jahren für die DJK spielt und stets zu den Leistungsträgern zählte, beendet seine Karriere.


"Die Entscheidung ist mir nicht leichtgefallen. Es tut mir auch ein bisschen weh. Aber ich bin privat und auch beruflich inzwischen stark eingespannt", sagt der Pädagoge, der an der Felix-Fechenbach-Gesamtschule in Leopoldshöhe die Fächer Deutsch und Sport unterrichtet. "Es waren elf tolle Jahre in Delbrück. Ich habe mich bei der DJK immer zu Hause gefühlt und möchte nichts missen", erklärt der 29-Jährige. Der war im September 2007 vom VBC zum damaligen Regionalligisten gewechselt und hatte ein Jahr später mit den Delbrückern den Zweitligaaufstieg gefeiert.


In der nun anstehenden elften Zweitligaspielzeit muss Cheftrainer Uli Kussin aber nicht nur auf seinen Kapitän verzichten. Libero Kevin Kreker und Außenangreifer Fabian Dicken stehen aus beruflichen Gründen nicht weiter zur Verfügung. Auch mit den "Stand-by-Akteuren" Benjamin Kratz und Christian Hönisch plant Kussin nicht mehr. Neuzugänge kann der Coach noch nicht vermelden. "Das Geschäft ist schwierig. Die Kandidaten fragen nach dem Geld", berichtet Kussin, dessen DJK von ihren klaren Prinzipien aber nicht abrücken wird.


So richtet sich die Delbrücker Hoffnung derzeit auch darauf, dass der Konkurrenzkampf in der Liga in der kommenden Saison wohl nicht noch härter werden wird. Mit dem VCO Berlin und den Giesen Grizzlys sind zwei richtig starke Teams in die 1. Liga aufgestiegen. Der SV Warnemünde, den die Delbrücker mit dem 3:0-Heimsieg am letzten Spieltag der abgelaufenen Serie eigentlich in die 3. Liga geschickt hatten, hat den Klassenerhalt nachträglich am Grünen Tisch geschafft. Der TV Baden (aus der Stadt Achim südlich von Bremen) und die Eagles Kiel sind aufgestiegen. Neben Delbrück und Warnemünde sorgen der CV Mitteldeutschland, der VC Bitterfeld-Wolfen, VV Humann Essen, SV Lindow-Gransee, FC Schüttorf 09, TuB Bocholt, USC Braunschweig und der Moerser SC für Kontinuität.

veröffentlicht am Freitag, 25. Mai 2018 um 10:13; erstellt von Neue Westfälische, DJK Graf Sporck 1920 e.V. Delbrück
letzte Änderung: 25.05.18 10:13