VOLLEYBALL BUNDESLIGA

„Wir wollen nicht an der See spazieren“

Kieler TV vs. TuB Bocholt, 10.11.19, 2. BLNM
Der Nacken muss halten
Foto: Sanne

Wer hätte das gedacht? Ähnlich überraschend, wie der Fußball-Bundesligist VfL Borussia Mönchengladbach derzeit die Tabelle anführt, so stehen auch die Zweitliga-Volleyballer von TuB Bocholt auf Rang eins. Und das ist auch deshalb so überraschend, weil die Sechs um Trainer Sebastian Lyczko fast nur Eigengewächse in ihren Reihen hat (das BBV berichtete). Das dürfte deutschlandweit im höherklassigen Volleyballbereich ziemlich einmalig sein.

Nun wollen die „TuB-Schrauber“ weiter an ihrer Erfolgsgeschichte schreiben. Die nächste Gelegenheit dazu bietet sich am Sonntagnachmittag, wenn es zum Kieler TV geht. Die Bocholter verfügen nach fünf Siegen aus sechs Saisonspielen über 13Zähler. Das gastgebende Team von der Ostsee hat zwei Partien weniger bestritten und hat bis dato acht Punkte gesammelt.

Rückblende: Der Kieler TV war von Platz drei in der vergangenen Saison selbst ganz überrascht. Trotzdem steht weiterhin die Etablierung in der Liga – am liebsten im Mittelfeld – auf dem Plan. Die Vorbereitung lief getreu dem Motto „viel hilft nicht immer viel“, damit die Mannschaft wieder mit „viel Bock in die neue Saison gehen kann“, sagte KTV-Trainer Matthes Behlen. Das ist wichtig, denn nicht nur auf dem Feld, sondern auch privat verstehen sich die Kieler Männer bestens.

Und ein weiteres Pfund, mit dem der KTV wuchern kann, ist: Fast einstimmig bezeichnen alle Teams der Staffel die Hein-Dahlinger-Halle als beste Kulisse für den Volleyballsport in dieser Zweiten Volleyball-Bundesliga. Davon können sich die Bocholter Sonntagnachmittag selbst erneut ein Bild machen. Denn die Auswärtspartie der Vorsaison ist durch die 0:3-Niederlage noch in schlechter in Erinnerung. Mit dem umgekehrten Ergebnis hatten die TuB-Akteure allerdings auch in Bocholt gewonnen.

Ein klares Ziel hat der TuB-Coach fürs Match: „Wir wollen nicht an der See spazieren, wir wollen punkten.“ Für die Bocholter wird es auf jeden Fall ein langer Tag, weil es nach dem Spiel direkt wieder zurückgeht. Interessant ist, dass die Kieler bisher stets mit der gleichen Besetzung spielen konnten. „Das ist für die Zweite Bundesliga ungewöhnlich. Der Gegner ist eingespielt und dürfte sehr stark sein“, schätzt Lyczko.

veröffentlicht am Freitag, 8. November 2019 um 15:11; erstellt von TuB Bocholt 1907 e.V.
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