„Adler“ schrammen an Niederlage vorbei

Moerser SC vs. TVA Hürth, 10.02.18, 2. BLNM
MVP Daniel Wernitz in Aktion
Foto: MSC Pressestelle

Nach weit über zwei Stunden Schwerarbeit holt sich die Mannschaft von Trainer Martin Schattenberg nach zwei abgewehrten Spielbällen doch noch einen 3:2 Sieg vs. den TVA Hürth ... und sichert sich damit Platz 6 in der Tabelle – direkt vor dem Regional-Rivalen VV Humann Essen.

Gut begonnen, dann bergab.

Zunächst lief vor fast 300 Zuschauern (viele kostümiert) alles nach Plan im ENNI Sportpark: Moers schließt das erste Drittel mit 8-4 ab. Bis 10-5 alles gut ... dann der Angriff druckloser, die Annahme nicht mehr optimal. 14-16 Rückstand. Ein Ball gegen die Antenne, wieder eine Annahme und 14-18. Hürth wittert Chancen, Moers hält dagegen und holt  nach zwei „häßlichen“ Floataufschlägen von Andreas Tins einen Mini-Vorsprung mit 22-21. Doch bei 23-23 eine erneute schwache Annahme und der Satz weg.

Im 2. Durchgang die Lage ähnlich. Trainer Martin Schattenberg mit einigen Spielerwechseln, nichts greift so richtig. Hürth stark in der Abwehr, vorsichtige Angriffe werden „verwertet“.  Moers läuft der Musik hinterher ...

Schattenberg stellt um

Dann rückt David Seybering auf die Diagonale und macht die Mitte frei für ... Veit Bils aus der MSC Jugend, aktuell in der 2. Mannschaft, 16 Jahre alt. Und der führt sich sensationell gut ein: erfolgreicher Angriff zum 2-2, erfolgreicher Block zur 3-2 Führung für Moers.  Bei 5-2 Auszeit von Hürth. Das MSC-Spiel läuft ... und Hürth beginnt unerzwungene Fehler zu machen. Ab 11-7 gleich dreimal hintereinander in den Moerser Block und Moers ungerührt weiter zum hohen Satzgewinn.

Am Rande des Abgrunds

Auch im 4. Durchgang das Team um Mannschaftsführer Lukas Schattenberg gut drauf.  Der Moerser Aufschlag nun besser (Wernitz-Ass zum 8-4), Jonas Hoppe wieder im Spiel, der Angriff erfolgreicher und auch der MSC-Block weiter ein echtes Hindernis für den Hürther Angriff. Über 10-5 zur 12-6 Führung und eigentlich alles in der Spur. Dann lässt jedoch die Konzentration wieder nach, vermeidbare Fehler auf Moerser Seite, Hürth nun mit dem festen Willen die Entscheidung zu suchen. Ab 14-13 ganz knappe Satzstände. Seybering hält den MSC „am Leben“. Dann dramatische Schlussphase: Seybering zum 23-22, dann ein Ball im Moerser Block „verfummelt“ – und Spielball für Hürth bei 23-24. Seybering rettet zum Ausgleich. Hürth erneut mit Vorteil, Schattenberg gleicht aus. Hürth donnert den letzten Angriff ins Aus.

Tiebreak und Rettung

Damit Tiebreak und Fortsetzung des Dramas: es bleibt bei engen Satzständen. Über 4-4 und 8-8 dann 9-8 durch Seybering-Angriff, 10-9 durch Hürther Aufschlagfehler und 11-9 durch einen schönen Moerser Block. Seybering “streichelt“ den Ball mal zur Abwechslung zum 12-10 ins Hürther Feld. Seybering liefert auch noch Punkt 14 ... und den letzten Ball schießt Hürth in die Galerie.

Fazit: Eine zum Teil zerfahrene Partie voller Spannung – auf mittlerem Niveau. Beachtenswert der Kraftakt des Moerser Teams, nach einem 0:2 Rückstand die Partie noch zu drehen – wenn auch mit viel „Glück und Spucke“. Rettung auch durch die Umstellung von Trainer Martin Schattenberg, der einmal mehr das Multitalent Seybering nutzte.

Ganz schön auch die Stimmung bei fast 300 Zuschauern im ENNI Sportpark. Jede Menge Narren in Kostümen, die für Remmi-Demmi sorgten ... und alle nach dem Spiel mit Gratis Pizza und Getränken verwöhnt wurden. Zuvor hatte die 1. Mannschaft und zwei Jugendteams nach Spielende lustige Tänze auf dem Spielfeld aufgeführt. Jubel auf den Rängen. „Sistah“ Hollenberg hatte im Wochenverlauf mit allen eine Trainingseinheit „Tanz“ eingelegt.

Stimmen:

Trainer Martin Schattenberg, Moers: „Das war eine schwere Geburt. Wir haben eigentlich gut angefangen, dann aber stark nachgelassen und vor allem im Bereich Annahme geschwächelt. Die Umstellung hat uns dann gerettet, unsere Annahme wurde besser und wir haben wesentlich mehr Druck ausgeübt.. Es gab einige lange Rallies, wir haben oft zu viele Anläufe gebraucht.“

Trainer Gerd Aurbach, Hürth: „Wir haben einen Punkt gegen ein stärker werdendes Moerser Team geholt. Nach dem 2:0 die übliche Geschichte: etwas durchatmen, eine gewisse Zufriedenheit ... aber dann auch Leistungsabfall. Moers stabiler, weniger Fehler. Wir aber doch immerhin mit zwei Matchpunkten dabei. Aber Moers hat eben doch die Lücken gefunden. Ich bin aber nicht unzufrieden.“

veröffentlicht am Sonntag, 11. Februar 2018 um 12:57; erstellt von Moerser SC Pressestelle, Moerser SC 1985 e.V.
letzte Änderung: 11.02.18 12:56