Lachse fischen 2 Punkte aus der Ostsee

TVA Hürth vs. SV Warnemünde, 30.09.17, 2. BLNM
Lachse feiern ihren ersten Sieg
Foto: TVA Hürth Volleyball

Nachdem sich die Lachse aus den ersten beiden Saisonspielen gegen den aktuellen Tabellenführer Human Essen und die überraschend stark in die Saison gestarteten Braunschweiger mit null Punkten auf Platz zehn der Tabelle wiederfanden, war die Ausgangslage vor dem 2. Heimspiel der Saison klar: gegen den Aufsteiger und derzeitigen Tabellenvorletzten sollten drei Punkte eingefahren werden. Doch die Vorzeichen standen bei der derzeit angespannten Personallage wie in den letzten Wochen zunächst schlecht. Neben den Außenangreifern Basti Schnorr (konnte wegen anhaltender Schulterprobleme erneut nur als Libero eingesetzt werden), und Simon Forster (Rückenprobleme) konnten auch viele andere Lachse aus unterschiedlichsten Gründen wie auch in den letzten Wochen nicht im Training angreifen, so dass die Hürther Trainerlegende Gerd Aurbach während der Woche zum wiederholten Male nur improvisieren konnte.

Der erste Satz startete dennoch überraschend gut. Die Gäste aus Warnemünde, die bei ihrer Anfahrt das allgemeine Nordrhein-Westfälische Verkerhrschaos auf den Autobahnen kennenlernen durften, erreichten die Geri-Dexel-Arena zu Hürth mit deutlicher Verspätung und verschliefen den ersten Durchgang nahezu komplett. Der Satz ging folgerichtig mit 25:13 an die Gastgeber. Im zweiten Satz entwickelte sich dann jedoch ein Spiel auf Augenhöhe, bei dem sich lange keine der beiden Mannschaften entscheidend absetzen konnte, bis die Hürther schließlich mit einem Break den Satz mit 25:23 für sich entscheiden konnten. Auch im dritten Satz zeigte sich ein ähnliches Bild. Die Annahme der Gäste hatte sich nun gut auf die Aufschläge der Gastherren eingestellt und beide Teams punkteten beständig über alle Positionen - diesmal mit dem besseren Ende für Warnemünde: mit 23:25 verkürzten die Gäste auf 1:2. Zum Bedauern der Heimfans folgte leider ein Satz, bei dem den Gastgebern in so gut wie allen Mannschaftsteilen nicht mehr viel gelang. Viele Eigenfehler und immer besser spielende Warnemünder sorgten schnell für eine komfortable Führung der Gastmannschaft, die problemlos mit 25:16 zum 2:2 verwandelt werden konnte.

Gerd Aurbach zog nun alle Register seiner unteranderem mit Alt-Lachs “Kalachsnikov” Slavador Vasechko und Marcus Degener aus der Reserve verstärkten Bank. Aufgerüttelt durch die schwache Leistung des letzten Satzes und der neuen Impulse von der Bank stabilisierte sich das Spiel der Hürther und man fuhr mit 15:11 die ersten zwei Punkte der Saison ein.

Abschließend bleibt nach dem ersten Erfolgserlebnis nur zu hoffen, dass sich das Hürther Lazarett baldmöglichst lichtet, um im Training wieder regelmäßig eine starke Besetzung zur Verfügung zu haben, damit die teilweise guten Ansätze aus den ersten Spielen in den kommenden Partien konstant aufs Parkett gebracht werden können.

veröffentlicht am Dienstag, 3. Oktober 2017 um 10:03; erstellt von Turnverein Alpenglüh'n Hürth Fischenich 1894 e.V.
letzte Änderung: 03.10.17 10:03