„Heiss wie Frittenfett“ nach Belgien

United Volleys Rhein-Main
Mit Kampf und Leidenschaft wollen Jan Zimmermann & Co. auch im zweiten Spiel gegen Aalst bestehen.
Foto: Corinna Seibert

Was ihnen in Bundesliga und DVV-Pokal bereits in der ersten Saison gelang, können die United Volleys am Mittwoch auch bei ihrer Europapokal-Premiere erreichen: den Einzug ins Halbfinale. Damit der Sprung vom deutschen zum europäischen Überraschungsteam klappt, muss allerdings auch im zweiten Vergleich mit der belgischen Top-Mannschaft Lindemans Aalst eine absolute Klasseleistung her. „Die sind mit ihren international erfahrenen Leuten immer in der Lage, zuhause einen klaren Sieg zu landen“, hatte United-Cheftrainer Michael Warm schon nach dem unerwartet deutlichen 3:0-Erfolg der Hessen im Hinspiel in der Rüsselsheimer Großsporthalle gewarnt.

Durch den Sieg, den sie mit einem konzentrierten und leidenschaftlichen Auftritt in der Opelstadt erkämpft hatten, hätten seine Spieler erst einmal „nur die Grundlage dafür geschaffen, dass wir jetzt in Belgien überhaupt eine Chance haben weiterzukommen“, so Warm. Anders als (meistens) im Fußball bedeutet ein 3:0 im Volleyball nämlich noch keinen fast uneinholbaren Vorsprung. Der Grund liegt im Modus der europäischen Wettbewerbe: Haben beide Mannschaften je eine Partie gewonnen, ist nicht das Satzverhältnis, sondern der Punktestand ausschlaggebend. Ein 3:0 und ein 3:1 werden dabei gleichermaßen mit 3:0 Punkten gewertet, nur bei einem Tiebreak-Sieg werden die Punkte im Verhältnis 2:1 geteilt.

„Golden Set“ als Vorteil für die Gastgeber

So könnte den Gastgebern am Mittwochabend bereits ein 3:1 genügen, um den so genannten „Golden Set“ zu erzwingen. Wer sich diesen Tiebreaker sichert, zieht in die nächste Runde ein. Eingeführt wurde diese Regelung, damit das Rückspiel nicht schon nach einem einzigen Satz seinen sportlichen Reiz für die Zuschauer verloren hat. Die United Volleys müssen in Ostflandern also mindestens zwei Durchgänge holen, um endgültig jubeln zu können und eine Zitterpartie zu vermeiden, denn: „Der ‚Golden Set‘ ist natürlich immer ein Vorteil für das Team, welches im zweiten Match zuhause antritt“, erklärt Michael Warm.

Dieses Privileg hätten die Uniteds erst wieder im Halbfinale. Wahrscheinlichster Gegner wären dann die Franzosen von Tours VB, die ihr Hinspiel im tschechischen Karlsbad klar für sich entscheiden konnten. Das Duell mit dieser großen Nummer des europäischen Volleyballs dürfte freilich auch die Männer von Lindemans Aalst um die 39-jährige Zuspiel-Legende Frank Depestele reizen. „Die sind richtig motiviert und wollen das mit der Unterstützung ihres eigenen Publikums unbedingt noch umbiegen“, hat der belgische Athletikcoach der United Volleys, Fons Vranken, zuhause mitbekommen. Mit Spielern aus sieben Nationen zeigte Aalst schon in der ersten Begegnung sein enormes Potenzial auf und konnte in allen drei Sätzen erst nach hartem Kampf bezwungen werden.

Am Samstag Playoff-Start zuhause gegen Herrsching

Aber  auch die „jungen Wilden“ aus dem Rhein-Main-Gebiet sind – passend zum Gastgeberland – „heiß wie Frittenfett“ und wollen die große Chance, die sich ihnen bereits im ersten Europapokal-Jahr eröffnet, unbedingt nutzen. Zeit zum Verschnaufen bleibt anschließend so oder so nicht. Am Samstagabend um 19.30 Uhr steht in der Fraport Arena bereits das nächste Viertelfinale an: Zum Auftakt der Playoffs um die Deutsche Meisterschaft treffen die United Volleysin der Serie „best of three“ auf die Bayern des TSV Herrsching. Karten für diese Partie, und vielleicht auch für das CEV Cup-Halbfinale, können auf www.unitedvolleys.de online reserviert werden.

 

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veröffentlicht am Mittwoch, 15. März 2017 um 01:40; erstellt von TG 1862 e.V. Rüsselsheim
letzte Änderung: 15.03.17 01:40