Zum Goor-Abschied 0:2 gedreht

TuB Bocholt vs. SV Warnemünde, 13.04.19, 2. BLNM

Dramatischer letzter Spieltag für TuB Bocholt in der Zweiten Volleyball-Bundesliga: Nach einem 0:2-Satzrückstand kämpften sich die „TuB-Schrauber“ vor der Rekordkulisse von 450Zuschauern zurück in die Partie. Nach fünf spannenden Sätzen entschieden die Bocholter das Heimspiel in der Euregio-Sporthalle gegen den SV Warnemünde 3:2 (21:25, 20:25, 25:21, 25:23, 15:11) für sich. Damit verteidigten sie ihren guten siebten Tabellenplatz. Nach der Partie wurden auf Bocholter Seite Trainer Henk Goor und Außenangreifer Yannik Ahr verabschiedet.

„Nachdem wir zuvor bereits zwei Heimspiele hintereinander verloren hatten, wollten wir diese Partie unbedingt noch drehen. Das ist uns auch hervorragend gelungen. Unsere taktischen Wechsel haben maßgeblich zu diesem Sieg beigetragen“, freute sich Goor riesig über diesen Erfolg. Warnemündes Trainer Josef Janosik sagte: „Schade, dass wir die 2:0-Führung noch aus der Hand gegeben haben. Nach dem Satzausgleich war Bocholt psychologisch im Vorteil. Da fehlte uns die Nervenstärke.“

„Es waren zwei schöne Jahre in Bocholt und wir haben viel erreicht“, sagte Goor, der auch nicht mit Kritik sparte: „Ich wollte das Spiel weiterentwickeln. Aber da waren wir nicht einer Meinung. Auch im organisatorischen Bereich hätte sich nach meiner Meinung einiges verbessern müssen. So suche ich nun eine neue Herausforderung, könnte mir aber vorstellen, eines Tages nach Bocholt zurückzukehren“, so Goor. Der niederländische Coach hat zwei Angebote von deutschen Vereinen vorliegen und will sich kurzfristig für eine Offerte entscheiden.

Zumindest für ein Jahr wird auch Yannik Ahr gehen. Der Außenangreifer bekam ein Stipendium an einer Universität in Amerika. Nicht mehr anwesend war Mittelblocker Toni Mester, der seine sportliche Tätigkeit nach zwei Jahren in Bocholt beendete und zuletzt auch nicht mehr gemeinsam mit der Mannschaft trainierte. Somit müssen die Bocholter nach externen Verstärkungen suchen, um in der nächsten Saison eine gute Rolle in der Zweiten Liga spielen zu können.

Die Gäste zeigten von Beginn an eine sehr konzentrierte Vorstellung, demonstrierten mit zunehmender Spieldauer immer mehr Freude an ihrem Auftritt und zeigten zahlreiche spektakuläre Aktionen. TuB wackelte in der Annahme. Ein wirksames Blockspiel gegen die langen Angreifer der Gäste war nicht zu erkennen. So setzte sich Warnemünde klar 25:21 durch.

Im zweiten Satz führte TuB 4:0, aber nur wenige Minuten später lag der Gast 16:8 in Führung. Goor stellte sein 1:5-System um und brachte mit Lukas Essing den zweiten Steller ins Spiel. Dennoch gewann Warnemünde 25:20 auch diesen Durchgang souverän.

Nach der Pause fand TuB in die Partie. Schnell und willensstark zogen die Hausherren auf 6:1 davon und zeigten sich nun vor allem im Angriff stark verbessert. Auch in der Feldabwehr waren deutliche Steigerungen erkennbar. Vor allem Libero Lennart Bevers glänzte mit spektakulären Aktionen und wurde vom Gästetrainer zum wertvollsten TuB-Spieler der Partie gekürt. TuB gewann diesen Satz 25:21.

Der nächste Durchgang verlief sehr ausgeglichen. Mitte des Satzes verteidigte TuB seinen Zwei-Punkte-Vorsprung und setzte sich 25:23 durch. So musste der Tiebreak die Entscheidung bringen. Als die Bocholter 1:3 zurücklagen, nahm Goor sofort eine Auszeit. Das wirkte sich positiv aus. Denn seine Schützlinge zogen auf 9:6 davon. Danach ließen sie sich das Spiel nicht mehr aus der Hand nehmen und gewannen den Tiebreak 15:11.

veröffentlicht am Montag, 15. April 2019 um 09:02; erstellt von TuB Bocholt 1907 e.V.
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