Paula Morgenroth fehlerfrei bei Erstligapremiere – MVP!

VCO Berlin vs. SC Potsdam, 25.11.15, 1. BLF
setzte sich durch: Paula Morgenroth hat bewiesen, dass sie sich in der ersten Bundesliga nicht verstecken muss (Foto: Kasten)
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Trotz aller Erfolgshoffnungen konnte sich die Erstligamannschaft des VCO Berlin am Mittwoch, den 25.11.15 keine Punkte gegen die Kontrahentinnen vom SC Potsdam sichern. So unterlagen die Berliner Jungtalente ihren Gästen in 71 Minuten mit 0:3 (10:25, 17:25, 21:25). Doch es gab auch einen Silberstreifen am Himmel des Nachwuchs-Fördervereins: Paula Morgenroth machte ihr erstes Spiel in der Bundesliga und wurde am Ende sogar mit der MVP Medaille belohnt.

Obwohl man mit großen Zielen und hoher Motivation im Spiel gegen den vertrauten Gegner aus Potsdam aufs Feld ging, verlief der Beginn auf Seiten des VCO alles andere als glücklich. Schneller als den Gastgeberinnen lieb war ging der SC in Führung und Nationalspielerin Wiebke Silge sicherte ihrem Team das 8:4 zur ersten technischen Auszeit mit einem Block. In der Annahme wurde Nachwuchstalent Paula Morgenroth auf der Liberoposition vom Gegner ausgetestet. Diese spielt normalerweise in der Regionalliga Nordost bei den VCO II Damen, durfte sich aber erstmals in der Bundesliga Mannschaft um Trainer Lindenmair beweisen. Stammlibera Sophie Dreblow konnte ihr Team verletzungsbedingt nur von der Bank aus unterstützen. Morgenroth jedoch ließ sich von den schnellen Flatteraufschlägen der Potsdamerinnen wenig unter Druck setzen und überzeugte mit einer hervorragenden Quote von 70 % guten Annahmen. Jedoch überzeugten die Gäste mit einer aufmerksamen Sicherung und holten sich mit Geduld und Raffinesse im Angriff zuletzt meist doch den Punkt. So ging der erste Satz wie im Flug an den VCO Damen vorbei und sie konnten nur 10 Punkte für sich beanspruchen.

Der Beginn des zweiten Satzes versprach den Zuschauern Besserung seitens des VCO: Trotz missglückter Abwehr konnten die Berlinerinnen unter großem Einsatz den Ball im Spiel halten - Vanessa Agbortabi schreckte weder der hohe Pass noch der gegnerische Dreierblock und sie verwandelte den ersten Punkt gekonnt für ihr Team. Die 'jungen Wilden' wollten sich offenbar nicht so leicht abfertigen lassen und blieben Punkt für Punkt am Gegner, Kimberly Drewniok gelang mit einem Ass die erstmalige Führung zum 6:5, Teamkollegin Sindy Lenz stand dem in nichts nach und sicherte ihrerseits mit dem nächsten Ass die Führung zum 8:7 in der ersten technischen Auszeit. Doch die jungen Berlinerinnen konnten den schon bekannten Fehlerteufel nicht ganz abschütteln: Abstimmungsschwierigkeiten in der Annahme und Fehler im Angriff beflügelten zusätzlich die stabile Spielweise des SC Potsdam und schnell gewannen dieser wieder Oberwasser. Trainer Lindenmair reagierte mit der Einwechslung von Aisha Skinner für Vanessa Agbortabi beim Spielstand von 13:18, die daraufhin von Zuspielerin Pia Kästner gekonnt eingesetzt wurde. Doch die temporeichen Kombinationen über SC Mittelblockerin Gründing und die aufmerksame Abwehr von Ex-VCOlerin Annegret Hölzig bereiteten den VCO Talenten Probleme, sodass auch Satz zwei mit 25:17 an Potsdam ging.

Jan Lindenmair behielt zum dritten Satz Skinner in der Aufstellung und startete anstelle von Merle Weidt mit der 1,96 m großen Mittelblockerin Maike Herzog. Dieser gelang ein Ass zum 4:2. Es folgten erneut einige Fehler, zur zweiten technischen Auszeit musste man einen sechs Punkte Rückstand hinnehmen. Beim 11:16 folgte der Doppelwechsel seitens des VCO: Für Zuspielerin Kästner und Diaogonalangreiferin Kimberly Drewniok kamen Lisa Senger und Josephine Suhr ins Spiel. Die Kombination Senger/Suhr erwies sich sogleich als erfolgreich und konnte dem Team mit guten Aktionen zwei wertvolle Punkte zum 13:16 verschaffen. Auch Libera Morgenroth wurde von ihren Mitspielerinnen begeistert bejubelt, nachdem sie innerhalb eines Ballwechsels drei Mal in Folge tapfer die wuchtigen Angriffe von Annegret Hölzig abwehren konnte. Letztendlich jedoch brachte diese daraufhin Mal um Mal ihre Attacken im Feld der VCO Spielerinnen unter und der SC Potsdam ließ zum Ende nichts anbrennen: Zwar verkürzte der VCO den Rückstand noch auf vier Punkte, den drei Punkte Sieg packte allerdings Potsdam mit auf die Heimfahrt ein.

Zu ihrer großen Überraschung wurde das Debüt von Paula Morgenroth vom gegnerischen Trainer Alberto Salomoni mit der MVP Nominierung belohnt. Diese konnte somit auch nach der Niederlage noch strahlen: "Es ist ein komisches Gefühl, beim ersten Spiel in der Bundesliga als MVP ausgezeichnet zu werden. Ich hatte zu Anfang unglaubliche Angst vor der Annahme, welche nicht meine größte Stärke ist, aber nachdem es dann doch ganz gut lief wurde weniger auf mich aufgeschlagen. Das hat mir ein gutes Gefühl gegeben und ich hatte Spaß auf dem Feld. Natürlich fühle ich mich sehr geehrt und möchte mich bei dem tollen Team auch für die Unterstützung bedanken."

Wer die VCO I Damen bei ihrem nächsten Auftritt unterstützen möchte, muss sich bis zum nächste Heimspiel bis zum 22.12.15 um 18:30 Uhr gegen den Dresdner SC gedulden.

Vorher allerdings wird noch mehr von Morgenroth's Leistungen bei den VCO II Damen um Trainer Tietböhl zu sehen sein. Diese laden am Samstag, den 28.11.15 um 18 Uhr in die Halle 3 des Sportforums Berlin ein.

MVP: VCO Paula Morgenroth (3), SCP Annegret Hölzig (8)

Es spielten für den VCO:

Vanessa Agbortabi (1), Josephine Suhr (2), Paula Morgenroth (3), Sophie Dreblow (4), Maike Herzog (5), Pauline Kunkler (6), Kimberly Drewniok (8), Aisha Skinner (9), Lisa Senger (10), Merle Weidt (11), Pia Kästner (15), Sindy Lenz (16)

veröffentlicht am Donnerstag, 26. November 2015 um 19:38; erstellt von Kasten, VC Olympia ´93 Berlin e.V.
letzte Änderung: 27.11.15 08:36