Pokal News - VBL
  • Mit Volldampf die letzte Hürde nehmen
    Dresdner SC vs. VfB Suhl LOTTO Thüringen, 11.12.19, POK F
    Alles oder Nichts, jetzt gilt es: Die DSC Volleyball Damen wollen die letzte Hürde auf dem Weg nach Mannheim nehmen.
    DSC will mit Volldampf die letzte Hürde nehmen
    Foto: Dresdner SC, Cornelia Kurth

    Alles oder Nichts, jetzt gilt es: Die DSC Volleyball Damen wollen die letzte Hürde auf dem Weg nach Mannheim nehmen. An diesem Mittwoch (18.30 Uhr) empfangen die Schützlinge von Alexander Waibl in der heimischen Margon Arena den VfB Suhl LOTTO Thüringen zum Pokal-Halbfinale. Mit einem Sieg soll der Einzug ins Finale des DVV-Pokals, das am 16. Februar in der SAP-Arena von Mannheim steigt, perfekt gemacht werden. Für die Dresdnerinnen wäre es nach den beiden Pokal-Triumphen 2016 und 2018 der dritte Auftritt in der SAP-Arena vor über 12 000 Zuschauern. 


    „Für dieses Ziel braucht es keine Extra-Motivation. Da ist jede heiß darauf, diese Atmosphäre zu erleben“, weiß Mareen von Römer aus eigener Erfahrung. Auch wenn die DSC-Spielführerin und Regisseurin nach ihrer Erkrankung noch nicht wieder ins Geschehen eingreifen kann, wird sie am Mittwoch von der Tribüne aus ihren Mädels die Daumen drücken. „Ich denke, die Mannschaft ist gut drauf. Mit den Siegen zuletzt im Challenge Cup und auch im Pokal-Viertelfinale gegen Aachen haben die Mädels viel Selbstvertrauen getankt und gezeigt, dass die Formkurve nach oben zeigt. Das war sehr wichtig für den Kopf. Auch wenn man Suhl keinesfalls unterschätzen darf, weil sie immer kampfstark und bissig spielen, bin ich mir sicher, dass unsere Mädels das schaukeln werden“, zeigt sich Mareen von Römer zuversichtlich. 


    Seit dem letzten Spiel haben Alexander Waibl und das gesamte Trainerteam mit der Mannschaft weiter am Feinschliff gearbeitet. „Es war im Training zu spüren, dass alle heiß und sehr fokussiert sind. Wir freuen uns auf dieses Spiel, gehen sicher auch favorisiert in dieses Halbfinale, aber wir müssen auch von Anfang bis Ende sehr konzentriert sein“, betont der Chefcoach, der im Moment noch keinen Gedanken an Mannheim verschwendet. „Man sollte nicht den zweiten vor dem ersten Schritt gehen, sonst fällt man auch ganz schnell auf die Nase“, warnt er und fügt hinzu: „Suhl ist auf jeden Fall ein Team, dem man mit gebührendem Respekt und der nötigen Vorsicht gegenübertreten sollte. Die gegenwärtige Tabellensituation täuscht über die tatsächliche Qualität des Gegners hinweg.“ 


    Auch wenn die Thüringerinnen in der Liga noch keinen Sieg landen konnten, so warfen sie immerhin Vilsbiburg aus dem Pokal. „Und auch wir hatten im ersten Spiel in Suhl ja zwischenzeitlich auch einige Mühe“, erinnert Waibl an den 3:1-Sieg seines Teams in der Wolfsgrube. 


    Doch wenn seine Schützlinge schnell die Anfangsnervosität ablegt und an die zuletzt gezeigten Leistungen anknüpft und mit viel Herz und Leidenschaft kämpft, dann sollte die „Mission Mannheim“ gelingen. 

    10.12.2019 16:50
  • Dresden, Suhl und das blaue Wunder
    Dresdner SC vs. VfB Suhl LOTTO Thüringen, 11.12.19, POK F
    Im Pokalhalbfinale tritt der VfB Suhl LOTTO Thüringen in Dresden an. Eine klare Sache für den Gastgeber, so zumindest wirkt es auf dem Papier im Vorfeld. Gelingt Suhl das "Blaue Wunder" an der Elbe?
    Im Pokal bisher gut lachen gehabt: Der VfB Suhl LOTTO Thüringen
    Foto: Tim Hofmann

    Der VfB Suhl LOTTO Thüringen tritt am morgigen Mittwochabend im DVV-Pokalhalbfinale beim Dresdner SC an. Die Partie beginnt um 18:30 Uhr und wird im Zuge der Halbfinal-Konferenz zusammen mit der Partie Stuttgart gegen Schwerin (Start: 18:10 Uhr) bei Sport1 im Free-TV live übertragen.

    Das offensichtlich ungleiche Duell, vor allem, wenn man die Bundesligatabelle zu Rate zieht, kennt einen glasklaren Favoriten: Gastgeber Dresden. Aber es gibt sie dann doch, diese Pokalabende, in denen der Underdog über sich hinauswächst und das vermeintlich Unmögliche wahr werden lässt.
    Immerhin hatten die Wenigstens auf einen Halbfinaleinzug des VfB beim Duell gegen die Roten Raben Vilsbiburg getippt - wurden mit dem überraschenden 3:2-Erfolg der Suhler Wölfe aber eines Besseren belehrt.
    Für genau solche Momente treten die Thüringer LOTTO-Damen aus Suhl aber die morgige Reise nach Elbflorenz an.

    Suhl und der Pokal, das ist sowieso eine besondere Geschichte. Nach den Finalteilnahmen 2014, 2011, 2010 und 2008 hat der VfB Suhl die Chance zum fünften Mal im Endspiel um den DVV-Pokal zu stehen. Bisher fanden die Finals mit Suhler Beteiligung in Halle/Westfalen statt, die Stippvisite in der Mannheimer SAP-Arena fehlt noch in der Suhler Pokalhistorie, die bereits früh und gleich beim ersten Final-Versuch im Jahre 2008 ihre Krönung mit dem Pokalgewinn fand.

    "Wir müssen die Ligaresultate ausblenden und gewappnet sein, vor 3000 Zuschauern zu spielen. Klar traue ich meinem Team eine Überraschung zu, warum auch nicht? Es ist ein K.O-Spiel und ein klarer, überzeugender Sieg wird nur von Dresden erwaret. Wir werden kämpfen", so VfB-Cheftrainer Mateusz Zarczynski.

    Die höchstwahrscheinlich in den blauen Auswärtsjerseys antretenden Suhlerinnen werden, ungeachtet der Tatsache, dass die Partie mitten in der Woche stattfindet, von einer großen Fanschar begleitet, es wurde extra ein Fanbus (Danke an die Fa. Gröschel Reisen aus Zella-Mehlis!) gechartert. Gemeinsam für das große Ziel: Ein "Blaues Wunder" an der Elbe...

    10.12.2019 16:22
  • sportwetten.de wird Hauptsponsor des DVV-Pokalfinales
    VBL | Pressemitteilungen
    Das DVV-Pokalfinale am 16.02.2020 in Mannheim präsentiert sich erstmalig mit sportwetten.de als Hauptsponsor. Neben den damit verbundenen werblichen Präsenzen rund um das Event, plant der Wettanbieter zur Aktivierung der Fan-Gemeinde Bonus-Aktionen und Gewinnspiele, bei denen es Wettguthaben und Freikarten zu gewinnen gibt.

    Das DVV-Pokalfinale am 16.02.2020 in Mannheim präsentiert sich erstmalig mit sportwetten.de als Hauptsponsor. Neben den damit verbundenen werblichen Präsenzen rund um das Event, plant der Wettanbieter zur Aktivierung der Fan-Gemeinde Bonus-Aktionen und Gewinnspiele, bei denen es Wettguthaben und Freikarten zu gewinnen gibt.


    sportwetten.de von nun an auch ein starker Partner für das DVV-Pokalfinale. (Foto: Sebastian Wells)

    Bereits seit 2018 ist sportwetten.de offizieller Wettpartner des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV). In dieser Zeit wurden diverse Projekte gemeinsam verwirklicht, wie z.B. auf der Techniker-Beach-Tour, den Deutschen Snow-Volleyball Meisterschaften sowie der Volleyball Nations League.

    Beim DVV-Pokalfinale, das gemeinsam von der Volleyball Bundesliga und dem Deutschen Volleyball-Verband ausgetragen wird, tritt sportwetten.de das erste Mal bei Deutschlands größtem Volleyball-Highlight in Erscheinung.

    Das DVV-Pokalfinale der Frauen und Männer findet am 16.02.2020 in der SAP-Arena in Mannheim statt und wird auf Sport1 live übertragen.

    Über sportwetten.de:

    Die sportwetten.de GmbH ist eine Tochter der börsennotierten pferdewetten.de AG mit Sitz in Düsseldorf. Mit der evidenten Domain www.sportwetten.de sorgt man im deutschsprachigen Raum für Unterhaltung und hebt sich - bei aller Seriosität - durch humorvolle Aktionen und innovative Datenveredelung vom Wettbewerb ab. sportwetten.de ist offizieller Partner u.a. von Eintracht Braunschweig, KFC Uerdingen, der Eishockey Nationalmannschaft (DEB), der Kölner Haie, des Deutschen Volleyball Verbandes (DVV) und der Basketball Bundesliga (BBL). (Quelle: sportwetten.de)

    10.12.2019 12:49
  • Pokalkracher in Blau & Gelb
    Allianz MTV Stuttgart vs. SSC Palmberg Schwerin, 11.12.19, POK F
    In den letzten acht Jahren trafen Stuttgart und Schwerin fünfmal im DVV-Pokal aufeinander – jedoch noch nie im Halbfinale. Ein Favorit ist derzeit nicht auszumachen. Spannung ist also garantiert.
    Die "Blaue Wand" muss am Mittwoch nicht nur auf der Tribüne, sondern auch am Netz "stehen".
    Foto: Tom Bloch – www.tombloch.de

    „Alles oder nichts“, „Entscheidungsspiel“, „Siegen oder Fliegen“: Alle diese geflügelten Worte werden im Spitzensport immer wieder gerne aus der Redensarten-Kiste hervorgekramt, wenn ein einzelnes Spiel entscheidend für das Weiterkommen einer Mannschaft in einem Wettbewerb ist. In der Regel sind das dann Pokal-Wettbewerbe, im Volleyball ist es konkret der DVV-Pokal. Und wenn dort zwei favorisierte Teams schon vor dem Finale gegeneinander antreten müssen, gelten obige Aussprüche insbesondere – und die beteiligten Teams sind meist wenig erfreut von der Auslosung. So war es jüngst auch in Stuttgart, als „Losfee“ Sebastian Kühner ausgerechnet den SSC Palmberg Schwerin als Gegner für das DVV-Pokal-Halbfinale aus dem Lostopf gefischt hatte. „Vorgezogenes Finale“ oder auch „Zum Glück wenigstens ein Heimspiel“ war allenthalben zu hören – aber letztlich muss man es ja eh so nehmen, wie es kommt.

    Zu erwarten am Mittwochabend (11.12., live im Free-TV ab 18.00 Uhr auf SPORT1) ist in der SCHARRena in jedem Fall ein Spitzenspiel auf Augenhöhe, denn ein Favorit für die Partie ist derzeit kaum auszumachen. Beide Mannschaften haben die Probleme des Bundesliga-Saisonstarts halbwegs abgelegt und spielen derzeit auf hohem Niveau, was selbst internationale Gegner zu spüren bekamen (Novara verlor völlig überraschend in der Champions League in der SCHARRena, Sliedrecht ging im CEV-Cup zuhause 0:3 gegen Schwerin unter). Und auch die DVV-Pokal-Statistik liest sich halbwegs unentschieden: Die Teams trafen in den letzten acht Jahren in diesem Wettbewerb fünfmal aufeinander, dreimal gewann Stuttgart, zweimal Schwerin. Und jeder einmal das Finale gegen den anderen. Und trotzdem dürfen Jenna Rosenthal & Co. ein wenig zuversichtlich sein: Denn ein Pokal-Heimspiel hat die selbsternannte Pokalmannschaft Allianz MTV Stuttgart gegen Schwerin in all den Jahren noch nie verloren …

    Damit dies auch so bleibt, benötigt Allianz MTV Stuttgart gegen einen derart starken Gegner unbedingt die „Blaue Wand“ der Fans als Unterstützung. An der Abendkasse gibt es derzeit noch Karten für den diesjährigen DVV-Pokal-Halbfinalkracher! Roosa Koskelo & Co. setzen voll auf die Fan-Power im Hexenkessel SCHARRena, denn die Mädels wissen: Die emotionale Stimmung treibt die Motivation aufs Maximum, pusht die Leistungsfähigkeit auf 120%. Und dies kann in dem zu erwartend engen Match das Zünglein an der Waage und somit ausschlaggebend sein!

    09.12.2019 21:35
  • #MissionMannheim: Berlin und Düren stehen im FINALE
    VBL-News
    Die ersten Finalisten der #MissionMannheim 2020 sind gefunden: Bei den Männern kämpfen am 16. Februar in der SAP Arena die Berlin Recycling Volleys und die SWD Powervolleys Düren um den DVV-Pokal. Beide Teams lösten ihre Halbfinal-Aufgaben souverän und ließen Herrsching und Rottenburg keine Chance.

    Die ersten Finalisten der #MissionMannheim 2020 sind gefunden: Bei den Männern kämpfen am 16. Februar in der SAP Arena die Berlin Recycling Volleys und die SWD Powervolleys Düren um den DVV-Pokal. Beide Teams lösten ihre Halbfinal-Aufgaben souverän und ließen Herrsching und Rottenburg keine Chance.


    Mit einer souveränen Leistung haben die BR Volleys ihr Finalticket nach Mannheim gebucht. (Foto: Eckhard Herfet)

    Ohne Satzverlust ins Finale

    Nach den Jahren 2016 und 2017 haben die BR Volleys zum dritten Mal ihr Ticket zum DVV-Pokalfinale in der Mannheimer SAP Arena gelöst. Mit einem 3:0 (25-17, 25-21, 25-17)-Erfolg gegen die WWK Volleys Herrsching zogen die Berliner am Sonntagnachmittag ins Endspiel ein. 

    "Vorfreude ist groß"

    Deutschlands Nationalspieler und BR-Volleys Kapitän Moritz Reichert sagte nach dem Spiel: „Wir haben unsere Aufgabe heute souverän gelöst und auch der Drucksituation im zweiten Satz standgehalten. Es ist ein super Gefühl, dieses erste große Saisonziel erreicht zu haben. Die Vorfreude auf Mannheim ist schon jetzt groß, auch wenn es noch zwei Monate hin ist. Es ist schließlich mein erstes Pokalfinale. Ich hoffe, dass ganz viele Fans uns dorthin begleiten!“ 

    Ähnlich souverän buchte auch Düren das Finalticket, das Rottenburg mit 3:0 (25-16, 25-17, 25-22) besiegte und damit zum ersten Mal seit 10 Jahren im Finale steht. Ein Pokaltriumph blieb ihnen bisher verwehrt. Berlin stemmte zuletzt 2016 den Pokal in die Höhe.


    Die Powervolleys Düren erfüllten sich ihren Traum vom Finaleinzug. (Foto: Guido Jansen)

    Entscheidung bei den Frauen am Mittwoch

    Am Mittwoch (11. Dezember) entscheidet sich außerdem, wer im Finale der Frauen in Mannheim dabei ist. In einer Neuauflage des Endspiels von 2019 treffen der amtierende Meister Allianz MTV Stuttgart und DVV-Pokal Titelverteidiger SSC Palmberg Schwerin aufeinander. Im zweiten Halbfinale messen sich der Dresnder SC und der VfB  Suhl miteinander. (Text: DVV Presse)

    SPORT1 überträgt beide Partien in der Konferenz ab 18:00 Uhr live im Free-TV

    Mi, 11.12.19, 18:10 Uhr, ALLIANZ MTV Stuttgart vs. SSC PALMBERG Schwerin

    Mi, 11.12.19, 18:30 Uhr, Dresdner SC vs. VfB Suhl LOTTO THÜRINGEN

    Tickets für das DVV-Pokalfinale

    Eintrittskarten für Deutschlands größtes Volleyball-Highlight, das gemeinsam vom Deutschen Volleyball-Verband und der Volleyball Bundesliga ausgerichtet wird, gibt es bereits ab 15 EUR in der günstigsten Kategorie über www.ticketmaster.de (Ticket-Hotline 01806-999 0000*), ADticket (Ticket-Hotline 0180 6050400*) sowie über www.saparena.de (Ticket-Hotline 0621-18190333) zu kaufen.

    * (0,20 EUR/Verbindung aus dt. Festnetz / max. 0,60 EUR/Verbindung aus dt. Mobilfunknetz)

    09.12.2019 10:12
  • Düren: Das Pokalfinale ist gebucht
    SWD powervolleys DÜREN vs. TV Rottenburg, 08.12.19, POK M
    Großer Jubel in Düren: Die SWD powervolleys stehen im Pokalfinale. Am 16. Februar treffen sie in der SAP Arena Mannheim auf den deutschen Meister Berlin Recycling Volleys.
    Sebastian Gevert (l. ) und Lukas Maase bejubeln den Einzug ins Pokalfinale.
    Foto: powervolleys

    Großer Jubel in Düren: Die SWD powervolleys stehen im Pokalfinale. Am 16. Februar treffen sie in der SAP Arena Mannheim auf den deutschen Meister Berlin Recycling Volleys. Den Weg nach Mannheim geebnet haben sich Dürens Bundesliga-Volleyballer mit einem überzeugenden 3:0-Heimsieg im Halbfinale über den TV Rottenburg. 25:16, 25:17, 25:22 lauteten die Satzergebnisse in der Arena Kreis Düren. Parallel konnte sich Berlin mit 3:0 gegen die WWK Volleys Herrsching durchsetzen.

    „Heute ist hier eine Bombe geplatzt“, sagte Dürens Spielmacher Tomas Kocian nach der langen Jubelorgie. „Wir haben ein großes Ziel erreicht. Jetzt kommt das nächste. Schließlich haben wir uns vorgenommen, einen Titel zu gewinnen.“

    Bombastisch agierte Düren über fast die gesamte Spielzeit mit dem Aufschlag. Elf Asse bei sechs Fehlern sind eine überzeugende Bilanz. Vor allem im ersten und zweiten Satz dominierten die SWD powervolleys die Partie mit dem Service. Großen Anteil an der schnellen 5:0-Führung hatte Routinier Björn Andrae mit seinen Aufschlägen. Die ermöglichten direkt zu Beginn erfolgreiche Gegenangriffe von Egor Bogachev und Sebastian Gevert, zum 5:0 blockte Gevert. Beeindruckend war der Block mit nur einer Hand von Tim Broshog zum 13:7. Die Gäste fanden nicht ins Spiel, weil Düren sie nicht ließ. Zum 19:11 verteidigte Abwehrchef Blair Bann in einem Ballwechsel dreimal stark, Bogachev machte anschließend den Punkt.

    Satz zwei verlief zu Beginn ähnlich deutlich, weil die SWD powervolleys Düren sich hinter Broshogs Block auf 10:6 absetzen konnten. Dann zeigte Rottenburg allerdings, dass das Team Qualität und Moral hat und arbeitete sich schnell zurück auf Augenhöhe. Zum 13:13 glichen die Schwaben mit einem Ass aus. Danach allerdings drückte Düren wieder aus das Gaspedal, Aufschläge von Bogachev bedeuteten das 16:13, Kocian legte später noch ein Ass nach und als Gevert im Gegenangriff punktete, waren die Gastgeber auf 23:17 enteilt. Es folgten bis zum Satzende zwei Rottenburger Fehler.

    „Danach konnten wir unser Niveau nicht ganz halten“, fasste Broshog zusammen. Dürens Aufschlagdruck ließ etwas nach, der TVR nutzte das, um sich mit starkem Service und guter Abwehr eine Führung zum 18:16 in Satz drei zu erarbeiten. „Da traf es sich ganz günstig, dass Egor stark aufschlägt und Tomas blockt“, erklärte Broshog, warum die SWD powervolleys den Satz am Ende doch noch gewonnen und damit das Finale erreicht haben. Bogachev besorgte mit einem Ass die 22:21-Führung. Anschließend blockte Kocian zum 23:21, begünstigt von einem erneut guten Bogachev-Service. Das bedeutete die Vorentscheidung, wenige Momente später verwandelte Andrae den Ball ins Finale und löste eine Jubelorgie in der Arena Kreis Düren aus.

    „Bei einem Gegner hinterlässt das Wirkung, wenn er stark aufschlägt und trotzdem keine Wirkung erzielt“, lobte Falter den Spielaufbau der SWD powervolleys, der trotz guter Rottenburger Aufschläge enorm stabil stand. „Vor allem, wenn du selbst noch stärker aufschlägst. Außerdem haben wir viele schwierige Situationen sehr gut gelöst und waren im Angriff clever“, fasste Falter weiter zusammen. So sei es gelungen, einen Gegner, der alles versucht hat, zwei Sätze zu kontrollieren und im dritten Satz am Ende noch abzufangen. „Bei keinem war im Kopf, dass wir das heute hätte verlieren können“, sagte Egor Bogachev nach der Partie und sprach trotz des großen Drucks, unter dem Düren als vermeintlicher Favorit und nach dem wechselhaften Leistungen zuletzt gestanden hatte, von viel Selbstvertrauen im Team.

    „Der Sieg war auch wichtig für die Bundesliga-Saison. Wir gehen jetzt mit einem sehr guten Gefühl in die letzten zwei Spiele vor der Weihnachtspause“, erklärte Bogachev. Hinter den Kulissen beginnen jetzt die Planungen der SWD powervolleys für das größte Volleyball-Ereignis in Deutschland. Zehn Jahre ist es her, dass Düren im Pokalfinale gestanden hat. Die Vorfreude auf das Finale in Mannheim ist groß.

    08.12.2019 22:58

Wir haben gezeigt, was geht!

TGM Mainz-Gonsenheim vs. WWK Volleys Herrsching, 03.11.19, POK M
TGM Team
Foto: TGM Team

Gonsenheim. Ein Bundesligist in der Volleyball-Halle des Zweitligisten TGM Gonsenheim ist nach dem Highlight im Vorjahr gegen RV Berlin zwar weiterhin etwas Besonderes, doch nicht allzu überraschend. Dass der TSV Herrsching im ersten Satz des DVV-Pokal-Achtelfinals in Mainz aber wankt, ist neu. Und hätten die TGMler im wichtigsten Punkt des hochklassigen ersten Satzes nicht dem Not-Bagger von TSV-Libero Ferdinand Tille nahezu ehrfürchtig hinterhergeblickt, sondern die klaffende Lücke im Zentrum dicht gemacht, hätte am Ende das Tableau wohl auch keinen 0:3-Endstand gezeigt.

„Wir waren im ersten Satz schon heiß und super drauf, haben uns aber in entscheidenden Momenten nicht belohnt. Da merkt man der jungen Mannschaft noch an, dass wir in den klaren Situationen, in denen wir die Fehler des Gegners bestrafen müssen, nicht eiskalt genug sind“, sagte Spielertrainer Manuel Lohmann. Vor allem Unachtsamkeiten hatten die Gäste aus Bayern, die in Lederhosen und Oktoberfest-Outfit nachempfundenen Trikots antraten, überdurchschnittlich viele eingestreut, die Gonsenheimer konterten mit sehr präzisen Anspielen und überlegten Angriffsbällen.

So blieb der erste Durchgang lange Zeit ein Schlagabtausch auf Augenhöhe – bis die Mainzer ihre echte Chance auf den Satzgewinn  liegen ließen. Dass der Bagger von Tille überhaupt noch übers Netz kam, war für die rund 250 Zuschauer in der Weserhalle nicht zu glauben, dass Herrsching damit entscheidend punktete, auch für die Spieler auf dem Feld nicht zu fassen. „Das haben wir eigentlich gut gestanden, aber ...“, zuckte Lohmann kopfschüttelnd mit den Schultern. Der Satz ging 23:25 weg. Und die Präzision im TGM-Spiel mit ihm. „Der Bundesligist hat uns im ersten Satz beobachtet, Stärken, Schwächen, und dann ein bisschen umgestellt. Das haben wir sofort gemerkt“, war in Durchgang zwei auch deshalb für Lohmann und sein Team das starke Anfangsniveau nicht mehr zu halten. Der Block der Herrschinger war immer öfter schon da, bevor der TGM-Angriff schmettern konnte. 13:25 – das ging schnell.

„Das ist besonders ärgerlich. Die Bayern wurden ja nicht besser, nur wir haben so stark abgebaut“, wirkte Onno Claassen ein wenig resigniert. Die Freude und der Stolz darüber, vom Gästetrainer zum wertvollsten Mainzer gekürt worden zu sein – eine Ehre, aber eben kein Erfolg für das Team.

Die TGM hatte sich im Vorfeld durchaus etwas ausgerechnet, um Fünften der Bundesliga nicht nur zu ärgern. Und auch wenn beim Stand von 0:2 nicht mehr viele in der Halle an einen Sieg glaubten, animierten der sehr agile Alexander Krippes, Kapitän Jonas Reinhardt und die Kollegen immer wieder das treue TGM-Publikum, mit ihnen alles in die Waagschale zu werfen. Eine Trotzreaktion im dritten Durchgang sollte her – und sie kam, phasenweise. „Für uns war es da unheimlich schwer, unser eigenes Spiel durchzubringen“, ordnete Trainer Manuel Lohmann das 18:25 im dritten Satz ein. Auf starke Kombinationen und erkämpfte Punkte, so vier am Stück  zum 14:16 oder drei in Serie zum 17:22, folgten individuelle oder Stellungsfehler, die dem Favoriten einfache Punkte bescherten. Das TGM-Spiel wirkte passiv, auch Wechsel beim Aufschlag brachten nicht die Nuancen, die den Mainzer Volleyballern in der Endphase der Partie fehlten.

Doch am Ende zählt bekanntlich nur, was man aus einer vertanene Chance und einem solchen Spiel mitnimmt. Zum Beispiel Erfahrung. „Wir haben gezeigt, dass wir auf diesem Niveau spielen können. Wenn wir in der Zweiten Bundesliga die Leistung aus dem ersten Satz bringen, werden es alle Mannschaften gegen uns schwer haben“, war das Glas der TGMler für Coach Lohmann schon wenige Minuten nach dem Pokalaus schon wieder halbvoll. Samstag-Gegner Gotha kann sich schon mal warm anziehen.

TGM: Vu, Dinges, Kloft, Claassen, Paugels, Lohmann, Flott, Reinhardt, Mingers, Gumenjuk, Diwersy, Krippes, Groß, Fuchs (n.e.).

veröffentlicht am Sonntag, 3. November 2019 um 20:56; erstellt von Björn Schüßler, Turngemeinde 1861 e.V. Mainz-Gonsenheim
Volleyball Bundesliga live bei Sport1 Supercup Showacts
Supercup Showacts