Pokal News - VBL
  • BR Volleys fahren nach Mannheim
    BERLIN RECYCLING Volleys vs. WWK Volleys Herrsching, 08.12.19, POK M
    Nach den Jahren 2016 und 2017 haben die BR Volleys zum dritten Mal ihr Ticket zum DVV-Pokalfinale in der Mannheimer SAP Arena gelöst.
    Die BR Volleys freuen sich auf Mannheim!
    Foto: Eckhard Herfet

    Nach den Jahren 2016 und 2017 haben die BR Volleys zum dritten Mal ihr Ticket zum DVV-Pokalfinale in der Mannheimer SAP Arena gelöst. Mit einem 3:0-Erfolg (25:17, 25:21, 25:17) gegen die WWK Volleys Herrsching zogen die Berliner am Sonntagnachmittag ins Endspiel ein und treffen dort am 16. Februar 2020 auf die SWD powervolleys Düren, welche das zweite Halbfinale gegen den TV Rottenburg ebenfalls mit 3:0 für sich entschieden.

    In der gegen Ljubljana am Dienstag erfolgreichen Besetzung gingen die BR Volleys auch dieses so wichtige Pokal-Halbfinale an. Die Berliner zeigten sich erneut gut im Rhythmus und nahmen direkt das Heft des Handelns in die Hand ... weiterlesen auf www.br-volleys.de

    08.12.2019 17:24
  • Endstation Halbfinale
    SWD powervolleys DÜREN vs. TV Rottenburg, 08.12.19, POK M
    Die Bundesligavolleyballer des TV Rottenburg haben das Pokal-Halbfinale bei den SWD powervolleys Düren mit 3:0(25:15,25:17,25:21) verloren.
    Der TVR verliert in Dueren
    Foto: Markus Ulmer

    Einmalige Chance in Düren

    Es bot sich die Chance auf die erstmalige Qualifikation für das Pokalfinale in Mannheim. Gegner Düren – 2009 bereits einmal Pokalfinalist – ging mit dem Heimvorteil im Rücken in die mit Spannung erwartete Begegnung. Bereits vor der Begegnung überraschte TVR-Trainer Christophe Achten, indem er kurzerhand Nachwuchsspieler Mario Welsch als Libero auflisten ließ, um im Außenangriff auch auf Lorenz Karlitzek setzen zu können.

    Powervolleys kraftvoll

    Die Partie begann mit einem Dürener Paukenschlag. Im wahrsten Sinn des Wortes: Nach dem 4:0 durch Sebastian Gevert hatten die Zuschauer in der Arena Kreis Düren schon eine Vorahnung davon bekommen, was sich im Lauf der Begegnung noch bieten sollte. Die powervolleys begannen druckvoll und entschlossen. Der TVR schüttelte sich kurz und fand erst in Folge ins Spiel. Die Gastgeber waren punktemäßig aber schon weit vorausgeeilt, sodass die Verwaltung der Führung leichter war, als der TVR wohl gehofft hatte. Über 13:7 und 20:15 schritt der Satz voran. Dem TVR gelang nur noch ein Punkt und Gastgeber Düren ging 1:0 in Führung.

    Hoffnung keimt auf: Rottenburg kommt zwischenzeitlich zurück

    Durchgang zwei gestaltete sich zunächst ausgeglichen. Auf eine zwischenzeitliche Drangphase, in der Mittelblocker Lukas Maase (Düren) gleichmehrfach erfolgreich zugriff und Dürens Fans von seiner Entschlossenheit überzeugte (6:3, 10:6), antwortete der TVR in Person von Lorenz Karlitzek. Der Rückkehrer verwandelte alle seiner ersten drei Aktionen und brachte Rot-Weiss zum 11:10 wieder heran. Die powervolleys kamen im entscheidenden Moment entschlossen zurück: Unter Egor Bogachevs Aufschlagdruck wurde der TVR in die Knie gezwungen (25:17).

    Bogachev läuft heiß

    „Heute haben uns die Erfahrenen gezeigt, wie es geht“, resümierte Rottenburgs Tim Grozer die Begegnung im Anschluss. Er meinte damit wohl auch, wie Düren nach der 2:0-Führung eine zwischenzeitliche Rottenburger Drangphase aushielt. Der TVR startete verbessert in Satz drei, war angriffslustiger mit Grozer und Lorenz Karlitzek und in der Abwehr stabil durch Taichi Kawaguchi. In das ausgeglichene Spiel hinein schlug folglich Dürens Egor Bogachev seine Aufschläge, auf die der TVR keine Antwort fand und damit schließlich auch das Pokal-Aus hinnehmen musste (25:21).

    Trainer Christophe Achten nach dem Spiel

    „Düren hat heute unglaublich stark gespielt. Die haben uns im Aufschlag sehr unter Druck gesetzt. Wir hatten Annahmeprobleme, die wir erst im Lauf des Spiels in den Griff bekommen haben. Das Erlebnis Pokal-Halbfinale wird unser Team weiterentwickeln. Die Pokalsaison ist nun leider beendet. Das bedeutet, dass wir uns auf die Liga fokussieren. Es steht ein wichtiges Auswärtsspiel in Königs Wusterhausen an. Dem gilt nun unsere Aufmerksamkeit.“

    08.12.2019 16:33
  • Wieder Pokal im Volleyballtempel
    BERLIN RECYCLING Volleys vs. WWK Volleys Herrsching, 08.12.19, POK M
    Am 25. November 2017 durften die BR Volleys letztmals vor ihrem Publikum im DVV-Pokal aufschlagen. Damals setzte es im Viertelfinale eine 2:3-Niederlage gegen Herrsching.
    Cody Kessel und die BR Volleys sind bestens in Fahrt.
    Foto: Maximilian Franz

    Am 25. November 2017 durften die BR Volleys letztmals vor ihrem Publikum im DVV-Pokal aufschlagen. Damals setzte es im Viertelfinale eine 2:3-Niederlage gegen Herrsching, also eben jenen Kontrahenten, auf den die Berliner am Sonntag (08. Dezember um 15.00 Uhr) im Halbfinale der Saison 19/20 treffen. In ihrer heimischen Max-Schmeling-Halle haben die Hauptstädter die Chance, das Ticket nach Mannheim zu lösen. SPORT1 zeigt die Begegnung live in einer Free-TV-Konferenz.

    Auf das BR Volleys Team wartet in der Runde der besten vier Klubs ein Gegner, der schon seit Saisonbeginn auf einer Erfolgswelle reitet. Nicht nur, dass die Herrschinger nun zum dritten Mal in vier Jahren (!) im Pokal-Halbfinale stehen, auch in der Bundesliga läuft es für die Schützlinge von Trainer Maximilian Hauser überaus erfreulich ... weiterlesen auf www.br-volleys.de

     

    07.12.2019 02:58
  • Düren: Noch ein Sieg bis zum Pokalfinale
    SWD powervolleys DÜREN vs. TV Rottenburg, 08.12.19, POK M
    Es ist das wichtigste Spiel der Saison bisher: Am Sonntag ab 14.30 Uhr kämpfen die SWD powervolleys Düren und der TV Rottenburg um den Einzug in das Pokalfinale.
    Nur mit guter Teamleistung kann der Sprung in das Pokalfinale gelingen.
    Foto: powervolleys/Gras

    Es ist das wichtigste Spiel der Saison bisher: Am Sonntag ab 14.30 Uhr kämpfen die SWD powervolleys Düren und der TV Rottenburg um den Einzug in das Pokalfinale. Die Partie findet in der Arena Kreis Düren statt, Sport 1 überträgt das Halbfinale live in einer Konferenz mit dem um 15 Uhr beginnenden anderen Halbfinale Berlin Recycling Volleys gegen WWK Volleys Herrsching.

    „Für jeden Spieler ist es ein Traum, im Pokalfinale in Mannheim vor mehr als 10.000 Zuschauern zu stehen“, sagt Dürens verletzter Kapitän Michael Andrei. Um den Traum zu verwirklichen, muss die Mannschaft den letzten Schritt gehen. Und der wird schwer. Denn der TV Rottenburg reist mit Rückenwind nach Düren. Die Schwaben haben sich im Verlauf der Saison deutlich weiterentwickelt. So ist die Tatsache, dass der TVR im Halbfinale steht, keine Überraschung mehr. Und deswegen macht Andrei, der wie der finnische Außenangreifer Niklas Seppänen lange ausfällt, deutlich, dass sein Team sich weiter steigern muss.

    So wie im Verlauf der Partie gegen die Heitec Volleys Eltmann am Donnerstag, die Düren nach verkrampften Beginn 3:1 gewinnen konnte. „Gegen Rottenburg müssen wir noch mal deutlich zulegen“, fordert Andrei. Der Gegner sei in der einfacheren Rolle. Er reist als mutmaßlicher Außenseiter nach Düren, mit reichlich Rückenwind in den Segeln. „Sie werden bis zum letzten Ball kämpfen. Da können wir es uns nicht leisten, nachzulassen“, blickt Andrei auf zwei Phasen aus dem Eltmann-Spiel, in denen Düren fünf gegnerische Punkte in Folge zuließ. „Wir müssen noch mehr Energie auf das Feld bringen, damit wir das Finale erreichen.“ Einen Teil der Energie ziehen die SWD powervolleys aus der Unterstützung ihres Publikums. Am Sonntagnachmittag wird es elektrisch in der Arena Kreis Düren.

    Michael Andrei ist zuversichtlich, dass das klappt. Nach der schweren Phase mit drei Niederlagen in Folge sei ein Ruck durch das Team gegangen, der sich auch in der Trainingsleistung und dann auch mit der Steigerung während des Eltmann-Spiels gezeigt habe. Außerdem gibt es Fakten aus der Vergangenheit, die für Düren sprechen. Rottenburg konnte noch nie in Düren gewinnen. Das erste Aufeinandertreffen in der Bundesliga in dieser Saison haben die SWD powervolleys auswärts 3:0 gewonnen. Trainer Stefan Falter hatte viel gewechselt und alle Spieler zum Einsatz gebracht. „Jeder von uns weiß also, wie es sich anfühlt, Rottenburg zu schlagen“, formuliert Andrei eine positive Erinnerung. „Wir werden am Sonntag jeden Spieler brauchen. Jeder wird für seinen großen Traum kämpfen“, erwartet der Dürener Kapitän eine intensive Partie. Schließlich haben die SWD powervolleys den Traum vom Pokalfinale in Mannheim nicht exklusiv.

    Erstmals in Düren zum Einsatz kommt das Challenge-System, das ab dem Halbfinale Vorschrift ist. Die Trainer haben die Möglichkeit, pro Satz zwei Schiedsrichterentscheidungen per Videobeweis zu überprüfen bezüglich Netzfehler, Linienfehler oder ob der Ball im Feld war oder außerhalb.

    06.12.2019 09:50
  • Eine einzigartige Chance
    SWD powervolleys DÜREN vs. TV Rottenburg, 08.12.19, POK M
    Die Bundesligavolleyballer des TV Rottenburg treffen am Sonntag (14:30 Uhr, LIVE auf SPORT1) im Pokal-Halbfinale auf die SWD powervolleys Düren und kämpfen um den Einzug ins Pokalfinale in Mannheim.
    Der TVR spielt im Pokal-Halbfinale in Düren
    Foto: Ralph Kunze

    Was ist den „RedSox“ zuzutrauen?

    Aufregende Wochen liegen hinter dem TVR. Die neuen „RedSox“ am Neckar mit Neu-Coach Christophe Achten überraschten im Pokal nach fünf Spielen ohne Sieg erstmals Volleyballdeutschland: Der Sieg in Innsbruck sorgte nicht nur für das Weiterkommen, sondern auch für Selbstbewusstsein, das rückblickend die Initialzündung für einen erfolgreichen November war. Drei Liga-Erfolge folgten neben dem Gewinn im Pokal-Viertelfinale gegen Giesen. Am kommenden Wochenende wartet mit dem Halbfinale das vorerst größte Highlight der Spielzeit auf den TVR.

    Düren ist Favorit

    Gegen die powervolleys Düren spielten die Rottenburger diese Runde bereits. 3:0 unterlagen die Domstädter im Tollhaus der Liga. Die Favoritenrolle scheint eindeutig, insbesondere weil das Spiel an der Rur stattfindet. Der Eindruck der vergangenen Wochen eines TVR der nie aufgibt, Comeback-Qualitäten bewiesen hat und immer wieder für Überraschungen gut war, stärkt jedoch die Hoffnung auf eine Sensation in Düren.

    Finaleinzug wäre eine Premiere

    Für Rottenburgs Manager Philipp Vollmer sind es ebenfalls spannende Tage. Er berichtet im Hintergrund von regelmäßigem Kontakt zur Liga-Organisation. „Wir befinden uns aus Sicht der VBL als Halbfinalist in einem auserwählten Kreis“, sagt er. Im Falle eines Finaleinzugs würde es zügig um die Planungen für den Finaltag in Mannheim gehen. „Das ist aber aktuell kein Thema. Zuerst müssten wir dafür in Düren bestehen. Diese Herausforderung beschäftigt uns ausreichend“, stellt Vollmer klar. Der Finaleinzug wäre eine Premiere in jeglicher Hinsicht.

    „Mission Mannheim“: Über Düren nach Mannheim?

    Für lautstarken Support werden TVR-Anhänger sorgen, die mit einem Fanbus den Weg an die belgische Grenze aufnehmen werden. Im Bus sind noch Plätze dafür frei. Anmeldungen können kurzfristig noch unter lk@volleyball-rottenburg.de entgegengenommen werden. Es könnte ein einmaliges Erlebnis werden, in Düren das Mannheim-Ticket zu lösen.

    Das Spiel auf Facebook und Co.

    Das Spiel wird LIVE auf SPORT1 im TV sowie im LIVESTREAM unter sport1.de übertragen. Für Fans, die von zuhause die Partie verfolgen, hat der TVR-Partner Pizza+Pasta Rottenburg einen speziellen Rabatt auf das Sortiment am Spieltag vorbereitet. Mehr Informationen finden Sie in den Sozialen Medien des TVR. Wer die Partie nicht im Bewegtbild verfolgen kann, findet weitere interessante Beiträge auf den Social-Media-Kanälen des TV Rottenburg unter dem Hashtag #DURTVR.

    05.12.2019 10:37
  • Favorit war in Potsdam nicht aufzuhalten
    SC Potsdam vs. SSC Palmberg Schwerin, 24.11.19, POK F
    Das Viertelfinalspiel zwischen dem SC Potsdam und dem aktuellen Titelträger vom SSC Palmberg Schwerin um den DVV-Pokal hielt das, was man im Vorfeld erwartetet hatte.
    Harter Pokalfight in der MBS Arena
    Foto: Nicol Marschall

    Das Viertelfinalspiel zwischen dem SC Potsdam und dem aktuellen Titelträger vom SSC Palmberg Schwerin um den DVV-Pokal hielt das, was man im Vorfeld erwartetet hatte. Attraktive Ballwechsel, Spannung und Nervenkitzel bis zum letzten Ballwechsel.

    Am Ende gab es nach mehr als zwei Stunden ein 1:3 (22:25, 21:25, 25:13, 20:25) -bei 88:88 Punkten- Erfolg für die als Favorit angereisten Gäste aus dem Norden. Das zeigt, wie eng es bei diesem Fight in der MBS-Arena zuging.

    Den 1578 Zuschauern wurde dann ein hochemotionales und gutklassiges Pokalspiel geboten, da hatten beide Mannschaften spielerisch, aber auch das Schiedsrichterteam mit so manch strittiger Entscheidung ihren Anteil. Unumstritten, dass Spiel stellte höchste Ansprüche an die Unparteiischen und zeigte wie notwendig es seitens des Verbandes ist, den Videobeweis bei so entscheidenden Spielen einzusetzen. Er würde unnötige Emotionen aus dem geschehen nehmen. Er war für dieses Viertelfinale beantragt worden.

    Cheftrainer Guillermo Hernandez schickte zunächst Valerie Nichol, Brittany Abercrombie, Sofija Medic, Antonia Stautz, Lisa Gründing, Annegret Hölzig, dann auch Ana Escamilla sowie Aleksandra Jegdic (L) auf das Feld. Dabei hatte sich das Team am Vormittag kurzfristig entschieden, in den schwarzen Auswärtstrikots aufzulaufen, mit dem Hintergedanken, in rot ging gegen Stuttgart in der heimischen Arena einiges schief und da ist man mit einem Farbwechsel eventuell erfolgreicher.

    Beide Mannschaften waren sofort bemüht, die eigenen taktischen Vorgaben umzusetzen. Dabei erwischte der SC Potsdam den besseren Auftakt und konnte sich eine 8:4 bzw. 16:12 Führung erkämpfen. Danach warf der DVV-Pokalverteidiger all sein Können, sowie Routine in das Geschehen und konnte ausgleichen (21:21), brachte aber letztlich das 1:0 auf die Anzeigetafel.

    Der zweite Satz war eine Kopie des Vorausgegangenen. Die Mannschaft von Guillermo Hernandez ging in Führung, Schwerin glich aus (15:15) und hatte am Ende das bessere Ende für sich und es stand 2:0.

    Bei diesem Zwischenergebnis deutete sich ein 3:0 an. Doch es kam anders. Potsdam zeigte jetzt eine beeindruckende Leistung, obwohl es zum Auftakt beim zwischenzeitlichen 6:8 nicht danach aussah. Das Team brillierte mit tollen Ballpassagen und das überraschte schon, zeigte aber, zu was es in der Lage ist. Der SCP-Cheftrainer hatte seinen Sechser glänzend auf die Mecklenburgerinnen eingestellt. Es klappte jetzt nahezu alles, ob am Netz, Annahme oder beim Aufschlag. Die wieder genesene Ana Escamilla und auch Brittany Abercrombie brachten mit viel Feingefühl ihre Bälle in die freien Flächen des SSC-Feld unter, um zu punkten. Dem SC Potsdam gelang vor einer tollen Zuschauerkulisse das deutliche 25:13 und konnte auf 1:2 verkürzen, was das Nervenkostüm der Zuschauer jetzt vor höchste Anforderungen stellte.

    Jetzt fieberten alle dem folgenden Ablauf in dieser emotionalen Auseinandersetzung entgegen, dabei stieg der Puls bei so manchem in Richtung 200 Schläge!

    Auch jetzt ging es bis Mitte des Satzes eng und ausgeglichen mit tollen Szenen am Ball weiter, keinem Team gelang es, sich bis zum 13:13 abzusetzen. Erst danach zeigte sich wieder in der Endgestaltung das gewisse Quäntchen Qualitätsunterschied auf Seiten der Schwerinerinnen. Sie verstanden es, dieses spektakuläre Viertelfinale für sich zu gestalten und schafften nach dem 20:25 den verdienten und erwarteten Einzug in die nächste Runde.

    Nach dem Spiel wurden Sofija Medic (Potsdam) sowie Britt Bongaerts (Schwerin) als ‚MVP‘ geehrt.

    Am Schluss wurde die Mannschaft des SC Potsdam mit viel Beifall für ihren Auftritt verabschiedet und zeigt, man hat trotz dieses Spielausganges bei den Fans nicht enttäuscht.

    Stimmen zum Spiel:

    Felix Koslowski (Schwerin): „Kompliment an meine Mannschaft. Sie hat es in den letzten Spielen verstanden, im richtigen Moment ihr Leistungsvermögen abzurufen und das selbst heute nach einem solchen dritten Satz, wo Potsdam enorm viel Druck gemacht hat. Wir haben und danach aus dieser Situation herausarbeiten können, das war wohl die Größte Leistung vom Team heute. Kompliment auch an die mitgereisten Fans, sie waren ein großartiger Rückhalt für uns“. Als Auswahltrainer hob er ausdrücklich die Arbeit des SC Potsdam mit deutschen Spielerinnen hervor, „der Verein ist ein Paradebeispiel, dass man auch ihnen in der 1. Bundesliga bestehen kann, hierfür höchsten Respekt“, so Coach.

    Toni Rieger (SCP-Sportdirektor): „Wir haben uns nicht vorzuwerfen, wir haben toll gekämpft und konnten lange das Spiel offen halten. Aber auch heute kann man sich wieder über etliche Schiedsrichterentscheidungen streiten. Hier ist die Volleyballliga gefragt, wir wollten den Videobeweis, er ist mehr als notwendig in diesen Spielen, wo nur der Sieg zählt. Gerade die Außenangreiferinnen der Gäste, welche die Besten der Liga sind, haben heute in den wichtigen Phasen die notwendigen Punkte gemacht, dass war für den Ausgang heute mit entscheidend“.

    Antonia Stautz (SCP-Kapitän): „Wir haben in allen Sätzen gut begonnen, haben da durchaus dominiert und sind immer in der Mitte weggebrochen. Schwerin hat durchgängig konstant auf einem hohen Level agiert. Wir haben mutig begonnen, aber dann fehlt uns noch die Erfahrung, solche Spiele erfolgreich zu gestalten, so wie es uns zeitweise im dritten Satz gelungen ist. Wenn du einmal dann nachlässt, schlägt eine solch Klasseteam, wie Schwerin es ist zu“.

    Der SC Potsdam möchte sich nochmal bei den Berlin Recycling Volleys bedanken, die es der Mannschaft ermöglicht haben, am Vortag ein Training in ihrer Halle durchführen zu können, da die MBS Arena auf Grund eine Veranstaltung nicht genutzt werden konnte.

    Angemerkt sei noch, dass der SSC Palmberg Schwerin von einer tollen Fangemeinschaft unterstützt wurde. Was aber nicht geht, ist das Auftreten ihres Maskottchen Volleo. Dieses provozierte mit Gesten an der Bande und musste mehrfach vom Sportdirektor zur Fairness aufgefordert werden. Ein solches Maskottchen hat in keiner Sportstätte etwas zu suchen.

    24.11.2019 18:37

Bis zum Letzten: HEITEC knapp vor Coup

VfB Friedrichshafen vs. HEITEC Volleys Eltmann, 02.11.19, POK M
Spielte stark auf: HEITEC Mittelblocker Mathäus Jurkovics
Foto: Günter Kram, Friedrichshafen

Angefangen haben die HEITEC VOLLEYS nicht besonders stark, aber definitiv besser als der Live Stream von sporttotal, der ein totaler Reinfall war und gar nicht erst in Friedrichshafen startete. Ob es an technischen Problemen in der Halle lag oder das Problem bei den Fernsehkollegen in Köln zu suchen war, es war Wurschd. Denn für die Fans und die Presse zu Hause wurde schnell eine Facebook-Kanal geöffnet, über den das Spielgeschehen kommentiert wurde. Mittlerweile verkürzten die HEITEC VOLLEYS den Anfangsrückstand auf nur noch 13:12.

Im zweiten Drittel sind beide Teams nun auf Augenhöhe angelangt, es steht 15:15 und dann hackt Mittelblocker Mathäus Jurkovics den Ball am Netz auf Häfler Boden, 15:16 und die erste Führung für die Eltmanner. Die Häfler gleichen aus, doch Hamzagic macht das 16:17 und Antony das 16:18. Hafens Außenangreifer Juhkami verkürzt auf 17:18, Hamzagic holt den 19.Punkt für die HEITEC VOLLEYS. Friedrichshafen bleibt dran, doch wieder Hamzagic mit dem Punkt zum 18:20. Mircea Peta kommt für Jurkovics im Aufschlag, doch der Ball geht knapp ins Aus. Antony baut zum 19:21 aus, die Häfler nehmen aber den nächsten Aufschlagfehler von Eltmann mit und gleichen danach zum 21:21 aus, Auszeit von HEITEC Headcoach Marco Donat. VfB-Außenangreifer Rares Balean bringt mit zwei wuchtigen Aufschlag-Assen den Satz zum Kippen, der VfB führt mit 23:21. Doch sein dritter Ball geht meilenweit ins Aus, Zuspieler Rafal Prokopczuk kommt für Tomas Halanda zum Aufschlag, aber die Häfler kontrollieren die Annahme, 24:22. Den ersten Satzball wehrt Merten Krüger mit einem gedrückten Ball am Netz ab, er gewinnt dem Kampf, der Ball fällt auf den Boden der Hafener. Den Ausgleich bekommen die Eltmanner dank eines technischen Zuspielfehlers der Gastgeber noch gratis mit. Michael Warm nimmt daher eine Auszeit, der Hausherr verkürzt auf 25:24. Jakub Janouch schenkt den Satzball mit einem Ball weit ins Aus her. Den nächsten Punkt für den VfB holt aber Juhkami und macht den Satz mit seinem weiteren Aufschlag-Ass zu (27:25).

 

HEITEC VOLLEYS geht mit Hamzagic am Aufschlag in Führung (0:2) und baut auf 1:3 aus. Friedrichshafen unkonzentriert und die Eltmanner hoch-aggressiv, in Windeseile steht es 2:6 gegen den Gastgeber vom Bodensee. Und weiter geht es mit 3:8, die Franken nehmen eine komfortable Führung mit in die technische Auszeit. Und Antony macht direkt den 9.Punkte für die Gäste. Juhkami verkürzt auf 4:9, ein Abstimmungsfehler schenkt den Häflern das 5:9. Doch Hamzagic stört das nicht, er wuchtet den Ball zum 5:10 unhaltbar in die VfB-Abwehr hinein. Jurkovics punktet zum 6:11, das Momentum eindeutig auf Seiten der Gäste. Der nächste Angriff von Hafen geht ins Aus, und Luuc van der Ent stopft einen Ball über dem Netz in den Häfler Block, doch die halten den Ball nicht im Spiel, 7:13. Ein weiterer Zuspielfehler von Janouch, 7:14. Sensationelle Abwehr von Antony und Hamzagic verwandelt zum 7:15. Und dann ist es Halanda, der den Ball auf HEITEC-Seite im Spiel hält, so dass es 7:16 für die Gäste steht. 8:17 nach Fehlaufschlag der Häfler, doch auch Halanda vergibt den folgenden Service. Kleines Momentum bei den Gastgebern, 11:17 und Donat schickt Peta für Halanda aufs Feld. Hamzagics Ball geht ins Aus, HEITEC-Coach Donat nimmt eine Auszeit, um seine Mannschaft auf das letzte Drittel des zweiten Satzes einzustimmen. Nikola Gjorgiev mit einem gefühlvollen Lob zum 13:17 und dann steht der Häfler Block unüberwindlich da, Ausgleich bei 14:14. Prokopczuk und Peemüller kommen aufs Feld und dann ist der 18.Punkt endlich da. Hafen macht den nächsten Punkt und Antony kontert zum 17:19. Wieder ein Abstimmungsfehler bei den Franken, 18:19. Peta verspielt die Annahme und Juhkami hat leichtes Spiel zum Ausgleich. Halanda kommt wieder für Peta und Antony blockt im Einerblock den Häfler Angriff runter. Weil es so schön ist, schickt er gleich noch ein Aufschlagass hinterher, 19:21. Der dritte Service geht ins Aus, doch Halanda macht den Blockout zum 20:22. Jurkovics rutscht der Ball im Zuspiel durch, den nächsten Punkt macht Halanda, 21:23. Halanda zum 22:24 und selber im Aufschlag, doch Hafen macht den Punkt, es steht 23:24. Schließlich ist es Luuc van der Ent: er erlöst die HEITEC VOLLEYS und macht mit 23:25 den ersten Satz der HEITEC VOLLEYS in sechs Jahren gegen den VfB Friedrichshafen perfekt!

 

Auch der dritte Satz bleibt umkämpft, beide Mannschaften arbeiten verbissen um jeden Ball, bei 5:5 nutzt Friedrichshafen das Momentum und geht auf 7:5. Merten Krüger blockt den nächsten Angriff, doch der VfB Mittelblocker Nehemiah Mote haut den nächsten Angriff über die Mitte unhaltbar ins HEITEC-Feld, Auszeit und 8:6 für die Bodensee-Boys. Die Eltmanner kämpfen um jeden Ball, doch Hafen zieht zum 13:9 davon. Halanda verkürzt auf 13:10, Hafen antwortet trocken mit einem Blockout zum 14:10. Das kann Eltmann aber auch, 14:11. Der Bodenseeclub bleibt auch nach der technischen Auszeit hochkonzentriert und arbeitet mit sehr viel Druck und Risiko im Service, 18:13 und Peta kommt wieder für Halanda. Eltmann gibt nicht nach und verkürzt auf 18:16, Auszeit VfB. 19:17, und der nächste Aufschlag von Antony geht knapp ins Aus. Auch für den nächsten, hart umkämpften Ball werden die HEITEC VOLLEYS nicht belohnt, 21:17. Und als Geschenk wirft Fortuna den VfBlern noch einen glücklichen Netzroller von Janouch zu, 22:17. Ein strittiger Touchball wird für Eltmann gegeben, Friedrichshafen wirkt leicht unkonzentriert und bei 22:20 kommt die Auszeit von den Gastgebern. Es steht 23:20 nach verschlagenem Aufschlag von Eltmann, aber Luuc van der Ent verkürzt zum 23:21. Wieder ein Aufschlagfehler und Hafen nutzt die Chance zum ersten Satzball, 25:21.

 

Satz vier beginnt ausgeglichen und bei 4:6 geht Eltmann in Führung und baut diese bis zur Auszeit zum 5:8 aus. 7:10, doch Hafen bleibt dran und macht das 8:10. Eltmann zum 10:12, doch Hafen gleicht zum 12:12 aus, Auszeit bei den HEITEC VOLLEYS. 13:13, was ein spannender vierter Satz! Mit 16:15 gehen die Häfler in die technische Auszeit, verschlagen aber den nächsten Aufschlag. Dann wechselt das Momentum wieder auf die Seite der HEITEC VOLLEYS, 17:18 und Auszeit bei Hafen. Monsterblock gegen die Häfler, 17:19, der Gastgeber verkürzt, doch Eltmann bleibt dran, 19:21. Friedrichshafen wiederum spielt gekonnt die Linie runter, 20:21, Auszeit HEITEC VOLLEYS. Strittige Entscheidung gegen Eltmann wegen Übertritt an der Mittellinie, 21:21. Dann 22:23, dank Fehlaufschlag des VfB. 23:23 durch Juhkami. Heißer Ball zum 23:24 und Satzball Eltmann. Ausgleich 24:24, ein echter Nervenkrieg in der ZF-Arena. Hafen blockt den Angriff und der Ball fällt auf dem letzten Meter rein, 25:24. Hamzagic gleicht wieder aus (25:25), wieder Satzball bei 25:26 für die Eltmanner, doch knapp ins Aus und damit 26:26. Dann der VfB mit dem ersten Matchball, doch van der Ent glücklich zum 27:27. Wieder Satzball für die Franken bei 27:28, Peta verschlägt den Satzball, 28:28. Antony kriegt den Angriff nicht kontrolliert, 29:28 für den VfB, doch Hamzagic nervenstark zum 29:29. Dann eine strittige Entscheidung zu Lasten Eltmann, wobei der Ball wohl wirklich knapp auf der Linie gelandet ist, 30:29. Doch auch die Häfler zeigen Nerven und verschlagen den Aufschlag, der Krimi geht mit 30:30 in die nächste Runde. Und jetzt zieht sich der VfB ganz, ganz knapp aus der Schlinge, mit 31:30 und 32:30 gewinnen die Bodensee-Boys ein unfassbar umkämpftes Duell auf Augenhöhe.

 

Es ist kaum vorstellbar, dass es noch viel lauter werden kann, aber die ZF-Arena entlädt sich in einem Orkan von Trommeln, Klatschen und Jubel. Die HEITEC VOLLEYS wirken zunächst geknickt, weil sie knapp am Tiebreak vorbeigerutscht sind, aber der lautstarke Applaus der Friedrichshafener Fans gilt auch ihnen, weil sie dem VfB einen Satz abgerungen haben, den ersten in sechs Jahren. Und weil sie einen sensationellen Kampf geboten und ihr Versprechen eingehalten haben: Das Team hat sich nie aufgegeben und so teuer wie möglich im Pokal verkauft. Immer wieder wurde der Gastgeber bis aufs Letzte gefordert. Es war eine kompakte Leistung auf Augenhöhe mit dem zigfachen Pokalsieger und Deutschen Meister. Das Spiel bildet in der Reihenfolge Frankfurt, Berlin und Friedrichshafen den ersten Höhepunkt nach den beiden englischen Wochen direkt zum Saisonstart und eine dramatische Steigerung zum ersten Saisonspiel am Bodensee.

So sieht das auch HEITEC-Macher Rolf Werner, der dem gesamten Team direkt nach dem Spiel und aus der Ferne gratuliert. „Sensationelle Leistung. Volleyball Eltmann hat zuvor in 6 Jahren Bundesliga noch nie einen Satz gegen die Häfler gewinnen können. Haarscharf an der Sensation vorbeigeschrammt, lässt diese Leistung einiges für die kommenden Spiele erhoffen.“

 

Die SILBER MVP-Medaille vergibt Friedrichshafens Trainer Michael Warm an HEITEC VOLLEYS-Spieler #14 Irfan Hamzagic. HEITEC VOLLEYS Headcoach Marco Donat wählt ebenfalls die #14, Nikola Gjorgiev zum GOLD MVP-Spieler des VfB Friedrichshafen.

 

Statements von HEITEC VOLLEYS Headcoach Marco Donat und VfB Friedrichshafen Headcoach Michael Warm:

Marco Donat: „Es war ein Mega-Kampf, wir haben mit viel Aufschlagdruck gearbeitet und sind schnell mit Friedrichshafen auf Augenhöhe gewesen. Dann konnte sich Hafen besser auf unsere Taktik einstellen und die verlorenen Sätze gehen dann ganz knapp aus. Trotzdem bin ich sehr stolz auf unser Team, jeder hat sich bis zum letzten reingehängt und wir haben uns so teuer wie möglich verkauft. Wir hätten heute verdient gehabt, noch das Tiebreak zu spielen. Besonders hervorzuheben ist die Leistung von unserem Youngster und Mittelblocker Mathäus Jurkovics, er hat sehr gut aufgeschlagen, das gegnerische Spiel gut gelesen und eine tolle Arbeit am Netz abgeliefert.“

Michael Warm: „Wir sind froh, dass wir das Spiel gewonnen haben. Beide Teams sind im Aufschlag hohes Risiko gegangen. Wir konnten unseren Druck dann steigern, aber wir hatten immer wieder Probleme mit den Hochballsituationen. Gegen die hohen Pässe haben wir nicht wirklich ein gutes Mittel gefunden, Eltmann hat uns heute ganz schön gefordert.“

veröffentlicht am Sonntag, 3. November 2019 um 01:35; erstellt von Manohar Faupel, VC 2010 Eltmann e.V.
letzte Änderung: 07.11.19 09:47
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