Pokal News - VBL
  • DVV-Pokalfinale - auch ein Ort zum Netzwerken
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    Für viele ist das DVV-Pokalfinale in der Mannheimer SAP-Arena das Volleyballhighlight des Jahres aus sportlicher Sicht, für andere ist es ebenfalls eine gute Gelegenheit Kontakte im Sportbusiness aufzubauen und zu pflegen. Dank der Bildungskooperation mit der Volleyball-Bundesliga, hatten 40 Studenten und Absolventen des  IST-Studieninstitut GmbH die Möglichkeit ihr Netzwerk zu erweitern.

    Für viele ist das DVV-Pokalfinale in der Mannheimer SAP-Arena das "Volleyballhighlight des Jahres" aus sportlicher Sicht, für andere ist es ebenfalls eine gute Gelegenheit Kontakte im Sportbusiness aufzubauen und zu pflegen. Dank der Bildungskooperation mit der Volleyball-Bundesliga, welche mittlerweile seit 13 Jahren besteht, hatten 40 Studenten und Absolventen des  IST-Studieninstitut GmbH die Möglichkeit den perfekten Einblick in die Sportwelt zu bekommen und erste Netzwerke aufzubauen.


    Das Highlight im nationalen Volleyballkalender, die Finalspiele im DVV-Pokal. (Foto: Sebastian Wells)

    Das Exkursionsprogramm der angehenden Sportmanager war abwechslungsreich, wobei der Fokus auf Fachgespräche und Netzwerken gelegt wurde. Gregory Wiegand sprach in einem Vortrag über den Betrieb und die Vermarktung einer Multifunktionsarena. Christof Babinsky von ASB GlassFloor referierte zur Entwicklung, Nutzung und den technischen Möglichkeiten innovativer Glasbodensysteme. Und von der SG Stern Mannheim war Philipp Franke dabei. Sein Thema: das duale Studium im Sportbusiness Management an der IST-Hochschule. Zudem bekamen die Sportbusiness-Einsteiger bei einer Führung durch die Mannheimer SAP-Arena tiefe Einblicke hinter die Kulissen. Abgerundet wurde der Besuch mit den beiden spannenden Finalspielen der Männer und Frauen.


    Gregory Wiegand gab Einblicke in die Vermarktung einer Multifunktionsarena.

    Frido Gutknecht (Manager Vermarktung und Marketing Volleyball Bundesliga): „Um erfolgreich im Sportbusiness zu arbeiten, sollte man keine Gelegenheit zum Netzwerken auslassen und auf die Kollegen zugehen. Ich kann nur jedem empfehlen, durch Praktika und Nebenjobs oder auch ehrenamtliches Engagement ausreichend Erfahrung zu sammeln. Denn jeder Kontakt, den man in seiner Karriere sammelt, kann wichtig sein. Daher unterstützen wir unseren Bildungspartner IST gerne dabei, diese Exkursion beim DVV-Pokalfinale umzusetzen. Und zudem ist das DVV-Pokalfinale alleine schon ein Besuch wert.“

    Philipp Biermann (IST-Bildungsexperte): „Wir möchten uns bei der Volleyball-Bundesliga für die Möglichkeit bedanken, dass wir dieses Event rund um die Finalspiele im Rahmen unserer gelebten Partnerschaft mit der VBL durchführen konnten. Dieses Mal waren wir mit 40 Studenten und Absolventen unseres Fachbereichs vor Ort. Diese Einblicke in die Praxis inklusive der vielen Kontakte, die man dort knüpft, kann kein Seminar leisten. Deswegen versuchen wir, unseren Studenten so oft wie möglich diese praxisnahen und spannenden Einblicke in die Branche zu ermöglichen. Das kann für die Karriere der angehenden Sportmanager ein entscheidender Wettbewerbsvorteil sein.“


    Die Teilnehmer knüpften erste wichtige Kontakte im Sportsbusiness beim DVV-Pokalfinale.

    25.02.2020 12:21
  • DVV-Pokalfinale für fünf weitere Jahre in Mannheim
    VBL | Pressemitteilungen
    Die DVV-Pokalfinals der Frauen und Männer haben für weitere fünf Jahre einen festen Austragungsort. Der Deutsche Volleyball-Verband und die Volleyball Bundesliga als Veranstalter verlängerten den Vertrag mit der SAP Arena Mannheim im Zuge des Pokalwochenendes 2020 bis zum Jahr 2025.

    Die DVV-Pokalfinals der Frauen und Männer haben für weitere fünf Jahre einen festen Austragungsort. Der Deutsche Volleyball-Verband und die Volleyball Bundesliga als Veranstalter verlängerten den Vertrag mit der SAP Arena Mannheim im Zuge des Pokalwochenendes 2020 bis zum Jahr 2025.

    Freuen sich auf fünf weitere Jahre DVV-Pokalfinale in Mannheim: Michael Evers (l.), Jens Reithmann (M.) und René Hecht (r.). (Foto: Sebastian Wells)

    Bereits seit 2016 ist Baden-Württembergs größte Multifunktionsarena Gastgeber für die Pokalendspiele der Frauen und Männer, die seitdem mehr als 53.000 Volleyball-Fans nach Mannheim gelockt haben. Der Termin für die sechste Auflage des DVV-Pokalfinals in der SAP Arena steht auch schon fest: Am Sonntag, den 28. Februar 2021, werden in Mannheim erneut die Cupsieger gekrönt. Der Ticketverkauf für das einzigartige Event beginnt Mitte März.

    Ein weiteres Highlight ist die Preisverleihung „Goldenes Händchen“ im VIP-Bereich der SAP Arena, die seit 2017 am Abend vor dem großen Finaltag Profis sowie Amateursportler in den Kategorien „Volleyball Story des Jahres“, „Bester Ballwechsel der Pokal-Saison“ und „Social Media Video des Jahres im Amateurbereich“ gleichermaßen für ihre herausragenden Leistungen auszeichnet.

    René Hecht, Präsident Deutscher Volleyball-Verband: „Was vor fünf Jahren nach einem gewagten Schritt aussah, hat sich als eine der besten Entscheidungen herausgestellt, die wir für den Volleyballsport in Deutschland treffen konnten. Das DVV-Pokalfinale hat sich zum größten Volleyball-Premium-Produkt entwickelt, das wir in Deutschland haben. Dies kommt auch in den Bereichen Medien und Vermarktung sehr stark zum Tragen. Wir sind sehr stolz auf das, was wir gemeinsam mit der SAP Arena aus dem DVV-Pokalfinale gemacht haben und freuen uns auf weitere fünf Jahre in dieser Partnerschaft.“

    Michael Evers, Präsident Volleyball Bundesliga: „Wir sind davon überzeugt, dass uns die SAP Arena die besten Bedingungen für ein Event wie das DVV-Pokalfinale bietet. Wir sind vom ersten Tag an mit offen Armen und offenen Ohren aufgenommen worden. Dieses Zusammenspiel von Organisation, Arenagefühl und Spitzensport hat das Pokalfinale hier in Mannheim zum Volleyball-Highlight des Jahres gemacht. Jedes Jahr kommen mehr als 10.000 Fans nach Mannheim – diese Zahl und die Stimmung in der Halle sprechen für sich.“

    Jens Reithmann, operative Geschäftsleitung SAP Arena Mannheim: „Wir sind stolz, das DVV-Pokalfinale nun bereits seit fünf Jahren in Folge in der SAP Arena auszurichten und freuen uns über die feste Buchung für weitere fünf Jahre. Durch die umfassende Gebäudeinfrastruktur und unsere Full-Service-Strategie bieten wir dem Verband, der Liga, den Spitzensportlern, den Besuchern und den Medien ein perfektes Zuhause für die Pokalfinalspiele bis 2025.“

    17.02.2020 13:29
  • Rivers-Festspiele in Moll
    Dresdner SC vs. Allianz MTV Stuttgart, 16.02.20, POK F
    Der „Pott“ ist auch nach drei Jahren nicht wieder an den Neckar zurückgekehrt. In einer spannenden Partie hat Allianz MTV Stuttgart das DVV-Pokalfinale 2020 gegen den Dresdner SC mit 2:3 verloren.
    Enttäuschung bei den Spielerinnen von Allianz MTV Stuttgart nach dem verlorenen Pokalfinale 2020.
    Foto: Moritz Bosold

    Der „Pott“ ist auch nach drei Jahren nicht wieder an den Neckar zurückgekehrt. In einer spannenden, emotionalen, aber nicht gerade hochklassigen Partie hat der amtierende Deutsche Meister, Allianz MTV Stuttgart, das Finale um den DVV-Pokal 2020 gegen den Dresdner SC mit 2:3 (19:25, 25:20, 25:21, 26:28, 15:17) verloren. Vor knapp 10.700 Zuschauern sicherte sich Dresden damit in der SAP-Arena in Mannheim seinen insgesamt sechsten Titel in diesem Wettbewerb. Im Vergleich zum Vorjahresfinale konnte das Team von Headcoach Giannis Athanasopoulos die Partie zwar ausgeglichener gestalten, wurde seiner Favoritenstellung jedoch nie vollständig gerecht.

    Das Match, gekennzeichnet von einer grandiosen kämpferischen Leistung der stark ersatzgeschwächten Dresdnerinnen, konnte von Stuttgart nie wirklich dominiert werden, auch wenn Krystal Rivers mit umfassbaren 37 Punkten im Match so kurz nach ihrer Rückenverletzung schon wieder alles dafür getan hatte. Doch darüber hinaus fehlte dem Team von Sportdirektorin Kim Renkema immer wieder die Durchschlagskraft im Angriff – vor allem im ersten Tempo, und in den entscheidenden letzten beiden Sätzen. Aber auch der Druck über den Aufschlag konnte nicht so dominant ausgeübt werden, wie erhofft. Vor allem im ersten, aber auch vierten Satz gelang das Dresden meist besser, auch wenn der DSC dafür insgesamt deutlich mehr Aufschlagfehler produzierte. So egalisierten die Sächsinnen leichte Vorsprünge von Allianz MTV immer wieder durch schnelles Spiel und hart erkämpfte DSC-Punkte verunsicherten die Stuttgarter Mannschaft. Angetrieben von der unermüdlichen Kadie Rolfzen wehrte Dresden im vierten Satz dann zwei Matchbälle, im Tiebreak weitere drei Matchbälle gegen Allianz MTV ab, um ihrerseits mit einem Schnellangriff über links von Lena Stigrot gleich den ersten Matchball zu verwandeln. Dresden gewinnt den DVV-Pokal im Jahr 2020 verdient, Stuttgart hat über die fünf Sätze hinweg einfach viel zu viele Möglichkeiten ungenutzt „liegen gelassen“. Auffälligster Mangel bei den „Rivers-Festspielen“ waren wie erwähnt die häufig fehlenden sogenannten „Kills“ über außen – ein „Problem“, das in Stuttgart nicht neu ist und das man kennt: der Chancentod! Nur war es leider ausgerechnet in Mannheim besonders augenscheinlich …


    Starting Six Stuttgart:
    Aydinogullari – van Gestel – Samadan – Lohuis – Rivers – Lazic – Libera: Koskelo
     

    Starting Six Dresden:
    King – Rolfzen – Strubbe – Weitzel – Kubura – Mlinar – Libera: Dürr
     

    17.02.2020 00:06
  • #MissionMannheim: Dresden gewinnt Hollywood-Finale gegen Stuttgart
    VBL | Pressemitteilungen
    Dresdner SC heißt der DVV-Pokalsieger 2020 bei den Frauen. In einem hochklassigen und dramatischen Fünfsatz-Finale gelangen den Dresdnerinnen zwei unglaubliche Comebacks gegen Allianz MTV Stuttgart.

    Dresdner SC heißt der DVV-Pokalsieger 2020 bei den Frauen. In einem hochklassigen und dramatischen Fünfsatz-Finale gelangen den Dresdnerinnen zwei unglaubliche Comebacks, als sie gegen Allianz MTV Stuttgart in zwei Sätzen fünf Matchbälle abwehrten und am Ende noch mit 3:2 (25-19, 20-25, 21-25, 28-26, 17-15) gewannen. Für Dresden ist es der insgesamt sechste Pokaltriumph, während die Stuttgarterinnen ihren vierten Titel verpassten. Comdirect Player of the Match wurde Stuttgarts Krystal Rivers, die mit 35 Punkten glänzte.

    Jubel nach starkem Comeback: Die Spielerinnen des Dresdner SC feiern den sechsten DVV-Pokalsieg (Foto: Sebastian Wells)

    Zuletzt standen sich beide Teams 2016 im DVV-Pokalfinale gegenüber, als Dresden ebenfalls mit 3:2 gewann. Dennoch waren die Rollen 2020 anders verteilt. Stuttgart, das in der aktuellen Saison beide Vergleiche gegen Dresden gewann, galt im Vorfeld als Favorit - und hatte eine Hand am Pokal.

    Stuttgart dreht Rückstand

    Schon im ersten Satz machte Dresden klar, dass mit ihnen zu rechnen ist. Über eine starke Abwehr zermürbten sie den Stuttgarter Angriff und nutzten ihre Breakchancen, um Rückstände zu drehen, sich eine beruhigende Führung auszubauen und die überraschende Führung (25-19) einzutüten. Diese sollte allerdings nicht lange halten. Eine überragende Krystal Rivers von Stuttgart, die über das gesamte Finale 51% ihrer Angriffe verwandelte, drehte das Match fast im Alleingang und brachte ihr Team auf die vermeintliche Siegerstraße.

    Goldener Wechsel Dresdens

    Coach Alexander Waibl reagierte auf den Rückstand. Nach dem 1:2-Rückstand schickte er Angreiferin Emma Cyris ins Spiel. Ein Wechsel, der sich vollends auszahlen sollte. Mit ihrer jugendlichen Leichtigkeit, von gerade einmal 18 Jahren, hatte sie entscheidenden Anteil am dramatischen Comeback, das sich in den nächsten Durchgängen entwickelte.

    „In einem Finale ist es immer 50:50. Dresden ist ein starkes Team. Ich denke, dass wir das Spiel bis zum Stand von 21:16 im vierten Satz kontrolliert, dann aber den Fokus verloren haben. Trotzdem hatten wir die Chancen auf den Sieg, konnten es aber einfach nicht zu Ende bringen. Deswegen haben wir das Finale verloren. Die Spielerinnen haben alles gegeben und um jeden Ball gekämpft. Wir sind enttäuscht, werden aber wieder aufstehen und weiterarbeiten“, erklärte ein enttäuschter Stuttgarter Trainer Ioannis Athanasopoulos den Bruch im Spiel seiner Mannschaft.

    Fünf Matchbälle nicht genug

    Denn im vierten Durchgang lagen die Stuttgarterinnen bereits mit 21-16 in Führung und benötigten lediglich vier weitere Punkte zum goldenen Sieg. Dresden allerdings kämpfte sich mit einer starken Abwehrarbeit zurück und entschied nahezu jede lange Rally für sich. So konnten sie auch die ersten Matchbälle auf Stuttgarter Seite (24-22) abwehren und eine hochklassige Schlussphase für sich entscheiden (28-26).

    Ein ähnliches Bild sahen die Fans im Tiebreak. Stuttgart erkämpfte sich beim Stand von 14-12 zwei Matchbälle und hatte kurze Zeit später eine allerletzte Chance (15-14). Nutzen konnten sie keine einzige, während die Dresdnerinnen das Match drehten und ihre erste Möglichkeit zum Pokalsieg über Lena Stigrot eiskalt verwandelten.

    „Haben uns Leichtigkeit bewahrt“

    Pokalsieger-Coach Alexander Waibl, der unmittelbar nach dem Matchball auf dem Feld überwältigt zusammensackte, sagte zum Sieg: „Wir hatten teilweise vier Spielerinnen auf dem Feld, die jünger als 19 Jahre waren. Diese Leichtigkeit haben wir uns bewahrt und haben die Chancen, die sie uns geboten haben, genutzt. Klar gehört immer auch ein bisschen Glück dazu, aber insgesamt haben wir es uns mit unserer Leidenschaft und Emotion, die wir rein gehauen haben, verdient. Zu seinem vierten Pokalsieg sagte er: „Es war schon ein besonderer Sieg, weil wir erstmals als Underdog in ein Finale gegangen sind und nicht viele an uns geglaubt haben. Monique Strubbe ist in das Team gerutscht und hat heute ihr erstes Pokalspiel absolviert, und dann gleich ein Finale. Man konnte damit nicht rechnen, aber hoffen. Einfach unglaublich.“

    „Unglaubliche Teamleistung“

    „Es war eine unglaubliche Teamleistung. Fast jede Spielerin war einmal auf dem Spielfeld und hat eine super Leistung gezeigt. Das ist das, was uns schon die letzten Wochen stark gemacht hat. Wenn man mit so einem Willen spielt, dann gewinnt man auch solche Spiele. Ich war mit erst gar nicht sicher, ob ich den Punkt gemacht habe und hatte auch nicht den genauen Stand im Kopf. Als ich aber gesehen habe, dass sich alle freuen, wusste ich, dass wir den Pokal haben. Es war ein tolles Gefühl“, beschrieb Deutschlands Nationalspielerin Lena Stigrot ihren entscheidenden Moment, der ein Comeback, das in jedem Hollywood-Streifen seinen Platz finden würde, vollendete.

    16.02.2020 23:06
  • DSC-Damen sind DVV-Pokalsieger 2020
    Dresdner SC vs. Allianz MTV Stuttgart, 16.02.20, POK F
    Wahnsinn, der blanke Wahnsinn. Anders kann man dieses Pokalfinale aus Sicht der DSC Volleyball Damen nicht in Worte fassen.
    DSC-Damen sind DVV-Pokalsieger 2020
    Foto: DSC, Cornelia Kurth

    Wahnsinn, der blanke Wahnsinn. Anders kann man dieses Pokalfinale aus Sicht der DSC Volleyball Damen nicht in Worte fassen. Mit purer Leidenschaft, Kampfeswillen und unglaublicher Moral haben die Schützlinge von Trainer Alexander Waibl das Pokalfinale vor 10 689 Zuschauern in der SAP-Arena Mannheim gegen den deutschen Meister Allianz MTV Stuttgart völlig überraschend und trotz aller Personalsorgen mit 3:2 (25:19, 20:25, 21:25, 28:26, 17:15) gewonnen.

     

    Damit sicherte sich der Tabellenvierte der Bundesliga den sechsten Pokal-Erfolg nach 1999, 2002, 2010, 2016 und 2018 und setzte die „Zwei-Jahres-Serie“ in Mannheim fort, wo die Elbestädterinnen bereits die Premiere 2016 und das Endspiel 2018 an gleicher Stelle gewonnen hatten. Auch Alexander Waibl bleibt damit in den Endspielen, die er mit seinen Damen bestritt – 2010, 2016, 2018 und 2020 unbesiegt.

     

    Denn unmittelbar vor dem Saisonhighlight gab es für das Team noch eine Hiobsbotschaft. Bei Mittelblockerin Ivana Mrdak diagnostizierten die Ärzte eine Thrombose im Schulterbereich. Damit konnte die 27-jährige Serbin nicht mit nach Mannheim reisen und wird zudem auf unbestimmte Zeit ausfallen. „Der Ausfall von Ivana trifft uns hart. Die Mannschaft ist in dieser schwierigen Situation noch enger zusammengerückt. Das Wichtigste ist jetzt, dass Ivana wieder gesund wird, das wird jedoch einige Zeit dauern. Wir wünschen Iva alles erdenklich Gute und werden sie bestmöglich unterstützen“, erklärte DSC Geschäftsführerin Sandra Zimmermann.

     

    Deshalb mussten Alexander Waibl und sein Trainerteam umdisponieren. Für Mrdak rückte Monique Strubbe in die Startformation. Die 18-Jährige hatte erst am Mittwoch gegen Vilsbiburg ihr Erstliga-Debüt gefeiert und stand nun in der SAP-Arena vor der bislang größten Herausforderung ihrer noch jungen Karriere. Um den vollen Kaderumfang ausnutzen zu können, zog Kapitän Mareen von Römer das Trikot als zweite Libera über. Die 32-Jährige fehlt dem Team seit Ende Oktober krankheitsbedingt, konnte aber zuletzt langsam wieder das Training aufnehmen. Dazu ging auch Milica Kubura nach einem Magen-Darm-Infekt geschwächt in diese Partie.

     

    Der DSC-Coach vertraute zu Beginn dieser Formation: Libera Lenka Dürr, Zuspielerin Brie King, auf der Diagonalen Milica Kubura, im Außenengriff Kadie Rolfzen und Lucija Mlinar sowie auf der Mitte Camilla Weitzel und Monique Strubbe.

    Und der Youngster des Teams sorgte auch gleich für den ersten Punkt im Spiel. Danach aber kam Stuttgart vor allem über ihre Diagonalangreiferin Krystal Rivers, die gleich drei Angriffe im DSC-Feld unterbrachte und zudem mit einer Aufschlagserie den Dresdnerinnen Sorgen in der Annahme bereitete. So konnte sich der MTV auf 8:5 absetzen. Aber die Mädels um Lenka Dürr kämpften sich Punkt für Punkt heran, schafften mit einem Ass von Camilla Weitzel den 12:12-Ausgleich. Und die Dresdnerinnen blieben weiter am Drücker, spielten mutig mit druckvollen Aufschlägen, variablen Angriffen und auch der Block stand sicher. Dabei zeigte auch Youngster Monique Strubbe keine Angst vor großen Namen – erst blockte sie Martina Samadan zum 18:14, dann sorgte sie beim 20:16 mit einem Schnellangriff ihre Qualität. Mit einem Ass von Milica Kubura baute der DSC den Vorsprung auf 22:17 aus und schlug beim 24:17 zum ersten Satzball auf. Die ersten beiden wehrte der Gegner ab, dann aber nutzte Lucija Mlinar die dritte Chance.

     

    Die Stuttgarterinnen erwischten den besseren Start in Satz Nummer zwei, konnten sich auf 4:1 absetzten. Doch erneut kämpften sich die DSC-Mädels heran. Immer wieder punktete vor allem Kadie Rolfzen, die auch den Ball zum 14:14 ins gegnerische Ffeld hämmerte. Doch die Stuttgarter „Lebensversicherung“ Krystal Rivers sorgte mit drei Punkten in Folge wieder für einen Vorsprung der Schwaben. Alexander Waibl reagierte mit einer Auszeit. Als der nächste Angriff des Gegner zum Erfolg führte, nahm er gleich noch seine zweite, brachte für Milica Kubura zudem Lena Stigrot. Doch die Stuttgarterinnen nutzten einige kleine Fehler der Dresdnerinnen, verschafften sich mit einem Angriff v on Rivers beim 24:18 den ersten Satzball. Ein Aufschlagfehler von Camilla Weitzel führte beim dritten Versuch von MTV zum Erfolg.

     

    Im dritten Abschnitt legte der DSC mit 2:0 vor, aber Stuttgart drehte den Spieß zum 4:2 um. Alexander Waibl wechselte zweimal, brachte Lena Stigrot für Lucija Mlinar und Piia Korhonen für Milica Kubura. Bis zum 6:6 blieb es ausgeglichen, dann sorgte wieder Rivers für eine 10:7-Führung. Bei den Elbestädterinnen stand die Annahme nicht mehr ganz so stabil und es fehlte ein wenig der Druck mit dem Aufschlag. So zog der MTV auf 19:14 weg. Alexander Waibl wechselte Lucija Mlinar zurück. Ein Punkt von Kadie Rolfzen, ein Block von Monique Strubbe gegen Rivers und gute Aufgaben von Camilla Weitzel brachten den DSC auf 17:19 heran. Die Dresdnerinnen fighteten, aber durch einige leichte Fehler blieb Stuttgart vorn und Krystal Rivers holte mit dem 24:20 den ersten Satzball heraus. Camilla Weitzel wehrte den ersten Versuch ab, doch Rivers – wer sonst – machte den „Sack zu“.

     

    Im vierten Abschnitt griff Alexander Waibl in die „Trickkiste“, begann mit Emma Cyris auf der Diagonalen. Dennoch setzte sich Stuttgart schnell auf 8:5 ab. Aber die Waibl-Schützlinge gaben sich nicht auf, bissen sich auf 12:13 heran. Die nun auf dem Feld agierende „junge Garde“ gab alles, kämpfte um jeden Punkt, Emma Cyris hämmerte den Ball ins gegnerische Feld, Monique Strubbe blockte mit den Teamgefährtinnen und am Ende kam auch noch Sarah Straube aufs Feld. In einer an Spannung nicht mehr zu überbietenden Schlussphase wehrten die DSC-Mädels um Lena Stigrot zwei Matchbälle ab und Emma Cyris verwandelte unter dem Jubel der DSC-Fans den dritten Satzball zum 2:2-Satzausgleich.

     

    Jetzt wurden die Herztropfen gebraucht. Es ging in den fünften Satz. Beim 8:6 für Stuttgart wurden zum letzten Mal die Seiten gewechselt. Alexander Waibl wechselte Brie King zurück. Es blieb ein Krimi. Nach dem 8:8 zog Stuttgart auf 11:9 davon. Aber wieder bissen sich die DSC-Mädels mit unfassbarem Kampfgeist und einer tollen Moral auf 11:11 heran. Sie gaben sich auch beim 12:14 noch längst nicht geschlagen, wehrten weitere drei Matchbälle von Stuttgart ab und Lena Stigrot schmetterte gleich beim ersten DSC-Matchball die Kugel nach insgesamt 134 nervenaufreibenden Minuten ins gegnerische Feld. Nun fiel alle Anspannung ab, die Spielerinnen umarmten sich jubelnd, Alexander Waibl sank überwältigt zu Boden. Jetzt konnte die Feier steigen.

    16.02.2020 19:51
  • Berlin zurück auf dem Pokalthron
    VBL | Pressemitteilungen
    Nach vier Jahren Wartezeit stehen sie wieder ganz oben: Die Berlin Recycling Volleys haben zum fünften Mal in ihrer Vereinsgeschichte den DVV-Pokal gewonnen. Im Finale setzten sie sich vor 10.689 Zuschauern in drei Sätzen mit 3:0 (25-12, 25-18, 25-22) gegen die SWD Powervolleys Düren durch. Für Berlin ist es bereits der zweite DVV-Pokalsieg in der SAP Arena in Mannheim, während Düren weiterhin auf den ersten Titel der Vereinsgeschichte warten muss.  

    Nach vier Jahren Wartezeit stehen sie wieder ganz oben: Die BERLIN RECYCLING Volleys haben zum fünften Mal in ihrer Vereinsgeschichte den DVV-Pokal gewonnen. Im Finale setzten sie sich vor 10.689 Zuschauern in drei Sätzen mit 3:0 (25-12, 25-18, 25-22) gegen die SWD Powervolleys Düren durch. Für Berlin ist es bereits der zweite DVV-Pokalsieg in der SAP Arena in Mannheim, während Düren weiterhin auf den ersten Titel der Vereinsgeschichte warten muss.  

    Endlich wieder DVV-Pokalsieger - die BR Volleys lassen sich in der Mannheimer SAP Arena feiern. (Foto: Sebastian Wells)

    „Wussten, dass wir bereit sind“

    Mit dem Nimbus der Unbesiegbarkeit, in der Liga und Pokal ist Berlin in dieser Saison noch ungeschlagen, reisten die BR Volleys in die SAP Arena nach Mannheim – und wurden ihrer Favoritenrolle gerecht. „Es war ein sehr gutes Match von uns. Wir wussten, dass wir bereit sind, aber wir waren auch gewarnt, weil Düren in einem Spiel immer gewinnen kann. Wir konnten von Beginn an Druck ausüben, hatten aber auch eine gute Annahme. Das sind alles Voraussetzungen, die uns über Sergey ein sehr gutes Spiel haben aufziehen lassen“, bewertete BR-Volleys Coach Cedric Enard die Leistung seiner Mannschaft.

    Block-Party im ersten Satz

    Diese ließ Düren im ersten Satz keine Chance. Über eine starke Annahme (62%) hatte BR-Zuspieler Sergey Grankin leichtes Spiel und verteilte die Bälle nach Belieben. Gleich sechs Spieler trugen sich in die Scorer-Liste ein und stellten die Weichen früh auf Sieg (8-4, 16-7). Während bei Berlin insgesamt 62% der Angriffe in Punkte umgewandelt werden konnte, gelang den Powervolleys nahezu nichts (19%). Auch im Block langten die Hauptstädter viermal zu und tüteten Satz eins locker mit 25-12 ein.

    Kurz Hoffnungsschimmer im Keim erstickt

    Eine ausgeglichene Anfangsphase im zweiten Durchgang (6-6) ließ die Dürener Fans zunächst hoffen. Doch das gegenwärtige Formtief, das ihnen schon die Pokal-Generalprobe am vergangenen Liga-Spieltag verhagelte (2:3 vs. Rottenburg), schlug schnell wieder zu. Immer wieder wackelten sie in der Annahme und blieben durch schlechte Angriffspositionen an der starken Block-Abwehr-Arbeit der Berliner hängen. Auf der anderen Seite war der aktuelle deutsche Meister im Angriff einfach nicht zu stoppen. Bis zum Ende der Partie schraubten sie ihre Angriffsquote auf überragende 71% nach oben und machten Düren, bei dem Sebastián Gevert die meisten Punkte erzielte (12), das Leben schwer.

    „Die Qualität, die Berlin hat, ist natürlich bekannt. Wir haben nach einer nervösen Anfangsphase immer gehofft, dass wir den Rhythmus noch finden, aber wir haben leider sehr lange gebraucht, um uns einmal zu wehren. Insgesamt war es auch zu wenig Druck im Aufschlag und hat das Selbstbewusstsein der Berliner immer größer werden lassen“, sagte Dürens-Trainer Stefan Falter im Anschluss. Mit dem großen Selbstbewusstsein im Gepäck drehte Berlin im dritten Satz gar einen 14-16 Rückstand. Gepusht von Benjamin Patch, der am Ende mit 13 Zählern Top-Scorer des Finals wurde und eine starke Angriffsquote von 65% hatte. Letztendlich beendete ein Dürener Fehlaufschlag das Match und ließ auf Berliner Seite die Sektkorken knallen.

    „Kennen uns hier aus“

    „Wir haben wirklich ein super Spiel gemacht. Düren hatte, vor allem in den ersten zwei Sätzen, große Probleme im Aufschlag und der Annahme, was es uns deutlich einfacher gemacht hat. Natürlich hat uns auch der Start in die Karten gespielt. Nach der Siegerehrung werden wir noch in Mannheim feiern gehen. Geplant haben wir nichts, aber wir kennen uns hier auch ein bisschen aus“, sagte BR-Volleys Kapitän und Nationalspieler Moritz Reichert mit einem Schmunzeln im Gesicht und verabschiedete sich in die Kabine, in der bereits der erste Teil der großen Pokalfeier im Gange war.

    16.02.2020 17:27

#MissionMannheim: Countdown zu Deutschlands Volleyball-Highlight gestartet

VBL | Pressemitteilungen

Am 24. Februar ist es endlich soweit: In der SAP Arena in Mannheim findet die 47. Auflage des DVV-Pokalfinals statt. Bei den Männern trifft die SVG Lüneburg auf Rekordpokalsieger VfB Friedrichshafen (13:30 Uhr) und bei den Frauen der SSC Palmberg Schwerin auf Allianz MTV Stuttgart (16:15 Uhr).


8000 Tickets sind bereits für das DVV-Pokalfinale in der SAP Arena verkauft (Foto: Conny Kurth) 

Das sind die Finalspiele: SVG Lüneburg vs. VfB Friedrichshafen

Der VfB Friedrichshafen ist mit 15 Titeln Rekordpokalsieger und greift am 24. Februar erneut nach der Trophäe. Das Team vom Bodensee verpasste bei der Premiere der Finalspiele in Mannheim 2016 den Finaleinzug. Die Reaktion: In den beiden Folgejahren holten sie gleich zwei Mal den Titel. Jetzt träumen die „Häfler“ vom Hattrick.  

Ganz anders die Vita der „Lüne-Hünen": 2014 gelang den Lüneburgern, bei denen der ehemalige Co-Trainer der deutschen Nationalmannschaft, Stefan Hübner, das Sagen hat, der Aufstieg in die Volleyball Bundesliga. Ein Jahr später folgte mit dem Einzug ins DVV-Pokalfinale der vorläufige Höhepunkt für den 2005 gegründeten Verein. Damaliger Gegner und Sieger: der VfB Friedrichshafen. In diesem Jahr soll die Revanche gelingen – so wie unlängst in der Volleyball Bundesliga, als die Nordlichter auswärts bei den „Häflern“ gewannen.

SSC Palmberg Schwerin vs. Allianz MTV Stuttgart

Die Begegnung des Frauenfinals erinnert unwillkürlich an das spannende Finalspiel von 2017. Vor über 10.000 Fans lieferten sich der SSC Palmberg Schwerin und Allianz MTV Stuttgart ein packendes Duell, bei dem Schwerin zunächst mit 2:0 Sätzen in Führung ging. Allerdings kämpfte sich Stuttgart eindrucksvoll zurück und flog mit drei Satzgewinnen in Folge zum Pokal-Triumph.

Für die Schwerinerinnen ist die Neuauflage die Möglichkeit zur Revanche. Aber auch eine Chance, die seit 2013 andauernde Durststrecke ohne Pokalsieg zu beenden. Stuttgart greift dagegen nach 2011, 2015 und 2017 zum vierten Mal in der Vereinsgeschichte nach dem Titel.

Spielplan
13:30 Uhr: SVG Lüneburg vs. VfB Friedrichshafen
16:15 Uhr: SSC Palmberg Schwerin vs. Allianz MTV Stuttgart

Im Vorverkauf können Tickets an folgenden Stellen erworben werden: www.adticket.de, www.ticketmaster.de und www.tickets.saparena.de. Weitere Informationen (Sitzplan und Anreise zur SAP Arena) finden sich hier.

veröffentlicht am Freitag, 25. Januar 2019 um 16:18; erstellt von Drutschmann, Dominik
letzte Änderung: 25.01.19 16:15
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