Pokal News - VBL

  • Frostiger Pokalabend für die GRIZZLYS
    WWK Volleys Herrsching vs. Helios GRIZZLYS Giesen, 26.11.20, POK M
    Für die GRIZZLYS endete der gestrige Pokalabend mit einer Niederlage gegen die WWK Volleys Herrsching. In einer nur dezent beheizten Sporthalle mussten sich die GRIZZLYS deutlich geschlagen geben.
    Anton Menner im Angriff gegen einen starken Herrschinger Dreierblock
    Foto: Helios GRIZZLYS

    Für die Helios GRIZZLYS Giesen endete der gestrige Pokalabend mit einer 0:3-Niederlage gegen die WWK Volleys Herrsching. Nach 75 Minuten war das Pokal-Aus im Viertelfinale perfekt. In einer nur dezent beheizten Sporthalle im bayerischen Herrsching fanden die GRIZZLYS zu keinem Zeitpunkt hundertprozentig zu ihrem eigenen Spiel und mussten sich stark aufschlagenden WWK Volleys deutlich geschlagen geben.

    Der frostige Pokalabend deutete sich bereits am Donnerstagmittag an. Die Herrschinger hatten während der vorangegangenen Tage bereits mit einer defekten Heizungsanlage in der Spielhalle zu kämpfen und so fand das Abschlusstraining der Giesener am Mittag bei Temperaturen weit unter 20 Grad statt. Zwar konnten die Gastgeber die Probleme mit der Heizung temporär beheben; auf richtig angenehme Werte kletterte das Thermometer jedoch auch bis zum Spielbeginn der Partie nicht. Das kühle Ambiente passte an diesem Abend auch zum Spiel der GRIZZYS. Richtig in Tritt kam das Team von GRIZZLYS-Trainer Itamar Stein nicht, und auch die Stimmung auf dem Feld wirkte phasenweise etwas kühl.

    In das Spiel starteten die GRIZZLYS mit Hauke Wagner, Jan Röling, Stijn van Tilburg, Anton Menner, Milorad Kapur, Magloire Mayaula und Mittelblocker David Seybering, der den Vorzug vor Pearce Eshenko bekam. Der erste Satz war geprägt von starken Aufschlägen und guten Blockaktionen der Herrschinger und einem kampfbetonten Spiel auf beiden Seiten. Zu viele Eigenfehler der GRIZZLYS in Aufschlag und Angriff machten dabei den Unterschied aus. Trotz eines engen Satzverlaufs und wiederholten Aufholjagden der Giesener holten sich die Gastgeber den ersten Durchgang mit 27:25.

    Eine schnelle fünf Punkteführung der WWK Volleys, und damit ein klassischer Fehlstart der Helios GRIZZLYS in Satz Nummer 2, deutete bereits an, in welche Richtung der zweite Durchgang gehen würde. Mitte des Satzes stand es dann sogar 17:7 für die Gastgeber und auch Spielerwechsel auf Giesener Seite brachten keinen spürbaren Erfolg. Die Herrschinger machten in dieser Phase des Spiels weiterhin viel Druck mit ihren Aufschlägen und auch im Block agierten sie ein ums andere Mal effektiv. Die GRIZZLYS konnten sich zum Ende des zweiten Satzes etwas herankämpfen und fanden wieder besser in die Partie. Aber auch diesen Durchgang entschieden die WWK Volleys schlussendlich für sich und sicherten damit die 2:0-Satzführung.

    Deutlich besser begann der dritte Satz für die Gäste. Schnell gingen sie mit 2:6 in Führung, doch dann folgten einige Eigenfehler von den GRIZZLYS und mit 6:8 für die Giesener ging es in die technische Auszeit. Bis Mitte des Satzes konnte die knappe Führung von den Helios GRIZZLYS gehalten werden. Es folgten unkonventionelle Ballwechsel und strittige Schiedsrichterentscheidungen. Zum druckvollen Spiel der Gastgeber kam nun auch noch das nötige Glück dazu und in der „Crunchtime“ des entscheidenden Satzes drehte sich die Partie zu Gunsten der Herrschinger. Im Spiel der GRIZZLYS war nun der Wurm drin. Nahezu jeder Spieler zeigte ungewohnte Fehlerbilder und mit einer starken Aufschlagserie besiegelte der spätere MVP auf Seiten der Gastgeber, Jori Mantha, die 0:3-Niederlage der Helios GRIZZLYS und damit auch das Pokal-Aus. Als wertvollster Spieler bei den GRIZZLYS wurde Kapitän Hauke Wagner vom Herrschinger Trainer Max Hauser gewählt.

    Der Blick der GRIZZLYS geht nun voraus, denn viel Zeit zum Trübsal blasen gibt es nicht. Bereits morgen spielt das Team von Itamar Stein zu Hause in der Volksbank-Arena Hildesheim gegen den VfB Friedrichshafen. Zusätzliche Informationen und aktuelle Berichte zu den GRIZZLYS gibt es wie immer auf unserer Webseite (www.helios-grizzlys.de), bei Facebook (@heliosgrizzlys), Instagram (@heliosgrizzlys) und in der GRIZZLYS-App.

     

    27.11.2020 13:02
  • Pokal-Feuerwerk im Eisschrank
    WWK Volleys Herrsching vs. Helios GRIZZLYS Giesen, 26.11.20, POK M
    e WWK Volleys stehen im Halbfinale des DVV-Pokals. Am Donnerstag besiegte das Team von Max Hauser die Helios Grizzlys Giesen mit 3:0 (27:25, 25:17, 25:15) und setzt ein großes Ausrufezeichen.
    Treffsicher in Angriff und Aufschlag: GCDW-MVP Jori Mantha
    Foto: WWK Volleys Herrsching

    Die WWK Volleys stehen im Halbfinale des DVV-Pokals. Am Donnerstag besiegte das Team von Max Hauser die Helios Grizzlys Giesen mit 3:0 (27:25, 25:17, 25:15) und setzt ein großes Ausrufezeichen.


    Der Rahmen des Viertelfinal-Spiels zwischen Herrsching und Giesen war diesmal besonders. Nicht die leeren Ränge waren es - nein, es lag an den niedrigen Temperaturen in der Nikolaushalle. Alle Spieler beim Aufwärmen in langen Hosen, GCDW-Coach Max Hauser schlüpfte zwischenzeitlich in eine Jacke, die Auswechselspieler steckten während des Spiels im Hoodie, die Kapuze tief ins Gesicht gezogen - doch beide Teams waren von Beginn an auf Betriebstemperatur im Eisschrank Nikolaushalle. Schließlich ging es um den Einzug ins Halbfinale, wo seit gestern Abend überraschend die Netzhoppers (3:2-Erfolg in Berlin nach 0:2-Satzrückstand) auf den Sieger dieser Begegnung warten. Ein WWK-Akteur fällt bereits beim Aufwärmen als besonders motiviert auf: Jori Mantha lässt sich immer wieder Rückraumbälle zuspielen und verwandelt diese sprunggewaltig. Stets trifft er den Ball ausgezeichnet. Und genau dieses Timing setzte der Kanadier bereits zu Beginn der Partie ein: Mit gewaltigen Aufschlägen sorgte Herrschings Nummer 13 für die ersten Highlights, den ersten Zwischenspurt krönte Johannes Tille zum 7:4-Zwischenstand. Tim Peter, der andere Außen in der Formation des GeilstenClubsderWelt, servierte ebenfalls stark - diesmal hart durchgezogen. Das bringt die WWK Volleys bis auf 12:7 in Front. Doch die Gäste können das hohe Tempo mitgehen, Zuspieler Jan Röling und Stijn van Tilburg servieren ebenfalls stark - ab Mitte des Durchgangs (14:14) ist das Match absolut ausgeglichen. Die WWK Volleys gehen in der Schlussphase noch einmal weg, haben Satzbälle, müssen aber doch in die Verlängerung bis Jori Mantha und ein Block von Luuc van der Ent das 27:25 besorgen.


    Die 1:0 beflügelt die Jungs in Lederhosen, während die Grizzlys hadern und ein wenig nachlassen. Zweimal serviert Tim Peter stark (zu Beginn und in der Mitte des zweiten Satzes), das 17:7 ist schon die Vorentscheidung im zweiten Umlauf, den der GCDW nach einem Fehlaufschlag der Gäste relativ kräfteschonend 25:17 nach Hause bringt. Im dritten Durchgang sieht es zu Beginn gar nicht gut aus für die WWK Volleys: Giesen ist präsenter, 1:4 und 6:10 heißt es schnell, Max Hauser muss seine beiden Auszeiten früh verbrauchen. Gerade in der zweiten Unterbrechung vermittelt Herrschings Head Coach die Ruhe, die jetzt geboten ist. Er bespricht mit Zuspieler Johannes Tille die nächsten Spielzüge - mit Erfolg. Der GeilsteClubderWelt findet zurück in den Rhythmus, Jori Mantha bringt seine Mannen bis auf 12:13 heran, Giesens Magloire Mayaula bekommt nun viele Bälle und punktet. Doch am Ende ist auch der kraftvolle Mittelblocker machtlos, weil Mantha ein paar Rotationen später an den Aufschlag kommt und in einem wahren Feuerwerk zum Matchgewinn durchserviert. Diese Serie ist gewaltig: Wenn dem Kanadier kein direkter Punkt oder Winner gelingt, so ist der Aufschlag zumindest so stark, dass der Block leichtes Spiel hat. Nicht nur für Herrschings Trainer Max Hauser machte das Service den Unterschied, manchmal kann Volleyball so einfach sein: "Wir haben sehr stark stark aufgeschlagen, das war der Schlüssel. Daher war es unerwartet deutlich. Es ist heute im Aufschlag alles aufgegangen, was wir uns vorgenommen haben. So konnte Giesen seine starke Mitte nicht einsetzen." Bezeichnend der letzte Punkt des Spiels: Giesens Merten Krüger kommt bei Zuspielversuch ins Straucheln, der Ball fällt zum 25:15 nahezu unberührt neben ihm auf den Boden. Der Rest ist Jubel pur bei den WWK Volleys: Jori Mantha wird verdient zum MVP gekürt und darf im Anschluss die Humba anstimmen. Allerdings benötigt er dabei die vorherige Einweisung von Libero Ferdinand Tille, auch diese Aufgabe löst der MVP mit Bravour. Mantha spricht das finale "Ausrufezeichen" perfekt aus, bevor es in die Jubeltraube geht. Ein großes sportliches Ausrufezeichen haben die WWK Volleys mit diesem eindrucksvollen Halbfinal-Einzug in jedem Fall gesetzt.

    27.11.2020 00:29
  • Netzhoppers ziehen ins Halbfinale ein
    BERLIN RECYCLING Volleys vs. Netzhoppers KW-Bestensee, 25.11.20, POK M
    Die Netzhoppers sind eine Etappe weiter auf der Road to Mannheim. Die Netzhoppers schreiben mit ihrem Sieg in Berlin Geschichte.
    Netzhoppers siegen in Berlin
    Foto: Oliver Schwandt

    Mit einem total überraschenden 3:2-Erfolg (22:25, 23:25, 26:24, 25:18, 15:13) beim amtierenden Deutschen Volleyball-Meister und Pokalsieger BR Volleys haben die Netzhoppers KW-Bestensee das Halbfinale im DVV-Pokal erreicht. Es war in einer Pflichtpartie erst der zweite Sieg für die Netzhoppers gegen die Berliner. „2012 konnten wir in der Landkost-Arena ebenfalls mit 3:2 in einem Bundesligaspiel die BR Volleys schon einmal bezwingen“, informiert Teammanagerin Britta Wersinger.

    An diesen Erfolg werden die Netzhoppers und ihre Fans, die das Spiel aufgrund von Corona nur per Livestream im Internet verfolgen konnten, noch sehr lange zurückdenken, denn im dritten Satz beim Stand von 24:22 hatte das mit Volleyball-Weltstars bestückte BR-Team zwei Matchbälle. Diese konnten die Brandenburger mit einer Energieleistung abwenden und diesen sowie die zwei weiteren Sätze erfolgreich gestalten.

    „Heute haben wir gezeigt, zu welcher Leistung wie in der Lage sind. Natürlich war etwas Glück dabei, dass wir den dritten Abschnitt noch gewinnen konnten. Eigentlich waren wir im dritten Satz beim 22:24 schon im Bus auf der Rückreise nach Königs Wusterhausen“, konstatiert Netzhoppers-Coach Christophe Achten, „meine Mannschaft hat aber alles gegeben, um die große Sensation zu schaffen. Ich bin unheimlich stolz auf meine Truppe, die einen sensationellen Auftritt beim haushohen Favoriten zeigte. Jetzt wollen wir auch ins Endspiel!“ Dirk Westphal, der nach dem Match zum wertvollsten Spieler gewählt wurde (MVP), sprach vor der Begegnung, die Netzhoppers wollen Geschichte schreiben – und er sollte recht behalten. „Das ist uns heute auch gelungen“, so der Außenangreifer, dem 19 Zähler an seiner alten Wirkungsstätte gelangen. Er wusste auch, warum die Netzhoppers den Sprung ins Halbfinale geschafft haben: „Die Breite unseres Kaders war heute das Geheimrezept. Uns fehlte in der Vergangenheit oftmals frischer Wind von der Bank. Das ist in dieser Saison anders. Vom Pokalfinale in Mannheim träumen wir noch nicht, denn wir müssen ja im Halbfinale noch einen weiteren Sieg einfahren, um das Endspiel dort zu erreichen.“

    Ohne ihren verletzten Weltklasse-Zuspieler Sergej Grankin taten sich die Hausherren in den ersten beiden Sätzen sehr schwer, sich einen Vorsprung herauszuspielen. Den Gästen aus dem Dahmeland gelang es immer wieder, kleinere Rückstände aufzuholen. Nur mit einem überragenden Benjamin Patch, dem von seinen insgesamt 35 Punkten 22 in den ersten beiden Abschnitten gelangen, konnten die BR Volleys Satz eins mit 25:22 und den folgenden mit 25:23 erfolgreich beenden. „Patch bekamen wir zuerst überhaupt nicht in den Griff, er hat super gespielt. Ab dem dritten Durchgang hatten wir ihn etwas besser unter Kontrolle, sodass er nicht mehr so richtig zur Entfaltung kam“, berichtet Achten. Zum Ende des dritten Satzes hin waren die Netzhoppers schon eigentlich aus dem diesjährigen Pokal-Wettbewerb ausgeschieden, denn beim Stand von 24:22 hatte das Enard-Team zwei Matchbälle vor der Brust.

    Dann ging es jedoch ganz schnell. Durch einen Block von Johannes Mönnich und einem Punkt von Westphal kamen die Netzhoppers zum 24:24-Ausgleich. Anschließend blockte Yannick Goralik gegen Patch und mit einem krachenden Schmetterball in die gegnerische Hälfte zum 26:24 machte abermals Westphal endgültig den Deckel drauf.

    Durch dieses Comeback der Gäste geschockt verloren die Volleys im vierten Abschnitt total den Faden. Mit zwei Aufschlag-Assen sorgte Karli Allik für eine 10:8-Führung, die die Gäste zwischenzeitlich auf bis zu sieben Zähler ausbauten (21:14). Ein Aufschlagfehler von Eder Carbonera zum 18:25 brachte den 2:2-Satzausgleich. „Karli war heute ganz besonders motiviert, da BR-Coach Cedric Enard auch sein Nationaltrainer in Estland ist. Ich glaube, Enard hat eine sehr gute Leistung seines Schützlings gesehen“, ist Achten überzeugt.

    Der Este spielte auch in der Schlussphase des alles entscheidenden Tie-Breaks eine ganz wichtige Rolle, denn mit einem Block gegen Patch sorgte er für einen 15:13-Erfolg. Anschließend stürmte die gesamte Mannschaft auf Allik zu, um zusammen mit ihm den Überraschungssieg noch auf der Platte zu feiern. „Wir konnten im dritten Satz den Sack nicht zumachen, da fehlte etwas das Glück. Danach sind wir im Angriff nicht mehr durchgekommen und haben weiterhin nicht gut aufgeschlagen. Wenn wir einen Satz verlieren, fehlt uns oft die Energie. Wir müssen lernen, den Kopf oben zu behalten. Das ist uns heute leider nicht gelungen“, resümiert BR-Mittelblocker Anton Brehme.

    Im Halbfinale am 10. Dezember, haben die Netzhoppers Heimrecht. Ob es gegen Herrsching oder Giesen geht wird noch ermittelt.  „Gerade jetzt dürfen wir nicht glauben, dass wir alle schlagen, nur weil wir gegen die BR Volleys gewonnen haben. Herrsching oder Giesen müssen erst einmal besiegt werden“, weiß Westphal, der 2013 in Belgien mit Knack Roselare schon einmal Pokalsieger wurde.

    26.11.2020 19:16
  • Atemberaubende Achterbahnfahrt
    Volleyball Bisons Bühl vs. United Volleys Frankfurt, 25.11.20, POK M
    Nervenkitzel vom Feinsten bekamen die Livestream-Zuschauer am Mittwochabend in allen vier Sätzen des Viertelfinal-Fights im DVV-Pokal zwischen den United Volleys und den Volleyball Bisons geboten.
    Mit herausragenden 25 Punkten war Daniel Malescha Topscorer beim Pokalsieg gegen Bühl.
    Foto: Corinna Seibert

    Nervenkitzel vom Feinsten bekamen die Livestream-Zuschauer am Mittwochabend in allen vier Sätzen des Viertelfinal-Fights im DVV-Pokal zwischen den United Volleys und den Volleyball Bisons Bühl geboten. Mit 3:1 (23:25, 25:21, 25:23, 26:24) sicherten sich die Frankfurter den Auswärtssieg beim aktuellen Tabellenführer der Volleyball Bundesliga und kämpfen nun am 10. Dezember beim Rekordmeister VfB Friedrichshafen um Einzug ins Endspiel in der Mannheimer SAP Arena. „Ich bin überglücklich über die Reaktion, die meine Mannschaft heute auf all die Schwierigkeiten gezeigt hat, mit denen wir seit Saisonbeginn kämpfen mussten“, jubelte Coach Juan Manuel Serramalera, „vielleicht war das jetzt der Wendepunkt, den wir herbeigesehnt haben und der uns hoffentlich Auftrieb für die anstehenden Aufgaben gibt.“

    Dabei lief auch in der Bühler Großsporthalle keinesfalls alles nach Plan für die Gäste aus Hessen. Angefangen mit Durchgang eins, der mehr als nur einen Vorgeschmack auf die atemberaubende Achterbahnfahrt lieferte, die beide Kontrahenten in den folgenden 106 Spielminuten erleben sollten. Anfangs führten die Uniteds mit einem Break, lagen dann 11:14 hinten, weil die Bisons konsequent den nach seiner Verletzung gerade erst in den Kader zurückgekehrten Tim Grozer mit Angaben eindeckten. Frankfurt konterte, vor allem durch Diagonalangreifer Daniel Malescha, dem der zweiwöchige Ausflug auf die Annahme/Außen-Position offensichtlich gutgetan hatte. „Malle ist nur einmal im Jahr“, hätten sich die Bühler wohl gewünscht, nachdem ihnen der 26-jährige DVV-Auswahlspieler im Matchverlauf gleich 25 Mal einschenkte.

    Henning dreht den ersten Satz

    Beim 22:19 schienen die United Volleys schon auf die Satzführung hinzusteuern, hatten zahlreiche Bälle in der Abwehr erobert und konsequent verwertet. Dann machte ihnen jedoch ausgerechnet Ex-United Paul Henning einen Strich durch die Rechnung. Der Mittelblocker drehte den Spielstand mit einer Aufschlagserie, die erst Kapitän Matthias Valkiers per Zuspielertrick beenden konnte, komplett. Der Belgier angelte danach sogar noch einen verunglückten Ball hinter der Werbebande hervor, das 25:23 für die Bisons war jedoch nicht mehr zu verhindern. Umso entschlossener legten in Satz zwei die „Mainblocker“ Noah Baxpöhler und Jakob Günthör im Schnellangriff los, Valkiers servierte zum 6:4 ein Ass auf die Linie. Dennoch glichen die Gastgeber immer wieder beharrlich aus, lagen beim 18:19 plötzlich sogar selbst in Front.

    Jetzt behielt aber Regisseur Valkiers am Netz die Ruhe, ein Service-Winner von Günthör und zwei böse Blocks gegen Bisons-Topscorer Tomas Lopez sorgten für den Satzausgleich. Im dritten Durchgang das gleiche Bild: Immer wieder wechselte die Führung hin und her. Erneut war es Henning, der mit einem Hybrid-Ass zum 19:18 die Heimmannschaft in Vorteil brachte. Frankfurts Rodrigo Quiroga, der sich zuvor mehrfach einen stabilen Bühler Dreierblock gegenüber­gesehen hatte, schlug diesen nun allerdings clever zum 21:20 an. Das vorentscheidende 24:22 erschmetterte wiederum Malescha, bevor der Satz mit einem Übergriff der Badener vor den Augen des ersten Schiedsrichters fast schon etwas unrühmlich endete.

    Blick auf harte Restwoche gerichtet

    Als Bühl in Durchgang vier am Satzausgleich schnupperte, durfte sich United-Youngster Linus Hüger im Aufschlag beweisen. Das tat er so erfolgreich, dass er und seine Kollegen erst einmal wieder vorn lagen, was sich aber erneut noch mehrfach ändern sollte. Da war es gut, dass Daniel Malescha auch im Block einen Sahnetag erwischt hatte. Vier Punkte holte er in diesem Element, dicht gefolgt von Matthias Valkiers, der es insgesamt auf für einen Zuspieler eher ungewöhnliche sechs Zähler brachte. Immer sicherer wurde zudem Rückkehrer Grozer, der ein Ass von Bühls Edvinas Vaskelis mit dem ebenso umkämpften wie wichtigen Ball zum 22:21 konterte. Den Schlussakkord intonierte der passionierte Klavierspieler Malescha, der sowohl den ersten Satzball zum 24:22 herausholte, als auch den zweiten zum 26:24 verwandelte.

    „Wir wollten dieses Halbfinale nach dem ganzen Einsatz und den Fortschritten der zurückliegenden Wochen einfach mit aller Macht und haben es uns mehr als verdient“, hob Cheftrainer Serramalera hervor. Er blickte bereits voraus auf die harte Restwoche mit den beiden Auswärtsspielen gegen die Berlin Recycling Volleys und den VCO Berlin. Der Pokal-Titelverteidiger dürfte nach seinem Sensations-Aus gegen die Netzhoppers auf Wiedergutmachung aus sein, und die Juniorennationalmannschaft sich in dieser Saison mit einem starken Jahrgang für viele Gegner als harter Prüfstein erweisen – der neue „Geist von Bühl“ wird also weiterhin gefragt sein. 

     

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    26.11.2020 00:15
  • Dramatischer Pokalabend mit bitterem Ende
    BERLIN RECYCLING Volleys vs. Netzhoppers KW-Bestensee, 25.11.20, POK M
    2:0-Führung, den Matchball auf der Hand gehabt und dennoch gehen die BR Volleys am Ende als Verlierer vom Court.
    Die BR Volleys mussten im Pokal die Segel streichen.
    Foto: Eckhard Herfet

    2:0-Führung, den Matchball auf der Hand gehabt und dennoch gehen die BR Volleys am Ende als Verlierer vom Court: Nach über zwei Stunden Spielzeit steht letztlich eine 2:3-Niederlage (25:22, 25:23, 24:26, 18:25, 13:15) der Berliner im Pokal-Viertelfinale gegen die Netzhoppers KW-Bestensee. Während die Gäste einmal mehr wahre Comeback-Qualitäten bewiesen, ist es für die Hauptstädter das dritte frühe Pokal-Aus in vier Jahren. Benjamin Patch trug im Angriff die Hauptlast und sammelte 35 Punkte, für die Gäste scorten MVP Dirk Westphal und Johannes Mönnich am häufigsten (19 Punkte).

    Mehr Druck im Angriff, eine stabilere Block-Feldabwehr und mehr Kampfgeist: Das waren die Hausaufgaben, die Coach Cedric Enard seinem Team für dieses „Do or Die“-Spiel mitgegeben hatte ... weiterlesen auf www.br-volleys.de

     

    25.11.2020 23:11
  • Frankfurt zerstört die Pokalträume Bühls
    Volleyball Bisons Bühl vs. United Volleys Frankfurt, 25.11.20, POK M
    Die Pokalreise ist beendet. Mit 1:3 haben die Bisons das Nachsehen gegen die United Volleys und können sich damit voll und ganz auf die Bundesliga konzentrieren.
    An Frankfurt abgeprallt
    Foto: Jürgen Eich

    Satz 1: Volleyball Bisons Bühl vs. United Volleys Frankfurt 25:23

    Folgende Starting-Six schickte Headcoach Alejandro Kolevich im Pokalfight gegen die United Volleys Frankfurt auf das Feld: #3 Stefan Thiel (Z), #7 Edvinas Vaškelis (D), #8 Paul Henning (MB), #9 Mathäus Jurkovics (MB), #15 Niklas Kronthaler (AA), #17 Tomas Lopez (AA).

    Anspiel Frankfurt, Punkt Bühl (1:0). Die Gäste aus Frankfurt erwischten den besseren Start in die Partie und erspielten sich eine 3:5 Führung. Die Bisons schlugen dennoch schnell zurück und drehten ihrerseits die Führung durch Edvinas Vaškelis auf 8:6. Der Pipeangriff von Niklas Kronthaler und ein Ass von Paul Henning erhöhten die Führung auf 14:11. Schon in der frühen Phase der Partie zeigte sich ein gutaufgelegter Niklas Kronthaler (5 Punkte, 2 Blocks), doch Frankfurt verkürzte auf 16:15. Das erste Ass der Gäste ließ die Partie wieder drehen (18:19). Diese konnten die United Volleys auf 18:21 ausbauen, doch die Bisons bissen sich mit 21:22 zurück in die Partie. Durch zwei gelungene Blockaktionen der Bühler Mannschaft wechselte abermals die Führung (23:22). Tomás López erzwang den ersten Satzball, den der geschlossene Bühler Block verwandelte.

     

    Satz 2: Volleyball Bisons Bühl vs. United Volleys Frankfurt 21:25

    Mit leichten Vorteilen für die Gäste startete der zweite Satz (3:4). Fortan bauten die United Volleys durch ein Ass und einen Angriff ins Aus den Vorsprung auf 5:8 aus. Doch wiederum stand der Block der Bisons sehr sicher (12:13). Mit 6 zu 1 erfolgreichen Blockaktionen lag bis dahin Schlüssel zum Erfolg im Spiel Bühls. Der Pipe von Tomás López schlug im Feld der United Volleys ein, 15:15. Nun stand auch der Block der Frankfurter richtig und blockte Tomás López zum 19:20 ab. Beim Stand von 20:22 nutzte Headcoach Alejandro Kolevich seine erste Auszeit im Satz und bündelte die Kräfte erneut. Fortwährend gelang Bühl nur noch ein Punkt, während Frankfurt sich den zweiten Satz sicherte.

     

    Satz 3: Volleyball Bisons Bühl vs. United Volleys Frankfurt 23:25

    Wie in den ergangen beiden Sätzen war der Block der Bisons bereit, allerdings konnte sich keines der Teams in der Anfangsphase absetzten (9:9). Tim Stöhr zielte ganz genau auf die Linie und setzte das Ass zum 10:9. Doch wie in Satz eins, drehten die Frankfurter die Partie im Mittelabschnitt der Partei zu ihren Gunsten auf 14:16. Zwar blieben die Bisons den Gästen auf den Fersen (17:18) doch der stark aufspielende Daniel Malescha (16 Punkte) bereitete Alejandro Kolevich weiterhin Kopfschmerzen. Mit einem Ass von Paul Henning wurden diese ein wenig gelindert (19:18). Wieder einmal zieht Alejandro Kolevich seine Auszeit zur finalen Phase des Satzes (20:21). Edvinas Vaškelis ließ die Bisons nochmals am Satzgewinn schnuppern (22:23).  Den ersten Satzball konnte Paul Henning noch abwehren, allerdings pfiff der Schiedsrichter nachfolgend Tim Stöhr zurück, da er über das Netz gegriffen hatte.

     

    Satz 4: Volleyball Bisons Bühl vs. United Volleys Frankfurt 24:26

    Auch in diesem Satz deutete sich ein sehr knappes Spiel an, wie auch die drei Sätze zuvor.     Mit einem 8:6 für die Bisons ging es in die erste technische Auszeit. Jakob Günthör glich zum 10:10 aus. In dieser Phase stand das Spiel auf Messerschneide. Ein Kopftreffer auf Florian Ringseis und dem verwandelten Punkt pushte die Bisons weiter an. 14:12 für Bühl. Dennoch gelang es den Frankfurtern die Partie wieder zu drehen (15.16). Der Ausgleich für Bühl durch die Nummer sieben, Edvinas Vaškelis (17:17). Beim 18:20 schlug der einundzwanzigste Ball von Daniel Malescha im Feld der Bisons ein. Crunchtime in Satz vier (20:20). Edvinas Vaškelis mit dem Ass zur Führung (21:20). Wie so oft wechselte die Führung abermals auf Seiten der Gäste (21:22). Doch Edvinas Vaškelis stellte die Partie auf Unentschieden (23:23). Headcoach Alejandro zog seine zweite Auszeit vor dem ersten Matchball für die Gäste. Den wehrten die Bisons erstmals ab, konnten den Satzgewinn für die United Volleys und den damit verbundenen Sieg nicht verhindern.

     

    Mit der MVP Silber-Medaille auf Seiten der Bisons wurde der Außenangreifer mit der Nummer siebzehn, Tomás López, ausgezeichnet.

     

    Fazit:

    Ein in den entscheidenden Situationen abgeklärteres Frankfurter Team zieht ins DVV-Pokalhalbfinale ein und trifft dort auf den VfB Friedrichshafen.

    Der Bühler Block stand in der Crunchtime des ersten Satzes bereit. Während sich die Partie bis zum 19:22 auf Seiten der Gäste wägte, legte der Block der Bisons einen neuen Gang ein und zeigte mit 5 zu 0 Blockaktionen in Satz eins seine Stärke.

    Mit zunehmendem Spielverlauf wurden die Gäste, vor allem in Form von Daniel Malescha stärker. So steuerte der Frankfurter Diagonalangreifer 25 Punkte bei. Gepaart mit einer höheren Fehleranzahl der Bisons in den Angriffen (11 zu 6) konnten sich die Gäste die nächsten drei Sätze und damit den Halbfinaleinzug sichern.

     

    Teil zwei der englischen Woche ist Geschichte. Bereits am Samstag ruft der Ammersee. Dann warten die WWK Volleys Herrsching auf die Bisons. Um 19:00 Uhr ist Anpfiff in der Nikolaushalle.

    25.11.2020 22:42

Frostiger Pokalabend für die GRIZZLYS

WWK Volleys Herrsching vs. Helios GRIZZLYS Giesen, 26.11.20, POK M

Für die GRIZZLYS endete der gestrige Pokalabend mit einer Niederlage gegen die WWK Volleys Herrsching. In einer nur dezent beheizten Sporthalle mussten sich die GRIZZLYS deutlich geschlagen geben.

27.11.2020 13:02

Pokal-Feuerwerk im Eisschrank

WWK Volleys Herrsching vs. Helios GRIZZLYS Giesen, 26.11.20, POK M

e WWK Volleys stehen im Halbfinale des DVV-Pokals. Am Donnerstag besiegte das Team von Max Hauser die Helios Grizzlys Giesen mit 3:0 (27:25, 25:17, 25:15) und setzt ein großes Ausrufezeichen.

27.11.2020 00:29

Netzhoppers ziehen ins Halbfinale ein

BERLIN RECYCLING Volleys vs. Netzhoppers KW-Bestensee, 25.11.20, POK M

Die Netzhoppers sind eine Etappe weiter auf der Road to Mannheim. Die Netzhoppers schreiben mit ihrem Sieg in Berlin Geschichte.

26.11.2020 19:16

Atemberaubende Achterbahnfahrt

Volleyball Bisons Bühl vs. United Volleys Frankfurt, 25.11.20, POK M

Nervenkitzel vom Feinsten bekamen die Livestream-Zuschauer am Mittwochabend in allen vier Sätzen des Viertelfinal-Fights im DVV-Pokal zwischen den United Volleys und den Volleyball Bisons geboten.

26.11.2020 00:15

Dramatischer Pokalabend mit bitterem Ende

BERLIN RECYCLING Volleys vs. Netzhoppers KW-Bestensee, 25.11.20, POK M

2:0-Führung, den Matchball auf der Hand gehabt und dennoch gehen die BR Volleys am Ende als Verlierer vom Court.

25.11.2020 23:11

Frankfurt zerstört die Pokalträume Bühls

Volleyball Bisons Bühl vs. United Volleys Frankfurt, 25.11.20, POK M

Die Pokalreise ist beendet. Mit 1:3 haben die Bisons das Nachsehen gegen die United Volleys und können sich damit voll und ganz auf die Bundesliga konzentrieren.

25.11.2020 22:42

SVG verlangt dem VFB alles ab

SVG Lüneburg vs. VfB Friedrichshafen, 25.11.20, POK M

„Und täglich grüßt das Murmeltier“, fasste Stefan Hübner das Pokalaus der SVG Lüneburg gegen den VFB Friedrichshafen zusammen.

25.11.2020 22:13

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DSC scheidet nach großem Kampf aus 19.11.202019.11.2020 19:36
VfB scheidet aus 19.11.202019.11.2020 07:41
Der SC Potsdam steht im Pokal-Halbfinale 18.11.202018.11.2020 20:16
Beherzter Kampf bleibt unbelohnt 18.11.202018.11.2020 19:15
Außenseiter im Viertelfinale 18.11.202018.11.2020 11:39
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