• Pokalsieger – „Campeones“ im Freudentaumel
    Netzhoppers KW-Bestensee vs. United Volleys Frankfurt, 28.02.21, POK M
    „Campeones, Campeones!“ schallte es um kurz nach 19 Uhr aus der Kabine der United Volleys Frankfurt in der Mannheimer SAP Arena. Lautstark bejubelten der argentinische Cheftrainer...
    Der Rest war Flitter: Nach ihrem goldenen Pokalabend ließen sich die Uniteds ordentlich feiern.
    Foto: Corinna Seibert

    „Campeones, Campeones!“ schallte es um kurz nach 19 Uhr aus der Kabine der United Volleys Frankfurt in der Mannheimer SAP Arena. Lautstark bejubelten der argentinische Cheftrainer Juan Manuel Serramalera und seine Männer den ersten Titelgewinn überhaupt des Clubs, den Sieg im DVV-Pokalfinale. 3:0 (25:23, 25:21, 25:22) hatten sie zuvor in knapp eineinhalb Stunden die Netzhoppers aus Königs Wusterhausen bezwungen. Was sich deutlich anhört, war tatsächlich der erwartet harte Fight gegen die Brandenburger, die in den Runden zuvor das Kunststück fertiggebracht hatten, gleich drei Mal einen 0:2-Satzrückstand zu drehen. „Wir hatten schon vor dem Spiel unglaubliche Widerstände und Rückschläge zu überwinden. Deshalb bin ich unglaublich stolz auf die gesamte Mannschaft“, jubelte der Coach.

    In die Verlegenheit, eine scheinbar sichere Führung noch verspielen zu können, schienen die Frankfurter zunächst überhaupt gar nicht zu kommen. Nach selbstbewusstem Beginn gerieten sie Mitte des ersten Satzes 13:18 ins Hintertreffen. Eine kleine Aufschlagserie des eingewechselten Youngsters Linus Hüger brachte die Hessen wieder heran, den Ausgleich zum 21:21 besorgte „Hammertim“ Grozer per Ass. Den Satzball erblockte Dezember-Neuzugang und Serramalera Landsmann-Facundo Imhoff. Er wurde mit einer Erfolgsquote von 80 Prozent im Schnellangriff und drei weiteren Blocks nach der Partie zum „Player of the Match“ gekürt. Mit der Satzführung im Rücken gingen die Uniteds noch konsequenter zu Werke, konnten die Netzhoppers aber weiterhin nicht abschütteln.

    Sorge um Ide in Satz drei

    Erst eine Aufschlagserie von Daniel Malescha, der seine Finger am Vormittag noch zu einer virtuosen Klaviereinlage im Teamhotel benutzt hatte, brachte die Vorentscheidung im zweiten Durchgang, den Imhoff mit seiner „Schnellangriffspeitsche“ abschloss. Um jegliche Hoffnung auf eine neuerliche Netzhoppers-Aufholjagd im Keim zu ersticken, legten die United Volleys danach gleich wieder mit 7:3 vor. Nur noch kurzzeitig konnte KW die hessische Annahme ins Schwimmen bringen. „Super Mario“ Schmidgall, auf dem nach dem Langzeit-Ausfall von Kapitän Matthias Valkiers die alleinige Verantwortung im Zuspiel ruhte, machte danach aber kurzen Prozess und verwandelte gewohnt kompromisslos den zweiten Ball.

    Eine Schrecksekunde hatte die Partie dennoch für die Uniteds parat, als sich ausgerechnet Libero Satoshi Ide mit schmerzverzerrter Miene an die Wade griff. Der „Bonsai-Samurai“ hielt aber durch, warf seine 1,74 Meter weiter jedem Aufschlag in den Weg und mobilisierte damit die letzten Kampfreserven seiner Teamkollegen. Letztendlich blieb es der „Legende“ im Frankfurter Team vorbehalten, für die Vorentscheidung zu sorgen und sich damit selbst den fünften Deutschen Pokaltitel zu sichern: Pünktlich zur „Crunchtime“ griff der zweifache Olympiateilnehmer und Champions League-Gewinner Jochen Schöps noch einmal tief in die Trickkiste und holte die passenden Aufschlagvarianten heraus.

    United-„Fans“ prägen das Bild

    Auch den Matchball versuchte ihm Regisseur Schmidgall aufzulegen. Dafür musste dann aber doch noch einmal „The Closer“ Grozer ran, der wie im Halbfinale gegen Friedrichshafen den Deckel auf das Match machte und unmittelbar danach zur ersten Mini-Ehrenrunde ansetzte. „Das ist viel besser gelaufen, als wir gedacht hatten. Wir haben Königs Wusterhausen gut unter Druck gesetzt und sind in engen Situationen als Mannschaft zusammengeblieben“, freute sich „Senior“ Schöps. „Das ist eine große Sache, mit einem so jungen Club ein Stück Geschichte zu schreiben“, ergänzte Nationalspieler Noah Baxpöhler. Neben Schöps konnten auch Daniel Malescha und Jakob Günthor ihre nationale Titelsammlung aufstocken. Für beide war es jeweils der vierte DVV-Pokalerfolg.

    Im Falle des 17-jährigen Linus Hüger sollten die Chronisten hingeg einmal nachschauen, wie viele Volleyballer vor ihm im gleichen Alter bereits den Cup in den Händen halten durften. Die Nase vorn hatten die United Volleys an diesem Tag nicht nur sportlich, sondern auch optisch: Mangels Zuschauern prägten die gut 200 Fan-Avatare, auf denen sich die Frankfurter Anhänger mit ihrem Antlitz verewigt hatten, das Bild in der zu normalen Zeiten 15.000 Besucher fassenden SAP Arena. Die stolzen Besitzer bekommen nun ein Souvenir einer magischen Pokalnacht. Die ging nach kurzer Rückreise in der United-Zentrale in der Wintersporthalle noch ein wenig weiter – Trotz des bereits am Mittwoch anstehenden Bundesliga-Heimspiels gegen Friedrichshafen durfte am Montag immerhin ausgeschlafen werden.

     

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    28.02.2021 23:39
  • Netzhoppers kehren mit Silber zurück
    Netzhoppers KW-Bestensee vs. United Volleys Frankfurt, 28.02.21, POK M
    Es ist das Spiel der Saison für die Netzhoppers. Um 17 Uhr wird das Event im Free-TV übertragen.
    Netzhoppers holen Silber im Pokal
    Foto: Jenny Wersinger

    Am Ende hat es nicht gereicht: Volleyball-Bundesligist Netzhoppers KW-Bestensee hat am Sonntag das DVV-Pokalfinale in der leeren Mannheimer SAP-Arena gegen Ligakonkurrent United Volleys aus Frankfurt am Main verloren.

    Nach einer Spielzeit von nur 79 Minuten unterlag das Dahmeland-Team den Hessen mit 0:3 (23:25, 21:25, 22:25). „Trotz der Niederlage bin ich sehr stolz auf meine Mannschaft, die eine hervorragende Pokalsaison leider nicht mit dem Titel gekrönt hat. Ich muss aber auch sagen, Frankfurt hat es gut gemacht.

    Glückwunsch an die United Volleys, die verdient gewonnen haben“, sagte ein enttäuschter Netzhoppers-Coach Christophe Achten nach dem Match. „Jetzt haben wir am kommenden Samstag eine schwere Bundesliga-Partie in Giesen. Aus diesem Grund heißt es, die Niederlage schnell aus den Köpfen zu bekommen, dass wir nicht auch noch die Teilnahme an den Playoffs verpassen.“

    Der Belgier konnte im Finale auf Kapitän und Zuspieler Byron Keturakis bauen, der rechtzeitig für die Begegnung nach seinen Rückenproblemen wieder fit war.

    Am Anfang des ersten Satzes merkte man dem Kanadier jedoch an, dass er vor dem Endspiel nur zwei Trainingseinheiten mit seinen Mitspielern absolviert hatte, sodass die Abstimmung noch nicht passte. Frankfurt nutzte die schwache Anfangsphase der Brandenburger gnadenlos aus und setzte sich schnell mit 5:1 ab. Die Netzhoppers zeigten jedoch Kampfgeist und konnten nach einem Ausball von Noah Baxpöhler zum 11:11 ausgleichen. In den folgenden Minuten war es das Achten-Team, das das Spielgeschehen auf der Platte dominierte. Punkt für Punkt setzen sich die Brandenburger ab. Der vierte Zähler von Karli Allik im ersten Durchgang brachte eine eigentlich beruhigende 19:14-Führung für die Netzhoppers, die dann viel zu nervös agierten und zu fahrlässig mit ihren Möglichkeiten umgingen. United gab sich nicht geschlagen und war beim 22:22 wieder zurück im Spiel. Als dem kurz zuvor eingewechselten Kanadier James Jackson ein Aufschlagfehler unterlief, hatten die Volleys den ersten Satz im Sack (25:23).

    Netzhoppers-Präsident Edmund Ahlers wusste, warum dieser Abschnitt noch an Frankfurt ging. „Man darf sich in so einer entscheidenden Phase nicht zu viel mit den Schiedsrichterentscheidungen beschäftigen, sondern einfach weiterspielen. Den ersten Abschnitt müssen die Jungs einfach gewinnen, dann sieht das Endresultat sicherlich auch anders aus“, so Ahlers, der das Team vor Ort in der Arena unterstützte.

    Im folgenden Durchgang konnte sich keine Mannschaft in der Anfangsphase einen größeren Vorsprung herausspielen, die Führung wechselte fast im Minutentakt. Erst beim Stand von 14:12 lagen die Netzhoppers erstmalig mit zwei Punkten vorn. Wie schon im Satz zuvor gelang es der Mannschaft nicht, diese Führung ins Ziel zu retten. Angetrieben von einem ganz stark spielenden Jochen Schöps gelang es dem Bundesliga-Tabellensechsten in der Schlussphase des Abschnittes, selbst in Front zu gehen (18:17). Die etwas cleverer spielenden Hessen waren es dann, die mit dem 25:21 nach einem schönen Schmetterball von Daniel Malescha auch den zweiten Durchgang für sich entschieden. „Leider ist bei Byron Mitte des Satzes die alte Rückenverletzung zurückgekehrt. Aus diesem Grund quälte er sich mit Schmerzen durch den Rest des Spiels. Das war der Grund, warum seine Zuspiele nicht mehr mit der nötigen Präzision kamen“, informierte Achten.

    Mit einem angeschlagenen Zuspieler war es dann nicht mehr möglich, der Partie noch die entscheidende Wende zu geben, wie es schon in den Pokalspielen gegen Düren, BR Volleys und Herrsching der Fall war, als die Netzhoppers alle drei Begegnungen noch nach 0:2-Satzrückständen gewannen. Frankfurt legte im letzten Abschnitt des Pokalendspiels einen traumhaften Start hin, denn nach wenigen Minuten führte das Team deutlich mit 9:4. Die Netzhoppers gaben noch einmal alles und kämpften sich noch bis auf 19:20 heran. Mehr war jedoch nicht mehr drin, denn Schöps nutzte den dritten Matchball zum 25:22 sehr routiniert aus. Ausschlaggebend für den Verlust des letzten Satzes waren sicherlich die zu vielen Aufschlagfehler der Netzhoppers in der Mitte des Durchganges, als nacheinander Allik, Weir, Keturakis und Mönnich ihre Angaben nicht im gegnerischen Feld unterbringen konnten.
    „Ich glaube, es war schwer für die Jungs, wenn man noch nie in einem Endspiel gestanden hat, so ein Finale zu spielen. Bei Frankfurt waren viele endspielerfahrene Akteure in den Reihen. Das hat sicherlich den kleinen Unterschied ausgemacht“, sagte Ahlers. „Es war ein tolles Spiel, ich bin stolz auf das Team.“

    28.02.2021 22:38
  • Die Mitte überragt: Fans wählen Barfield und Imhoff zu MVPs
    VBL | Pressemitteilungen
    Die Stars des DVV-Pokalfinals sind Mittelblockerin Lauren Barfield und Mittelblocker Facundo Imhoff.

    Die Stars des DVV-Pokalfinals sind Mittelblockerin Lauren Barfield und Mittelblocker Facundo Imhoff: Beide wurden von den Fans in der DVV-Pokal App zu den wertvollsten Spieler*innen gewählt und krönten ihren Tag noch mit einem individuellen Titel.


    Facundo Imhoff (United Volleys Frankfurt) und Lauren Barfield (SSC Palmberg Schwerin) mit ihren MVP-Pokalen (Foto: Conny Kurth)

    Sowohl Barfield als auch Facundo steuerten die meisten Blockpunkte für ihr Team (jeweils vier) bei und verwandelten nahezu alle Angriffe, die sie serviert bekamen. Während Barfield 77% (10/13) ihre Versuche in Punkte umwandelte, war die Quote bei ihrem Frankfurter Pendant mit 80% (8/10) noch etwas besser.

    Zu gewinnen gibt es aber auch noch etwas für die Fans: Im DVV-Pokalquiz gibt es bis Montag (1. März 2021, 18:00 Uhr) noch zwei signierte Bälle vom DVV-Pokalfinale zu gewinnen.

    28.02.2021 22:13
  • Frankfurt feiert historischen Titel
    VBL | Pressemitteilungen
    Es ist vollbracht: Die United Volleys Frankfurt haben ihren ersten Titel der noch jungen Vereinsgeschichte gewonnen.

    Es ist vollbracht: Die United Volleys Frankfurt haben ihren ersten Titel der noch jungen Vereinsgeschichte gewonnen: Im DVV-Pokalfinale in der SAP Arena in Mannheim erfüllten sie sich ihren Traum mit einem 3:0 (25-23, 25-21, 25-22)-Sieg gegen die Netzhoppers KW-Bestensee. Bester Scorer auf dem Weg zum Titel wurde Frankfurts Daniel Malescha mit 15 Punkten.


    Der erste Titel ist perfekt: die United Volleys Frankfurt gewinnen den DVV-Pokal 2021 (Foto: Conny Kurth)

    Sechs Jahre lagen zwischen Vereinsgründung und dem ersten Titel. 2015 starteten die United Volleys Frankfurt, damals noch unter dem Namen United Volleys Rhein-Main, in der Volleyball Bundesliga. 2021 konnten sie auf dem Siegerpodest der SAP Arena erstmals einen Titel in die Höhe stemmen.

    "Mir bedeutet es sehr viel"

    Vorbehalten blieb dieser Moment Jochen Schöps, für den das Erlebnis gleich doppelt schön war: „Es ist mega geil. Wir wissen, dass die Netzhoppers besser spielen können, wir haben es heute aber geschafft, sie gut unter Druck zu halten. Jetzt ist es Freude pur, für United ist es ein unglaublicher Erfolg“, sagte er nach dem Spiel, um dann zu merken, dass es auch für ihn eine historische Rückkehr war.

    Denn für Schöps lag der letzte Pokal-Erfolg 14 Jahre zurück: „Wow, das ist eine lange Zeit. Mir persönlich bedeutet es sehr viel. Diesmal ist es sogar ein anderer Pokal, den ich ehrlich gesagt auch schöner finde“, berichtete der ehemalige Nationalspieler, der zwölf Zähler zum Sieg beisteuerte, mit einem Lächeln.

    Auf dem Weg dorthin agierte Frankfurt mit ungewohnt starken Aufschlägen, was die Netzhoppers in der Annahme vor Probleme stellte und sie immer wieder in schwierige Angriffssituationen brachte. So kam lediglich Außenangreifer Karli Allik auf eine zweistellige Punkteausbeute (10 Zähler), insgesamt fanden nur 39 Prozent der Angriffe ihren Weg ins gegnerische Feld.

    „Die vermeintlich instabilen Faktoren der Frankfurter waren heute sehr gut. Sie haben sehr gut aufgeschlagen. Aber ich bin stolz auf meine Mannschaft, sie haben alles gegeben. Wir wissen, dass wir ein Risiko eingegangen sind mit der Zuspielposition, Mitte des zweiten Satzes hatte er wieder Schmerzen. Vielleicht haben wir dann nicht mit 100% gespielt. Aber ich kann meinem Team nichts vorwerfen“, sagte Netzhoppers Coach Christophe Achten nach der Partie.

    United-Coach lobt Entwicklung

    Seinem Gegenüber, Frankfurts Juan Manuel Serramalera, stand die Freude dagegen ins Gesicht geschrieben: „Ich bin extrem glücklich, natürlich mit dem Ergebnis, aber vor allem auch mit der Antwort der Mannschaft auf diesen Gegner. Obwohl einige Spieler nicht aktiv dabei sein konnten, hat die Mannschaft eine sehr gute Leistung gezeigt, darauf bin ich sehr stolz. Die Entwicklung des Teams über die Saison ist bemerkenswert.“

    Bemerkenswert war auch die mentale Verfassung der Frankfurter, die Königswusterhausen nach der 2:0-Satzführung auch in engen Momenten nicht mehr ins Spiel zurückkommen ließen. Am Ende war es Schöps, der in seiner unnachahmlichen Art und mit viel Auge, als er den Block anschlug, für vier Matchbälle zum 24:20 im dritten Satz sorgte. Nach zwei abgewehrten Punkten setzte Tim Grozer den Schlussakkord mit einem harten Angriff, der von den Fingerspitzen des Netzhoppers-Block ins Aus flog und den großen Emotionen freien Lauf ließ.

    In Papas Fußstapfen

    Auch für Grozer ein besonderer Erfolg: Nach 1991 und 1993 (Georg Grozer Senior) war es der dritte Pokaltitel für seine Familie: "Pokalfinale ist das größte Event in Deutschland. Und es spricht für sich, dass sich zwei Teams qualifiziert haben, die hier noch nie gespielt haben. Besonders für mich ist es ein tolles Erlebnis, weil mein Papa das Ding 1993 nach Hause geholt hat. Jetzt darf ich in seine Fußstapfen treten, das fühlt sich toll an."

    28.02.2021 21:30
  • Schwerin fliegt zum siebten Pokal-Titel
    VBL | Pressemitteilungen
    Titel Nummer sieben ist perfekt: Der SSC Palmberg Schwerin hat sich zwei Jahre nach dem letzten Triumph wieder zum DVV-Pokal Champion gekrönt.

    Titel Nummer sieben ist perfekt: Der SSC Palmberg Schwerin hat sich zwei Jahre nach dem letzten Triumph wieder zum DVV-Pokal Champion gekrönt. In der SAP Arena in Mannheim besiegte das Team von Coach Felix Koslowski den SC Potsdam klar in drei Sätzen mit 3:0 (25-19, 25-13, 25-18). Potsdam verpasste dagegen den historisch ersten Titel der Vereinsgeschichte.


    Jubel nach dem siebten Pokalsieg beim SSC Palmberg Schwerin (Foto: Conny Kurth)

    Als der letzte Ball im Netz landete, brandete großer Jubel auf der Schweriner Seite auf. Dieser ließ kurz vergessen, dass die SAP Arena in diesem Jahr auf Zuschauer verzichten musste. Emotional wurde es trotzdem: Schwerins Coach Felix Koslowski ließ sich zu Boden fallen und tanzte anschließend mit Co-Trainer und Team.

    „Das war beeindruckend“

    „Wir haben uns im Team gegenseitig Vertrauen gegeben. Ich freue mich so sehr für diese Mannschaft und Gruppe. Ich bin einfach stolz“, freute sich Koslowski und zeigte sich gleichzeitig überrascht: „Ich hätte mit dem Ergebnis nicht gerechnet. Auch nicht, dass unsere junge Mannschaft es so cool und mutig runter spielt – das war beeindruckend.“

    Zuvor sahen die TV-Zuschauer auf SPORT1 ein unerwartetes Match. Die Ergebnisse im Vorfeld des Finalspiels versprachen Spannung: In der Volleyball Bundesliga lieferten sich beide Teams in den vergangenen Liga-Duellen ausschließlich Fünf-Satz-Matches. Davon war im Pokalfinale dagegen nur noch selten etwas zu sehen.

    „Es war ein einseitiges Spiel. Schwerin hat stark gespielt, man hat einfach auch die Erfahrung gemerkt, die sie in solchen Spielen haben. Auf der anderen Seite fehlt uns diese Erfahrung und wir waren wir vielleicht auch ein bisschen von der Situation überwältigt, da es das erste Finale war“, sagte Potsdam-Trainer Guillermo Naranjo Hernández im Anschluss.

    Lauren Barfield überragt

    Dies machte sich im Spiel bemerkbar: Die US-Amerikanerin Lauren Barfield war im Angriff nicht zu stoppen. Mit 14 Punkten und einer Angriffsquote von überragenden 77 Prozent wirbelte sie die Abwehr der Potsdamerinnen durcheinander. Die Schwerinerinnen hatten wiederum in der Abwehr fast immer die Hände dran oder packten im Block zu (neun Punkte).

    So zerschlug sich nach der 2:0-Satzführung auch im dritten Satz schnell die Hoffnung, als Potsdam kurzzeitig auf 15:16 verkürzen konnte. Fünf Schweriner Punkte in Folge ebneten den Weg zum siebten Pokal-Erfolg der Vereinsgeschichte, bei dem auch Anna Pogany ihre Erfolgsserie fortsetzen konnte.

    Nummer drei für Pogany

    "Wir konnten alles umsetzen, sind von der ersten Sekunde aggressiv gewesen. Der Pokal liegt mir wohl", freute sie sich. Es war ihr drittes Pokalfinale und ihr dritter Sieg. 2014, damals noch in Hallen/Westfalen, gewann sie mit den Roten Raben Vilsbiburg , 2019 folgte der Schweriner Sieg in Mannheim. Zwei Jahre später darf sie erneut die 61 Zentimeter hohe und sieben Kilogramm schwere Trophäe nach oben stemmen.

    28.02.2021 21:25
  • Zugabe für den SCP heißt DVV-Pokalfinale
    SSC Palmberg Schwerin vs. SC Potsdam, 28.02.21, POK F
    Am Sonntag ist es soweit, da bestreitet der SC Potsdam gegen den SSC Palmberg Schwerin um 14.15 Uhr in der 15.000 Zuschauer fassenden SAP-Arena von Mannheim das diesjährige Finale um den DVV-Pokal.
    Der DVV-Pokal ist zum Greifen nahe
    Foto: Nicol Marschall

    Am Sonntag ist es soweit, da bestreitet der SC Potsdam gegen den SSC Palmberg Schwerin um 14.15 Uhr (original bei SPORT1 zu sehen) in der 15.000 Zuschauer fassenden SAP-Arena von Mannheim das diesjährige Finale um den DVV-Pokal. Es ist für das Team von Cheftrainer Guillermo Hernandez und den Verein das bisher bedeutendste sportliche Ereignis.

    In das Endspiel gelangte der SC Potsdam u.a. durch Siege im Viertel- bzw. Halbfinale auswärts im November über die Roten Raben Vilsbiburg (3:0) sowie Allianz MTV Stuttgart (3:1).

    Auf dem Weg nach Mannheim musste die Mannschaft am Mittwoch in der Meisterschaft noch einmal gegen NawaRo Straubing an das Netz und bewältigte diese Aufgabe mit einem souveränen 3:0, was durchaus ein zusätzlicher Motivationsschub für alle war. Das Team übernachtete am Spielort und begab sich am Donnerstag um 10.00 Uhr auf die Reise nach Heidelberg, zur unmittelbaren Vorbereitung auf den Pokalfight. Dort gab es entsprechend des Hygienekonzeptes der Liga die Testung der Mannschaft. Am Abend wurde eine Regenerationseinheit absolviert. Am Freitag standen zwei Trainingseinheiten auf dem Programm und am heutigen Sonnabend erfolgt die Anreise nach Mannheim, sowie ein weiterer Corona-Test für die Spielerinnen und Trainerteam. Danach erfolgte ab 14.30 Uhr eine Trainingseinheit in der SAP-Arena. Mit einem Mannschaftsmeeting klingt der Tag dann am Abend aus. Der Vormittag des Sonntages wird nochmal für ein Training genutzt und um 12.30 Uhr erfolgt die Fahrt zur Austragungsstätte, wo um 14.15 der Anpfiff zum großen Finale um den DVV-Pokal 2021 erfolgt. Dieser wird in diesem Jahr einen neuen Besitzer haben, denn der Dresdner SC als letztjähriger Gewinner scheiterte im Halbfinale am SSC Palmberg Schwerin mit 1:3.

    Da an diesem Tag keine Zuschauer in der SAP-Arena zugelassen sind, hat sich VBL und DVV etwas Besonderes einfallen lassen, ein Pokal-Warm-Up. In einer Pre-Game-Show auf YouTube werden ab 13.00 Uhr die Volleyballfans auf den Finaltag eingestimmt. (DVV-YouTube Chanel Volleyball Deutschland)  Link: PRE GAME SHOW

    In Potsdam sieht die große Fangemeinde mit viel Vorfreude erwartungsvoll auf das Volleyballereignis am Sonntag nach Mannheim und wird ihrem Sportclub aus der Ferne alle Daumen für ein großes Spiel drücken. Für den Club wäre es großartig, erstmals die Trophäe zu gewinnen. Die Zielsetzung war für diesen Pokalwettbewerb, dass Erreichen des Halbfinales und das ist in dieser starken Liga als großen Erfolg zu werten. Alles jetzt noch Folgende sind Zugaben.

    „Jetzt steht das große Finale vor uns, auf das wir viele Jahre hingearbeitet haben, in dem der SSC Palmberg Schwerin als mehrfacher Cupgewinner unumstritten, der klare Favorit ist. Die Mannschaft hat schon oft solche Finals bestritten und bringt diesbezüglich auch mehr Erfahrungen sowie Routine mit. Aber, das Spiel geht bei 0:0 los. Am Ende möge der Bessere gewinnen und dann werden wir sehen, wer es ist“, schaut Sportdirektor Toni Rieger auf das erste Pokalfinale seines Teams.

    Mit großem Interesse blickt auch der Präsident des Landesverbandes Volleyball (BVV) Martin Fritzenberg nach Mannheim, denn zwei Teams aus Brandenburg kämpfen um den DVV-Pokal. Er erwartet bei den Frauen ein Fünfsatzspiel, „wo der SC Potsdam gegenüber den Netzhoppers KW bei den Männern, mit Schwerin den schwereren Gegner hat, da entscheidet dann oft das Glück“, bemerkt der Präsident.

    Vergleiche zwischen Potsdam und Schwerin waren oft sehr eng und gingen über fünf Sätze, wie auch bereits in den zwei Meisterschaftsbegegnungen der laufenden Saison, die jeweils 2:3 endeten.

    Cheftrainer Guillermo Hernandez stehen alle Spielerinnen am Sonntag zur Verfügung. Er kann auch auf die lange verletzte Kapitänin Antonia Stautz zurückgreifen. Sie äußerte sich zur bevorstehenden Herausforderung, „der Pokalfinaleinzug hat natürlich unseren Verein beeinflusst, das mediale Interesse an uns steigt weiter, aber auch die Aufregung im Team nimmt zu, das kann man nicht ausblenden“. Antonia hatte am Mittwoch bereits einige Minuten gegen Straubing auf dem Feld gestanden.

    Für Ana-Timie Takagui ist das Finale ihr letzter großer Auftritt im Trikot des SCP. Sie kehrt wieder in ihre Heimat nach Brasilien zurück und sagt „Adeus Potsdam“. Ihre Position im Team wird und hat bereits Jennifer Nogueras eingenommen, sie kann aber in diesem Endspiel nicht eingesetzt werden, da entsprechend den Regularien des Verbandes nur Spielerinnen im Finale auflaufen dürfen, die das Halbfinale vom November 2020 absolviert haben. Jennifer wurde erst im Januar dieses Jahres verpflichtet.

    Der Cheftrainer sieht in dem SSC Palmberg Schwerin ein großartiges und auf allen Positionen gut besetztes Team, mit einer großartigen Offensive. „Pokal-Endspiele sind ein Thriller, hier kann vieles passieren, da ist alles möglich“, so Guillermo Hernandez. Das Team des SC Potsdam wird alles geben, um den favorisierten Mecklenburgerinnen einen großen Kampf am Netz zu liefern. Dieser wird sicherlich mit vielen Emotionen auf und am Feld begleitet werden. Erfreulich ist, dass bei diesem sicherlich heißen Match der Videobeweis zum Einsatz kommt und mögliche auftretende Spannungsspitzen abschwächen wird.

    Am Schluss wird sicherlich das Team den Vorteil auf seiner Seite haben, was die Nerven besser im Griff hat, kontrolliert agiert und abgeklärter ist, wenn möglicherweise Kleinigkeiten dieses Volleyball-Highlight entscheiden.

    Also freuen wir uns auf ein: "Punkt – Satz und Sieg = Pokal". Dabei würde es die Titelstatistik auflockern, wenn sich zu den Namen Stuttgart, Schwerin sowie Dresden als Cupgewinner der letzten Jahre, mit Potsdam ein neuer Name in die Historie einfügen würde.

    Das Team wird am Abend die Rückreise antreten und wird in den frühen Morgenstunden in Potsdam erwartet.

    28.02.2021 10:21

Pokalsieger – „Campeones“ im Freudentaumel

Netzhoppers KW-Bestensee vs. United Volleys Frankfurt, 28.02.21, POK M

„Campeones, Campeones!“ schallte es um kurz nach 19 Uhr aus der Kabine der United Volleys Frankfurt in der Mannheimer SAP Arena. Lautstark bejubelten der argentinische Cheftrainer...

28.02.2021 23:39

Netzhoppers kehren mit Silber zurück

Netzhoppers KW-Bestensee vs. United Volleys Frankfurt, 28.02.21, POK M

Es ist das Spiel der Saison für die Netzhoppers. Um 17 Uhr wird das Event im Free-TV übertragen.

28.02.2021 22:38

Die Mitte überragt: Fans wählen Barfield und Imhoff zu MVPs

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Die Stars des DVV-Pokalfinals sind Mittelblockerin Lauren Barfield und Mittelblocker Facundo Imhoff.

28.02.2021 22:13

Frankfurt feiert historischen Titel

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Es ist vollbracht: Die United Volleys Frankfurt haben ihren ersten Titel der noch jungen Vereinsgeschichte gewonnen.

28.02.2021 21:30

Schwerin fliegt zum siebten Pokal-Titel

VBL | Pressemitteilungen

Titel Nummer sieben ist perfekt: Der SSC Palmberg Schwerin hat sich zwei Jahre nach dem letzten Triumph wieder zum DVV-Pokal Champion gekrönt.

28.02.2021 21:25

Zugabe für den SCP heißt DVV-Pokalfinale

SSC Palmberg Schwerin vs. SC Potsdam, 28.02.21, POK F

Am Sonntag ist es soweit, da bestreitet der SC Potsdam gegen den SSC Palmberg Schwerin um 14.15 Uhr in der 15.000 Zuschauer fassenden SAP-Arena von Mannheim das diesjährige Finale um den DVV-Pokal.

28.02.2021 10:21

Netzhoppers im DVV-Pokalfinale

Netzhoppers KW-Bestensee vs. United Volleys Frankfurt, 28.02.21, POK M

Es ist das Spiel der Saison für die Netzhoppers. Um 17 Uhr wird das Event im Free-TV übertragen.

27.02.2021 20:43

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