
(Foto: Justus Stegemann)
(SID) Am Mittwoch beginnt die Volleyball-Europameisterschaft der Männer. Vom 9. bis 26. September kämpfen 24 Teams inklusive Deutschland in Italien, Bulgarien, Finnland und Rumänien um die Medaillen. Der SID beantwortet die wichtigsten Fragen zum Turnier.
Was erwartet die deutsche Mannschaft?
Auf die Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) warten in der Gruppe D im rumänischen Cluj-Napoca zwar ein paar knifflige Aufgaben, der Einzug in das Achtelfinale als eine der besten vier Mannschaften sollte dennoch Pflicht sein. Los geht es am Donnerstag gegen die Türkei, die als Zehnter in der Weltrangliste nur knapp vor Deutschland (Platz zwölf) liegt. Anspruchsvoll dürfte auch das Abschluss-Duell mit Olympiasieger Frankreich (15. September) werden. In die Spiele gegen Lettland (11. September), Gastgeber Rumänien (12. September) und die Schweiz (14. September) geht das DVV-Team allerdings als Favorit.
Wer hat die besten Chancen auf den Titel?
Polen und Italien. Polen geht als Titelverteidiger ins Rennen und stand zuletzt bei allen wichtigen Turnieren auf dem Treppchen: Bei den Olympischen Spielen 2024 gab es Silber, bei der WM im vergangenen Jahr wurde es Bronze und Anfang August krönten sich die Polen zum Nations-League-Sieger. Auch Weltmeister Italien mischt fast immer vorne mit, zum erweiterten Favoritenkreis gehören Slowenien, Bulgarien und Frankreich.
Und das DVV-Team?
Die deutsche Mannschaft startet mit ein paar Fragezeichen und ohne Starspieler Georg Grozer, der nicht rechtzeitig fit wurde, in die EM. Zudem ist es das erste große Turnier unter dem neuen Bundestrainer Massimo Botti. Nach der ersten Olympia-Teilnahme seit zwölf Jahren 2024 in Paris befand sich das Team eigentlich im Aufschwung. Mit dem überraschenden Vorrunden-Aus bei der WM im vergangenen Jahr blieb Deutschland jedoch hinter den Erwartungen zurück, auch die Nations League im Sommer lief mit Platz zwölf von 18 durchwachsen. Mut machen hingegen die Siege in den jüngsten Testspielen gegen die Niederlande und eine sensationelle Mentalitätsleistung inklusive Weltrekord gegen Italien: Deutschland verlor die Partie Ende August zwar ganz knapp (2:3), doch im ersten Satz zeigte das DVV-Team einen unfassbaren Kampfgeist und entschied mit einem 66:64 den bei einem offiziellen Länderspiel bislang längsten Satz der Historie für sich.
Wie lief die letzte EM?
Nicht so gut. Im Achtelfinale war 2023 gegen die Niederlande Schluss gewesen. Ohnehin ist die EM-Medaillensammlung Deutschlands überschaubar: Das bislang letzte und einzige Edelmetall gewann eine DVV-Auswahl der Männer 2017 auf europäischer Bühne. Damals verlor die Mannschaft um Grozer knapp im Finale gegen Russland und sicherte sich Silber.
Wo wird die EM übertragen?
Nicht im Free-TV. Alle Spiele werden kostenpflichtig im Stream bei Sporteurope.TV übertragen.
(Von Franziska Breininger)
published on Thursday, September 10, 2026 at 9:19 PM; created by Dörfler, Josephine
Last modification: 9/10/26, 9:19 PM