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Angst und Stress: VBL und DVV unterstützen Schiedsrichter-Studie

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War der Ball im Feld oder im Aus? Lag eine Netzberührung vor? Gab es einen vierten Ballkontakt? Diese und viele weitere Entscheidungen müssen Volleyball-Schiedsrichter in jedem Spiel dutzende Male treffen - und das in Bruchteilen von Sekunden. Liegen die Unparteiischen falsch, ist der Protest vorprogrammiert. Selbst wenn die Referees die objektiv korrekte Entscheidung treffen, kann das auf dem Feld und drumherum subjektiv ganz anders wahrgenommen werden.


Immer mittendrin, aber bestenfalls niemals im Mittelpunkt: Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter. (Foto: Youtube)

Um herauszufinden, ob es einen Zusammenhang zwischen solchen Stresssituationen und der Entscheidungsqualität gibt, kooperieren die Volleyball Bundesliga (VBL) und der Deutsche Volleyball-Verband (DVV) mit Sportpsychologen renommierter Deutscher Universitäten (DSHS Köln / WWU Münster) bei einer Studie zur Analyse von Stress- und Angstsituationen bei Schiedsrichtern in speziellen Spielsituationen.

"Der Bundesschiedsrichterwart und die VBL haben sich von Anfang an für diese Studie stark gemacht, weil sie für uns eine wertvolle Gelegenheit ist, die während eines Spiels aufkommenden Stressoren unserer Bundesliga-Schiedsrichter zu analysieren und daraus Rückschlüsse auf gezielte, individuelle Fördermaßnahmen zu ziehen“, sagt Ronny Ackermann, Schiedsrichter-Einsatzleiter der VBL.

Insgesamt sind 70 Bundesliga-Schiedsrichter an dem Projekt beteiligt, das im Rahmen von Spielen der Bundesliga sowie von Deutschen Jugendmeisterschaften und Bundespokalen durchgeführt wird.

Die finalen Ergebnisse der Studie werden voraussichtlich für Ende 2020 erwartet.

Einzelheiten zur Studie erfahren Sie im Video:

veröffentlicht am Montag, 4. Mai 2020 um 17:10; erstellt von Kunze, Fabian
letzte Änderung: 04.05.20 17:12
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