Die Saison 2025/26 in der Volleyball Bundesliga (VBL) ist Geschichte und wird mit emotionalen Premieren und spektakulären Abschieden in Erinnerung bleiben. Rekorde bei den Zuschauer:innenzahlen, neue Meister, neue Zoi DVV-Pokalsieger:innen und ein weiterhin steigendes mediales Interesse prägten die Spielzeit.
Am 28. Februar ging mit dem letzten Zoi DVV-Pokalfinale in Mannheim eine Ära gleich mit mehreren Ausrufezeichen zu Ende. Die SVG Lüneburg sicherte sich in einem Rekordspiel vor erstmals ausverkaufter Kulisse mit 12.508 Zuschauer:innen in der SAP Arena den ersten Titel der Vereinsgeschichte. Die BERLIN RECYCLING Volleys verteidigten erneut die Deutsche Meisterschaft, den insgesamt 16. Meistertitel des Clubs. Die Hauptstädter bleiben auch Seriensieger des Ligacups, der zu Saisonbeginn in Hildesheim ausgetragen wurde, und holten dort den vierten Titel in Folge.
Ganz viel Neues im doppelten Sinne gab es in der 1. Bundesliga Frauen: Der VfB Suhl LOTTO Thüringen jubelte beim Zoi DVV-Pokalfinale 2026 und sicherte sich im weiteren Saisonverlauf auch die Deutsche Meisterschaft. Das Double und die Meisterschaft hatte der Verein noch nie zuvor geholt. Supercup-Sieger zu Saisonbeginn wurde der Dresdner SC.

Lara Nagels vom VfB Suhl LOTTO Thüringen trug mit überragender Spielgestaltung maßgeblich zum Double-Erfolg ihres Clubs bei.
(Foto: Kevin Mattig)
Eine echtes Novum gab es auch in der 2. Bundesliga Männer: Erstmals trugen die 2. Bundesliga Männer Nord und Süd in einem neuen Playoff-Format den Kampf um den Gesamtmeister aus. Die Blue Volleys Gotha konnten sich am Ende vor vollen Rängen den Premierentitel sichern.
„Wir haben eine emotionale Saison mit vielen Höhepunkten hinter uns. Ein ausverkauftes Haus in Mannheim, historische Meister- und Pokalerfolge, steigende Reichweiten und ein spürbar wachsendes Interesse am Volleyball bestätigen den Weg, den wir mit unseren Clubs gemeinsam gehen. Wie sehr das gesehen und wertgeschätzt wird, zeigt sich besonders bei unseren Partnern. Dass wir mit unserem langjährigen Partner DEKRA nun einen neuen Namenssponsor für die DEKRA 1. Bundesliga Frauen haben, ist auch Ergebnis der überragenden Saison 2025/26“, betont Kim Oszvald-Renkema, Geschäftsführerin der Volleyball Bundesliga.
Zahlen & Fakten der Saison 2025/26
Insgesamt verfolgten 695.275 Zuschauer:innen die Spiele der 1. und 2. Bundesligen der Männer und Frauen in allen Wettbewerben live in den Hallen. Die BERLIN RECYCLING Volleys eroberten mit 78.574 Fans erneut die Top-Position bei den Männern. Spitzenreiter bei den Frauen war der Dresdner SC mit 37.808 Zuschauer:innen. Erstliga-Aufsteiger Rote Raben Vilsbiburg begrüßte in der Sparda 2. Liga Pro stolze 12.741 Gäste.

Die ersten Playoffs in der 2. Bundesliga Männer wurden zu einem sportlichen Highlight und sorgten für volle Hallen im Norden und Süden. (Foto: Christian Heilwagen)
Das Publikum sah alle Ligen übergreifend 1.177 Spiele, 4.415 gespielte Sätze und 195.428 Punkte. Mit 972 Angriffspunkten waren die Spielerinnen des VfB Suhl LOTTO Thüringen am erfolgreichsten. 1.427 Punkte - und damit mehr als jedes andere Team - verbuchten bei den Männern die SWD powervolleys Düren. Die Energiequelle Netzhoppers KW überzeugten mit 203 direkten Aufschlagpunkten als bestes Männerteam in dieser Kategorie, während bei den Frauen der SSC Palmberg Schwerin mit 150 Assen den Höchstwert erreichte. Am erfolgreichsten geblockt wurde wie auch im Vorjahr beim Dresdner SC mit 192 Blockpunkten und beim VfB Friedrichshafen mit 270 Blockpunkten.
In der abgelaufenen Saison betrug das Durchschnittsalter in der 1. Bundesliga Frauen 24 Jahre, drei Monate und 17 Tage. Bei den Männern der 1. Bundesliga lag es bei 24 Jahren, sieben Monaten und einem Tag und damit noch einmal deutlich unter dem Wert des Vorjahres. Zu den jüngsten Spieler:innen der höchsten Spielklassen zählten Franziska Heil vom USC Münster, die zu Saisonbeginn 16 Jahre alt war, sowie Hannes Röhrs vom VCO Berlin, der mit 17 Jahren in die Spielzeit startete. Mit etwas mehr als 26 Jahren im Durchschnitt war die 2. Bundesliga Männer Süd die erfahrenste Liga. Die jüngste Liga war die 2. Bundesliga Frauen Süd, in der die Spielerinnen im Schnitt 23 Jahre alt waren. Die jüngste eingesetzte Spielerin der Saison war Kaya Love Young vom SSC Freisen, die erst im Juni 2026 ihren 15. Geburtstag feierte. Auf der anderen Seite war Kathleen Weiß die routinierteste Aktive des Oberhauses. Die Zuspielerin der ETV Hamburger Volksbank Volleys ist 42 Jahre alt. Der ehemalige Nationalspieler Marcus Böhme stand mit 40 Jahren im Aufgebot des VfB Friedrichshafen. Den Altersvorsitz aller Bundesligen hatte Spielertrainer Christian Pampel, der beim TSV Mimmenhausen auf dem Feld stand. Er ist inzwischen 46 Jahre alt.
Auch beim Blick auf die Körpergröße dominieren die Athlet:innen der ersten Ligen. Die durchschnittliche Größe in der 1. Bundesliga der Männer lag bei beeindruckenden 196 cm, die Spielerinnen der 1. Bundesliga Frauen kamen auf durchschnittlich 182,89 cm. Mit jeweils 2,14 Metern waren Siebe Korenblek von den SWD powervolleys Düren und Nachwuchsspieler Henry Günther von den VfB YoungStars Friedrichshafen die größten Akteure der Saison. Bei den Frauen teilten sich Lucia Varela aus Stuttgart und Britte Stuut vom SSC Palmberg Schwerin mit jeweils 1,98 Metern den Spitzenwert.
Die kleinsten Spieler:innen waren erwartungsgemäß auf den Libero-Positionen zu finden. Mit 1,53 Metern waren Lai Xiang-Chen vom VfB Suhl LOTTO Thüringen und Rene Sain vom VC Wiesbaden der Fels in der Brandung. Bei den Männern war es Keisuke Matsuo aus Herrsching mit 1,70 Metern. In den 2. Ligen war Frauke Bartonitz vom TV Hörde wie auch schon im Vorjahr mit 1,54 Meter Körpergröße die Kleinste auf dem Feld.
Das längste Spiel der Saison war das Finale des Zoi DVV-Pokals zwischen dem VfB Friedrichshafen und der SVG Lüneburg. Das letzte Endspiel in Mannheim bot nicht nur Volleyball auf höchstem Niveau, sondern dauerte insgesamt 169 Minuten und ging natürlich über die volle Distanz. Auch beim längsten Ligaspiel war Friedrichshafen beteiligt. Im Januar standen die Häfler gegen Düren 147 Minuten auf dem Feld. Ebenso lange dauerte die Zweitliga-Begegnung zwischen dem TSV Grafing und Enervigo Volleys Dresden.
Insgesamt standen 152 Spielerinnen und 217 Spieler in der höchsten Spielklasse auf dem Feld. Alle Ligen einbeziehend spielten 1.367 Aktive aus 50 Nationen in Deutschland.

Die BR Volleys um Ruben Schott holten auch in diesem Jahr den Meistertitel – und den Zuschauerrekord.
(Foto: Anton Höfel)
Neue Social Media-Formate sorgen für starkes digitales Wachstum
Auch abseits des Spielfelds setzte die VBL ihren Wachstumskurs konsequent fort. Die digitalen Kanäle entwickelten sich in der Saison 2025/26 stärker denn je und sorgten für neue Reichweitenrekorde. Die Community über alle Plattformen hinweg wuchs auf mehr als 144.000 Follower, ein Plus von 18,92 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders dynamisch entwickelten sich Instagram, TikTok, LinkedIn und YouTube, die jeweils zweistellige Wachstumsraten verzeichneten.
Vor allem die Sichtbarkeit der Liga erreichte ein neues Niveau: Mit 123,3 Millionen Impressionen wurde der Vorjahreswert mehr als verdoppelt. Gleichzeitig stiegen auch die Interaktionen auf 2,09 Millionen – ein Zuwachs von 29,7 Prozent, der die hohe Aktivität der Community unterstreicht. Auch die durchschnittliche tägliche Reichweite auf Instagram stieg auf 37.450 Nutzer:innen und markierte damit ebenfalls einen Höchstwert.
Besonders eindrucksvoll war die Performance einzelner Inhalte: Der erfolgreichste Social-Media-Post erzielte 1,04 Millionen Views und übertraf den bisherigen Bestwert um ein Vielfaches. Das erfolgreichste Video erreichte sogar 9,92 Millionen Aufrufe: ein neuer Rekord und gleichzeitig Beleg dafür, dass Volleyball-Inhalte mittlerweile weit über die bestehende Fanbasis hinaus Aufmerksamkeit erzeugen.
published on Wednesday, July 22, 2026 at 11:03 AM; created by Holland, Christian
Last modification: 7/22/26, 10:56 AM