Die Finalserie der 1. Bundesliga Männer steuert auf ihren möglichen ersten Höhepunkt zu. Die BERLIN RECYCLING Volleys stehen im dritten Spiel der Best-of-Five-Serie vor dem entscheidenden Schritt zur Deutschen Meisterschaft 2026. Am Mittwoch, 06. Mai um 19:00 Uhr, gastiert der Titelverteidiger bei der SVG Lüneburg in der erneut ausverkauften LKH Arena.
Nach zwei intensiven Duellen führen die Berliner die Serie mit 2:0 an und können mit einem weiteren Erfolg den zehnten Meistertitel in Serie perfekt machen. Das Auftaktspiel in Lüneburg gewannen die Hauptstädter mit 3:1, ehe sie auch das zweite Aufeinandertreffen in Berlin 3:1 für sich entschieden.
Trotz der komfortablen Ausgangsposition herrscht im Berliner Lager volle Konzentration. BRV-Cheftrainer Markus Steuerwald führt aus: „Die mentale Situation ist sicherlich sehr unterschiedlich. Wir führen 2:0 und schweben ein bisschen auf der Welle. Lüneburg ist 0:2 hinten und fragt sich vielleicht, wie sie das Spiel in Berlin eigentlich verloren haben. Das hätte natürlich auch ganz anders ausgehen können, weil Lüneburg in jedem Satz am Drücker war.“
Eindrucksvolles Berliner Comeback bei starkem Lüneburger Auftritt
Tatsächlich präsentierte sich die SVG im zweiten Spiel deutlich verbessert und lag in mehreren Sätzen aussichtsreich in Führung. Doch die Berliner bewiesen starke Comeback-Qualitäten, angeführt von einem überragenden Jake Hanes und getragen von großem Selbstvertrauen sowie der Unterstützung der Fans. Der US-Diagonale überzeugte mit 30 Punkten und einer Angriffsquote von 62 Prozent und wurde zum wertvollsten Spieler der Partie gewählt.

Die BR Volleys freuen sich über ein starkes Comeback nach 0:1-Satzrückstand im zweiten Finalmatch. (Foto: Kevin Mattig)
Steuerwald mahnt zur Vorsicht: „Dass man in drei Sätzen von hinten kommt und diese noch dreht, ist nicht alltäglich und geht in der Form wahrscheinlich auch nicht zweimal gut. Das muss uns klar sein. Das hat Kraft gekostet. Für uns ist deshalb wichtig, dass wir besser starten und nicht in Rückstände geraten.“
SVG-Chefcoach Stefan Hübner analysierte nach dem zweiten Duell: „Wir haben es nicht geschafft, das durchzukriegen, was wir uns eigentlich in der Anfangs- und Mittelphase der Sätze erarbeitet haben.“ Gleichzeitig betonte er die positiven Entwicklungen beim zweiten Auftritt seines Teams, das insbesondere in Annahme und Angriff deutlich stabiler agierte.
Do-or-Die für die SVG Lüneburg
Vor heimischer Kulisse dürfte die SVG nun mit maximalem Widerstand auftreten, um die Chance auf das Double zu wahren. Die Gastgeber aus Lüneburg gehen mit dem klaren Ziel in die Partie, die Serie zu verlängern und das zweite Playoff-Finale der Vereinsgeschichte doch noch mit dem Titel zu krönen. „Sie wollen zu Hause sicherlich nicht die Meisterschaft verlieren. Deshalb sind wir auf einen harten Kampf vorbereitet“, so Steuerwald.
Für die BERLIN RECYCLING Volleys ist es bereits das 15. Playoff-Finale in Serie. Gelingt die vorzeitige Entscheidung am Mittwoch nicht, bietet sich am Samstag, 09. Mai um 18.00 Uhr, in der Max-Schmeling-Halle die nächste Chance, die Serie zu beenden.
Die Bühne ist bereitet für ein hochklassiges und emotionales drittes Finalspiel in der 1. Bundesliga Männer. Dyn überträgt die Begegnung live und on demand und bietet zudem Highlights und weitere Formate rund um die Finalserie.
Die Finalserie im Überblick
- Mi., 29.04.26, 20:00 Uhr, SVG Lüneburg vs. BERLIN RECYCLING Volleys, 1:3 (20:25, 19:25, 25:18, 21:25)
- Sa., 02.05.26, 18:00 Uhr, BERLIN RECYCLING Volleys vs. SVG Lüneburg, 3:1 (22:25, 25:22, 25:23, 25:23)
- Mi., 06.05.26, 19:00 Uhr, SVG Lüneburg vs. BERLIN RECYCLING Volleys
- Sa., 09.05.26, 18:00 Uhr*, BERLIN RECYCLING Volleys vs. SVG Lüneburg
- Mi., 13.05.26, 19:00 Uhr*, SVG Lüneburg vs. BERLIN RECYCLING Volleys
* Diese Partien entfallen, wenn der Sieger der Serie vorzeitig feststeht.
veröffentlicht am Dienstag, 5. Mai 2026 um 17:43; erstellt von Holland, Christian
letzte Änderung: 05.05.26, 17:26