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Erster gegen Zweiter: Berlin macht Traumfinale gegen Lüneburg perfekt

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Die BERLIN RECYCLING Volleys haben den Einzug ins Playoff-Finale perfekt gemacht und treffen dort auf die SVG Lüneburg. Im entscheidenden dritten Spiel der Best-of-Three-Halbfinalserie setzte sich der amtierende Deutsche Meister vor heimischem Publikum in der Max-Schmeling-Halle gegen den VfB Friedrichshafen 3:0 (25:20, 25:20, 25:18) durch. Dabei waren die Vorzeichen alles andere als einfach. Erst am Donnerstag hatte das Hauptstadtteam bekannt gegeben, dass Cheftrainer Alexandre Leal von seinem Posten zurücktritt und sein bisheriger Assistent Markus Steuerwald das Ruder übernimmt.

„Wir haben als Mannschaft geschlossen eine gute Leistung gezeigt, da haben wir schlechtere Spiele gemacht in dieser Saison“, resümierte BRV-Kapitän Ruben Schott nach dem Abpfiff. Er fand auch lobende Worte für seinen Interims-Coach: „Markus strahlt eine ungeheure Ruhe aus, er hat das souverän und strukturiert übernommen. Er hat klare Worte gefunden vor dem Spiel und das hat uns heute geholfen.“ VfB-Mittelblocker Marcus Böhme, der nach diesen Playoffs seine Karriere beendet, beglückwünschte den Gegner: „Berlin hat saustark gespielt, das muss man anerkennen. Da hat heute bei uns im Vergleich zum Spiel daheim einiges gefehlt.“


Emotionen auf dem Feld: Die Spieler der BERLIN RECYCLING Volleys feiern einen Punktgewinn im Halbfinale gegen den VfB Friedrichshafen und legen damit den Grundstein für den späteren Finaleinzug. (Foto: Pressefoto Gora)

Berlin souverän in allen spielerischen Komponenten

Die gastgebenden Berliner zeigten sich in Satz eins in beinahe allen Komponenten überlegen. Libero Kyle Dagostino hatte die Annahme im Griff und bot seinem Zuspieler damit alle Optionen. Friedrichshafen punktete zwar zuverlässig aus dem Spiel heraus, fabrizierte aber zu viele Aufschlagfehler und fand keinen Zugriff im Blockspiel. Im Mittelteil des Satzes brachte Simon Kohn den VfB mit guten Aufschlägen auf 16:18 in Schlagdistanz, doch das Hoch hielt nur kurz. Matthew Knigge brachte den Ball letztlich zum 25:20 auf den Boden.

Auch im zweiten Durchgang konnten die BR Volleys früh die Kontrolle übernehmen. Der amtierende Meister punktete zuverlässig über die Mitte und blieb gefährlich im Aufschlag. Zuspieler Fedor Ivanov hatte dank stabiler Annahme weiterhin leichtes Spiel. VfB-Außenangreifer Vojin Cacic hatte dagegen kein glückliches Händchen, Trainer Adam Swaczyna brachte Tim Peter ins Spiel. Gegen Mitte des Satzes brachten dann beide Teams zuverlässig ihre Sideouts durch. Doch der frühe 5-Punkte-Rückstand der Häfler war nicht mehr zu kompensieren. Ein Aufschlagfehler der Gäste brachte den Berlinern schließlich den Punkt zum zweiten Satzgewinn.

Der dritte Satz startete ausgeglichener. Bis zum zehnten Punkt war der VfB präsent und lag zwischenzeitlich in Führung. Doch dann begann die Zeit der Berliner. Sie agierten auf allen Positionen konzentriert und blieben auch in kritischen Situationen ruhig und stabil. Angeführt von einem weiterhin starken Knigge spielte Berlin in dieser Phase routiniert weiter, bei 20:13 war der Satz fast entschieden. Jake Hanes verwandelte den Matchball mit einem blockfreien Angriff zum 25:18 und beendete damit die Friedrichshafener Titelträume. Diese erhielten im Anschluss aus den Händen von VBL-Geschäftsführer Daniel Sattler und DVV-Vizepräsident Matthias Hach die Bronzemedaille. MVP der Partie wurde Berlins Mittelblocker Florian Krage-Brewitz.


Bronze für den VfB Friedrichshafen: Nach großem Kampf in der Halbfinalserie beenden die Häfler die Saison auf Rang drei. 
(Foto: Pressefoto Gora)

Finale steht: Favoritenlage schwer auszumachen

Im Finale treffen die BR Volleys auf die SVG Lüneburg, die ihr Halbfinal-Duell gegen die SWD powervolleys Düren in zwei Spielen für sich entschieden hatte. Für die Mannschaft von Trainer Stefan Hübner ist es der zweite Anlauf auf den Meistertitel, der erste mit dem Heimvorteil. Im letzten Jahr hatten die Berliner die Finalserie mit 3:0 für sich entschieden. Ein Favorit ist schwer auszumachen. Die SVG geht als amtierender Zoi DVV-Pokalsieger, CEV-Cup-Finalist und Hauptrunden-Erster in die Serie, während die BERLIN RECYCLING Volleys ihre Erfahrung aus bislang 15 gewonnenen deutschen Meisterschaften einbringen.

Alle Spiele live bei Dyn

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Die Finalserie Lüneburg gegen Berlin im Überblick

  • Mi., 29.04.26, 20:00 Uhr, SVG Lüneburg vs. BERLIN RECYCLING Volleys
  • Sa., 02.05.26, 18:00 Uhr, BERLIN RECYCLING Volleys vs. SVG Lüneburg
  • Mi., 06.05.26, 19:00 Uhr, SVG Lüneburg vs. BERLIN RECYCLING Volleys
  • Sa., 09.05.26, 18:00 Uhr*, BERLIN RECYCLING Volleys vs. SVG Lüneburg
  • Mi., 13.05.26, 19:00 Uhr*, SVG Lüneburg vs. BERLIN RECYCLING Volleys

* Diese Partie entfällt, wenn der Sieger der Serie vorzeitig feststeht.

veröffentlicht am Sonntag, 26. April 2026 um 21:06; erstellt von Dörfler, Josephine
letzte Änderung: 26.04.26, 21:06