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1. Bundesliga Frauen: Die Playoff-Halbfinalistinnen stehen fest

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Als viertes Team zieht der SSC Palmberg Schwerin nach einem Sieg im Viertelfinal-Entscheidungsspiel über die Ladies in Black Aachen in das Playoff-Halbfinale ein. Am Samstag, 4. April tritt der amtierende Meister dann beim Zoi DVV-Pokalsieger VfB Suhl LOTTO Thüringen an. Im zweiten Duell um den Finaleinzug empfängt Hauptrundensieger Allianz MTV Stuttgart den Dresdner SC am Sonntag, 5. April. Beide Halbfinals werden im Modus Best-of-three ausgetragen.

Am Samstagabend sahen 1.643 Zuschauerinnen in der Schweriner Palmberg Arena den Einzug des SSC Palmberg Schwerin ins Playoff-Halbfinale. Im entscheidenden dritten Match der Best-of-three-Serie bezwang der Titelverteidiger die Ladies in Black Aachen mit 3:0 (25:18, 25:19, 25:22) und folgt damit Stuttgart, Suhl und Dresden in die Runde der besten Vier.

Favoritinnen wenden Überraschung im Viertelfinale ab

Das Do-or-Die-Spiel war nötig geworden, weil die Ladies in Black Aachen im zweiten Aufeinandertreffen im Aachener Hexenkessel den Mecklenburgerinnen einen Strich durch die Rechnung gemacht hatten. Beim 3:1-Sieg waren die Ladies in allen Belangen überlegen – nur im vierten Durchgang zeigte Schwerin eine Trotzreaktion.

Als besser platziertes Team in der Hauptrunde konnte der SSC Palmberg Schwerin die dritte von drei möglichen Begegnungen in heimischer Halle eröffnen, verlor in der Liga dort bisher nur ein Spiel und startete entsprechend selbstbewusst in die Partie. Mit mehrfachem starken Blockspiel gegen Aachens am Mittwoch überragende Tsvetelina Ilieva setzte das Team von Felix Koslowski ein Ausrufezeichen und zwang Trainerin Mareike Hindriksen beim Stand von 11:4 bereits zu ihrer zweiten Auszeit. Diese zeigte Wirkung: Aachen kam mit guter Block-Feldabwehr zurück und Celine Jebens übte Druck von der Aufschlaglinie aus (14:11). In Folge entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel (18:16) mit starker Feldabwehr auf beiden Seiten. Nach kleineren Fehlern der Aachener Sechs ging der Satz mit 25:18 an die Gastgeberinnen. Das Publikum in der Palmberg Arena erlebte einen ausgeglichenen Start in Durchgang zwei (6:6) – ein Resultat starker Schweriner Angriffsleistungen und einer streckenweise spektakulären Defensive um die Aachener Libera Kacey Jost. Die Auszeiten von Hindriksen bei 12:10 und 16:13 änderten nichts an der hauchdünnen Schweriner Führung. Mareike Ten Brinke brachte Schwerin durch zwei Asse hintereinander mit 21:16 auf die Zielgerade des Satzes, den die Gastgeberinnen nicht mehr hergaben (25:19). Angetrieben von einer lautstarken Palmberg Arena wollte der Hauptrundendritte jegliche Verlängerung vermeiden und ging mit 8:4 in Front. Aber die Aachener Cheftrainerin brachte mit Corina Glaab Gefahr von der Aufschlaglinie und ihr Team egalisierte nach einem Schweriner Block-Aus zum 9:9. Bei 11:13 reagierte Felix Koslowski mit dem Timeout, doch die Ladies hielten den kleinen Vorsprung konstant (17:19). Pünktlich zur Crunchtime waren die Mecklenburgerinnen wieder auf Augenhöhe, fanden in Angriff und Block die zwingenderen Lösungen (21:20) und machten mit 25:22 den Halbfinaleinzug perfekt. MVP Helena Kok steuerte als Topscorerin 16 Punkte zum 3:0-Erfolg bei.



Der SSC Palmberg Schwerin freut sich nach einer geschlossenen Mannschaftsleistung über den Halbfinaleinzug.
(Foto: Michael Dittmer)

Bereits am Mittwochabend hatten die drei Spitzenteams in ihren Viertelfinals die Entscheidungen herbeigeführt, stießen in ihren Duellen aber auf teils heftigen Widerstand. Allianz MTV Stuttgart ließ auf einen Arbeitssieg am vergangenen Samstag ein klares 0:3 (22:25, 20:25, 17:25) gegen Schwarz-Weiß Erfurt folgen. Die Playoff-Premiere der Thüringerinnen endet damit nach zwei überzeugenden Auftritten. Lokalrivale VfB Suhl LOTTO Thüringen hingegen trat bereits im Hinspiel seines Viertelfinals dominant auf und traf am Mittwochabend beim VC Wiesbaden nur zeitweise auf größere Gegenwehr. Mit 0:3 (14:25, 21:25, 13:25) wurden die Thüringerinnen ihrer Favoritenrolle gerecht. Der Dresdner SC hatte hingegen deutlich mehr Mühe und löste in einem umkämpften Viertelfinal-Rückspiel das Halbfinal-Ticket nach fünf langen Sätzen beim USC Münster. Beim 2:3 (20:25, 25:22, 25:22, 23:25, 16:18) begegneten sich der Vierte und Fünfte der Hauptrunde auf ausgeglichenem Niveau.

Damit kommt es zu einer Neuauflage der Halbfinals der vergangenen Spielzeit.

Zoi DVV-Pokalsieger fordert den Titelverteidiger im Ost-Derby

Es spricht für die konstante Entwicklung des VfB Suhl LOTTO Thüringen, dass der Halbfinaleinzug des Teams von Laszlo Hollosy in diesem Jahr weder Fans noch Expert:innen überraschen dürfte. Während die Teilnahme in der Runde der letzten vier im letzten Jahr noch eine Premiere war, ist das Duell gegen den SSC Palmberg Schwerin in diesem Jahr logische Konsequenz einer konstanten Hauptrunde und eines kompromisslosen Viertelfinalauftritts in Wiesbaden. „Wir sind natürlich sehr glücklich. Vor fünf bis sechs Jahren war es noch ein Traum, jetzt stehen wir zwei Jahre hintereinander im Halbfinale“, resümiert Chefcoach Hollosy. Der Ungar will dort von einer Favoritenrolle nichts wissen: „Wir müssen unseren besten Volleyball zeigen – dann sehen wir, ob es reicht oder nicht.“

Auch im letzten Jahr kam der Halbfinalgegner aus Schwerin und setzte den Suhler Titel-Träumen in zwei Spielen mit 3:0 und 1:3 ein rasches Ende. Die Begegnungen der Clubs in der Liga lassen ein spannendes Halbfinale erwarten: Beide Teams gewannen ihre Matches vor heimischem Publikum – Suhl mit 3:1 und Schwerin im März sogar mit 3:0. Aufgrund der besseren Hauptrundenplatzierung Suhls, das am Ende einen Zähler mehr als das Team von Felix Koslowki vorweisen konnte, findet die Neuauflage in diesem Jahr unter umgekehrten Vorzeichen statt. Beim ersten Match am kommenden Samstag haben die Suhler Wölfinnen das Heimrecht.

Der Titelverteidiger kennt die Atmosphäre in der Wolfsgrube und weiß um die nun anstehende Herausforderung: „Suhl ist eine Super Mannschaft, aber wir konnten sie zu Hause schon einmal schlagen. Wir werden uns gut vorbereiten“, sagt die Schweriner Außenangreiferin Anne Hölzig. Ihre Mannschaftskollegin und Zuspielerin Hannah Kohn sieht den Druck beim Zoi DVV-Pokalsieger: „Wir haben nicht wirklich etwas zu verlieren, wir können pushen, wir können einfach mal unser Spiel machen. Hoffentlich gewinnen wir in Suhl und können dann zu Hause ins Finale einziehen.“



Hauptrundensieger Allianz MTV Stuttgart spielte sich bereits am Mittwochabend in Erfurt ins Halbfinale.
(Foto: Sebastian Schmidt)


Neuauflage des Vorjahres-Dramas zwischen Stuttgart und Dresden

Die zweite Paarung dürfte bei Volleyballfans Erinnerungen an einen hochdramatischen Halbfinalverlauf in der Vorsaison wachrufen. Dresden stand im letzten Jahr nach einer klaren Niederlage gegen Allianz MTV Stuttgart im ersten Spiel im Rückspiel vor den heimischen Fans in der Margon Arena mit 0:2-Satzrückstand praktisch vor dem Aus. Doch das Team von Alexander Waibl drehte ein verloren geglaubtes Match und sorgte dann für die Sensation im Entscheidungsspiel in Stuttgart und zog ins Finale ein.

In diesem Jahr trennten beide Teams in der Abschlusstabelle satte zwölf Punkte, auch die direkten Vergleiche beider Halbfinalistinnen sprechen für die Schwäbinnen: Dem 3:0 in der SCHARRena ließ Stuttgart einen 1:3-Erfolg in Dresden folgen. Das Team von Konstantin Bitter geht dementsprechend nicht nur mit Heimrecht, sondern auch als Favorit ins Halbfinale und konnte gegen Außenseiter Erfurt am Mittwochabend noch einmal Selbstvertrauen tanken. „Jetzt haben wir viel Zeit, uns auf diese Serie vorzubereiten“, sagte Trainer Bitter, der sein Team gut auf den Dresdner SC einstellen möchte.

Der Dresdner SC kann trotz des knappen Sieges in Münster mit Selbstbewusstsein am Sonntag nach Stuttgart reisen. Das Team von Alexander Waibl hatte zuletzt im Halbfinale des CEV Cup starke Leistungen gezeigt und kann in der Liga acht Siege hintereinander vorweisen.
 

Der Weg ins Finale um die Deutsche Meisterschaft

Das Playoff-Halbfinale wird im Modus Best-of-three ausgetragen. Das bedeutet, es sind zwei Siege erforderlich, um die Endspiele um die Deutsche Meisterschaft 2026 zu erreichen. Dyn zeigt alle Playoff-Begegnungen live und on demand. Die ersten beiden Matches jedes Halbfinals sind außerdem bei SPORT1 im Free-TV zu sehen.
 

Die Halbfinalserie Suhl versus Schwerin im Überblick

  • Sa., 04.04.26, 16:45 Uhr  VfB Suhl LOTTO Thüringen vs. SSC Palmberg Schwerin
  • Mi., 08.04.26, 18:00 Uhr  SSC Palmberg Schwerin vs. VfB Suhl LOTTO Thüringen
  • So., 12.04.26, 15:15 Uhr  VfB Suhl LOTTO Thüringen vs. SSC Palmberg Schwerin*
     

Die Halbfinalserie Stuttgart versus Dresden im Überblick

  • So., 05.04.26, 16:45 Uhr  Allianz MTV Stuttgart vs. Dresdner SC
  • Mi., 08.04.26, 19:00 Uhr  Dresdner SC vs. Allianz MTV Stuttgart
  • Sa., 11.04.26, 17:15 Uhr  Allianz MTV Stuttgart vs. Dresdner SC*

(*) Entscheidungsspiel: Das Spiel entfällt, wenn der Gesamtsieger vorzeitig feststeht.

veröffentlicht am Samstag, 28. März 2026 um 20:23; erstellt von Holland, Christian
letzte Änderung: 28.03.26, 20:26