Saisonvorschau: 2. Bundesliga Süd Männer

VBL-News

BADEN VOLLEYS SSC Karlsruhe − Dentalservice Gust VC Dresden

„Wir sind die krassen Außenseiter, die nichts zu verlieren haben.“ Dieses Statement von den Dresdner Spielern bringt auf den Punkt was die Tabellenplatzierung aus der Vorsaison zeigt. Zum Auftakt der 2. Bundesliga Süd Männer treffen hier der Vizemeister aus Karlsruhe und der Zehntplatzierte aus Dresden aufeinander.

Für die Sachsen geht es auch 2021/22 darum die Klasse zu halten, obwohl „bekanntlich das zweite Jahr nach dem Aufstieg das schwerste ist“, meint das Team vom Dentalservice Gust VC Dresden. In der vergangenen Spielzeit konnte bereits sechs Spiele vor Schluss der Verbleib in der Liga gefeiert werden. Bei den BADEN VOLLEYS sind die Saisonziele anders gelagert. „Wir wollen bis zum Ende oben mitmischen“, ist dabei das Motto von Antonio Bonelli, Cheftrainer BADEN VOLLEYS SSC Karlsruhe.

Die größte Stärke sieht der Coach der Karlsruher für dieses Ziel im Spielsystem. „Da wir nominell keinen Diagonalangreifer haben, spielen wir das System mit drei Außenangreifern, was uns etwas flexibler und unberechenbarer macht“. Die Erfahrung hat gezeigt, dass dieser Plan Früchte trägt und durch einen konstanten Kader weiter ausgebaut werden kann. Als Neuer kommt lediglich Tobias Hosch vom VCO Berlin nach Baden-Württemberg. SSC-Kapitän Jens Sandmeier schätzt diesen Transfer so ein: „Tobi bringt einen sehr guten Aufschlag, eine starke Abwehr und in seinen jungen Jahren ein schon sehr abgeklärtes Zuspiel zu den BADEN VOLLEYS“ mit.

TSV Grafing − Blue Volleys Gotha

„Mit der zweiten Meisterschaft der Abteilungsgeschichte endete eine Ära. Jetzt geht es wieder von vorne los!“ Der Teammanager Johannes Oswald vom TSV Grafing bringt auf den Punkt was im neuen Kader der Grafinger sichtbar wurde. „Wir haben einen enormen Umbruch und werden mit einem sehr jungen und eher unerfahrenen Team an den Start gehen.“, so Oswald. Dementsprechend liegt „dieses Jahr der Fokus auf der Entwicklung der Spieler und dem Klassenerhalt“.

Die Männer aus Gotha hingegen trauen sich für 2021/22 einen Platz in den „Top 3“ zu. Grund für dieses Selbstvertrauen ist der vierte Platz aus der vergangenen Saison, die Konstanz im Kader sowie die Neuverpflichtung von Jannis Hopt (ehemals Helios GRIZZLYS Giesen), Ben Bierwisch (United Volleys Frankfurt) und Michael Glegg aus Kanada.

Für den Ausgang der Partie stimmt Oswald den amtierenden Meister der 2. Bundesliga Süd so ein: „Mit Gotha kommt einer der Meisterschaftsfavoriten zu uns. Wir werden jedoch alles an Leidenschaft und Stimmung auf das Feld werfen, was wir zu bieten haben“. Für die Blue Volleys ist die Motivation zum Saisonauftakt einfach wie klar: „Gleich am ersten Spieltag geht es für uns zum amtierenden Meister aus Grafing. Mehr braucht man dazu, glaube ich, nicht sagen.“, so Jonas Kronseder, Trainer Blue Volleys Gotha.

SV Schwaig − FT 1844 Freiburg

„Schwaig ist mit ihrem Trainer und ihren erfahrenen Mittelblockern, den starken Außenangreifern und den sehr routinierten Diagonalangreifern traditionell ein Team für die oberen Regionen.“ Aus Sicht von Jakob Schönhagen, Cheftrainer FT 1844 Freiburg, lässt der erste Gegner SV Schwaig ein spannendes Kräftemessen für den FT 1844 Freiburg vermuten.

Schönhagens Bestreben lautet auch in dieser Spielzeit: „Früh in ruhige Fahrwasser kommen, und dann die Entwicklung der jungen Spieler vorantreiben“. Die Schwaiger selbst schließen sich dem Saisonziel der Freiburger Affenbande an und „wollen nicht in Abstiegsgefahr kommen und keine Verletzungen erleiden müssen“.

„Am meisten freuen wir uns wieder auf unsere Zuschauer, die wir mit attraktivem Volleyball begeistern wollen“, skizziert Schönhagen die große Vorfreude auf die neue Saison.

TuS Kriftel TGM Mainz-Gonsenheim

Rhein-Main-Derby heißt die Ansetzung Kriftel gegen Mainz übersetzt. Das Lokalduell bedeutet hoffentlich auch „ein bisschen mehr Normalität“ für die Zuschauer in Kriftel, so „Markus Floren, Teammanager TuS Kriftel.

Die Heimfans können sich auf eine Mannschaft freuen, die „im dritten Zweitligajahr die obere Tabellenhälfte attackieren will“, weiß Floren zu berichten. Damit das gelingt, werden die traditionell starken Abwehrspieler wieder kratzen, denn „gegen uns den Ball 25 Mal auf den Boden zu schlagen, ist schwer“, analysiert Floren.

Für TGM-Cheftrainer Manuel Lohmann steht neben dem Klassenerhalt ebenso die Entwicklung von Spielern im Fokus: „Unser primäres Ziel ist es, junge Talente aus der Region zu fördern und zu entwickeln.“

Zum Kader der Mainzer stoßen Aaron Neumann vom TV Bliesen, Torben Tidick-Wagner, Timothy Lourich und Jan Skarabis hinzu.

TSV Mimmenhausen − TSV Mühldorf

An die Serie von 14 Siegen in Folge und die damit verbundene Herbstmeisterschaft erinnert sich der Cheftrainer des TSV Mimmenhausen, Christian Pampel, gern zurück. „Verdammt stark begonnen und lange sehr konstant gut gespielt. Gegen Ende ging uns verletzungsbedingt etwas die Luft aus“, lautet sein Fazit für die Saison 2020/21.

Der Kader verändert sich durch die Abgänge und Karriereenden von sieben Spielern. Zum Team gesellen sich jedoch auch vier Neue wie z. B. Johann Reusch vom VCO Berlin. „Aufgrund des kleinen Umbruchs wollen wir uns als neuformiertes Team zusammenfinden und möglichst frühzeitig nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Sehr erfolgreich wäre es, wenn wir es erneut unter die Top 5 schaffen könnten“, blickt Pampel auf die Saisonziele in Mimmenhausen.

Im Hinblick auf die erste Partie gegen den TSV Mühldorf erwartet Pampel „ein junges, hochtalentiertes Team, dass spielstark und technisch versiert ist. Dadurch entwickelten sich bereits in der vergangenen Saison zwei muntere Duelle, die richtig Spaß gemacht haben.“

GSVE Delitzsch − TV/DJK Hammelburg

Delitzsch und Hammelburg treffen wie in der vergangenen Saison zur Saisonpremiere im „Beckerkarton“ aufeinander. 2020/21 gewannen die Hammelburger im Tie-Break und fahren in dieser Spielzeit mit dem nötigen Respekt nach Sachsen. Die Delitzscher bereiten sich auf ein „sehr knappes Spiel“ vor, bei dem mit „den Fans im Rücken alles möglich ist“ soweit „hoffentlich Zuschauer“ zugelassen sind, meint Julius Fritsche, Libero GSVE Delitzsch.

„Der wichtigste Neuzugang ist unser neuer Headcoach Thiago Welter“, sagt Olly Wendt, Teammanager TV/DJK Hammelburg, über den im Kern erhaltenen Kader. Thiago Welter spielte in Deutschland in Bühl, Coburg und Eltmann. „Wir hoffen natürlich, dass Thiago mit seinen brasilianischen Wurzeln etwas Samba in unser beschauliches Hammelburg bringt“, beschreibt Wendt die Erwartungen an den neuen Cheftrainer.

Im verflixten siebten Jahr visiert Wendt für Hammelburg wieder einen „Platz auf dem Treppchen an“. Für die Männer vom GSVE „wäre die Saison erfolgreich, wenn uns der Umbruch ein Stückchen weiter gelingt und wir in der Rückrunde wenig mit dem Abstiegskampf zu tun haben“, so Felipe Pardini Glaser, Kapitän GSVE Delitzsch.

L.E. Volleys − TV/DJK Hammelburg

Für die Messestädter steht mit Hammelburg gleich zu Beginn der Saison ein „heißes Duell“ auf dem Spielplan, so Julius Karoos L.E. Volleys. Nach einer der besten Spielzeiten in der 2. Bundesliga im Kopf geht es für die Hammelburger mit breiter Brust nach Leipzig.

Für die Sachsen steht zum Saisonauftakt im Vordergrund: „Den Fans geilen Volleyball zu liefern und das hoffentlich in einer vollen Brüderhölle!“, freut sich Julius Karoos auf Sonntag. Die Mannschaft um Oscar Benner und Moritz Rauber vom TV/DJK Hammelburg wird sich sicherlich an diesem Plan beteiligen wollen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die L.E. Volleys mit dem Rückkehrer Axel Roscher und die Hammelburger nach Sätzen trennen werden.

Volley YoungStars Friedrichshafen

Die Nachwuchsspieler vom Bodensee haben eine Woche länger Zeit sich auf ihren Gegner, die TGM Mainz-Gonsenheim, vorzubereiten. Fordernd wird es für die YoungStars allemal, da „aufgrund der U19 WM und der Beachmeisterschaften, die Saisonvorbereitung sehr individuell durchgeführt wurde“, so Dr. Ralf Hoppe Bundesstützpunktleiter, Volley YoungStars Friedrichshafen.

Zu den Friedrichshafenern wird in der neuen Saison der neue Co-Trainer Fabian Kohl als ehemaliger YoungStar und Bundesligaspieler hinzustoßen. Zusätzlich kommen Mika Ahmann, David Dornauf, Neo Epple und Raphael Noz.

Als Ziel lobt Dr. Hoppe für seine Mannschaft einen Platz im Mittelfeld aus, wobei „die individuelle Entwicklung der einzelnen Spieler im Vordergrund steht“. Als zentrales Merkmal dafür sieht Dr. Hoppe, dass „sich die YoungStars im Verlauf der Saison kontinuierlich verbessern werden“.

veröffentlicht am null um null; erstellt von Kuhnt, Franziskus
letzte Änderung: 09.09.21 10:16