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Der TSV schlägt Hammelburg mit 3:1

TSV Mimmenhausen vs. TV/DJK Hammelburg, 01.03.20, 2. BLSM
Heikovic und Becki am Block
Foto: Marcel Alber | wefuge.de

Der TSV Mimmenhausen hat trotz seiner prekären Personalsituation das Siegen nicht verlernt. Der Tabellenführer setzte sich am Sonntagnachmittag gegen den Tabellenachten nach einem Achterbahn der Gefühle mit 16:25, 27:25,  25:16 und 25:21 durch. Hatte vergangenen Samstag nur noch ein Ersatzspieler auf der TSV-Auswechselbank gesessen (Zuspieler und Kapitän Michael Diwersy), waren es dieses Mal nominell drei: er, Spielertrainer Christian Pampel und Timo Neßler, ein Mittelblocker aus der zweiten Mannschaft.

Nicht verwunderlich, dass Abteilungsleiter Klaus Diwersy bei der Begrüßung der Fans und Teams den Teamspirit besonders einforderte. Der aber hilft nur, wenn die Burschen keine Fehler machen. Taten sie aber und verhalfen Hammelburg nach ausgeglichenem Verlauf (6:8) zu einem beruhigenden Vorsprung zur ersten Mimmenhauser Auszeit (13:8). Und weil die Unterfranken so gut wie keine Fehler machten, mit ihren Aufschlägen die TSV-Annahme schwer unter Druck setzten, blieb es beim klaren Vorsprung der Gäste, die den ersten Durchgang klar mit 25:16 gewannen.

Das änderte sich nach dem Wechsel: Plötzlich bekam Hammelburg so gut wie keinen Aufschlag mehr übers Netz, die Mimmenhauser Annahme war entlastet, und weil die Gäste für kampflose Punkte, reichlich kampflose Punkte sorgten, stand es zur ersten Technischen Auszeit 16:9 für Mimmenhausen. Der Schock das ersten Durchgangs war verdaut. Vor allem der Block stoppte Hammelburger Angreifer (6 Punkte), der Service setzte die DJK-Annahme vor große Probleme (21:11). Trotz des riesigen Vorsprungs mussten die Fans aber noch richtig zittern. Plötzlich brachten die Gastgeber keine Angriffe mehr durch, Hammelburg holte auf (23:23), blieb aber am Ende doch ohne Satzgewinn, weil – angespornt von der Black Wall, dem stimmgewaltigen Fanclub, und den Zuschauern – der TSV zwar drei Satzbälle benötigte, aber mit dem 27:25 den Satzausgleich tatsächlich perfekt machte, mit schierem Willen.

Die zehnminütige Satzpause für ein Sponsorenevent hatte Mimmenhausen weniger geschadet als Hammelburg, das wohl immer noch der vergeblichen Aufholjagd nachtrauerte. Die Gäste waren mental noch gar nicht richtig wieder im Spiel, da stand es 1:8 aus ihrer Sicht. Alles funktionierte wie am Schnürchen, der Block ließ wenig durch, die Feldabwehr hielt die Bälle im Spiel – Hoffmann, Ott und Becker machten einen Breakpunkt nach dem anderen (16:5). Was für ein Unterschied zum völlig verunsicherten TSV im ersten Satz. Der ließ nur noch drei Satzbälle zu (24:14), dann war das souveräne 25:16 perfekt.

3:1 – oder Satzausgleich? Die spannende Frage blieb lange Zeit unbeantwortet. Mal führte Mimmenhausen mit zwei oder drei Punkten, ließ dann aber Hammelburg wieder herankommen. Was bis zum Ende funktionierte: der Block. Unglaublich, wie stark der gelernte Außenangreifer Severin Hauke und Johannes Becker ihren Job erledigten. Den Rest besorgten die Hammelburger mit Eigenfehlern (13 Punkte) und das stabile Side out des TSV (8:7, 16:13). Symptomatisch für den Kampfeswillen der Blau-Gelben, ihren Teamspirit: Hauke hielt irgendwie den Matchball in der Abwehr im Spiel – und Hoffmann verwandelte zum 25:21 und 3:1. „Oh wie ist das schön!“, sangen die Fans! „Das ist ein historischer Sieg heute“, freut sich Christian Pampel darüber, „dass die Jungs ohne mich gewonnen haben. Das finde ich toll!“

veröffentlicht am Montag, 2. März 2020 um 11:43; erstellt von Hermann Hummler, Südkurier, TSV Mimmenhausen 1899 e.V.
letzte Änderung: 02.03.20 11:43
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