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BADEN VOLLEYS machen kurzen Prozess

BADEN VOLLEYS SSC Karlsruhe vs. L.E. Volleys, 29.02.20, 2. BLSM
Eine Etage höher befand sich zumeist Jens Sandmeier
Foto: Andreas Arndt

In beeindruckender Manier haben sich die BADEN VOLLEYS SSC Karlsruhe gegen die L.E. Volleys Leipzig durchgesetzt. Beim 3:0 (25:17 25:19 25:16) ließ die Mannschaft von Antonio Bonelli gegen die vom Abstieg bedrohten Sachsen nichts anbrennen und wurden ihrer Favoritenrolle gerecht. Mit dem Sieg holten sich die Karlsruher wieder den zweiten Platz der Tabelle zurück, den sie vor Wochenfrist haben abgeben müssen.

Es war sofort klar, wer der Herr im Haus ist. Krachende Einerblocks von Jens Sandmeier, Felix Roos und Jonathan Finkbeiner direkt in der Startphase der Partie ließen daran keinen Zweifel aufkommen. „Natürlich gab es individuell sehr viele Blockpunkte, das war schon stark“, so BADEN VOLLEYS-Coach Bonelli. „Wir haben heute sehr stark verteidigt und das ist immer ein Zusammenspiel von Block und Abwehr. Das hat heute vorzüglich funktioniert.“

Doch nicht nur die Verteidigung war gegen die L.E. Volleys blendend aufgelegt, auch im Angriff konnte Zuspieler Fabian Schmidt die BADEN VOLLEYS immer wieder in Szene setzen. Gut wenn dann zwei davon auch einen Sahnetag erwischen. Über die Mitte kam Finkbeiner nahe an eine 100 Prozentquote ran. „Das ist ein sensationeller Wert“, lobte Bonelli seinen 2,11 Meter-Riesen. Dass dies nicht zur MVP-Medaille gereicht hat, lag daran, dass sich diese Jens Sandmeier erspielt hatte. „Er hat wieder eine sehr starke Partie abgeliefert“, so Bonelli. „Er hat das alles so super leicht aussehen lassen.“ Und in der Tat war gerade an den Aktionen des Kapitäns zu sehen, wie sehr die BADEN VOLLEYS auch ihre körperliche Überlegenheit in die Waagschale warfen. Fast nach Belieben punktete Sandmeier über den Leipziger Block hinweg. Mindestens eine Etage war er eben höher – und spiegelte so auch den Tabellenstand der Teams wieder.

„In meinen Augen war der zweite Satz der Knackpunkt. Bis zur Mitte ging es ausgeglichen, dann haben wir die ganz wichtigen Punkte im Aufschlag gemacht“, analysierte Bonelli die Partie. Und trotz der Überlegenheit, hatte der Coach auch etwas Bedenken. „Da war dann schon die Sorge, dass die 10 Minutenpause uns etwas den Flow nimmt.“ Aber das war unbegründet – auch wenn die Pausenshow der Mädels um Sarah Kiesecker eine taktische Besprechung schwer möglich machte.  Über 6:0 und 8:2 ging es in die technische Auszeit. „Und das gibst du eigentlich nicht mehr ab, wenn du dann schon eine 2:0 Satzführung hast", so Bonelli. "Das war dann eine runde Sache und wir konnten dann dem ein ein oder anderen Spieler noch etwas Spielzeit geben.“ Nun dauert es für die BADEN VOLLEYS SSC Karlsruhe, die übrigens auch für die Mannschaft des Jahres 2019 in Karlsruhe nominiert sind, bis zu ihrem nächsten Auftritt. Dann wieder in der Fremde bei den Alpenvolleys Haching 2. Dort soll dann am 15. März endlich wieder auswärts eine ordentliche Partie abgeliefert und am besten auch Punkte geholt werden. Denn auch wenn es zu Hause am schönsten ist, Auswärtspunkte sind fast genauso schön.

 

 

veröffentlicht am Sonntag, 1. März 2020 um 23:14; erstellt von Philipp Schätzle, SSC Karlsruhe
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