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Optimistisch in die Partie

TSV Mimmenhausen vs. TV/DJK Hammelburg, 01.03.20, 2. BLSM
Der TSV Mimmenhausen, mal vollzählig
Foto: Marcel Alber | wefuge.de

2. Volleyball-Bundesliga: TSV Mimmenhausen – TV/DJK Hammelburg (Sonntag, 16 Uhr, Bildungszentrum Salem). – Volleyball ist ganz besonders ein Sport, bei dem alles auf Automatismus fußt. Ein Satz, der dem TSV Mimmenhausen derzeit ganz enorm zu schaffen macht. Automatismen werden über Training einstudiert, mit viel Training mit einem kompletten Kader. Letzteres ist derzeit beim Tabellenführer nicht möglich. "Vergangene Woche", stellt Spielertrainer Christian Pampel fest, "hatte ich in Unterhaching einen einzigen Spieler auf der Auswechselbank, am Sonntag gegen Hammelburg vielleicht gar keinen."

Dabei sind mindestens zwölf Spieler nötig, nur dann ist ein umfassendes Training (zwei Mannschaften gegeneinander) sinnvoll. Mimmenhausen hat derzeit neun gesunde Zweitligavolleyballer im Kader, "zwei oder drei Leute kommen aus der zweiten Mannschaft dazu", sagt Pampel, "sie helfen uns da wirklich sehr." Und derzeit sieht es nicht danach aus, als ob sich die Situation grundlegend entspannen würde. "Ich habe diese Woche mit halbem Gas trainiert", erzählt der Diagonalangreifer von Einheiten, die wenig Hoffnung auf seinen Einsatz am Sonntag machen. Das gilt auch für Mittelblocker Bogdan Birkenberg. 16 Jahre jünger als der ehemalige Weltklassevolleyballer komme der "schneller wieder auf die Beine" (Pampel), ob das aber schon für einen Einsatz im vorletzten Heimspiel der Saison reichen wird, da zweifelt der derzeit ebenfalls verletzte Spielertrainer doch sehr.

Und so muss Severin Hauke noch einmal in den sauren Apfel beißen und statt als Annahmespieler und Außenangreifer seinen Job in der Mitte bestmöglichst ausfüllen. "Das ist unglaublich schwierig", kennt Pampel die Probleme, die der ehemalige YoungStars-Spieler zu bewältigen hat. Den gegnerischen Zuspieler "lesen" lernen, also wissen, an welchem Netzabschnitt der nächste Hammelburger Angriff verhindert werden muss, ist eine der Mittelblocker-Aufgaben. Schneller als der Ball auf den Außenpositionen sein, den Block dicht machen, eine weitere. Keine kann der 19-Jährige logischerweise perfekt erledigen. Das verlangt Pampel aber auch nicht. Entsprechend "speziell" seine Ansprache an den Mann mit der Nummer 7, der "seine Sache in Haching gut machte".

Dennoch will Pampel gegen Hammelburg punkten. "Wir dürfen nur nicht so viele Aufschlagfehler wie in Haching machen", sagt er. Mehr als 20 seien einfach zu viele. Ein erster Schritt auf dem langen Weg zu Zählbarem also. Aber selbst wenn der Mimmenhauser Starting Six die Automatismen eines Spitzenreiters derzeit fehlen, bedeutet das im Umkehrschluss doch noch lange nicht, dass sie automatisch der Verlierer ist. Also gehen die blau-gelben Volleyballer dennoch optimistisch in die Partie gegen den Tabellenfünften.   

veröffentlicht am Freitag, 28. Februar 2020 um 08:38; erstellt von Hermann Hummler, Südkurier, TSV Mimmenhausen 1899 e.V.
letzte Änderung: 28.02.20 08:38
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