Newsarchiv - VBL

Ersatzgeschwächte Hammelburger verlieren

FT 1844 Freiburg vs. TV/DJK Hammelburg, 22.02.20, 2. BLSM
Nichts zu holen gab's für die Volleys auswärts in Freiburg
Foto: Jens Feistel

Am Freitag gab es die Hiobsbotschaft. Kapitän Oscar Benner meldete sich fürs Auswärtsspiel in Freiburg wegen eines Infektes ab. Zudem konnten David Baden mit Knöchelverletzung und Ben Stoverink nach Knieverletzung noch nicht eingreifen.

Hannes Krochmann spann zum ersten Mal von Beginn an die Fäden im Zuspiel, während Janick Sill für Benner die Diagonalposition besetzte.  So etwas wie Rhythmus wollte bei den dezimiertem Hammelburger zunächst nicht aufkommen. Während die Gastgeber, angeführt von ihrem quirligen Zuspieler Madej Maciej, große Lockerheit versprühten und durch fünf Aufschläge ihres Regisseurs mit 6:2 in Führung gingen, wirkte das Spiel der TV/DJKler fahrig. Insbesondere im Angriff agierten sie mutlos und uninspiriert.

Scheinbar unbeeindruckt vom Verlust des 1. Satzes, waren die Jungs von Trainer Cornel Closca im zweiten Durchgang zumindest kurzfristig hellwach, erblockten und erschmetterten sich eine 5:2-Führung. Die war aber viel zu schnell wieder ausgeglichen. Grund war die gute Blockarbeit der Breisgauer.

In Annahme und Feldabwehr standen die Freiburger sicher und agierten im Offensivspiel variabel. Mal ein geschickt gelegter Lob, mal konservativ mit viel Wucht. Diagonalspieler Dominic Salomon und Routinier Marcus Gensitz verdienten sich in dieser Phase Bestnoten. "Annahme, Zuspiel, Punkt" - gegen die einfache Erfolgsformel der Breisgauer fanden die Gäste aus Hammelburg kein Mittel.

Hammelburg entdeckt die Lust

Weil vor allem die Fehlerquote bei der FT zunahm, entwickelte sich der 3. Satz ausgeglichen. Die Gäste fanden in ihr Spiel, agierten lustvoller und konzentrierter im Aufbau. Eine Aufschlagserie vom späteren MVP Moritz Rauber (21:15) legte den Grundstein zum Satzgewinn.

War das die Initialzündung, um die Partie zu drehen? Es schien so: Beim Hammelburger Punkt zum 2:2 wechselte der Ball fünf, sechs Mal die Feldseite; am Ende jubelten die Gäste. Noch ein Monsterblock von Luca Dierks hinterher und er kam in Fahrt, der "Bock-auf-Volleyball-Express".

Kampfgeist, Feldabwehr und Blockarbeit gehörten wieder zum Hammelburger Repertoire. Auch die Abteilung Attacke versprühte gesteigerte Spielfreude. Doch dann war es Freiburgs Gensitz, der mit einer Dreipunkteserie zum 20:20 ausglich. Das Spiel stand auf Messers Schneide. Leider war es ein individueller Hammelburger Fehler, der es zugunsten der Freiburger entschied.

Trainer Closca: "Aufgrund der vielen Ausfälle hatten wir einen schweren Start. Ab dem 2. Satz konnte sich die Mannschaft stabilisieren. Sie hat tollen Kampfgeist gezeigt und ich bin trotz Niederlage sehr stolz auf meine Jungs."

veröffentlicht am Sonntag, 23. Februar 2020 um 18:07; erstellt von Oliver Wendt, TV/DJK Hammelburg
letzte Änderung: 23.02.20 18:07
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