Newsarchiv - VBL

Dem Tabellenführer Grenzen aufgezeigt

AlpenVolleys Haching II vs. TSV Mimmenhausen, 22.02.20, 2. BLSM
Haching kämpft Mimmenhausen nieder
Foto: Edmund Zuber

Mit 3:1 (25:23, 25:18, 21:25, 25:18) besiegten die AlpenVolleys Haching II den Tabellenführer TSV Mimmenhausen.

Die Gäste vom Bodensee reisten stark dezimiert nach Oberbayern, Spielertrainer Christian Pampel hatte nur neun Aktive im Team, von denen er selber wegen seiner Achillessehnenbeschwerden das ganze Spiel pausierte.

Hachings Coach Stan Pochop beorderte Eric Paduretu für Gärtner im Zuspiel. Dieser brachte seine Farben gleich in Führung. Aber erst nach der ersten technischen Auszeit brachte eine Aufschlagserie von Aleks Milovancevic Haching richtig in Front. In der Folge punktete vor allem Alex Zahar. Erst kurz vor Satzende konnte Mimmenhausen durch eine Serie von Ott noch zum 24:23 aufschließen. MVP Simeon Topuzliev verhinderte schließlich den Satzausgleich.

Im zweiten Durchgang agierten die Hausherren sehr souverän gegen verunsicherte Gäste. Sieben Punkte Vorsprung waren Coach Pochop souverän genug, er wechselte nun einige seiner Ersatzakteure ein. Anzala-Yamajako kam für Friedrich, Chalghmi für Milovancevic, Korbankolev für Chefai und Müller für Topuzliev. Trotzdem blieb der Spielfluss erhalten, der Satz ging locker an Haching, Alex Zahar beendete den Satz.

„Der Vorsprung war groß genug, ich konnte das riskieren. Die Jungs aus der zweiten Reihe haben sich ihre Einsatzzeiten auch mal verdient.“ Dass er mit den Wechseln den Spielfluss aus der Mannschaft genommen habe, glaubte der Coach nicht.

„Im dritten Satz spielte ja wieder die Stammsechs.“ Trotzdem lief nun nichts mehr zusammen. Mimmenhausen nutzte die Hachinger Schwächephase, agierte nun entschlossener, blockte vor allem auch gut. Schnell ließen die Hausherren die Köpfe hängen. Pochop wechselte im Zuspiel, sein Team kämpfte sich auf vier Punkte heran. Doch dann gab es eine rote Karte für Kapitän Roy Friedrich, der eine vermeintlich falsche Entscheidung der zweiten Schiedsrichterin mit höhnischem Applaus quittierte. „Eine rote Karte pro Saison geht schon“, schmunzelte Friedrich nach der Partie. Mimmenhausen bekam den Strafpunkt zugesprochen und konnte den Satz gewinnen.

In den vierten Durchgang starteten die Hachinger wieder besser. Eine Serie von Eric Paduretu brachte sie mit 4:0 in Front. Es entwickelte sich ein letzter Satz auf Augenhöhe, doch Mimmenhausen konnte den frühen Rückstand vor 100 Zuschauern nicht mehr aufholen.

„Natürlich war der Gegner geschwächt durch das Fehlen von Pampel, aber Hoffmann und Ott waren trotzdem stark. Wir haben heute guten Druck mit dem Service gemacht. Dadurch konnte Mimmenhausen nicht erstes Tempo spielen, musste auf außen ausweichen“, stellte Coach Pochop zufrieden fest. Nun hat sich sein Team erstmal etwas Luft verschafft im Abstiegskampf, kann evtl. sogar wieder nach oben schielen. „Mir ist der Tabellenplatz am Ende egal“, so Pochop. „Mir ist wichtig, dass das Team Spaß hat, sich weiterentwickelt und die Stimmung gut ist. Und heute drei Punkte gesammelt hat.“

Am kommenden Samstag (29. 02. 2020) spielt man um 19 Uhr in Mainz-Gonsenheim.

veröffentlicht am Samstag, 22. Februar 2020 um 22:21; erstellt von Jochen Wessels, TSV Unterhaching 1910 e.V.
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