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Der Zweitliga-Abschluss auch als Neuanfang

#RotesRudel Fellbach vs. TGM Mainz-Gonsenheim, 06.04.19, 2. BLSM
Alexandra Berger verabschiedet nach dem letzten Zweitliga-Heimspiel T.Welter, M.Harms und J.Leipert
Foto: Patricia Sigerist (FZ)

Die Volleyballer des SV Fellbach trugen am Samstagabend in der Gäuäckerhalle I ihr vorerst letztes Heimspiel in der zweiten Bundesliga aus. Doch die Beteiligten auf und neben dem Spielfeld zeigten sich keineswegs tief enttäuscht, vielmehr herrschte eine Art Aufbruchsstimmung. Jeder einzelne Punkt wurde von den mehr als 300 Zuschauern gefeiert, die Akteure in Rot hatten sichtlich Spaß auf dem Feld, und fast hätte es auch einen positiven Abschluss in Form von Zählbarem gegeben. Am Ende setzte sich jedoch die TGM Mainz-Gonsenheim und damit die etwas konstantere Mannschaft mit 3:1 (23:25, 25:19, 27:25, 25:23) durch.

„Wir wollten nochmal ein gutes Spiel zeigen, und das ist uns gelungen“, sagte Alexandra Berger im Anschluss: „Die Jungs haben sich über weite Strecken gut präsentiert.“ Die Abteilungsleiterin und – in Vertretung des mitspielenden Übungsleiters Thiago Welter – Kommandogeberin am Spielfeldrand sah dabei insbesondere im ersten Satz willensstarke Gastgeber, die etwa über den jungen Außenangreifer Moritz Hirning zu Punkten kamen. Später konnten die Zuschauer noch einmal die brachialen Aufschläge eines Thiago Welter, dem besten Fellbacher an diesem Abend, erleben, zudem mehrere Blocks des Kapitäns Manuel Harms sowie Spielzüge, an deren Ende Johannes Leipert den Ball ins Feld schmetterte. Ein Trio, das in der kommenden Saison aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr beim SVF aktiv sein wird.

Thiago Welter verlässt den Verein nach zwei Jahren als – zuletzt auch selbst mitspielender – Trainer, er will sein Studium der Automobiltechnologie nach der Bachelorarbeit um einen Masterabschluss in Coburg ergänzen. Johannes Leipert, der sich bezüglich seines Abschieds aus Fellbach „ein wenig traurig“ zeigte, freut sich zugleich auf die anstehende Ausbildung zum Fluglotsen in Langen. Der Psychologiestudent Manuel Harms zieht für ein Jahr aufgrund eines Praxissemesters nach Köln, ließ gleichwohl eine Hintertür offen: „Vielleicht komme ich danach wieder hierher.“

Was für ein Team Manuel Harms gegebenenfalls dann vorfinden wird, muss sich erst zeigen. Mit verschiedenen Trainern finden Gespräche statt, auch das eine oder andere Probetraining soll Aufschluss geben, „ob es passen könnte“ (Alexandra Berger). Am Ende könnte ein Mix aus der bisherigen ersten Mannschaft mit den jungen Moritz Hirning, Max von Berg oder auch Ivaylo Spasov und einem Teil der zweiten Vertretung, die sich zwangsweise aus der dritten Liga verabschieden muss, zusammenfinden. Den jungen Akteuren soll dabei in der dritten Liga Zeit eingeräumt werden, sich zu entwickeln. „In zwei bis drei Jahren können wir dann wieder in Richtung Aufstieg denken“, sagte Alexandra Berger. Nach mehr als sechseinhalb Jahren Zweitliga-Zugehörigkeit, garniert mit den Meistertiteln 2015 und 2016, ging somit am Samstagabend in gewisser Weise eine Ära zu Ende – was selbst bei der verbreiteten Aufbruchsstimmung rund um die letzte Heimpartie nicht ganz in Vergessenheit geriet. „Ich sehe das aber vielmehr als einen Neuanfang, für den jetzt die Zeit war“, sagte Alexandra Berger und brachte das Gefühl nicht weniger Zuschauer auf den Punkt.

Am kommenden Samstag, wenn die Fellbacher Volleyballer beim TSV Grafing gastieren, endet die erfolgreiche jüngere Vereinsgeschichte in der zweiten Liga. Geht es nach Alexandra Berger und den Zuschauern soll sich direkt der Startpunkt für eine neue Erfolgsgeschichte anschließen.

veröffentlicht am Montag, 8. April 2019 um 14:05; erstellt von Patrick Brun (Fellbacher Zeitung), Sportverein Fellbach 1890 e.V.
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