Ordentliche Leistung reicht nicht

HEITEC Volleys Eltmann vs. FT 1844 Freiburg, 15.12.18, 2. BLSM
Anders als hier Paul Mauch andeutet, fehlte den Freiburgern am Samstag etwas die Wucht im Aufschlag
Foto: Patrick Seeger

Die Umstände: Schwierig

Freiburg am Mittwoch vor dem Spiel gegen Eltmann: Tiefe Sorgenfalten bei der Affenbande. Nach der längerfristigen Verletzung von Zuspieler Tom Kaufhold steht nun fest, dass auch Marc Zimmermann am Samstag krankheitsbedingt ausfallen wird. Die Folge ist eine klaffende Lücke auf der doch so wichtigen Zuspielerposition. Füllen soll sie der etatmäßige Außenangreifer Max Meuter. Der technisch beschlagene 29-Jährige hatte zuletzt vor acht Jahren einige Einsätze als Steller. Ihm bleiben zwei Tage zur Eingewöhnung. Zu wenig, wie Max Meuter erklärt: „Gerade bei dem hohen Tempo, das wir spielen wollen, ist die Abstimmung mit den Angreifern enorm wichtig. Da braucht man eigentlich mehr Vorlaufzeit.“

Die Leistung: Ordentlich aber fehlerbehaftet

Die Stimmung bei der Freiburger Reisegruppe auf der Fahrt ins Frankenland am Samstag ist dennoch bestens: „Wir sind mit der Einstellung hingefahren, dass wir Eltmann trotz Allem schlagen können.“, so Max Meuter. Die Freiburger Euphorie wird allerdings recht schnell gebremst. Die ambitionierten Gastgeber reißen gleich zu Beginn des ersten Durchgangs die Führung an sich und geben sie nicht mehr ab. Die Affenbande spielt zwar gut mit, hält immer wieder dagegen. „In den entscheidenden Situationen machen wir dann aber zu viele Fehler in allen Elementen.“, ärgert sich der Interims-Zuspieler. Die Fehlerquote bei den Freiburger Aufschlägen ist zwar nicht besonders hoch. Anders als geplant, können die Affen hier aber nicht genug Druck ausüben, um die gegnerische Annahme ins Wackeln zu bringen.

In einer stark besetzten Mannschaft aus Eltmann verdient die Leistung von Mittelblocker Mariusz Wacek besondere Erwähnung. Im Großen und Ganzen spielen die Gastgeber die Partie clever herunter. Im dritten Satz noch einmal Hoffnung auf die Wende bei der Affenbande: Nach sechs Punkten Rückstand kämpfen sich die Freiburger auf einen Zähler Abstand heran. Ärgerliche Fehler auf Freiburger Seite verhindern jedoch das Comeback und bedeuten letztlich den glatten 3:0-Sieg für Eltmann.

Das Fazit: Gemischt

Max Meuter stuft seinen Gastauftritt in der Rolle des Zuspielers ähnlich ein, wie die Freiburger Teamleistung insgesamt: Als ordentliche Performance unter schwierigen Umständen. Gegen Eltmann, das zu den Topfavoriten der Liga zählt, reicht dies leider nicht. „Positiv ist, dass es auch in solchen Situationen auf dem Feld keine Schuldzuweisungen bei uns gibt, sondern wir uns weiter gegenseitig pushen. Das ist nicht selbstverständlich.“, vermerkt Max Meuter. Gemischt fällt ebenfalls das Fazit zur Freiburger Hinrunde aus. In einer starken und ausgeglichenen Liga muss der Tabellensiebte Freiburg weiterhin auch nach unten schauen. Dabei sah es vor drei Spieltagen noch so aus, als könne der Blick in obere Tabellenregionen wandern. „Leider haben wir einige Spiele nicht gewonnen, bei denen wir die Qualität dazu hatten. Das ist allerdings viel besser, als chancenlos zu sein.“, so Meuters plausibler Gedankengang. Die positive Entwicklung zahlreicher junger Spieler, tolle Heimspielleistungen bei großartiger Atmosphäre und die erfolgreiche Kompensation zahlreicher Ausfälle sind jedoch Gründe, die Zuschauer und Verantwortliche optimistisch auf die Rückrunde blicken lassen.

veröffentlicht am Sonntag, 16. Dezember 2018 um 22:56; erstellt von Christian Stein, FT 1844 Freiburg e.V.
letzte Änderung: 16.12.18 22:56
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