20 Aufschlagfehler gegen Hammelburg

TV/DJK Hammelburg vs. TSV Mühldorf, 20.02.21, 2. BLSM
Neuzugang Tobi Besenböck überzeugte als Diagonalspieler im Team der Mühldorfer.
Foto: Fabian Bartsch

Mühldorf - Das hatte sich Mühldorfs Trainer Michi Mayer anders vorgestellt. Gegen Hammelburg, das am Samstag coronabedingt geschwächt in der eigenen Halle angetreten war, bekamen die Mühldorfer vor allem ihre Aufschlagschwäche nicht in den Griff. 20 Mal landete der Ball im Aus oder im Netz.Zum dritten Mal in Folge blieben die Mannen um Trainer Michi Mayer ohne Satzgewinn, die Mühldorfer verloren mit 15:25, 25:27 und 22:25.

Es ist der dritte Satz. Mühldorf spielt auf Augenhöhe mit Hammelburg, als die Fehlentscheidung des Schiedsrichtergespanns fällt. Bei einer 22:20-Führung der Gastgeber aus Hammelburg, werten die beiden Schiederichter einen Ball der Gastgeber aus Nordbayern, der klar im Aus war, für Hammelburg. Anstatt 22:21 steht es plötzlich 20:23. Danach geht Trainer Michi Mayer ein großes Risiko ein, als er Neuzugang und 2-Meter-Mann Luis Großmann ins Spiel bringt, um den Block zu verstärken. Der aber war bei seinem Bundesliga-Debüt mit der Situation überfordert, nimmt erst schwach an und pritscht dann den Agriff an der Antenne vorbei ins Feld. Den ersten Matchballwehren die Mühldorfer noch ab, den zweiten - ein risikoreicher Aufschlag von Tobias Besenböck landet im Aus. Spiel, Satz uns Sieg Hammelburg.

Der verschlagene Aufschlag von Besenböck passte eigentlich so gar nicht ins Leistungsbild des Neuzugangs aus Dachau. Der 18-Jährige bis bis dato nämlich eine überragende Partie gespielt. Trainer Michi Mayer hatte den sprunggewaltigen Angreifer als Diagonalspieler gebracht und Fabian Bartsch stattdessen neben Kapitän Tom Brandstetter als Außenangreifer gebracht. Und Besenböck enttäuschte die Erwartungen nicht, etliche direkte Punkte gingen auf sein Konto gegen die abwehrstarken Hammelburger. "Taktisch gesehen ging eigentich alles auf. Wir waren für alle Eventualitäten gerüstet. Worauf wir allerdings nicht vorbereitet waren, waren die vieen Fehler im Aufschlag!", ärgert sich Michi Mayer über die verpasste Chance, Hammelburg das ein oder andere Pünktchen abzuknöpfen. Insgesamt zählte der Mühldorfer Coach 20 Aufschlagfehler auf Seiten der Mühldorfer. "Und damit kann man kein Spiel gewinnen", so die nüchterne Bilanz des Mühldorfer Trainers.

Sämtliche Hoffnungen auf einen Sieg wurden schon zu Beginn der Partie von Hammelburg zunichte gemacht. Mühldorf wurde kalt erwischt, lief vom Anpfiff des Spieles einem ständigem Rückstand hinterher. Zu stark waren die Hammelburger im Angriff und auch im Block. Nur äußerstschwer zu knacken die Abwehr der Hammelburger um ihren glänzend aufgelegten Libero Lukas Baden. Bei 12:20 versuchte es Michi Mayer noch mit einem Doppelwechsel, als er Zuspieler Tim Aust für Tobi Besenböck brachte und stattdessen Luis Großmann als Diagonalspieler für Zuspieler Alex Brandstetter auf das Feldkam. Doch die abgeklärten Hammelburger ließen sich die klare Führung nicht mehr nehmen, bejubelten wenig später den 25:15-Satzerfolg.

Im zweiten Satz agierten die Mühldorfer dann zunehmend aggressiver, die Aufschläge wurden sicherer, es gelang den Innstädtern Druck aufzubauen. Allerdings dauerte es bis zum 9:11 bis die Mühldorfer das Zepter an sich rissen, vier Punkte in Serie brachten die 13:11-Führung. Dann ging es hin und her mit wechselnden Führungen. Erst bei 19:19 erspielten sich die Mühldorfer einige Vorteile, bejubelten beim 24:22 dann bereits den möglichen Satzgewinn, nachdem ein umstrittener Angriff der Hammelburger offenbar an der Netzkante hängen geblieben schien, der Schieri aber weiterspielen ließ. Hammelburg warf in der Abwehr alles in die Waagschale, hatte bei den nun folgenden, packenden Ballwechseln das bessere Ende für sich und schaffte es, den Durchgang zu drehen (27:25).

Mühldorf musste aber zu Beginn von Durchgang drei eine kleine Serie in Kauf nehmen (2:5). Mayer reagierte umgehend,nahm sofort eine Auszeit. Der TSV egalisierte nach cleveren Angriffen einen 4:7-Rückstand und zog auf 11:8 davon. Doch Hammelburg behielt die Nerven, hechtete sich nach jedem Ball und mit Moritz Rauber am Aufschlag hieß es bald schon wieder 12:12. Alleine mit ihrer eklatante Aufschlagschwäche standen sich die Mühldorfer selbst im Weg. Genau diese Punkte fehlten am Ende, um Hammelburg in die Knie zu zwingen, stattdessen jubelten die Hausherren (22:25).

veröffentlicht am Dienstag, 23. Februar 2021 um 08:52; erstellt von TSV Mühldorf
letzte Änderung: 23.02.21 08:52
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