Mannschaften | 2. Bundesliga Süd Männer

Dachaus "Kleiner" spielt groß auf

SV Fellbach vs. ASV Dachau, 12.12.15, 2. BLSM
Große Vorstellung: Dachaus Jüngster Lukas Pfretzschner wurde in Fellbach MVP
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Zählbaren Erfolg hatten die Dachauer Volleyballer in Fellbach nicht, mit einem Satzgewinn beim 1:3 (14:25, 18:25, 25:22, 21:25) zum Abschluss der Hinrunde mussten sie sich begnügen. Dennoch war ASV-Coach Adrian Zoppelt ganz zufrieden mit seinem Team, vor allem mit dem erst 15-jährigen Lukas Pfretzschner, der in seinem zweiten Zweitligaspiel gleich MVP wurde: "Das war eines unserer besseren Spiele gegen die mit Abstand beste Mannschaft der Liga." 

Seine Klasse stellte der amtierende Meister und aktuelle Herbstmeister im ersten Satz gleich mal unter Beweis: "Da haben sie einfach jeden Aufschlag getroffen", erklärt ASV-Kapitän Sebastian Wenninger knapp, warum sein Team zu Beginn der Partie beim 14:25 noch wenig auszurichten hatte.

Auch im zweiten Durchgang gerieten die Gäste schnell in Rückstand. Markus Pielmeier, der nach seiner krankheitsbedingten Pause gegen Freiburg zum zweiten Satz für Marko Riedlbeck gekommen war, konnte daran wenig ändern. Adrian Zoppelt reagierte und brachte Youngster Lukas Pfretzschner bei 7:12 auf Pielmeiers Außenposition: "Bevor wir da vom Feld gehen, ohne dass die Jungen gespielt haben, gebe ich doch dem Kleinen die Chance!"

Und der sprunggewaltige Kleine trumpfte groß auf, nachdem er beim 18:25 im zweiten Satz bereits gut ins Spiel gekommen war: "Lukas hat sich mit breiter Brust in die Annahme gestellt und gezockt, als hätte er seit eh und je auf dem Niveau gespielt", war Zoppelt begeistert vom unbekümmerten Auftritt des Deutschen Jugendmeisters, der auch im Angriff mutig seine Punkte machte. 

"Lukas war echt stark", gab's auch Lob vom Kapitän. "Er hatte eine super Quote im Angriff und hat sogar im Block Einiges geholt. Marvin Klaas zum Beispiel, und das ist ja nun nicht irgendwer!" Pretzschners beachtliche Vorstellung honorierte auch Fellbachs Trainer Markus Weiß und wählte Dachaus Jüngsten zum MVP.

Fast wäre Pfretzschners erst zweiter Zweitligaeinsatz sogar noch in den Tiebreak gegangen, denn auch im vierten Satz waren die ASV-Männer gut dabei. Kurz keimte Hoffnung auf ein Comeback wie in Leipzig zuletzt auf. "Doch dann haben wir ein paar Chancen aus der Abwehr liegen lassen", macht Wenninger als den Hauptunterschied aus. Zudem kamen die Fellbacher Aufschläge wieder mit mehr Druck und tropften auch ein paar Mal glücklich von der Netzkante ins Dachauer Feld. 

Insgesamt hat sich einmal mehr gezeigt, dass Dachau gerade die Top-Gegner liegen: "Sobald die Erwartungshaltung nicht so groß ist, kommt viel weniger Frust auf und wir stecken Fehler lockerer weg", hat Wenninger beobachtet. Und somit war der Ausflug zum Herbstmeister eine Erfahrung, auf der sich aufbauen lässt: "Das war in allen Bereichen eine Steigerung, auch wenn etwa im Block noch viel mehr geht", meint Zoppelt. "Doch da müssen wir jetzt weitermachen." 

Denn am nächsten Samstag (20 Uhr) kommen die Oshino Volleys aus Eltmann zum letzten Heimspiel 2015 in die Dachauer Scherer Halle. Das ist bereits das erste Spiel der Rückrunde - und in der wollen die Dachauer so schnell wie möglich von ihrem zehnten Tabellenplatz weg und wieder nach oben kommen. 

veröffentlicht am Montag, 14. Dezember 2015 um 11:33; erstellt von ASV Dachau e.V.
letzte Änderung: 14.12.15 11:34