Mannschaften - VBL

Mannschaften | 2. Bundesliga Süd Männer

Knapp dahinter und so weit weg

#RotesRudel Fellbach vs. FT 1844 Freiburg, 09.03.19, 2. BLSM
Das #RoteRudel sich im vorletzten Heimspiel würdig verabschieden
Foto: PicturePartners

Die Gäste der FT Freiburg müssen in diesen Wochen tatsächlich auch eine schwierige Phase durchstehen. Schon seit Ende Januar haben sie nicht mehr gewonnen. Nach zuletzt vier Niederlagen sehen sie sich auf dem zehnten Tabellenplatz; das ist der letzte, der am Ende noch den Ligaverbleib verspricht. Der SV Fellbach ist Zwölfter, kaum dahinter, aber sehr weit entfernt von der Freiburger Fliegergruppe. Elf Punkte sind ein mächtiger Unterschied. So mächtig ist dieser Unterschied, dass die Mannschaft um den Trainer Thiago Welter nach diesem viertletzten Spieltag bereits als Absteiger feststehen wird, wenn sie auch am Samstag, zum 17. Mal in der laufenden Runde, dem Gegner den letzten Punkt überlassen muss. Selbst ein 3:2-Erfolg reicht nicht und besiegelt das ohnehin längst Unabwendbare.

Die Freiburger Volleyballer müssen sich schon auch noch um den Ligaverbleib sorgen. Der VC Gotha kann sich in der Schlussphase dieser Saison anders als der SV Fellbach zum hartnäckigen Widerpart aufschwingen. Der Aufsteiger findet sich mit bloß vier Punkten Rückstand auf dem elften Tabellenplatz wieder, kann seinen Abstiegsplatz – das Stützpunktteam aus Friedrichshafen darf auf diesem Niveau ungeachtet seiner Resultate Erfahrungen sammeln – mithin noch verlassen. Die zweite Liga wäre ohne Männer im Dress der FT Freiburg aber nicht recht vorstellbar. Sie kamen im Jahr 2001, um zu bleiben. Mittlerweile absolvieren die Freiburger ihre 18. Zweitliga-Saison nacheinander. Mit einer hochklassigen Nachwuchsarbeit als Basis erneuern sie sich immer wieder selbst. Aus guter Gewohnheit sind ganz junge, jüngere, erfahrenere und ganz erfahrene Kräfte beisammen.

Der SV Fellbach hat nach dem Aufstieg 2012 auch bald zum geschätzten Stamm der zweiten Liga gehört. Doch der Meister 2015 und 2016 hat 2017 und 2018 zu viel Substanz verloren – ohne hochklassige Nachwuchsarbeit im Hintergrund. Thiago Welter hat – seit Januar meist auch als Mitspieler – versucht, sein Team heranzubringen. Ein zu ambitioniertes Unterfangen. Aber der Brasilianer arbeitet losgelöst vom bevorstehenden Abstieg nach wie vor daran, sein Team generell voranzubringen: „Wir haben viel in der Abwehr trainiert. Ich werde es nicht aufgeben, aus den Jungs eine abwehrstarke Mannschaft zu machen.“

veröffentlicht am Freitag, 8. März 2019 um 09:02; erstellt von Thomas Rennet (Fellbacher Zeitung), Sportverein Fellbach 1890 e.V.